12.
Die Pest! Die Pest! Sie hat sich rasend in meine Studie ausgebreitet. Der ganze Schreibtisch hat sich angesteckt. Meine Erektion stürzt ein wie der schiefe Turm von Pisa in einem futuristischen Walt-Disney-Film, Paukenschlag und knarrende Türen. Ich reiße den Hosenstall auf, nichts als Staub und Trümmer rieseln heraus. Nur ein steifer Schwanz führt zu DIR, das weiß ich, seit ich im Staub alles verloren habe. Die Pest wütet unter den Mohawk! 1660 bricht sie aus, am Ufer des Flusses Mohawk, überfällt ein Indianerdorf nach dem anderen, erst Gandaouagué, dann Gandagoron und Tionnontoguen, rast wie ein vom Sturm gepeitschtes Feuer bis Ossernenon, wo die vier Jahre alte Catherine Tekakwitha lebt. Ihr Vater fällt als Krieger. Ihre Mutter, die Christin, lässt sich die letzte Beichte abnehmen, krächzend. Als Nächstes der kleine Bruder, dessen kleiner Schwanz nicht ein einziges Mal zum Einsatz gekommen ist. Catherine Tekakwitha ist die Einzige, die aus dieser todgeweihten, zusammengewürfelten Familie überlebt, der Preis, den sie bezahlt hat, steht ihr ins Gesicht geschrieben. Nein, schön ist diese Catherine Tekakwitha nicht! Am liebsten würde ich fortrennen von meinen Büchern und Träumen, so was kann man doch nicht ficken! Oder ist es möglich, sich nach Pickeln und nach Narben zu sehnen? Wie viel lieber würde ich hinausgehen in den Park, um die endlosen Beine junger Amerikanerinnen zu betrachten. Was hält mich hier an meinem Schreibtisch, wenn draußen der Flieder blüht? Und F., was würde der dazu sagen? Mit sechzehn, hat er gemeint, hat er aufgehört, nach dem Aussehen zu ficken. Edith war wirklich hübsch, als ich sie damals im Hotel kennenlernte, wo sie mit Maniküre ihr Geld verdiente, sie hatte langes, schwarzes Haar, nicht seidig, aber glatt und baumwollweich, dazu schwarze, undurchdringliche Augen – nur ein oder zwei Mal haben sie etwas verraten. Ihre Pupillen waren wie diese verspiegelten Sonnenbrillen, die sie tatsächlich gern trug. Sie hatte sehr weiche, nicht ganz volle Lippen, ihre Küsse waren irgendwie schlaff, es war, als könnte sich ihr Mund nicht recht entscheiden, wo er sich festhalten sollte. Wie ein Junge, der zum ersten Mal auf Rollschuhen steht, schlitterte er auf meinem Körper herum. Ich gab die Hoffnung nicht auf, dass er sich auf eine bestimmte, perfekte Stelle festlegen würde, dass er eine Heimat in meiner Ekstase fände, doch er hielt sich immer nur ganz kurz dort auf, rutschte gleich wieder ab bei dem Versuch, ein Gleichgewicht zu finden. Jedes Mal, wenn ich glaubte, sie hätte den Weg der Leidenschaft entdeckt, rutschte sie auf einer Bananenschale aus. Wer weiß, was der verdammte F. zu all dem gesagt hätte. Die Vorstellung, dass er sie zum Verweilen überredet hatte, ist mir unerträglich. Bleib hier, bleib hier, hätte ich ihr in unserem stickigen Souterrain zurufen sollen, komm zurück, komm her, siehst du denn nicht, wohin es geht auf meiner Haut? Aber nein, sie rutschte schon wieder ab, krabbelte über die Leiter meiner gierigen Zehen, sprang zu meinem Ohr, während sich mein Geschlecht schmerzhaft reckte, komm her, komm her zu mir, funkte ich von meinem Sendemast, aber sie schlabberte an meinem Auge (und mir kam ihre Vorliebe für Hirn in den Sinn), nein, nicht da, nicht da, sie strich über mein Brusthaar wie eine Möwe über die Brandung, und der Schwanz sang Komm zurück nach Capistrano, da, jetzt, aber sie landete wieder nur auf meiner Kniescheibe, einer Wüste der Empfindsamkeit, die sie unbedingt untersuchen musste, als sei dort irgendwo ein Kettenschloss versteckt, das sie mit der Zunge öffnen könnte, welch eine Verschwendung von Zungenenergie, da – mir rutscht ein nasser Lappen über die Rippen, sie will, dass ich mich umdrehe, sie will auf meinem Rückgrat Achterbahn fahren, was für ein Unsinn, nein, das mache ich nicht, ich bin nicht bereit, meine Hoffnung zu begraben, tiefer, tiefer, komm doch wieder, komm wieder, ich werde die Hoffnung nicht an meinem Bauch verstecken wie ein Klappbett, Edith, Edith, können die Dinge im Himmel nicht einfach so passieren? Muss ich dir das etwa erklären …? Ich hätte nicht gedacht, dass sich diese Erinnerungen in meiner Vorbereitung breitmachen würden, Catherine Tekakwitha, es ist gar nicht so leicht, dir den Hof zu machen, denn dein Gesicht ist voller Narben und deine Neugierde unersättlich. Ein, zwei Mal schleckt sie, setzt mir eine warme Krone auf, verheißt mir Pracht und Herrlichkeit, sogar einen Hermelinkragen legt sie mir um mit ihren Zähnen – und schon ist es vorbei! Was bleibt, ist Schande, als hätte der Erzbischof den falschen Sohn gekrönt, ihr Abgang hinterlässt eine eiskalte Spur an meinem Glied, das hart und aufrecht dasteht wie ein Torpfosten, trocknet ihr Speichel, es ist hoffnungslos, eine Salzsäule inmitten der Zerstörung. Edith, muss ich mich auf eine einsame Nacht einrichten, auf den Trost meiner eigenen Hand? Ich wandte mich mit meinem Problem an F.
