Die Idee zu diesem Buch entwickelte sich aus einer Anregung von Alastair Reynolds im Verlauf eines nostalgischen E-Mail-Austauschs.
Sir Arthur C. Clarkes Novelle A Meeting with Medusa (dt. Ein Treffen mit Medusa) erschien ursprünglich in der Playboy-Ausgabe vom Dezember 1971. 1972 gewann sie den Nebula Award für die beste Novelle, 1974 den japanischen Seiun-Preis für die beste fremdsprachige Kurzgeschichte. Sie war vielleicht Clarkes letztes bedeutendes kürzeres Werk und ist seither viele Male nachgedruckt worden – am bekanntesten ist vielleicht die großartig illustrierte Serie in dem kurzlebigen Magazin Speed & Power (IPC, Ausgabe 5–13, 1974), eine Version, die großen Einfluss auf die Fantasie des jungen Reynolds gehabt hat.
Die in den Zwischenspielen dargestellte Episode von der Ablenkung des Asteroiden namens Icarus wurde von den Ergebnissen eines interdisziplinären Studentenprojekts im Bereich Systemtechnik inspiriert, das im Sommer des Jahres 1967 am MIT durchgeführt wurde. Tatsächlich war dies die erste Studie, die sich ernsthaft mit der Frage beschäftigte, wie man einen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde ablenken könnte. Der Abschlussbericht (Project Icarus, L. A. Kleiman [ed.], MIT Report Nr. 13, MIT Press, 1968) war eindrucksvoll genug, um veröffentlicht zu werden, wird bis zum heutigen Tag zitiert – und diente als Inspiration für den Spielfilm Meteor (1979, Regie: Ronald Neame), in dem Sean Connery eine der Hauptrollen spielte.
In den 1960er-Jahren hatten Vorhersagen über die gemäßigten Druck- und Temperaturbedingungen in der Jupiteratmosphäre, verbunden mit der Möglichkeit, dass es dort eine große Bandbreite organischer Moleküle geben könnte, Spekulationen über Leben in den Wolkenschichten des Jupiters zur Folge, wie es in A Meeting with Medusa beschrieben wurde. Später führte eine detaillierte Studie von Sagan und Salpeter (Astrophysical Journal Supplement Series Bd. 32, S. 737–755, 1976) zu einer berühmten visuellen Darstellung von Wolkentieren in Sagans Fernsehserie Cosmos (dt. Unser Kosmos), die einige Ähnlichkeit mit denen von Clarke aufwiesen.
Die Idee, das seltene Helium-3-Isotop mithilfe von Aerostat-Fabriken aus der Jupiteratmosphäre zu gewinnen, stammt aus der Project Daedalus-Studie zur Konstruktion eines interstellaren Raumschiffs, die in den 1970er-Jahren von der British Interplanetary Society durchgeführt wurde (siehe Final Report 1978, S. 83ff.). Die quantenmechanische »Impulspumpe«, die in Kapitel 49 vorgestellt wird, ist rein spekulativ.
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S. B.
A. R.
September 2015