Kapitel 15

Charly faßte in den Käfig, ergriff das Oberhemd des Feyons und seine Ketten mit den Händen. Dann begann sie zu ziehen. Es schnell mit Schwung zu tun wäre einfacher gewesen, doch sie hatte Angst, ihn zu nah an die Gitter zu ziehen, wenn sie nicht vorsichtig war. Also hob sie ihn an und zog Zoll für Zoll, ganz sanft. Die Ketten um seine Handgelenke und seinen Leib waren so festgezurrt, daß er ihr keine Unterstützung geben konnte. Sie war froh, daß sie ihr Korsett ausgezogen hatte. Es hätte sie ziemlich behindert. Sie saß weit vornüber gebeugt auf dem Boden, um ihn zu erreichen. Ihre Muskeln stöhnten beinahe unter der Belastung. Einen erwachsenen Mann zu heben und zu ziehen brachte sie an die Grenze ihrer Kräfte.

Seine Augen waren weit offen und dunkel, und er beobachtete ängstlich die Distanz zwischen ihm und den Metallstreben. Sein Atem ging in besorgten, gequälten Zügen. Er hatte Schmerzen, sie konnte sie beinahe fühlen, und er tat ihr in der Seele leid.

Sie zog ihn immer näher, Stück für Stück. Nach einiger Zeit lag sein Kopf in ihrem Schoß, und sie schlang die Arme um seinen Oberkörper und zog ihn weiter aus dem Käfig. Seine Bekleidung war klebrig vor Blut. Sie versuchte, auf den Knien rückwärts zu rutschen. Ihre langen Röcke behinderten sie dabei. Dann lehnte sein Kopf an ihrer Brust, und sie war sich plötzlich seltsam ihres eigenen schnellen Herzschlages bewußt und hatte Angst, er könnte ihn hören, das Geräusch könnte ihn stören oder ihm mehr über sie verraten, als sie zu sagen bereit war. Sie schlang die Arme um seine Körpermitte und zog noch einmal, fiel dann mit dem in Ketten gelegten Mann in den Armen rückwärts zu Boden.

Nun war er frei, was den Käfig anging, und lag, wie sie mit ihrer letzten Bewegung gemeinsam gefallen waren. Sein Haar kitzelte ihren Hals. Es war so fedrig und weich, wie das Sevyos gewesen war. Einen Moment lang hatte sie Angst, er sei tot, denn er lag ganz still. Dann hörte sie einen keuchenden Atemzug. Er wand sich in ihrer Umarmung, bewegte sich an ihrem Körper entlang.

„Gut gemacht“, sagte er, und sie spürte sein Lächeln. „Bitte helfen Sie mir, mich aufzusetzen.“

Sie kämpfte sich selbst hoch, ohne ihn loszulassen. Das war ihr alles viel zu nah und eng. Aber er war wehrlos, und sie hörte noch ihre eigenen Worte: Sie war bereit, alles zu tun, um ihm zu helfen. Absolut alles. Sie war gekommen, um ihn zu verbinden. Ein Akt der Barmherzigkeit. Nun hielt sie ihn in den Armen, sein Kopf ruhte an ihren Brüsten. Kein Mann war ihr je so nah gewesen.

Sie war nervös, spürte ihr Herz bis in den Hals schlagen. Sie wußte nicht, ob sie Angst vor Entdeckung durch die Männer hatte oder einfach nur vor der Nähe dieses Fremden. Furcht; sie gab zu, daß sie sich fürchtete. Sie riß sich zusammen.