– Ich bin neidisch, wenn ich das höre, sagte F. Merkst du denn nicht, dass sie dich liebt?
– Ich will, dass sie mich auf meine Weise liebt.
– Du musst lernen …
– Nein, ich muss gar nichts lernen. Ich lasse mich nicht mit einer Belehrung abspeisen, diesmal nicht. Sie ist meine Frau, es passiert in meinem Bett, ich habe doch gewisse Rechte.
– Dann sag ihr das.
– Was soll ich denn sagen?
– Liebe Edith, bitte mach’s mir mit dem Mund, bis ich komme.
– Du bist eine Sau, F. Wie kannst du es wagen, so über Edith zu sprechen? Ich habe dir nicht davon erzählt, damit du unsere intime Beziehung in den Dreck ziehst.
– Tut mir leid.
– Natürlich könnte ich sie bitten, das ist doch klar. Aber dann stünde sie unter Druck, vielleicht würde sie es aus Pflichtgefühl machen, das wäre ganz schlimm. Ich will ihr nichts vorschreiben, verstehst du?
– Doch, das willst du.
– Ich warne dich, F., diese feige Guruscheiße lasse ich mir von dir nicht bieten.
– Du wirst geliebt, du wirst in eine große Liebe geführt, du musst nur mitgehen. Ich kann dich nur beneiden.
– Lass bloß die Finger von Edith, ich mag es nicht, wie sie im Kino immer zwischen uns sitzt. Ich erlaube das nur aus Höflichkeit, weil es sich so gehört.
– Ich bin euch sehr dankbar dafür. Du kannst dir sicher sein, dass sie keinen anderen Mann lieben wird, wie sie dich liebt.
– Glaubst du das wirklich, F.?
– Natürlich. Die große Liebe ist ja nicht einfach eine Partnerschaft. Eine Partnerschaft ist eine Vereinbarung, die man lösen kann, juristisch, oder indem man einfach auseinandergeht. Du aber hast eine große Liebe, und aus der kommt man so leicht nicht raus, nein, du hast zwei große Lieben, Ediths und meine. Wer eine große Liebe hat, braucht auch jemanden, der ihm dient, man muss verstehen, mit dem Diener umzugehen.
– Wie soll ich es ihr dann erklären?
– Mit der Peitsche vielleicht, mit herrschaftlichen Befehlen, mit einem Sprung in ihren Mund, einer Würgelektion.
Ich sehe F. am Fenster stehen, seine papierdünnen Ohren waren beinahe durchsichtig. Ich erinnere mich an die edel eingerichtete Wohnung, den Blick auf die Fabrik, die er unbedingt kaufen wollte, an die Seifensammlung, die auf dem grünen Filz des aufwendig verzierten Billardtischs zu einer Modellstadt aufgetürmt war. Wie durch eine feine Seifenscheibe drang das Licht durch seine Ohren. Ich höre noch seine affektierte Stimme, den leichten Eskimo-Akzent, den er nach einem Sommerpraktikum in der Arktis kultivierte. Du bist zwei großen Lieben ausgeliefert, sagte F. Was bin ich für ein unzulänglicher Hüter dieser Lieben gewesen, ein unverständiger Hüter, der seine Tage im Traummuseum seines Selbstmitleids verbracht hat! F. und Edith – beide haben mich geliebt! Doch eine Erklärung habe ich an jenem Morgen nicht gehört, oder ich habe ihr nicht getraut. Du verstehst es nicht, mit denen umzugehen, die dir dienen, sagte F. Seine Ohren glühten wie japanische Laternen. Es war das Jahr 1950, und ich wurde geliebt! Aber ich sprach nicht mit Edith darüber, ich brachte es nicht fertig. Nacht für Nacht lag ich im Dunklen und lauschte dem Aufzug, ich begrub meine stillen Befehle in meinem Gehirn, wie jene dringlich-stolzen Inschriften auf ägyptischen Bauwerken, die unter Tonnen von Sand ihre Stimme verloren haben. Stattdessen glitt ihr Mund über meinen Körper wie eine Vogelschar vom Bikini-Atoll, deren Orientierungssinn von der Strahlung zerstört war.
