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35 Schall und Rauch

Mila

Der Turm, auf dessen Spitze Nikolai mich absetzte, war so hoch, dass er über das Wolkenband hinausragte.

Eine einsame Nadel mitten im Blau des Himmels.

Obwohl der Tag bereits angebrochen war, zeigte sich selbst in dieser Höhe kein Sonnenschein. Es herrschte Zwielicht, ein Gestirn wie die Sonne war nirgends auszumachen, und ich fragte mich, von woher der helle Glanz stammte, der sich wehrhaft gegen den Dunstschleier behauptete.

Ich weiß es auch nicht, antwortete Nikolai, bevor ich meine Frage überhaupt stellte. Aber sofern dir die Sonne fehlt, werden wir eine erschaffen.

Ich ließ die Vorstellung einer nach meinem Willen geformten Sonne auf mich einwirken, dann schüttelte ich den Kopf. »Das ist nicht notwendig.«

Nikolai trat dicht neben mich und streichelte sanft die Linie meines Oberarms. Obwohl mein Kleid lange Ärmel hatte, bildete sich entlang der Spur seiner Liebkosung eine Gänsehaut, denn es gab keine Grenze mehr zwischen uns. Wenn er nahm, so erkannte ich es nicht mehr als Nehmen. Der Austausch zwischen uns war zu einem steten Fluss geworden.

Bedrückt dich etwas?

Warum fragst du, wo du doch ohnehin jeden meiner Gedanken kennst?

Ich sprach die Frage nicht laut aus, sondern formulierte sie ganz deutlich im Kopf, um herauszufinden, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag. Nikolais Lächeln war mehr als Beweis genug dafür, dass er tatsächlich meine Gedanken las.

»Es gelingt mir allerdings nur, solange du mich einlässt. Außerdem ist es nicht unanstrengend, einem Menschen nah zu sein, das muss ich wohl erst noch lernen. Es sind einfach zu viele Eindrücke, die auf mich einstürzen.«

Ja, das kenne ich, wollte ich antworten. Doch wann sollte ich diese Erfahrung gemacht haben? Schließlich gelang es mir nicht, an dem, was in Nikolais Innerem geschah, in gleichem Maße teilzuhaben wie er an meinem. Gelegentlich kreuzten sich unsere Gedanken, vollkommen willkürlich, wie mir schien. Und seine Gefühle wallten mir von allein dermaßen eindringlich entgegen, dass ich sie unter keinen Umständen hätte blockieren können. Ich war ihm ausgeliefert, während er wenigstens noch einen Hauch von Kontrolle besaß. Letztendlich war es gleichgültig, denn selbst wenn Nikolai mich vollends vereinnahmte, so war mir das herzlich willkommen. Ich brauchte keinen Rückzugsort. Seine Sehnsucht nach mir, seine Ungeduld und sein Verlangen reichten aus, etwas darüber Hinausgehendes konnte ich unmöglich empfinden. Oder?

Während ich noch in den Empfindungen schwelgte, die von Nikolai zu mir durchdrangen, tauchte plötzlich – wie aus der Tiefe – das Gesicht des Fremden mit den Meeresaugen auf, der den Schutzwall unserer Festung gespalten hatte. Ein von Erschöpfung und Verwirrung gezeichnetes Gesicht, zu dem seine klar strahlende Aura im Kontrast stand. Seine raue Stimme drang zu mir durch, die Art, mit der er meinen Namen ausgesprochen hatte … Darin hatte so viel Vertrautheit gelegen. Mehr als Vertrautheit …

Dieser Junge hatte etwas in mir gesehen, das ich nicht war, als würde er eine andere Mila meinen. Wie wäre es wohl, dieses Mädchen zu sein?