„Sind Sie schwer verletzt?“ fragte sie. „Soll ich Sie verbinden? Ich habe Verbandszeug dabei. Oder möchten Sie einen Schluck Wasser? Das habe ich auch.“ Dann seufzte sie. „Ich weiß nicht, wie ich Sie von diesen Ketten befreien soll. Ich habe keine Ahnung, wer den Schlüssel hat. Vielleicht sollte ich den Wachposten durchsuchen.“

„Nein“, antwortete er und lehnte in ihren Armen, ohne daß es ihm im Geringsten unangenehm war. Seine Stimme klang auch nicht mehr schmerzverzerrt. „Ich kann die Ketten entzweireißen, wenn ich erst wieder etwas stärker bin. Ich habe viel Blut verloren.“ Er drehte sich ein wenig. „Wie groß ist Ihr Mut? Werden Sie mir helfen, stärker zu werden?“

„Natürlich“, antwortete sie. „Sagen Sie mir, was ich tun soll. Möchten Sie Wasser?“

„Wasser ist nicht mein Hauptgetränk.“

Plötzlich fühlte sie, wie er ihre Gedanken ergriff, und keuchte vor Widerwillen.

„Sie wirken einen Zauber auf mich! Bitte nicht!“ wisperte sie. „Sie müssen mich nicht manipulieren. Ich helfe Ihnen auch so. Ich habe es doch versprochen.“

Das Gefühl seiner Macht, wie sie in ihr wirkte, verließ ihren Geist sofort. Sie stöhnte auf.

„Sie merken es, wenn man Sie manipuliert? Das ist ungewöhnlich!“

„Ich hatte als Kind einen Feyon zum Gefährten. Er war der beste Freund, den ich je hatte. Sein Name war Sevyo, er lebte in einem Baum. Er hat mich gelehrt, Manipulationen zu bemerken. Meine Eltern haben ihn getötet. Diesen verfluchten Käfig haben sie für ihn angeschafft.“

Einen Moment lang herrschte Stille.

„Ich bin keine Dryade. Ich lebe nicht von Wasser, Licht und Fürsorglichkeit. Ich muß Blut trinken, um stark zu sein. Deshalb frage ich noch einmal: Wie groß ist Ihr Mut?“

Ihr Herz raste. Er wollte ihr Blut und war erstaunlicherweise höflich genug, darum zu bitten, obgleich der Versuch, ihren Geist zu beeinflussen, Beweis genug war, daß er höfliches Fragen nicht nötig hatte. Sie hatte einen Vampir befreit. Nur wirkte er gar nicht wie ein Unhold aus einer Schauergeschichte. Sein Körper fühlte sich warm und über alle Maßen, ja geradezu beunruhigend lebendig an. Sein Haar, das so nah an ihrem Gesicht war, duftete nach Kräutern. Er hatte ihre Gedanken freigegeben, als sie ihn darum gebeten hatte. Sollte dies ein Trick sein, damit sie ihm traute?

Doch sie hatte ihr Wort gegeben.

„Was werden Sie tun?“ fragte sie nervös, versuchte, ihren Argwohn zu verbergen und spürte doch, daß er ihre Angst lesen konnte.

„Ich werde von Ihrem Blut kosten, nur genug, um meine Kräfte zu wecken. Sie werden nicht in Gefahr sein, und ich werde nur gerade genug Magie auf Sie wirken, um Ihnen den Schmerz zu nehmen. Das verspreche ich.“

Sie atmete zitternd ein. Er würde sie beißen. Er würde ihren Geist festhalten. Ihre Angst war inzwischen zum körperlichen Schmerz geworden. Sie wollte in ihr Zimmer fliehen, die Tür wieder vernageln und sich unter dem Bett verstecken.

„Ich habe mein Wort gegeben, Ihnen zu helfen“, sagte sie und merkte, daß ihre Stimme bebte. „Ich halte meine Versprechen. Ich hoffe, Sie tun dasselbe.“

Sie lehnte sich zurück, legte sich nieder, mit ihm in den Armen. Er schien sich darin wie zu Hause zu fühlen, hatte keinerlei Hemmungen.

Alles, was diese Nacht geschehen war, war Wahnsinn. Vielleicht hatten die Leute ja recht. Vielleicht konnte man den Fey wirklich nicht vertrauen. Vielleicht würde er sie aussaugen und töten. Sie hörte ihren eigenen ängstlichen Atem laut in ihren Ohren, war sicher, daß er ihre Furcht genau fühlte. Sein Gesicht hatte ihre Kehle erreicht. Noch konnte sie es beenden. Er war wehrlos in seinen Ketten. Sie mußte nur mit ihm zum Käfig rollen, und er würde sterben.

