6
Unterwegs in die Stadt hatte Cherry fast das ganze Abteil für sich. Wie immer war sie die einzige Weiße, nicht, dass sie etwas dagegen gehabt hätte. Sie war es allerdings nicht gewohnt, in der Minderheit zu sein. Manchmal fühlte sie sich auffällig und wie ein Sündenbock. New York besaß zwar nicht mehr eine so hohe Kriminalitätsrate wie einst, doch bei den Leuten in ihrer Heimat stand die Stadt in einem sehr schlechten Ruf. Vielleicht hatte sie diese Einstellung übernommen. Natürlich war New York in vieler Hinsicht immer noch ziemlich einschüchternd. Doch Cherry gefiel das eigentlich - sie sehnte sich nach Herausforderungen und wollte sich an einem sehr schwierigen Ort beweisen. Wo sonst in der Welt konnte man auf eine Party gehen und Matt Conner und Farren Thrush begegnen?
Cherry nahm an, dass Joanne die Geschichte um einigen Unterhaltungswert aufgemotzt hatte - sie konnte sich nicht vorstellen, dass Matt Conner tatsächlich gesagt hatte: »Wir sollten in meinem Hotel weiterfeiern«, und dass Joanne darauf wirklich erwidert hatte: »Tut mir leid, Matt, aber ich bin verheiratet.« Aber sie hatte trotzdem ihren Spaß daran. Was sie allerdings niederdrückte, waren Grace’ harte Worte über Rick. Cherry mochte Grace sehr gern, aber jemanden ein »Superarschloch« zu nennen war nicht sehr freundlich. Und was würde Grace wohl denken, wenn sie wüsste, wohin sie, Cherry, nun unterwegs war?
Cherry konnte sich zumindest dafür loben, ihren Wohngenossinnen klugerweise verschwiegen zu haben, dass sie zu einer Verabredung unterwegs war - wenn man das um zehn Uhr morgens so nennen konnte -, und zwar mit dem berüchtigten Dr. Nash. Grace beleidigen war das Letzte, was sie wollte, und in Grace’ Meinung sinken wollte sie ebenfalls nicht. Sie verdankte Grace eine Menge. Und vielleicht irrte sie sich ja über Rick. Sie kannte ihn nicht richtig. Man beurteilte Leute ständig falsch. Es gab auch sicher schlimmere Verbrechen als Faulheit - selbst für einen Arzt.
Als der Zug unterirdisch weiterfuhr, grub Cherry einen Taschenspiegel aus ihrer Sporttasche. Alle sagten immer wieder, wie hübsch sie sei, aber hübsch wollte sie nicht sein. Hübsch war nicht gut genug. Sie wollte sexy sein und schön. Sie trug kein Make-up, hatte aber Lipgloss und Mascara für hinterher mitgebracht und hoffte, die Kleider in ihrer Tasche - schwarze knappe Shorts, ein rotes Jogginghemd und ein Paar White-Balance-Trainers wären für den Midtown-Tennisclub angemessen. Natürlich war das Outfit nicht so wichtig wie das, was sie jetzt trug: einen Betsy-Johnson-Baumwollsatinrock mit rosa und lila Tupfen, eine weiße ärmellose Bluse und hochhackige Riemchensandalen. Rick hatte sie noch nie in ihren normalen Sachen gesehen, und Cherry wollte einen guten Eindruck machen. Sie redete sich ein, dass Grace Rick falsch einschätzte. Und, ehrlich gesagt, hatte Cherry nie viel über Rick Nash nachgedacht, der hoch über ihr stand und den sie für völlig unerreichbar hielt. Aber vor zwei Nächten, als sie gerade Mrs. Shalvesons Bettpfanne leerte, hatte Rick den Kopf durch die Tür gesteckt und ganz lässig gefragt: »He, Bordeaux, spielst du vielleicht Tennis?« Cherry war so verdutzt gewesen, dass sie kein Wort herausbekam. In Wirklichkeit hatte sie nur ein- oder zweimal sehr schlecht im College gespielt, in einem blöden Sportkurs, den sie bald wieder aufgegeben hatte. »Denn wenn du Donnerstagmorgen frei hättest«, war Rick fortgefahren, ohne auf eine Anwort zu warten, »dann könnten wir uns auf ein Match treffen. Sagen wir um zehn?«
Cherry hatte ohne nachzudenken zugesagt, und Rick, ohne eine Minute Zeit zu verlieren, hatte ihr angegeben, wo sie sich treffen würden. Instinktiv hatte Cherry beschlossen, niemandem davon zu erzählen - sie wollte nicht, dass man über sie klatschte. Selbst jetzt, während der Zug auf Manhattan zuratterte, hatte sie das Gefühl, dass es ihrem Ruf schaden würde, sich mit Rick zu treffen. Sie dachte an Megan, ihre ehemalige Zimmergenossin, und deren Freund Jason und die Katastrophe, als Cherry schließlich aus der Wohnung geworfen wurde. Die Sache mit Rick war natürlich anders. Aber es war immer noch besser, wenn Grace nichts davon erfuhr - zumindest nicht im Moment.