– Aber ich warne dich, sagte F., es wird der Augenblick kommen, an dem du dich nach nichts so sehnst wie nach diesen ungerichteten Küssen.
Auch Ediths Haut war durchsichtig, ihre Kehle lag unter der feinsten, zartesten Hülle. Es schien, als könnte eine schwere Muschelkette genügen, um eine blutende Wunde zu schlagen. Wenn ich sie an dieser Stelle küsste, glaubte ich, einzudringen in etwas Privates, Skeletthaftes, als küsste ich die Schulter einer Schildkröte. Ihre Schultern waren knochig, aber nicht mager, sie war nicht einmal dünn – doch egal wie viel sie ansetzte, es waren immer die Knochen, die ihren Körper bestimmten. Bereits mit dreizehn hatte sie eine Haut, die man als reif bezeichnen musste, und die Männer, die ihr damals nachstellten (es dauerte nicht lange, bis sie in einem Steinbruch vergewaltigt wurde), meinten, sie sei ein Mädchen von der Art, das sehr schnell altern würde. So trösten sich einsame Männer, wenn sie ein Kind erblicken, das für sie unerreichbar ist. Sie wuchs in einem kleinen Ort am Nordufer des St.-Lawrence-Stroms auf, wo sie den Zorn einer Reihe von Männern auf sich zog, die meinten, sie könnten ihre kleinen Brüste und ihren knackigen Hintern betatschen, nur weil sie eine Indianerin war – dazu noch eine A––––––! Mit sechzehn, als ich sie heiratete, war auch ich überzeugt, dass ihre Haut sich nicht erhalten würde. Sie hatte diese hauchdünn gespannte, feuchte Qualität, die wir mit Gewächsen verbinden, deren Verfall kurz bevorsteht. Doch als sie vierundzwanzigjährig starb, hatte sie sich praktisch nicht verändert. Nur ihr Hintern, der mit sechzehn noch aus zwei frei in der Luft hängenden Sphären bestanden hatte, hatte sich abgesenkt und ruhte auf zwei tiefen, geschwungenen Falten. Weiter war ihr körperlicher Verfall nicht gegangen, das war alles – bis sie mit einem Mal zerquetscht wurde. Ich möchte ein wenig in Erinnerung schwelgen. Sie liebte es, wenn ich ihren Körper mit Olivenöl einrieb. Ich erfüllte ihr diesen Wunsch, obwohl es mir eigentlich nichts bedeutete, mit Nahrungsmitteln zu spielen. Manchmal füllte sie ihren Bauchnabel mit Öl und malte mit dem kleinen Finger die Speichen des Dharma-Rads auf ihren Bauch. Wenn sie später mit der Handfläche darüberwischte, wurde ihre Haut einen Ton dunkler. Ihre Brüste waren klein, beinahe muskulös, eine Frucht mit innerer Struktur. Wenn ich an ihre sonderbaren Nippel denke, wie es gerade der Fall ist, würde ich am liebsten meinen Schreibtisch umstoßen, denn meine elende Erinnerung besteht nur auf dem Papier, während sich mein Schwanz verzweifelt in ihren zerquetschten Sarg reckt und ich mit wedelnden Armen meine Pflichten verscheuche, sogar dir gegenüber, Catherine Tekakwitha, die ich mit diesen Bekenntnissen umwerbe. Ihre erstaunlichen Nippel nämlich waren dunkel wie das Moor und sehr, sehr lang. Wenn sie von Verlangen erfasst wurde, waren es mehrere Zentimeter, die Narben der Weisheit und des Saugens trugen. Ich stopfte sie (einzeln) in meine Nasenlöcher. Ich stopfte sie mir in die Ohren. Was mir nicht aus dem Sinn ging, war die Möglichkeit, dass ich sie unter gewissen anatomischen Bedingungen in beide Ohren gleichzeitig stecken könnte, vielleicht um einen heilsamen Schock auszulösen! Doch was bringt es, dieser Vorstellung nachzuhängen? Sie lag schon damals weit außerhalb des Machbaren. Aber ich will es eben so! Ich will sie in meinen Kopf stecken, diese ledernen Elektroden! Ich will die Erklärung haben für ihr Geheimnis, ich will hören, was sich die beiden steifen, faltigen Weisen zu sagen haben. Sie ließen sich nämlich Nachrichten zukommen, in die nicht einmal Edith eingeweiht wurde – Zeichen, Warnungen, Pläne. Erkenntnisse! Mathematik! In ihrer Todesnacht erzählte ich F. davon.