Wie Sevyo.

Sie bewegte den Hals, um ihm den Zugang zu erleichtern. Dann stellte sie fest, daß er fast auf ihr lag. Sie spürte sein Gewicht, die Einzelheiten seines Körpers preßten gegen den ihren. Was für eine Situation! Das Blut saugte sich von seiner Kleidung in ihr Kleid. Seine langen Beine lagen schräg über ihren. Sie begann heftig zu zittern, hielt ihn jedoch weiter fest.

„Ich bewundere Ihren Mut, Fräulein von Sandling“, sagte seine Stimme ganz nah an ihrem Ohr. Seine Lippen glitten über ihren Hals. Er küßte sie sanft, und sie konnte sich einen kleinen Angstlaut nicht verkneifen. Dann spürte sie, wie er ihre Gedanken festhielt und streichelte. Sie haßte es. Er tat etwas mit ihr. Sevyo, das tue ich nur für dich, dachte sie. Seine Zähne sanken in ihr Fleisch. Sie zuckte zusammen.

Es tat kaum weh. Sie fühlte, wie ihr Blut mit einem Mal gegen den Strom floß, zu ihm. Sie schloß die Augen, versuchte, an Sevyo zu denken und an die Zeit, die sie mit ihm verlebt hatte, an ihre unschuldigen Kinderspiele. Ein schwindliges Summen erfaßte und irritierte sie, behinderte sie aber nicht. Sie fühlte ein Sehnen. Sie hatte sich noch nie so sehr gesehnt. Nur – wonach?

Fürsorglichkeit, hatte der Vampir es genannt. Er lebte nicht von Fürsorglichkeit. Er trank ihr Blut, nährte sich von ihr, sie spürte seine Zähne in ihrer Ader, den Rhythmus seines Saugens und nun auch deutlich seinen maßlosen Hunger, seine Gier, sein allzu großes Verlangen. Er lag schwer auf ihr, in ihren Armen. Wenn sie sich wehrte, konnte er tiefer in ihren Verstand eindringen und ihn unterwerfen. Sie bemerkte magische Beeinflussung, doch bekämpfen konnte sie sie nicht.

Sie fühlte, wie ihr Körper auf sein Eindringen reagierte. Ihr Atem ging in lauten Zügen. Er versuchte, ihr das Gefühl zu vermitteln, daß sie mochte, was er tat; sie bemerkte sein Bemühen, war aber hilflos, etwas dagegen zu unternehmen. Sie war nicht sicher, ob er das aus Anstand tat, um ihr das Unsägliche angenehmer zu machen, oder ob er sich einfach nur Freiheiten herausnahm. Die Reaktion ihrer eigenen Physis war ihr mehr als peinlich, und sie spürte, wie ihr eine Träne aus dem geschwollenen Auge quoll und ihre Wange herunterlief.

Dann war es vorbei. Sie spürte, wie er mit seiner Zunge ihren Hals liebkoste, verstand, daß er so ihre Wunden heilte. Es tat nicht weh.

Er rollte sich von ihr fort, und sie hörte das scharfe Geräusch zerbrechenden Metalls. Es war ihm gelungen, seine Ketten zu sprengen. Sie öffnete die Augen und sah gerade noch, wie er mit kaum faßbarer Schnelligkeit die zerbrochenen Einzelstücke im Fallen fing, so daß sie nicht laut auf den Boden aufschlugen. Er bewegte sich sicher.

Blut haftete an seinen Lippen. Ihr Blut. Er leckte es ab. Sein Gesicht wies auch Blutspuren auf, sie waren getrocknet. Es war sein Blut. Sein Oberhemd war durchweicht davon, die Brust dunkel.

