29. KAPITEL

Als Daria Richtung Süden nach Rodanthe fuhr, brannte die Sonne schon heiß am Himmel und ließ die Straße vor ihren Augen flimmern. In der vergangenen Nacht hatte sie wieder und wieder vergebens versucht, sich die Worte für das Gespräch mit den Eltern der Pilotin zurechtzulegen, und kaum ein Auge zugetan. Und selbst jetzt, wo sich das Treffen bedrohlich vor ihr aufbaute, konnte sie sich nicht darauf konzentrieren. Stattdessen schweiften ihre Gedanken zum Volleyballspiel am letzten Abend, als Rory sie auf dem Spielfeld berührt hatte. Das Letzte, was sie gebraucht hatte, war seine Hilfe – sie war ihm im Volleyball schon immer überlegen gewesen und war es noch. Doch seine Berührungen genoss sie. Sie sehnte sich sogar danach und stellte sich immer wieder auf Positionen, die diesen Körperkontakt geradezu provozierten. Und er spürte ihr Bedürfnis anscheinend und stillte es gern. Es war wie ein Tanz, doch sie musste sich ins Gedächtnis rufen, dass sie allein tanzte.

Rory und Grace waren also kein Liebespaar. Sie hielt ihn auf Abstand. Bei dem Gedanken huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Wahrscheinlich lag er mit seiner Vermutung richtig: Vermutlich hatte sie Brustkrebs, vielleicht sogar eine Brustamputation hinter sich. Sie trug stets diese hochgeschlossenen Badeanzüge. Verständlich, dass sie Nähe nur schwer ertrug, und sie, Daria, war eine miese Schlange, wenn sie daran auch nur irgendetwas Positives sah.

Sie überquerte die Oregon-Bucht und fuhr dann über die grünen, weitläufigen Ebenen des Pea-Island-Naturschutzgebiets. Kurz darauf kam sie in Rodanthe, der nördlichsten Stadt auf Hatteras Island, an. Auf diesem schmalen Landstrich gab es weniger Häuser als in Kill Devil Hills, und auch der kommerzielle Zug, den man dort wahrnahm, fehlte hier.

Rodanthe war so klein, dass sie ihr Ziel ohne Probleme erreichte. Sie bog in eine Straße ein, fuhr ein kleines Stück Richtung Pamlico-Bucht und parkte den Wagen dann vor dem gesuchten Haus. Es war alt, klein und gelb, und an seiner Stirnseite lag ein gepflegtes Gärtchen. In der Auffahrt standen keine Autos, doch vielleicht versteckte sich eines in der verschlossenen Garage. Dass niemand zu Hause sein könnte, hatte sie überhaupt nicht bedacht. Hätte sie doch vorher anrufen sollen?

Sie klopfte an die Haustür und wartete.

“Es ist niemand da.”

Daria drehte sich um und sah auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine mit Einkaufstüten bepackte Frau aus einem Wagen steigen.

“Wissen Sie, wo ich sie finde?”, fragte Daria.

“Wahrscheinlich in ihrem Laden”, gab die Frau Auskunft. “Er heißt 'Beachside Café and Sundries'. Einfach immer geradeaus.” Mit dem Kopf wies sie gen Süden. “Und an der Weggabelung links.”

Zurück im Auto folgte Daria der Wegbeschreibung zum “Beachside Café”. Dort hielt sie am Straßenrand und blieb noch einen Moment lang im Wagen sitzen. Wie ging sie am besten vor? Sie wollte die beiden mit einer so schwerwiegenden Sache nicht während der Arbeit belästigen. Vielleicht würde sie einfach nur sagen, wer sie war, und fragen, wann ein geeigneter Zeitpunkt für eine Unterhaltung wäre.

Mit diesem Plan im Kopf stieg sie aus und betrat das Café.