– Du hättest wunschlos glücklich sein können.
– F., warum quälst du mich so?
– Du hast dich verzettelt. Es gibt kein Körperteil, das nicht erogen ist, das nicht zumindest zur Erregung geeignet ist. Der Effekt wäre derselbe gewesen, wenn sie dir ihre Zeigefinger in die Ohren gesteckt hätte.
– Bist du dir da sicher?
– Ja.
– Hast du es ausprobiert?
– Ja.
– Ich muss dich jetzt fragen. Mit Edith?
– Ja.
– F.!
– Hör doch nur, mein Freund: Die Aufzüge, Türöffner, Ventilatoren: Die Welt erwacht in den Köpfen einiger Millionen.
– Hör auf damit. Du hast es also mit ihr gemacht? Du bist so weit gekommen? Bleib jetzt da sitzen und erzähl es mir. Jede Einzelheit. Ich hasse dich, F.
– Also, sie hat mir ihre Zeigefinger –
– Waren ihre Fingernägel lackiert?
– Nein.
– Doch, zum Teufel, doch! Hör auf, Rücksicht auf mich zu nehmen.
– Na gut. Sie waren lackiert. Sie hat mir ihre roten Fingernägel –
– Macht dir das etwa Spaß?
– Sie steckte mir die Finger in die Ohren, und ich steckte ihr meine Finger in die Ohren, dann haben wir uns geküsst.
– Ihr habt es miteinander gemacht? Mit nackten Fingern? Eure Ohren und Finger haben sich berührt?
– Gleich hast du es.
– Halt den Mund. Wie haben sich ihre Ohren angefühlt?
– Eng.
– Eng!
– Edith hatte sehr enge Ohren, beinahe jungfräulich, würde ich sagen.
– Verpiss dich, F.! Verschwinde aus unserem Bett! Fass mich nicht an!
– Hör mir mal zu, sonst brech ich dir das Genick, du mit deinem voyeuristischen Gegacker. Abgesehen von unseren Fingern waren wir völlig bedeckt. Jawohl! Wir haben an unseren Fingern gelutscht, und dann haben wir sie uns gegenseitig in die Ohren gesteckt.
– Und der Ring? Hat sie den Ring abgezogen?
– Nicht, dass ich wüsste. Ich hatte Angst um mein Trommelfell, wegen ihrer langen, rot lackierten Nägel, sie hat regelrecht gebohrt. Wir haben die Augen zugemacht und uns mit geschlossenen Lippen geküsst, wie Freunde. Plötzlich habe ich die Geräusche aus der Lobby nicht mehr gehört, ich habe nur noch Edith gehört.
– Ihren Körper? Und wo war das? Wann hast du mir das angetan?
– Das sind also die Fragen, die du dir stellst. Wir waren in einer Telefonzelle in der Lobby eines Kinos in der Stadt.
– In welchem Kino?
– Im System.
– Du lügst doch! Im System gibt es keine Telefonzelle. Da hängen nur zwei Telefone an der Wand, dazwischen ist eine Glasscheibe. Ganz sicher. Ihr habt es also in aller Öffentlichkeit gemacht! Ich kenne diese verranzte Lobby im Keller! Da hängen immer irgendwelche Schwuletten rum, die Schwänze und Telefonnummern an die grünen Wände kritzeln. In der Öffentlichkeit! Hat euch jemand zugesehen? Wie konntest du mir das antun?
– Du warst auf der Toilette. Wir haben draußen auf dich gewartet, an den Telefonen. Wir aßen Eis am Stiel, mit Schokohülle. Ich weiß nicht, was du so lange da drin gemacht hast. Wir waren mit dem Eis fertig. Edith entdeckte an meinem kleinen Finger einen Schokosplitter. In ihrer charmanten Art hat sie sich herabgebeugt und den Splitter mit ihrer Zungenspitze in ihren Mund befördert, wie ein Ameisenbär. Dabei hat sie nicht bemerkt, dass auf ihrem Handgelenk ebenfalls ein Splitter klebte. Den habe ich mir – zugegeben etwas unbeholfen – geschnappt. Nun war es ein Spiel. Die Natur bringt nichts Schöneres hervor als Spiele. Alle Tiere spielen, die wahrhaft messianische Vision einer Verbrüderung aller Geschöpfe muss auf der Idee des Spiels beruhen, ja –
– Das heißt, Edith hat angefangen! Und wer hat wessen Ohr zuerst berührt? Ich will es ganz genau wissen, und zwar sofort. Du hast beobachtet, wie sie die Zunge herausgestreckt hat. Vielleicht hast du sie sogar angestarrt. Wer hat mit den Ohren angefangen?