Vermutlich suchte Rick ja auch bloß eine Tennispartnerin und nichts weiter. Falls er ein romantisches Interesse an ihr hatte, hätte er sie doch zum Essen eingeladen, nicht zum Sport. Was er bloß denken würde, wenn er merkte, dass sie überhaupt nicht Tennis spielen konnte? Nachdem sie durch schlichtes Verschweigen angedeutet hatte, dass sie ziemlich gut war. Cherry seufzte.Vielleicht wurde es unangenehm.
Der Tennisclub unter der Queensborough Bridge sah aus wie ein großes weißes Zelt. Cherry wartete wie verabredet vor dem Eingang. Sie war fünf Minuten zu früh da. Die Sonne schien bereits sehr heiß. Sie spürte, wie ihr ein Schweißtropfen den Rücken hinabrann. Irgendwie hoffte sie, dass Rick nicht auftauchen würde. Sie wollte nicht, dass er sah, wie sie auf dem Tennisplatz ins Schwitzen geriet. Ihr damaliger Sportlehrer hatte sie »Pfütze« genannt, weil sie immer so stark schwitzte.
Dann sah sie Rick, in khakifarbenen Shorts und einem roten Polohemd. Er war groß und breitschultrig und wirkte mit seinem ordentlichen Bart, der Sporttasche in den sehnigen Armen in jeder Hinsicht wie ein erfolgreicher Uniabsolvent. Als er sie erblickte, lächelte er, und Cherrys Nervosität schmolz nur so dahin. Sie hatte ihn noch nie lächeln sehen. Es wirkte sehr anziehend auf sie. Es gefiel ihr, wie seine Augen sich dabei zusammenzogen.
»Hast du Lust, einen tüchtigen Ball zu schlagen?«, fragte Rick freundlich statt einer Begrüßung.
»Ich hätte dich warnen sollen«, entgegnete Cherry. »Ich bin nicht sehr gut.«
»Das sagen sie alle.« Er hielt ihr die Tür auf und lächelte wieder. »Und jedes Mal werde ich über den Platz gehetzt.«
Drinnen waren acht Asphaltplätze. Überall flogen grüne Bälle durch die Luft. Man hörte nur das Aufprallen der Bälle auf die Schläger und das Quietschen der Sportschuhe. Cherry schien die einzige Frau hier zu sein.
Als sie sich umgezogen hatte und aus dem Umkleideraum trat, fühlte sie sich etwas lächerlich. Rick sah in seinen weißen Tennisshorts und dem weißen Hemd sehr überzeugend aus und wechselte bereits mit einem anderen Mann Bälle auf dem Platz.
»He, Bordeaux«, rief er ihr zu. »Hast du was dagegen, wenn wir ein kurzes Match machen?«
»Nein«, erwiderte Cherry. »Ist in Ordnung.« Sie war sehr erleichtert, fühlte sich jedoch auch leicht übergangen. Der andere Mann war älter und hatte einen Bauch, aber er schien sich auszukennen. Cherry erkannte, dass zwischen den beiden eine Art Konkurrenz herrschte, die schon seit Langem bestand.