Der Laden war klein, brechend voll und erfüllt von starkem Kaffeegeruch. Die Tische, von denen aus man die Bucht sehen konnte, waren alle besetzt. Am Tresen standen zwei Frauen, die wohl auf ihre Bestellung warteten. Eine junge Frau – zu jung, um die Mutter der Pilotin zu sein – brachte ein Tablett mit Sandwiches an einen Tisch. Hinter dem Tresen bediente ein dunkelhaariger Mann die Espressomaschine. Als Daria näher kam, sah er auf.

“Was kann ich für Sie tun?”, fragte er sie und widmete sich bereits wieder der Maschine.

“Entschuldigen Sie bitte die Störung”, sagte sie, “ich suche Edward Fuller.”

Er trocknete sich die Hände ab. “Ich bin Eddie”, erwiderte er. Er servierte den beiden Frauen an der Theke zwei Tassen Kaffee, und die nahmen sie mit zu einem der überfüllten Tische.

“Es tut mir so leid, dass ich Sie bei der Arbeit störe, Mr. Fuller”, sagte sie noch einmal.

“Eddie”, wiederholte er.

“Eddie. Ich bin Daria Cato. Ich war unter den Sanitätern, die bei dem Flugzeugabsturz dabei waren, bei dem Ihre Tochter Pamela …” Sie sah zu den Fenstertischen hinüber und senkte die Stimme. “… bei dem Ihre Tochter ums Leben kam. Ich möchte Sie fragen, ob ich irgendwann einmal mit Ihnen und Ihrer Frau sprechen kann?”

Einen Augenblick lang starrte er sie an, dann nickte er. “Sally?”, rief er eine der Kellnerinnen.

Die junge Frau drehte sich von dem Tisch, an dem sie gerade bediente, zu ihm um.

“Kannst du hier mal kurz allein weitermachen?”, fragte er.

“Kein Problem”, antwortete sie, und Eddie Fuller führte Daria in das hinter der Theke gelegene Büro. Der Raum war winzig und wirkte durch die beiden wuchtigen Schreibtische, die übereck standen, noch kleiner.

“Bitte …”, der Mann wies auf einen Schreibtischstuhl, “… nehmen Sie Platz.”

Daria setzte sich. “Ist Ihre Frau auch da?”, fragte sie. “Ich hatte gehofft, mit Ihnen beiden sprechen zu können.”

“Nein, tut mir leid, sie ist gerade nicht hier. Aber mich würde wirklich interessieren, was Sie zu sagen haben. Sie waren also dort, am Unfallort?”

“Ja. Und obwohl es nun schon mehrere Monate zurückliegt, denke ich noch oft an sie – an Ihre Tochter. Ich musste Sie und Ihre Frau einfach aufsuchen, um mich zu vergewissern, dass Sie zurechtkommen, und um Ihnen nachträglich mein Beileid auszusprechen.”

Mit einem schweren Seufzer setzte Eddie sich, und Daria war erschüttert, als sie die Tränen in seinen Augen sah. “Also, ehrlich gesagt kommen wir überhaupt nicht zurecht. Die eigene Tochter zu beerdigen ist die Hölle.” Er blickte aus dem Fenster. “Und es ist umso schrecklicher, wenn man sich selbst die Schuld an ihrem Tod gibt.”

“Aber wieso denn das?” Daria war überrascht. “Wie könnte es denn Ihre Schuld sein?”

Er winkte ab. “Würden Sie mir davon erzählen?”, bat er sie stattdessen. “Von dem Unfall, meine ich. Man hat uns gesagt, dass sie fast sofort tot war. Sie hat doch nicht leiden müssen, oder?”

Daria wählte ihre Worte sorgfältig. “Es ging alles sehr schnell. Vermutlich kennen Sie die Aussage der Passagiere. Dass Ihre Tochter vor dem Unfall das Bewusstsein verloren hat. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass sie von dem, was um sie herum geschah, kaum etwas mitbekommen hat.” Die Lüge kam ihr nur schwer über die Lippen, doch als sie die Erleichterung in Eddie Fullers Gesicht sah, war sie froh darüber, nicht die Wahrheit gesagt zu haben.