– Weiß ich nicht mehr. Vielleicht waren wir von den Telefonen bedröhnt. Ich glaube, mich zu erinnern, dass eine der Neonröhren geflackert hat, die Ecke, in der wir standen, sprang immer wieder aus dem Schatten, als würden riesige Schwingen über uns schlagen, oder die gigantischen Flügel eines immens großen elektrischen Ventilators. Die einzigen stabilen Formen im unruhigen Halbdunkel waren die beiden schwarzen Telefone. Sie hingen an der Wand wie geschnitzte Masken, schwarz, glänzend, glatt wie die Zehen oft geküsster römisch-katholischer Heiliger. Wir haben einander die Finger abgeleckt, etwas schüchtern jetzt, wie Kinder, die bei der Autojagd an ihren Lutschern saugen. Plötzlich klingelte eins der Telefone! Nur ein einziges Mal. Es jagt mir jedes Mal einen Schrecken ein, wenn so ein Münztelefon klingelt. Es hängt da, so grandios und einsam, wie das beste Gedicht eines wenig begabten Dichters, wie König Michael, der sich vom kommunistischen Rumänien verabschieden musste, wie eine Flaschenpost: Sollte jemand diese Zeilen lesen, dann …
– Verdammt, F.! Du tust mir weh. Bitte.
– Du hast gesagt, ich soll nichts auslassen. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Neonröhren gesurrt haben, ungleichmäßig wie das Schnarchen eines Nebenhöhlenopfers. Ich nuckelte an ihrem schmalen Finger, mied ihren scharfen Nagel, die Wölfe kamen mir in den Sinn, die verbluten, wenn sie den Köder, ein blutbestrichenes Messer, lecken. Wenn die Neonröhre ansprang, schien unsere Haut gelb und jeder kleinste Pickel wurde deutlich sichtbar. Wenn sie versagte, nahmen wir eine violettstichige Blässe an, eine Farbe, die an alte, nasse Pilze erinnerte. Als es dann klingelte, erschraken wir so heftig, dass wir uns gegenseitig bissen! Wie Kinder in einer gefährlichen Höhle. Ja, da war tatsächlich einer, der uns beobachtete, aber das störte uns nicht. Er betrachtete uns im Spiegel des Weissagungsautomats, einer waageartigen Konstruktion, auf die er immer wieder von Neuem trat, die er immer wieder mit Fünf-Cent-Münzen fütterte, um ihr immer neue Fragen zu stellen, vielleicht auch immer wieder dieselbe. Und wo zum Teufel hast du gesteckt? Du musst dich an die Leute halten, mit denen du gekommen bist, sonst ist der Keller des System-Kinos ein schauderhafter Ort. Er riecht wie der letzte, verzweifelte Rückzugsort in einer von Ratten belagerten –
– Du lügst doch! Ediths Haut war makellos. Und es riecht dort nach Pisse, nur nach Pisse. Und es geht dich einen Dreck an, was ich in dieser Zeit gemacht habe.
– Ich weiß genau, was du gemacht hast. Was soll’s. Als das Telefon geklingelt hat, hat sich der Typ auf der Waage umgedreht und ist recht elegant abgestiegen, das muss ich sagen, und in diesem Augenblick war es, als sei der ganze Ort sein persönliches Arbeitszimmer. Wir standen zwischen ihm und seinem Telefon, und ich war – so lächerlich es auch klingen mag – voller Sorge, dass er uns Gewalt antun könnte, dass er ein Messer ziehen oder sich entblößen würde, denn sein ganzes beschwerliches Leben schien von diesem einen Anruf abzuhängen –
– Ja, ich erinnere mich! Er trug so eine Western-Krawatte, ein Lederband.
– Genau. Ich weiß noch, dass ich in diesem Schreckmoment dachte, er hätte das Klingeln selbst hervorgerufen, weil er ständig, wie in einem Ritual, an der Wählscheibe des Automaten gedreht hatte, wie bei einem Regentanz. Er trat näher, sah durch uns hindurch. Er blieb stehen und wartete wohl auf das zweite Klingeln, das aber nicht kam. Worauf er mit den Fingern schnippte, sich umdrehte und wieder auf die Waage trat, um weitere Antworten zu erzeugen. Edith und ich – wir waren gerettet! Das Telefon, das uns eben noch so unheimlich und machtvoll vorgekommen war, war unser Freund, ein Erfüllungsgehilfe einer gütigen, elektronischen Gottheit, der wir huldigen wollten! Ich vermute, dass gewisse primitive Vogeltänze und Schlangentänze auf ähnliche Weise entstanden sind, in dem Verlangen, das Schauderhafte und das Schöne nachzuahmen, mit dem Ziel, bestimmte Eigenschaften der verehrten, übermächtigen Bestie zu erwerben.