Sie setzte sich auf einen der Klappstühle vor dem Platz und sah zu. Wenn Rick den Ball zum Aufschlag hochwarf und sich mit ausgestrecktem Arm hochreckte, rutschte sein Hemd immer hoch, so dass Cherry seinen nackten Oberkörper sehen konnte. Er hatte einen überraschend haarigen Bauch. Sie konnte den Blick nicht von ihm wenden. Besonders gefielen ihr seine Beine und wie die Muskeln um die Knie sich anspannten, wann immer er sich bewegte. Seine Waden sahen aus, als steckten Tennisbälle darin. Er strahlte eine Leidenschaft aus, die sie mehr aufregte als seine Sportlichkeit. Ab und zu sah er zu ihr herüber, wie um sicherzugehen, dass sie ihm auch zusah. Cherry merkte, dass er für sie spielte. Er jagte den anderen Mann gnadenlos auf dem Platz herum. Es war fast ein schmerzlicher Anblick.
Mit einem lautem Aufstöhnen peitschte Rick den Ball übers Netz. Das Spiel war vorbei.
»Das war nicht fair, Doc«, keuchte der andere, der noch stärker schwitzte als Cherry. »Mich hat die hübsche Dame da abgelenkt.«
»Du hättest es mir nicht so leicht zu machen brauchen, Thomas«, erwiderte Rick und schüttelte dem Mann die Hand. Er hatte kaum geschwitzt. »Danke, dass ich dabei so gut wegkam.«
»Rache ist süß, Richard.«
»Ja, nicht?«, entgegnete Rick. Dann fügte er zu Cherry gewandt hinzu: »Ich habe mir den Knöchel etwas verstaucht. Ziehen wir uns um. Wir gehen Mittagessen. Magst du französische Küche?«
»Klar«, antwortete Cherry. Das hätte sie auf alles geantwortet. In Wirklichkeit mochte sie französische Küche nicht sonderlich, jedenfalls nicht in dem strengen Sinn, wie Rick es zu meinen schien.
Rick sagte: »Ich dusche noch schnell. Sollen wir uns in ein paar Minuten draußen treffen?«
»Okay«, sagt Cherry.
Sie gingen in die jeweiligen Umkleideräume. Cherry gefiel der Gedanke, dass sie sich gleichzeitig umzogen. Sie stellte sich Rick unter der Dusche vor und freute sich jetzt schon darauf, ihn zu sehen. Dann ging sie nach draußen und wartete vor dem Gebäude.
Ein paar Minuten später kam er strahlend und frisch geduscht heraus. Er streckte seinen langen Arm aus, um ein Taxi herbeizuwinken, und meinte, er kenne ein gutes französisches Restaurant in der Nähe des Krankenhauses.
Im Taxi sagte er: »So. Jetzt musst du mir von dir erzählen.« Er hatte sich ihr zugeneigt und einen Ellbogen auf ihr Knie gestützt. Er wirkte locker und wollte nun seine Belohnung nach einem siegreichen Morgen auf dem Platz.
»Was möchtest du denn wissen?«, fragte Cherry mit einem nervösen Auflachen. Es war ein Nachteil, nicht körperlich befriedigt zu sein wie er. Wenn sie sich doch nur so entspannt und vital wie Rick gefühlt hätte, dessen Gesicht immer noch gerötet war von der Anstrengung.
Er fragte: »Was hasst du an deinem Job am meisten?«
»Was ich am meisten hasse?«, fragte Cherry zurück.
»Yeah, abgesehen von dem Leeren der Bettpfannen und Idioten wie mir.«
Cherry lachte wieder. »Was ich am meisten hasse«, begann sie, »ist, dass wir so wenig Personal haben. Es gibt zu viele Patienten und zu wenige von uns.«
Rick grinste. »Bestimmt nicht genug von deiner Sorte.«
Cherry errötete. »Was hasst du denn am meisten?«
»Faule Krankenschwestern«, sagte Rick völlig ernst.
Cherry hatte keine Ahnung, was sie darauf sagen konnte. Ihr war die Kehle wie zugeschnürt. Dann begann Rick zu lachen, als wäre es ein Witz gewesen, und Cherry bemerkte wieder die Lachfältchen um seine Augen und seine kräftigen weißen Zähne. Sie stimmte in sein Lachen ein, war sich aber nicht sicher, gegen wen der Witz sich richtete. Wollte er etwa sagen, dass sie faul wäre? Oder machte er einen Scherz über seinen eigenen Ruf, faul zu sein? Vielleicht bezog er sich auch auf Grace wegen der Kathetersache, aber Grace war die fleißigste Schwester der ganzen Station, und Rick war hier im Unrecht gewesen. Falls er etwas gegen Grace sagt, haue ich ihm eine, schwor Cherry sich stumm.