“Im Autopsiebericht steht, sie hatte einen epileptischen Anfall”, sagte Eddie. “Deshalb ist das Flugzeug abgestürzt. Ich bin so froh, dass den beiden Passagieren nichts passiert ist.”

“Einen epileptischen Anfall?” Das hatte Daria nicht gewusst. “War das in der Vergangenheit häufiger vorgekommen?” Sie musste an Shelly denken. Shelly durfte noch nicht einmal Auto fahren, geschweige denn ein Flugzeug steuern.

“Nein, soweit ich weiß, war es das erste Mal. Ich hätte ihr doch niemals erlaubt, den Flugschein zu machen, wenn ich von den Anfällen gewusst hätte. Bei ihr wurde das Marfan-Syndrom festgestellt, obwohl sie eigentlich nie irgendwelche Anzeichen dafür gezeigt hat. Aber offensichtlich gehören zu den Symptomen auch Krampfanfälle.” Er hielt kurz inne. Als er wieder zum Sprechen anhob, schien es ihn große Anstrengung zu kosten. “Ich wollte immer fliegen. Schon als Kind habe ich davon geträumt. Aber wegen meines hohen Blutdrucks durfte ich nicht. Also habe ich meine Tochter angetrieben, Pilotin zu werden. Als sie klein war, habe ich ihr Modellflugzeuge geschenkt. Ein Freund von mir besaß eine Cessna. Er hat uns manchmal mitgenommen und sie die Hebel und Schalter bedienen lassen.” Während er sprach, rieb Eddie unablässig den Zipfel seiner Schürze zwischen Daumen und Zeigefinger. “Dann hat es auch Pam gepackt. Ich habe ja auch schließlich alles dafür getan. An ihrem siebzehnten Geburtstag bekam sie die Fluglizenz. Sie liebte das Fliegen, und ich liebte es, dass sie es liebte.”

“Geben Sie sich deshalb die Schuld?”, fragte Daria.

Er nickte nahezu unmerklich.

“Sie konnten doch nicht ahnen, was geschehen würde.” Der Schmerz des Mannes traf sie tief. “Für mich klingt es, als hätten Sie und Ihre Tochter eine ganz besondere Beziehung zueinander gehabt, weil sie die Liebe zum Fliegen teilten. Das ist doch wunderbar.”

“Ich war egoistisch und habe meine Sehnsucht zu fliegen indirekt durch Pam gestillt. Meine Frau war immer gegen die Fliegerei. Sie hatte ständig Angst, es könnte etwas Furchtbares passieren. Und sie hat recht behalten. Sie hat mir noch immer nicht vergeben.” Er senkte den Blick auf die Schürze, die er auf seinem rechten Oberschenkel mit der Hand glatt strich. “Sie und ich … Wir kommen gerade nicht besonders gut miteinander klar.”

“Ich möchte nicht aufdringlich sein, aber ich habe den Eindruck, Sie und Ihre Frau haben Pamela sehr geliebt und bisher einfach noch keine Zeit gefunden, gemeinsam um sie zu trauern, weil … weil Ihre Frau all ihre Energie darauf verwendet, wütend auf Sie zu sein; und weil Sie all Ihre Energie darauf verwenden, auf sich selbst wütend zu sein. Und deshalb können die Wunden bei keinem von Ihnen beiden verheilen.”

“Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen”, erwiderte er.

“Haben Sie schon mal an Seelsorge gedacht? Vielleicht würde Ihnen das helfen.”

“Wir waren ein Mal dort, aber dann musste meine Frau operiert werden und war …” Er verstummte und sah wieder aus dem Fenster. Er schüttelte den Kopf. “Sie hatte einfach zu sehr mit sich selbst zu kämpfen, also sind wir nicht wieder hingegangen. Und Grace würde ohnehin nicht wollen. Ihre Wut auf mich ist viel zu groß.”