Ich wusste doch, dass dich etwas bedrückt. Diesen Jungen solltest du besser gleich wieder vergessen, er stiftet nur Unruhe. Mit einem Handstreich wischte Nikolai die Erinnerung an die feindliche Schattenschwinge fort. Dann zog er mich an sich und vergrub sein Gesicht in meinem Scheitel. Unwillkürlich dachte ich an seine verletzte Wange, wo ihn die Faust dieses Fremden getroffen hatte. Nikolais Atem war kühl. »Mir ist unbegreiflich, warum du dein Haar kurz trägst. Es wäre wunderschön, wenn es dir wie eine dunkle Woge über den Rücken fließen würde«, wisperte er.

Widerwille machte sich in meinem Magen breit, doch das Aufbegehren wurde sogleich von der Intensität seines Wunsches übertrumpft.

Es würde mich glücklich machen, es für dich zu verändern, hallte es mir entgegen. Keine mentale Botschaft, sondern einer seiner Gedanken, die mir durch Zufall zuflogen.

Zumindest hoffte ich das.

Im nächsten Moment hätte ich beinahe laut aufgelacht. Was für eine alberne Vermutung, Nikolai würde versuchen, mich zu manipulieren, mich, seine Gefährtin! Die Entscheidung, seinen Wunsch zu erfüllen, lag natürlich einzig und allein bei mir. Und wenn es ihn glücklich machte, durfte ich ihm diese Kleinigkeit nicht verwehren.

»Falls dir mein Haar lang besser gefällt, dann soll mir das recht sein«, sagte ich, während ich meine Wange an Nikolais Brust schmiegte und seinen Duft einatmete. Weihrauch. Sein Geruch war ganz leicht zu erkennen. Die vage Ahnung von einer anderen Umarmung suchte mich heim, bei der es ebenfalls um den Geruch einer geliebten Person gegangen war, der vertraut und fremd zugleich gewesen war. Jeder Vergleich hatte sich verboten, der Geruch war einzigartig gewesen. Fast glaubte ich, ihn wahrzunehmen, so stark war die Erinnerung.

Unterdessen brummte Nikolai zufrieden, zog seine Hand mit einer fließenden Bewegung von meinem Kopf weg, einem Pinselstreich gleich, der eine Fülle aus dunklem Braun malte, die jetzt bis über meine Hüften glitt. Ein wenig beklommen nahm ich eine lange Strähne und wickelte sie um meinen Zeigefinger. Sie glänzte unnatürlich stark, denn sie war niemals zuvor Wind und Sonne ausgesetzt gewesen und wirkte auch ansonsten unecht. Zu geschmeidig und viel zu elegant für mich.

»Meine Schöne.« Nikolai hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. »Ich muss dich kurz verlassen, daran führt kein Weg vorbei. Als diese Eindringlinge vorhin in die Halle gestürmt sind, haben sie mich von einer wichtigen Angelegenheit abgehalten, die ich jetzt nachholen muss. Du bleibst solange auf dem Turm, ich werde nur einen Augenblick lang fort sein.«

»Nimm mich mit«, bat ich, von einer plötzlichen Furcht erfüllt, während seiner Abwesenheit könnte ein anderer mich hier oben finden. Erneut tauchte das ernste Jungengesicht in meiner Erinnerung auf, dessen meerfarbene Augen aufleuchteten, bis meine Brust sich verkrampfte. Dann begriff ich, dass sich gar nicht meine, sondern Nikolais Angst in mir breitmachte. Er fürchtete sich davor, dass genau dieser Junge mich in der Zwischenzeit finden könnte.

»Es ist nur für einen kurzen Augenblick«, versicherte Nikolai erneut, dann breitete er seine Schwingen aus und verschwand in den Wolken unterhalb des Turms.

Nach einigem Zögern fasste ich an meine Lippen, auf denen er einen Kuss hinterlassen hatte. Sie fühlten sich kalt an, obgleich mir doch siedend heiß sein sollte. Auch sein Streicheln hatte eine Gänsehaut ausgelöst. Es war mir ein Rätsel, warum ich unter seinen Händen fror.