Sie blickte aus dem Fenster. Rick redete über Versicherungszuschläge gegen Kunstfehler, die er echt hasste, aber Cherry interessierte sich mehr für die Frauen mit ihren Einkaufstaschen. Sie betrachtete ihre Kleidung, ihre Vielfältigkeit, ihre Eleganz.
Es gab zu viele, dachte sie. Zu viele hübsche Frauen.
Aber sie war auch froh, hier zu sein. Sie wusste, dass sie in dieser Stadt ihr Glück machen würde, und um zu bekommen, was sie wollte, musste sie sich anstrengen. Sie musste sich ohne Scheu nehmen, was sie wollte. Das Aussehen allein reichte nicht. Nicht bei den Männern, die es wert waren, geheiratet zu werden. Nicht bei den Besten. Da musste man aggressiv vorgehen. Man durfte ihnen keine andere Wahl lassen.
Das Restaurant war wie eine Pariser Brasserie eingerichtet: Tische, Nischen. Spiegel, auf die mit Filzstift das Menu geschrieben war. In Französisch. Cherry und Rick saßen in einer dunklen Nische an einem weiß gedeckten Tisch, der auf sie zu warten schien, und Cherry fragte sich sofort, wie viele andere Frauen Rick wohl schon hierhergebracht hatte.
Sie war sicher, dass er irgendwo eine Freundin hatte. Zumindest ging er mit Frauen aus. Daran durfte sie nicht denken. Benimm dich ja nicht so, als wärest du verzweifelt auf der Suche.
»Was möchtest du trinken?«, fragte Rick mit einem Blick auf die Weinkarte. »Der Wein ist sehr gut hier. Sie machen auch sehr gute Martinis.«
»Ich glaube, dazu ist es für mich zu früh.«
»Du hast doch heute frei.«
»Oh«, erwiderte Cherry. Sie blickte auf die Speisekarte. Sie sollte jetzt keinen Alkohol trinken.
»Ich möchte ein Glas Bordeaux«, sagt Rick zu dem Kellner. »Zu Ehren meiner Freundin hier.« Er zwinkerte Cherry zu.
Cherry errötete. Ein Zwinkerer. Zwinkerer waren immer ein Problem.
Sie wandte sich an den Kellner. »Ich nehme einen Blauen Cosmo.«
»Was?«, fragte Rick.
»Oh, du wirst schon sehen.«
Rick bestellte Artischocken, Sardinen, Käse, einen grünen Salat und Brot mit einer Leichtigkeit und einem Selbstbewusstsein, an das Cherry nicht gewöhnt war. Nach ihrer Erfahrung war der Mann immer der Nervösere. Aber sie war auch noch nie mit jemandem ausgegangen, der so alt und erfolgreich war wie Rick.
Als die Getränke kamen, hob Rick sein Glas und sagte: »Auf alle guten Krankenschwestern.«
»Danke«, sagte Cherry.
Rick nickte ihr ernst zu. Zwischen ihnen herrschte einen Moment lang gegenseitiger Respekt. Sie stießen an. In Ricks Augen blitzte eine Art Hunger auf.
Cherry blickte auf ihr blaues Getränk. Sie konnte ja ein, zwei Schluck davon trinken. Sie würde sich nicht überreden lassen, das Glas zu leeren, nicht einmal zur Hälfte.
Nicht, dass sie ein halbes Glas nicht vertragen konnte.
»Wie kommt es eigentlich, dass du mit Grace und Joanne zusammenwohnst?«, fragte Rick.
Cherry nippte an ihrem Glas. Es schmeckte süß und gut.
