DIE GRIECHISCHE APOKALYPSE VON EZRA
Fragment, datiert auf 150 Alter Erd-Standard
Und Ezra sagte: »Es wäre besser, der Mensch wäre nie geboren! Die dummen Tiere sind besser als der Mensch, denn sie kennen keine Strafe.«
Und Gott sprach: »Frage Abraham, deinen Vater, was für ein Sohn das ist, der gegen seinen Vater Klage erhebt.«
»Da der Herr lebt, werde ich nicht aufhören, Klage gegen Dich zu führen. Wo ist Deine Gnade geblieben, o Herr? Wo Deine Langmut? Wer schuf Adam?«
»Meine unbefleckten Hände.«
»Wurde er nicht von einem Engel bewacht? Wie konnte er betrogen werden, wenn er doch von einem Engel bewacht wurde, dem Du befohlen hattest, stets bei ihm zu sein?«
Und Gott sprach: »Zähle die Sterne und die Sandkörner im Meer. Sobald du fähig bist, sie zu zählen, bist du auch in der Lage, in dieser Sache mit mir zu streiten.«
»Herr, ich kann sie nicht zählen, denn ich bin nur ein Mensch. Doch ich werde nicht aufhören zu streiten. Herr, Herr, wo ist Deine Güte?«
»Deine Sünden sind größer als meine Güte.«
Und Ezra sah eine schreckliche Dunkelheit und eine Nacht ohne Sterne und Mond, und er fürchtete sich sehr. Darauf weinte er bitterlich.