– Und was willst du mir damit sagen, F.?
– Wir haben den Telefontanz erfunden. Spontan. Ich weiß nicht mehr, wer den ersten Schritt gemacht hat. Plötzlich standen wir da, die Zeigefinger in den Ohren des anderen, wir hatten uns in Telefone verwandelt!
– Ich weiß nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll.
– Warum weinst du dann?
– Ich glaube, du hast mein Leben ruiniert, F. Ich habe dem Feind jahrelang meine Geheimnisse verraten.
– Das stimmt nicht, mein Freund. Ich habe dich geliebt, wir beide haben dich geliebt, und du bist nicht mehr weit davon entfernt, das zu verstehen.
– Nein, F., nein. Vielleicht hast du ja recht, aber es ist zu schwer gewesen, deine verrückten Lektionen waren nicht zu verkraften, und sie haben mir nichts genützt. Jeden zweiten Tag musste ich etwas Neues lernen, eine miese kleine Parabel, und was ist nun aus mir geworden? Ein Scheißdoktor.
– Ganz genau! Das ist Liebe!
– Bitte geh jetzt.
– Willst du denn gar nicht wissen, was passiert ist, als ich ein Telefon war?
– Doch, schon, aber ich will nicht darum betteln. Ich muss dir ja alles aus der Nase ziehen, alles, was in der Welt vor sich geht.
– Nur so weißt du die Informationen auch zu schätzen. Wenn sie dir aus den Bäumen in den Schoß fallen, denkst du, es ist faules Obst.
– Erzähl mir, was Edith gemacht hat, als ihr Telefone wart.
– Nein.
– Arrwk! Heul! Ahahaha! Heul!
– Reiß dich zusammen. Haltung bewahren!
– Du machst mich fertig, du machst mich fertig, du machst mich fertig.
– Jetzt bist du so weit. Wir haben uns mit den Zeigefingern in den Ohren gebohrt. Ich bestreite nicht, dass sexuelle Deutungen möglich sind. Du kannst sie dir ja jetzt vor Augen führen. Es gibt keine Stelle am Körper, die nicht erogen ist. Um mal ganz vorn anzufangen: Arschlöcher traktiert man mit Peitschen und Küssen. Schwänze und Fotzen sind monströs überbewertet! Nieder mit dem Imperialismus der Genitalien! Man kann das ganze Fleisch zum Höhepunkt bringen! Siehst du nicht, was wir verloren haben? Wieso haben wir den allergrößten Teil der Lust dem zugewiesen, was in unserer Unterwäsche wohnt? Orgasmus der Schulter! Knie, die wie Feuerwerkskörper abgehen! Haare in Bewegung! Es sind ja nicht allein die Berührungen – das Blasen, Saugen, Gleiten –, die uns in die wohlige Anonymität des Höhepunkts führen, es sind auch der Wind und die geflüsterten Worte und ein Paar schöne Handschuhe, die Finger darin, die erröten! Das haben wir alles verloren! Alles verloren!
– Du bist verrückt geworden. Ich habe meine Geheimnisse einem Verrückten anvertraut.
– Da standen wir also, im Telefontanz, die Verbindung war ausgezeichnet! Es kam mir vor, als hätten sich Ediths Ohren um meine Finger geschmiegt. Sie war ja sehr fortschrittlich, ich hatte noch nie eine derart fortschrittliche Frau gesehen. Ihre Ohren schlangen sich also um meine pochenden Finger –
– Erspar mir die Details! Ich habe euch beide deutlicher vor Augen, als du es jemals beschreiben könntest. Es wird mir nie gelingen, dieses Bild aus meinem Gedächtnis zu löschen.
– Du hast den Weg der Eifersucht gewählt, um dich zu bilden.
– Arschloch. Und was hast du gehört?
– Hören ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Ich wurde selbst zum Telefon. Edith war das elektronische Gespräch, das durch mich hindurchfloss.
– Und? Was war es? Was war es denn?
– Etwas Mechanisches.
– Etwas Mechanisches?
– Schlichte, ewige Mechanik.
– Und?
– Schlichte, ewige Mechanik.
– Kommt da noch was?
– Schlichte, ewige Mechanik, wie Sterne, die gemahlen werden.
– Schon besser.
– Ich habe nur leider die Wahrheit verzerrt, was dir ja, wie ich nun sehe, sehr gelegen kommt. Ich habe die Wahrheit verzerrt, damit du sie verstehst. Die Wahrheit ist: schlichte, ewige Mechanik.
– War es denn schön?
– Es war das Schönste, das ich jemals erlebt habe.
– Hat es ihr auch gefallen?
– Nein.
– Tatsächlich?
– Doch, natürlich hat es ihr gefallen. Wie scharf du darauf bist, eine Lüge serviert zu bekommen!
– F., ich könnte dich umbringen für das, was du getan hast. Die Gerichte würden mich freisprechen.
