AMERIKA
ca. 200 v. Chr. – 600 n. Chr.
NAZCA-KULTUR Nazca ist ein Flussname. Die Nazca-Kultur in den Anden auf dem Gebiet der heutigen Staaten Peru und Kolumbien war eine Stammeskultur auf jungsteinzeitlicher Stufe ohne städtische Zentren und demzufolge ohne Steinbauten und sichtbare religiöse Zentren. Die Menschen lebten dörflich in Holz- und Schilfhütten, die natürlich längst vergangen sind, und ernährten sich in dem fast wüstentrockenen Gebiet mühsam von Feldanbau.
Berühmt ist diese Kultur durch riesige Scharrbilder: Kilometerlange Linien, die geometrische und spiralförmige Muster, aber auch Menschen- und Tiergestalten ergeben. Sie entstanden durch das Abtragen von dunklem Kies auf der Oberfläche, sodass der weiße Untergrund zum Vorschein kam. Die »Bilder« sind riesig, weshalb man sie eigentlich nur aus der Luft erkennen kann. Es gibt ungefähr 50 dieser Figuren und 1000 Linien. Einige sind 20 Kilometer lang. Ihre Bedeutung ist nicht bekannt.