2.
Ich muss mich beeilen, die Organe der Mary Voolnd werden nicht ewig in sexueller Überraschung sirren wie ein ewiges Flipper-Spiel, selbst die vier Finger meiner Hand müssen irgendwann müde werden. Trotzdem werde ich dir alles erzählen, was du wissen musst. Die Priester, unter deren Leitung die Mission stand, waren Pierre Cholenec und Pater Claude Chauchetière, unsere beiden alten Quellen. Sie lasen den Brief, den das Mädchen überreichte: »Catherine Tagakouita soll in Sault wohnen. Ich bitte Euch höflich, die Verantwortung für ihre Erziehung zu übernehmen. Bald schon werdet Ihr erkennen, welchen Schatz wir Euch gesandt haben. Qu’entre vos mains, il profite à la gloire de Dieu und von der Gesundheit einer Seele, die, davon sind wir überzeugt, Seinem Herzen besonders nah ist.« Das Mädchen wurde der Hütte der Anastasie zugeteilt, einer alten Frau, die zu den frühesten irokesischen Bekehrten gehörte, und die »zufällig« Catherine Tekakwithas algonquinische Mutter gekannt hatte. Das Kind muss die Mission sehr geliebt haben. Sie kniete vor dem hölzernen Kreuz nieder, das am Ufer des St. Lawrence stand, und sah über die brodelnden Wasser auf den fernen, grünen Horizont, und auf das Gebirge von Ville-Marie. In ihrem Rücken befand sich ein ruhiges christliches Dorf, mit all den zweckdienlichen Quälereien, die ich nun beschreiben werde. Die Stelle am Fluss unter dem Kreuz war ihr Lieblingsort, ich stelle mir vor, wie sie zu den Fischen, den Waschbären und den Reihern sprach.