Daria stockte der Atem. Grace? Aus Rodanthe? Aber Rorys Grace hieß mit Nachnamen Martin, und Grace war auch kein so seltener Name. Außerdem lebte Rorys Grace getrennt von ihrem Ehemann. Das konnte doch nicht sein … Ihr Blick schweifte in dem Raum umher und entdeckte genau das, wonach sie gesucht hatte: Auf einem der unaufgeräumten Schreibtische stand ein Foto von Eddie, Pamela – und Grace Martin. In ihrem Kopf drehte sich alles, als sie versuchte, eins und eins zusammenzuzählen.

“Ähm …” Ihre Stimme zitterte. “Ihre Frau … Grace? Wie kommt sie damit zurecht?”

“Das müssten Sie sie schon selbst fragen”, antwortete Eddie. Er klang nicht verbittert, sondern nur ratlos. “Ich weiß meist noch nicht mal, wo sie steckt. Sie spricht nicht mit mir. Sie erzählt mir nicht, was sie denkt oder fühlt. Wir sind beide ziemlich einsam … wir trauern nicht zusammen, wie Sie gesagt haben.”

Mit keinem Wort hatte er eine Trennung erwähnt, aber sie musste es wissen. “Ist Ihre Beziehung darüber … in die Brüche gegangen?”

Er sah überrascht aus, natürlich, denn er hatte nichts dergleichen gesagt. “Nein, und ich hoffe inständig, dass es nicht dazu kommen wird. Zurzeit könnte es allerdings den Anschein haben. Sie ist in das Apartment über unserer Garage gezogen. Ich hoffe einfach, dass ihr ein bisschen Abstand hilft.”

“Das hoffe ich auch”, sagte sie geistesabwesend. Kein Wunder, dass sich Grace mit Rory nicht in Rodanthe treffen wollte.

Daria stand auf. “Ich lasse Sie jetzt besser weiterarbeiten”, sagte sie. “Es tut mir wirklich sehr leid, welchen Verlust Sie erleiden mussten.”

“Ich bin froh, dass Sie gekommen sind”, sagte Eddie, der sich ebenfalls erhob. “Jetzt, wo ich weiß, dass jemand wie Sie da war, jemand, der sich ernsthaft um sie gesorgt hat, jetzt habe ich das Gefühl, dass Pamela die bestmögliche Chance hatte.”

Daria notierte ihre Telefonnummer auf einem Block, der auf dem Schreibtisch lag. “Wenn Sie jemanden zum Reden brauchen, rufen Sie mich einfach an.” Oder wenn Ihre Frau wen zum Reden braucht, hätte sie am liebsten hinzugefügt. Doch das ging natürlich nicht.

Als Daria wieder in ihrem Wagen saß, drehte sie den Schlüssel nur so weit in der Zündung, dass sie die elektrischen Fensterheber bedienen und die Scheiben herunterlassen konnte. Fahren konnte sie jetzt noch nicht. Was zum Teufel hatte Grace vor? War sie deshalb so krankhaft an Shelly interessiert? Versuchte sie, die verlorene Tochter durch sie zu ersetzen? Voller Entsetzen packte sie ein anderer Gedanke: Hatte Grace womöglich von Shellys Rolle bei Pamelas Tod erfahren? Sie versuchte, diesen Gedanken logisch weiterzuführen. Grace hatte irgendwie herausgefunden, was Shelly am Unfallort getan hatte. Dann hatte sie ein Treffen mit Shelly arrangiert, und jetzt plante sie vielleicht, ihr aus Rache in irgendeiner Form zu schaden. “Das ist doch verrückt”, sagte Daria laut. Die Fantasie ging mit ihr durch. Aber was sollte sie sonst denken? Eines wusste sie zumindest ganz genau: Grace Martin – Grace Fuller – war eine Lügnerin. Sollte sie Rory davon erzählen? Ja, das musste sie sogar. Das durfte sie ihm nicht verheimlichen, denn eines war sonnenklar: Grace benutzte Rory, um an Shelly heranzukommen.

Wie in Trance fuhr sie nach Hause – froh darüber, dass die Straße schnurgerade verlief und ihr nur wenig Aufmerksamkeit abverlangte – und versuchte nicht nur auszutüfteln, was Grace vorhatte, sondern auch, wie sie es verhindern könnte.