– Für heute hast du schon genug gemordet.
– Raus aus unserem Bett! Steh auf! Es war unser Bett!
Ich möchte nicht zu lange darüber nachdenken, was F. gesagt hat. Warum sollte ich auch? Wer war er denn schon? Doch nur ein Verrückter, der seinen Verdauungstrakt nicht im Griff hatte, ein ehebrechender Ficker, ein Seifensammler, ein Politiker. Schlichte, ewige Mechanik. Muss ich es denn verstehen? Der heutige Morgen ist ein neuer Morgen, die Blüten sind schon aufgegangen, Männer drehen sich noch einmal um und schauen nach, wen sie geheiratet haben, alles fängt von vorn an. Warum hänge ich so an der Vergangenheit, warum halten mich die Worte eines Toten fest? Warum muss ich unsere Gespräche so detailgetreu rekonstruieren, so genau, dass nicht ein einziges fehlendes Komma den Rhythmus unserer Stimmen verfälscht. Ich würde mich lieber mit Männern in Kneipen und Bussen unterhalten, ich will mich an nichts erinnern. Und du, im Zeitlosen brennende Catherine Tekakwitha, freut es dich, dass ich so gnadenlos bin und alles rauslasse? Ich befürchte, du riechst nach Pest. Das Langhaus, in dem du Tag für Tag hockst, riecht nach Pest. Wieso fällt mir die Forschung so schwer? Wieso kann ich nicht Baseballstatistiken auswendig lernen wie unser Premierminister? Warum stinken Baseballstatistiken nach Pest? Was ist aus diesem Morgen geworden? Mein Schreibtisch stinkt! 1660 üble Gerüche! Die Indianer sterben. Ihre Schleichwege stinken. Da hilft es auch nicht, dass sie asphaltiert werden. Rettet die Indianer! Serviert ihnen die Herzen der Jesuiten! Ich habe mir die Pest mit dem Kescher gefangen. Dabei wollte ich nur eine Heilige ficken, weil F. mir dazu geraten hat. Ich weiß nicht mehr, warum ich diese Idee damals gut fand. Es kommt mir heute unsinnig vor, aber etwas anderes blieb mir wohl nicht übrig. Ich flirte hier mit meiner Forschung, sonst habe ich nichts, womit ich jonglieren könnte, während ich darauf warte, dass die Statuen in Bewegung geraten – und was passiert dann? Ich habe die Luft verpestet, ich habe meine Erektion verloren. Liegt es daran, dass ich nebenbei die Wahrheit über Kanada aufgedeckt habe? Mir liegt nichts daran, nebenbei die Wahrheit über Kanada aufzudecken. Haben die Juden für die Zerstörung Jerichos bezahlt? Werden die Franzosen jemals zu jagen lernen? Genügt es, Indianerzelte als Souvenire zu verkaufen? Stadtväter, bringt mich um, ich habe zu viel über die Pest geredet. Dabei dachte ich, dass die Indianer an Schussverletzungen gestorben sind und an Verträgen, die sie nicht eingehalten haben. Mehr Straßen! Der Wald stinkt! Ging es mit rechten Dingen zu, Catherine Tekakwitha, als du der Pest entkamst? Muss ich eine Mutierte lieben? Sieh mich an, Catherine Tekakwitha, ich bin ein Mann mit einem Stapel ansteckender Dokumente, meine Lenden sind schwach. Nun sieh dich selbst an, Catherine Tekakwitha, dein Gesicht wirkt angefressen, deine Augen sind so zerstört, dass du dich kaum vor die Tür wagst. Sollte ich nicht jemandem nachstellen, der vor dir gelebt hat? Disziplin, hat F. gesagt. Es darf ja nicht einfach sein. Und wo läge denn der Kitzel, wenn ich vorher schon wüsste, in welche Richtung mich meine Forschung führt? Ich gestehe, ich weiß nicht, was das alles soll. Von außen betrachtet ist es absurd. Wie soll das gehen, eine tote Heilige ficken? Jeder weiß, dass das unmöglich ist. Ich werde einen Aufsatz über Catherine Tekakwitha veröffentlichen, mehr nicht. Dann heirate ich noch einmal. Das Nationalmuseum braucht mich. Meine Vorlesungen werden gut sein, ich habe eine Menge erlebt. Ich werde F.s Sprüche als meine eigenen ausgeben, ich werde ein Weiser, ein mystischer Denker. Es ist das Mindeste, was er mir schuldet. Seine Seifensammlung verschenke ich an die Studentinnen, Stück für Stück, Limettenfotzen, Pinienfotzen, ich werde ein Meister der gemischten Säfte. Ich werde mich wie F. um einen Sitz im Parlament bemühen. Mit einem Eskimoakzent. Ich werde mit den Frauen anderer Männer schlafen. Edith! Da spürt er mich wieder auf, der reizende Körper, der gerade, aufrechte Gang, der selbstsüchtige Blick (stimmt doch, oder?). Edith stinkt nicht nach der Pest! Bitte, zwinge mich nicht, an deine Körperteile zu denken. Ihr Bauchnabel war ein winziger, beinahe versteckter Wirbel. Wenn eine Brise, leicht genug, um eine Teerose in Bewegung zu bringen, zu Fleisch würde, dann sähe sie aus wie dieser Nabel. Sie hat immer wieder zugelassen, dass er bedeckt wurde, mit Öl, mit Samen, mit Parfüm im Wert von fünfunddreißig Dollar, mit einer Klette, mit Reis, Urin, den abgeschnittenen Fingernägeln eines Mannes, den Tränen eines anderen Mannes, mit Spucke und einem Fingerhut voller Regenwasser. Ich muss versuchen, die Anlässe zu rekonstruieren.