Doch da stand er, gesund, stark und unbesiegbar. Seine schwarzen Augen brannten vor Wut. Sie wußte, daß sie auf einem allzu schmalen Grat des Überlebens balancierte. Er war ein Raubtier, und sie hatte es freigelassen, hatte mit ihrem eigenen Lebenssaft eine Waffe geladen.

Angst lähmte sie. Sie konnte nicht vom Boden aufstehen, zitterte zu sehr.

Jetzt kniete er neben ihr nieder, und sie erwartete seinen erneuten Angriff, rechnete damit, daß sein fordernder Körper, den sie so allzu deutlich gefühlt hatte, nun, da er frei war, Besitz von ihr ergreifen würde. Doch er nahm sie nur bei der Hand und zog sie hoch.

„Keine Angst. Mein Zorn richtet sich nicht gegen Sie. Ich werde nie vergessen, was Sie heute getan haben. Ich lebe schon sehr lange, aber was Sie heute Nacht gewagt haben, war eine der selbstlosesten Taten, die ich je erlebt habe.“

Sie schwankte. Er fing sie. Er war größer als sie und hielt sie problemlos fest. Sie fühlte sich energielos und schwindlig.

„Wir müssen hier heraus. Sie werden kaum wollen, daß die Herren herausfinden, wie Sie mir geholfen haben. Ich bin noch nicht wieder stark genug, es mit ihnen allen gleichzeitig aufzunehmen. Sagen Sie mir, wie ich hier herauskomme.“

Wie im Traum sammelte sie ihre Sachen auf und wandte sich zur Tür. Mit zitternden Händen schloß sie auf und spähte nach draußen.

Der Wachtposten lag noch da, wo sie ihn niedergeschlagen hatte. Der Vampir schob sich an ihr vorbei und kniete sich neben ihn.

„Hat er Sie gesehen oder erkannt?“ erkundigte er sich, während er mit geschickten Händen ihr Werk inspizierte.

„Ich weiß nicht“, antwortete sie furchtsam. „Habe ich ihn umgebracht? Ist er tot?“

„Noch nicht“, lautete die Antwort, und seine Stimme nahm einen eigentümlichen Klang an. „Schließen Sie die Augen, Fräulein von Sandling.“

Sie tat, wie ihr geheißen, jedoch nicht ohne noch zu sehen, wie er das Handgelenk des Mannes an seine Lippen zog. Diesmal sah sie, wie seine Zähne sich in Fänge verwandelten und kniff die Augen zu. Diese Zähne waren in ihrem Fleisch gewesen. Sie wollte nicht darüber nachdenken, lehnte sich nur gegen die Wand und konzentrierte sich darauf, nicht umzukippen und ihr Abendessen nicht in der falschen Richtung von sich zu geben.

Nach einigen Augenblicken hörte sie ein fremdartiges Knacken und öffnete die Augen wieder. Graf Arpad stand gerade auf. Er war nicht mehr so blaß.

Der Mann war tot. Sein Kopf stand in einem unnatürlichen Winkel zum Hals. Sein Genick war gebrochen. Sie erinnerte sich plötzlich an seinen Namen, Franz-Ferdinand von Stauff. Die von Stauffs hatten gerade ein Mitglied ihrer illustren Familie verloren. Er sah aus, als wäre er gestürzt. Ein schrecklicher Unfall.

Ihr war übel, und sie schluckte heftig. Es hätte genauso gut sie sein können, die ihn getötet hatte. Wenn sie ein wenig fester zugeschlagen hätte, wäre er durch ihre Hand gestorben. So war es wenigstens nicht sie gewesen. Darüber sollte sie glücklich sein. Sie hatte keine Todsünde begangen. Oder doch?

„Wie komme ich aus dem Haus?“ fragte der Feyon leise. Er lächelte und sah sehr ungefährlich und charmant aus. Charly riß sich zusammen.

„Ich bin eine alte Geheimtreppe heruntergekommen. Sie führt zu meinen Räumlichkeiten. Wenn Sie klettern können, können Sie das Haus durch mein Fenster verlassen. Die Alternative wäre, dem Gang bis zur Küche zu folgen. Doch eben waren darin noch ein paar Männer.“

„Dann komme ich mit Ihnen“, sagte er.