Verwirrt senkte ich den Arm, wobei mir ein gefaltetes Stück Papier aus dem Ärmel fiel. Ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann ich es dort hineingesteckt hatte. Als ich es entfaltete, blickte ich auf das Porträt eines Mädchens, das mir sehr ähnlich sah, mit kurzem Haar und einem Oberteil, das sich nicht einmal annähernd mit meinem Kleid messen konnte. Doch der Ausdruck auf ihrem Gesicht fesselte mich. Wen lächelte sie an? Ohne dass ich es bemerkte, probierte ich dieses Lächeln nachzuahmen, doch es misslang. Ich versuchte es erneut und scheiterte ein weiteres Mal. Dabei wurde meine Neugier nur größer. Was war der Grund für ihr Lächeln? Ich wollte es unbedingt wissen.

Ich war so vertieft in die Betrachtung des Porträts, dass ich Nikolais Abwesenheit vollkommen vergaß. Eine seltsame Veränderung der Atmosphäre drang schließlich zu mir durch. Eben war noch ein kräftiger Wind gegangen, der frisch und herb in meiner Nase brannte, jetzt stand die Luft. Sie war dick, beinahe ölig, und mir war, als trüge sie eine elektrische Spannung. Ich sah mich nach dem Auslöser um und erblickte stattdessen Nikolais Silhouette. Er kehrte bereits zurück, viel zu schnell … Hastig steckte ich das Papier in den Ärmel, nur um mich anschließend über mich selbst zu wundern. Es gab keinen triftigen Grund, diese Zeichnung vor ihm zu verbergen. Er kannte sie zweifelsohne, denn er kannte alles, was mich betraf. Und doch … das Lächeln der gezeichneten Mila hatte nichts mit ihm zu tun, egal, wie sehr ich es mir auch einredete. Es galt einem anderen.

Nikolai setzte leichtfüßig auf dem Grund des Turms auf. Ein leichtes Flackern ging durch seine Aura und kündete davon, dass, was auch immer er soeben getan hatte, kraftraubend gewesen war. Ohne Zögern nahm er meine Hand, die ich ihm anbot, und schon lebte sein wie in Eis gemeißelter Strahlenkranz auf.

»Es ist mir ein Rätsel, wie ich zuvor ohne dich überlebt habe.« Ich lächelte, doch Nikolai sah mich ernst an. »Das war kein Kompliment, sondern mein purer Ernst: Ich weiß nicht, wie ich es allein ausgehalten habe, und ich will nicht einmal daran denken. Wenn ich ein Pfeil bin, dann bist du das Ziel. Du bist alles, was ich habe, das Einzige, was zählt. Mein ganzes Tun ist darauf ausgerichtet, dass uns beide nichts auseinanderbringt. Du und ich, Schattenschwinge und Sterbliche, wir stehen für zwei verschiedene Welten, und doch sind wir eins. Das habe ich erst jetzt begriffen, nach so langer Zeit. Dabei hatte mir die Traumpforte längst meine Bestimmung offenbart. Ich habe dagegen angekämpft, voller Angst, welche Folgen es haben könnte, mit einem Menschen verbunden zu sein, alles mit ihm zu teilen. »

Alles zu teilen … Bei diesen Worten regte sich leiser Widerstand in mir. Wir teilten nichts, sondern ich überließ mich seinem Willen.

Ich hatte keine Ahnung, woher dieser unverständliche Gedanke kam. So fest, dass es schmerzte, riss ich an einer Haarsträhne, frustriert über meine gegensätzlichen Empfindungen in einem bedeutungsvollen Augenblick. Nikolai war voller Überzeugung, während ich wankelmütig war, ein Ziel, das in der einen Sekunde getroffen werden wollte und in der nächsten schwankte. Automatisch suchte ich nach dem Pfeil in meinem Inneren und hoffte, er möge mich nun endlich treffen, mich, sein Ziel.

»Du und ich, wir werden vollkommen miteinander verschmelzen, und das Gleiche wird mit unseren Welten geschehen. Den Schlüssel dazu trage ich in mir: Es ist meine Pforte«, spann Nikolai seinen Plan fort.