ÖL: Unzählige Male. Neben ihrem Bett stand eine Flasche Olivenöl, ich habe mich immer gefragt, ob sie Fliegen anzieht.
SAMEN: Auch der von F.? Das wäre unerträglich. Sie selbst bestand darauf, dass ich ihn an dieser Stelle deponiere. Sie wollte mir dabei zusehen, wie ich ein letztes Mal masturbiere. Wie konnte ich ihr nur erklären, dass es der intensivste Höhepunkt war, den ich jemals hatte?
REIS: Roher Reis. Sie hat einmal an dieser Stelle ein Reiskorn mit sich herumgetragen, eine ganze Woche lang. Sie behauptete, sie könnte es kochen.
URIN: Du brauchst dich nicht zu schämen, hat sie gesagt.
FINGERNÄGEL: Sie hat erzählt, dass orthodoxe Juden ihre abgeschnittenen Fingernägel begraben. Ich finde es beklemmend, darüber nachzudenken. Es ist eine Bemerkung, die ich F. zutrauen würde. Hat sie es von ihm?
MÄNNERTRÄNEN: Merkwürdig, wie das passiert ist. Wir lagen am Strand von Old Orchard/Maine und sonnten uns. Ein Mann mit einer blauen Badehose, den wir nie zuvor gesehen hatten, stürzte sich auf ihren Bauch und heulte los. Ich packte seine Haare, um ihn hochzuziehen. Sie schlug meine Hand weg. Ich sah mich um: Niemand hatte uns beobachtet, also war es wohl nicht so schlimm. Ich sah auf die Uhr: Fünf Minuten lang hat der Mann geheult. Tausende Menschen lagen an diesem Strand in der Sonne. Warum hat er sich gerade uns ausgesucht? Die wenigen Leute, die vorbeikamen, grinste ich an, ich tat, als wäre dieser Irre mein trauernder Schwager. Niemand scherte sich darum. Er trug eine dieser billigen Badehosen aus Wolle, die den Eiern keinen Halt geben. Er weinte still, Ediths Hand lag in seinem Nacken. Das kann doch nicht wahr sein, versuchte ich mir einzureden, Edith ist doch keine sandige Hure. Plötzlich riss er sich ungelenk hoch, stützte sich auf ein Knie, stand auf und lief davon. Edith sah ihm noch eine Weile nach, dann wandte sie sich mir zu, um mich zu trösten. Er war ein A–––––––, flüsterte sie. Unmöglich!, rief ich wütend. Ich habe jeden lebenden A–––––––– erfasst! Edith, du lügst! Du hast es genossen, dass er dir auf den Bauchnabel gesabbert hat, gib es zu! Mag sein, antwortete sie, vielleicht war er gar kein A–––––––. Aber das war ein Risiko, das ich nicht eingehen konnte. Also lief ich den ganzen Tag über den Strand, meilenweit, aber er war mit seiner tropfenden Nase längst verschwunden.
SPUCKE: Ich weiß nicht mehr, warum. Ich weiß auch nicht mehr genau, wann. Vielleicht habe ich es mir nur eingebildet?
REGENWASSER: Um zwei Uhr am Morgen hatte sie die Eingebung, dass es regnen könnte. Wir konnten es nicht überprüfen, wegen der Fenstersituation. Ich nahm einen Fingerhut und ging nach oben. Sie freute sich über diese Geste.
Zweifellos hielt sie ihren Bauchnabel für ein Sinnesorgan, um nicht zu sagen, eine Art Portemonnaie, das in ihrem ganz persönlichen Voodoo den Besitz gewährleistet. Sie hat mich oft an dieser Stelle an sich gedrückt, mal fest, mal sanft, während sie mir nächtelang ihre Geschichten erzählte. Wieso war es mir immer irgendwie unangenehm? Warum habe ich dabei meistens auf den Ventilator gehört, den Aufzug?