Sie erstiegen stumm die staubige Geheimtreppe. Er sah neugierig, aber auch beunruhigt auf die aufgebrochene Tür zu ihrem Ankleidezimmer.

„Fräulein von Sandling, wenn diese Männer sehen, was Sie getan haben, werden sie sehr böse auf Sie sein. Sie sollten mitkommen.“

Sie sah in seine schwarzen Augen und versuchte, nicht darin zu ertrinken.

„Graf Arpad, mein Onkel ist ihr Gefangener. Ebenso mein Personal. Ich muß bleiben.“

Sie wollte nicht bleiben, doch mit ihm gehen wollte sie auch nicht. Sie war nicht ganz sicher, ob sie für ihn nicht nur Reiseproviant darstellte. „Bitte glauben Sie mir, Graf Arpad, mein Onkel wußte über die Absichten der Männer so wenig wie ich. Sie haben ihn erpreßt, Sie einzuladen, und er hat sehr deutlich gemacht, daß Sie hier unter seinem Schutz stehen. Ich habe es selbst gehört.“

Er nickte.

„Ich weiß“, sagte er und wandte sich dem Fenster zu. „Ich sah sein Gesicht, als sie schossen.“ Dann drehte er sich wieder um und lächelte. Es nahm ihr den Atem. Sein Lächeln hatte etwas von Sevyos Ausdruckskraft, war voller Milde und freundlicher Sorge. Er strahlte Verläßlichkeit und Sicherheit aus.

„Fräulein von Sandling, bitte kommen Sie mit. Ich möchte nicht, daß Ihnen hier etwas passiert. Diese Menschen sind gefährlich und haben bereits bewiesen, daß ihre Gewaltbereitschaft nicht nur uns Fey gilt. Wenn sie herausfinden, daß Sie mir zur Flucht verholfen haben, werden sie nicht begeistert sein.“

Er streckte die Hand nach ihr aus und streichelte ganz sanft ihr Gesicht, die Seite, die nicht geschwollen war. Seine Berührung war außerordentlich zärtlich.

„Kommen Sie mit“, drängte er noch einmal. „Ich will Sie nicht diesen Leuten ausgeliefert wissen. Wenigstens bis zur nächsten Siedlung.“

Sie nahm all ihren Mut zusammen und lächelte.

„Danke, Graf Arpad. Aber ich werde die Meinen nicht im Stich lassen. Leopold von Waydt, der Mann, der auf Sie geschossen hat, wird mich nicht töten. Es wäre zu peinlich, wenn die Frau, die ihm versprochen ist, durch seine Hand stürbe.“

Er sah sie bestürzt an.

„Heiraten Sie diesen Mann nicht. Er ist ein schlechter Mensch.“

„Ich weiß. Ich werde ihn nicht heiraten.“

Er trat plötzlich einen Schritt nach vorne, nahm sie in seine Arme und küßte sie sanft auf den Mund. Seine Zunge strich über ihre Lippen, nur für Sekunden, und sie spürte, wie sie ihm nachgeben, sich in seinen Armen verlieren wollte, um sich von ihm fortbringen zu lassen, wo immer er sie haben wollte. Dabei manipulierte er noch nicht einmal ihre Gedanken.

„Passen Sie auf sich auf, meine mutige Heldin der Berge“, murmelte er ihr ins Ohr. „Ich werde Sie besuchen kommen, wenn ich herausgefunden habe, worum es hier geht – und halten Sie die Tür zum Ankleidezimmer geschlossen. Vielleicht merkt ja keiner, was Sie getan haben.“

Er öffnete ihr Fenster und verschwand in der Nacht. Sie schloß das Fenster hinter ihm.

Ein bluttrinkender Nachtjäger war besorgter um ihr Wohl als der Mann, den sie möglicherweise geheiratet hätte. Vielleicht hätte sie doch mitgehen sollen.