Als sie in die Auffahrt des Sea Shanty fuhr, kam Shelly gerade vom Strand in den Hof. Bei ihrem Anblick war Darias Beschützerinstinkt so präsent wie lange nicht mehr. Grace soll ihr besser kein Haar krümmen, dachte sie.

“Hi Shell”, sagte sie beim Aussteigen.

Shelly murmelte eine Begrüßung, und als sie nach dem Türknauf griff, sah Daria ihr gerötetes Gesicht.

“Shelly?” Daria ging zum Haus. “Was ist los?”

Die Hand auf dem Türgriff, erstarrte Shelly. “Nichts.”

Jetzt stand Daria neben ihr. Shelly hatte geweint, das war offensichtlich. “He, Kleines.” Sie legte einen Arm um ihre Schwester. “Was hat dich denn so traurig gemacht?”

Shelly zögerte und ließ sich dann auf die Stufen plumpsen. Daria setzte sich neben sie, den Arm noch immer um ihre Schultern.

“Ich habe Angst”, gestand Shelly.

“Und wovor?”

Shelly runzelte die Stirn. Sie hatte den Blick auf ihren Schoß gesenkt, in dem sie die Fäuste so fest ballte, dass ihre Knöchel ganz weiß hervortraten. “Dass Pfarrer Sean sich umbringt.”

Beinahe hätte Daria gelacht. Wo hatte Shelly das denn aufgeschnappt? “Wie kommst du denn darauf, mein Schatz?”

Shelly schüttelte den Kopf. “Ich weiß nicht. Ich weiß, dass es albern klingt. Aber es ist mir so in den Sinn gekommen, während ich spazieren gegangen bin.”

“Hm, manchmal geht die Fantasie ganz schön mit uns durch, was?”

“Ja, schätze schon.”

Es sah Shelly nicht ähnlich, so verstört zu sein, außer wenn eine Reise weg von den Outer Banks bevorstand. “Du weißt doch, dass Pfarrer Macy so was niemals tun würde, oder?”, fragte Daria.

Shelly zuckte die Achseln und fixierte weiterhin ihre Hände.

“Er ist ein katholischer Priester, Shelly, um Himmels willen. Er ist der Letzte, von dem man einen Selbstmord erwarten würde.”

Shelly presste die Lippen zusammen. Sie sah zu Daria hoch und zwang sich zu einem kleinen Lächeln. “Wahrscheinlich hast du recht.”

Daria sah sich das Gesicht ihrer Schwester genau an. Ihre Augen waren stark gerötet, die Nase leicht geschwollen. “Du hast doch normalerweise nicht solche düsteren Gedanken”, beschwichtigte sie.

“Ich weiß. Und ich glaube, es ist auch schon wieder gut.”

Daria lachte. “Das ging aber schnell.” Es war nur ein weiteres von Shellys seltsamen, unberechenbaren Hirngespinsten. “Morgen sehen wir uns den Hängegleiter-Wettbewerb an, und vielleicht gewinnt Pfarrer Macy ja sogar. Wäre das nicht toll?”

Wieder nur das kleine Lächeln. “Ja”, stimmte Shelly zu, und Daria war sich überhaupt nicht sicher, dass “es schon wieder gut” war.

Sie sah zum Poll-Rory hinüber. “Ich muss mal mit Rory reden.”

“Er ist nicht zu Hause”, meinte Shelly, und erst jetzt fiel Daria auf, dass der rote Jeep nicht in der Auffahrt stand.

“Weißt du, wo er ist?”, fragte sie.

“Ja. Ich habe vorhin mit Jill gesprochen, und sie hat mir erzählt, dass sie und Rory mit Zack und Jason essen gehen wollen und danach ins Kino.”

Essen und Kino. Wann würde er wohl zurück sein? Sie konnte es kaum erwarten, ihm die Neuigkeiten aus Rodanthe zu erzählen.