»Die Menschenwelt und die Sphäre sollen durch die Traumpforte eins werden?«, fragte ich ungläubig. »Aber das geht nicht, sie sind getrennt voneinander, das Reich aus Schwarz und Weiß liegt dazwischen, wir können nur Brücken schlagen. Du hast es doch auch gesehen, damals, als die Aschepforte einstürzte.«

Nikolai betrachtete mich mit dem gleichen Wohlwollen, das man einem kleinen Kind entgegenbringt, das seine ersten eigenen Schritte macht. »Wenn meine Pforte unendliche Ausmaße annimmt, dann dürfte eine Verschmelzung gelingen. Und was ist grenzenloser als der menschliche Traum? Wenn du das nächste Mal einschläfst, wirst du den Turm in meine feste Pforte verwandeln. Ich werde sie ausdehnen, so weit wie die Sphäre reicht, und dann werde ich in die Menschenwelt hinübergehen, gemeinsam mit dir.«

»Und was wird aus der Menschenwelt, wenn du die Pforte auf deren Seite öffnest?« Eine törichte Frage. Wenn die Traumpforte die Sphäre verschlang, dann würde sie kaum Halt machen vor ihrem Abbild. Sie würde die Menschenwelt mit der gleichen Verve vereinnahmen, mit der Nikolai mich vereinnahmte.

»Was braucht es mehr als uns beide? Wir schaffen unsere eigene Sphäre, unsere eigene Welt. Du verfügst über genug gestalterische Kraft, um ein eigenes Universum aufzubauen.«

Das Ausmaß seines Vorhabens lähmte mich. Es war, als bekäme man das Geschenk seines Lebens und stellte fest, dass es ein riesiger Abgrund war, in den alles hineingerissen wurde. Allerdings gelang es mir nicht, zu sagen, was dieses »alles« sein mochte, denn ich hatte keine konkrete Vorstellung von der Menschenwelt, nur ein paar Gefühle und verschwommene Bilder. Trotzdem wollte ich nicht, dass Nikolai sie auslöschte. Nicht einmal, damit wir beide untrennbar vereint waren.

»Das ist unmöglich zu schaffen, deine Kraft wird trotz meiner Berührung nicht ausreichen«, brachte ich heiser hervor. Obwohl Nikolais Überzeugung mich wie ein schützender Mantel umgab, fühlte ich mich zunehmend verunsichert. Ich stimmte nicht mit ihm überein, egal, wie sehr ich mich bemühte. Bestimmt lag es an dieser unangenehmen Atmosphäre, die sich stetig verdichtete und mir das Atmen erschwerte. Wie der Moment, kurz bevor ein Sturm losbricht, wenn die Luft steht und einem die Lungen verklebt. Die Härchen auf meinen Unterarmen richteten sich auf und ich rieb angespannt über sie.

»Beruhige dich«, sagte Nikolai sanft. »Das sind die Körperlosen, deren Herannahen du spürst. Sie sind Wesen, die alles Menschliche in sich getilgt haben, weil sie es zutiefst verachten. Ihre Gegenwart ist für die Sterblichen unangenehm, aber sie können dir nichts anhaben, sie sind unwirkliche Gestalten, nicht mehr als Geist und Aura. Und was deine Sorgen wegen der Pforte anbelangt … Es stimmt, allein wäre ich dazu außerstande, deine Berührung würde mich schier zerreißen. Die Körperlosen jedoch, die ich als unsere Verbündeten gewonnen habe, werden mir dabei helfen, deine Gabe um ein Tausendfaches heller scheinen zu lassen, ohne mich zu verbrennen. Dafür müssen wir ihnen lediglich ein Zuhause in der Pforte anbieten. Wir machen sie zum Bestandteil dieser neuen Welt – das ist ja kaum zu viel verlangt für einen solchen Dienst. Nachdem ich ihnen bewiesen habe, dass ich nicht der armselige Nikolai bin, für den sie mich gehalten haben, sondern weit mehr als das, haben sie mir ihre Unterstützung zugesichert. Sie werden als Medium zwischen uns dienen, wenn ich dich berühre und deinen Traum in meine Pforte umwandle. Darin, sich zwischen uns zu stellen, haben die Körperlosen ja bereits Erfahrung … und du auch.«

»Damit soll ich Erfahrung haben? Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, wovon du redest.« Das entsprach jedoch nicht ganz der Wahrheit, denn während ich sprach, drang wie aus weiter Ferne ein vergangenes Erlebnis zu mir durch, blass und zerfasert. Schattenhände griffen nach mir und brachten jene klebrige unheilvolle Energie mit sich, die die Körperlosen umgab.