»Das ist eine lange Geschichte«, antwortete sie. »Sagen wir einfach, dass der Freund meiner Ex-Wohngenossin sich irgendwie in mich verknallte, und da hat sie mich rausgeworfen. Wenn Grace mich an dem Tag nicht bei sich aufgenommen hätte, wäre ich vermutlich wieder nach Hause gefahren.«
»Verknallt? Hast du mit dem Typen geschlafen?«
Cherry sah Rick kurz an und senkte dann den Blick wieder. »Nein«, antwortete sie. »So war es nicht.« Und dann fuhr sie ohne nachzudenken fort: »So was würde ich einer Freundin nie antun.«
Was sonst hätte sie sagen sollen? Sie wollte nicht, dass Rick eine schlechte Meinung von ihr bekam, außerdem war es nicht ihre Schuld gewesen. Der Freund war echt traurig und einsam gewesen. Sie waren allein in der Wohnung. Und natürlich hatte Cherry zu viel Wodka getrunken. »Wo wir gerade von Grace reden«, sagte Rick nun und rückte auf seinem Stuhl hin und her. »Hat sie mich heute Morgen verflucht?«
»Nein«, antwortete Cherry gespielt unwissend. »Warum?«
»Nichts«, erwiderte Rick. Dabei beließen sie es.
Cherry nahm einen weiteren, längeren Schluck und spürte, wie Rick sie dabei ansah. Dann kam das Essen, und sie unterhielten sich ungezwungener. Sie erzählte ihm die Geschichte des Cherry-Clans, ihrer Mutter zufolge eine der ältesten und respektiertesten Familien in ganz Georgia bis zum Börsensturz von 1929, über den Cherrys Großvater immer noch redete, auch wenn er damals noch ein Kind gewesen war. »Die Kirschen wurden gepflückt«, lautete der grimmige Familienwitz, als der gesamte Besitz, samt dem Wohnhaus und einer zweihundert Hektar großen Pferdezucht, von der Regierung beschlagnahmt wurde. Als Cherrys Mutter Mr. Dale Bordeaux heiratete, einen Luftwaffenoffizier aus New Orleans, der später als Pilot bei der Delta-Fluglinie arbeitete, war das Vermögen der Cherrys nur noch eine Legende.
Der Rest des Essens verschwamm in einem bläulichen Nebel. Dann saß Cherry wieder auf dem Rücksitz eines Taxis, hatte den Kopf an Ricks Schulter gelehnt und bot ihm das Erdbeerbouquet ihres Haarschopfs an.
Das Taxi setzte sie ab. Sie hakte sich bei Rick ein, als sie lachend weitergingen. Und einen Moment später, so schien es jedenfalls, blickte sie zu den rotierenden Flügeln eines Deckenventilators hoch. Rick umklammerte ihren Slip, während seine spitze Zunge zwischen ihre Schenkel glitt, sie mit dem Bart kitzelte und sie anknabberte. Sie vergrub die Finger in seinem Haar, schloss die Augen und hob die Hüften an, weil sie mehr wollte. Normalerweise ging sie nicht so schnell mit jemandem ins Bett. Aber sie hatte sich den Spaß wirklich verdient. Sie war in letzter Zeit sehr artig gewesen in ihrem sexlosen Exil auf Turtle Island. Daher war es völlig gerechtfertigt, wenn sie sich jetzt ein bisschen gehen ließ. Ricks Mund kroch an ihrem Körper hoch zu ihrem Mund, und dann schob er sich langsam in sie hinein. Cherry schrie auf, doch dann war der Schmerz vorbei, und er stieß rhythmisch in sie hinein und rieb sie dabei mit dem Daumen genau so, wie sie selbst es immer machte. Genau so sollte es sein. Endlich passierte es. Die wahre Sache. Sie begriff, dass bisher alles nur Kinderkram gewesen war. Ricks Geschicklichkeit und Ernsthaftigkeit erregten sie stark, doch alles passierte ganz natürlich, ungezwungen und instinktiv. Sie stellte sich vor, wie sie wohl aussahen, wie sie in einem Film wirken würden, und wurde von der Vorstellung, dass jemand ihnen zusehen könnte, noch erregter. »Sag mir, wenn du kommst, Baby«, sagte er, »dann ziehe ich ihn heraus und komme zwischen deinen prächtigen Brüsten.« Mehr brauchte sie nicht. Jetzt, sagte sie, jetzt, und auch Rick war bereit, hob sich auf ihre Brust, und zum ersten Mal in ihrem Leben erlebte Cherry, wie es war, mit jemandem gleichzeitig zu kommen.
Schicksalspfad Roman
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