Dieses Mal machte sich Nikolai nicht die Mühe, mich zu beruhigen. »Bevor ich dich allerdings in den Schlaf begleite, möchte ich dir noch ein Geschenk machen: einen neuen Namen, damit du ohne Lasten in dein neues Leben gehen kannst.«

Ich sah die Begierde in seinen Augen, die sich auch in mich zu brennen versuchte, doch ich hielt dagegen, obwohl ich wusste, dass mein Widerstand nicht von Dauer sein konnte. Nikolais Wünsche waren erdrückend viel größer als meine eigenen. »Mir gefällt mein Name«, sagte ich abwehrend.

»Alte Gewohnheiten sind schwer abzustreifen, aber die Freiheit, die man dadurch erringt, ist es wert. Glaub mir, du sprichst mit jemandem, der diesen Prozess bereits mehrmals durchlaufen hat und deshalb weiß, dass er unumgänglich ist. Wir beide werden eine weite Strecke gemeinsam gehen, meine Schöne. Kannst du dir die Unendlichkeit, an der ich dich teilhaben lassen werde, auch nur ansatzweise vorstellen? Dafür reicht dieser schlichte Menschenname nicht aus. ›Mila‹ klingt nach allem, was du als meine Gefährtin nicht bist: sterblich, gewöhnlich, unbedeutend.«

So sah er mich also. Eigentlich hätte ich verschämt den Kopf senken sollen, stattdessen richtete ich mich auf. »Das mag ja stimmen, ich hänge aber trotzdem an meinem Namen.«

Nikolais Enttäuschung schlug mir entgegen und ließ mich wanken, so hart traf sie mich. »Dann ist dir dieses Zeugnis aus deiner Vergangenheit also wichtiger als ein Neuanfang mit mir?«

»Vielleicht fliegt mir ja ein neuer Name im Traum zu. Dann hätte ich ihn wenigstens selbst gewählt«, bemühte ich mich um einen Kompromiss, der Nikolai jedoch nur verletzt dreinblicken ließ.

»Ich hatte mir schon einen passenden Namen überlegt.« Ehe er ihn aussprach, legte ich meinen Finger über seine Lippen.

»Ich kann mich vielleicht nicht vieler Talente rühmen, aber ich bin imstande, den Dingen die richtige Form zu geben.« Mit der anderen Hand berührte ich den Pfeil unterhalb seines Brustmuskels. »Oder setzt du kein Vertrauen in mich und meine Werke?«

Unter meiner Liebkosung wich Nikolais Anspannung. »Wenn nicht in dich, in wen dann? Also gut, ich werde mich gedulden. Aber ich möchte, dass du deinen alten Namen schon jetzt gehen lässt. Überlass dich mir, mach mir dieses Geschenk.«

Ich zögerte, doch Nikolai wartete meine Zustimmung nicht ab. Ich spürte seine Hände, seinen fordernden Körper gegen meinen, ließ zu, dass er mich zu Boden drängte und über mich kam. Spürte ihn so sehr, dass es unmöglich war, zwischen ihm und mir zu unterscheiden. Wir waren umwoben von einem Kokon aus Silber, weich gehüllt und vereint, als er die Dunkelheit in mir wachrief, damit sie mich erfüllte. Und dann gab es mich nicht mehr, zumindest kein Mädchen namens Mila. Sie verschwand hinter dem Schleier eines Schlafes, wo ein Traum auf sie wartete.

Schattenschwingen - Zeit der Geheimnisse - Heitmann, T: Schattenschwingen - Zeit der Geheimnisse
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