Neunzehn
DAMALS
»Du fehlst mir total.« Ich versuche, nicht zu quengelig zu klingen. Zum Glück kann er meinen Schmollmund am Telefon nicht sehen.
»Morgen sehen wir uns wieder«, sagt er. »Versprochen. Ich hab bloß ein bisschen Angst, dass ich dich zu sehr in Beschlag nehme und du nur zu nett bist, um mir zu sagen, dass ich nerve.«
»Keine Sorge. Ich bin brutal ehrlich und sage immer, was ich denke. Wenn ich fände, dass ich mehr Zeit für mich brauche, würde ich es dir sagen.« Das ist die Wahrheit, und ich weiß auch, dass er mir diese Zeit sofort geben würde.
»Ich komme dich nach der Arbeit abholen und dann lerne ich endlich deine Mutter kennen.«
Ich seufze. »Okay. Aber bevor wir zu ihr fahren, brauche ich unbedingt ein bisschen Entspannungssex, sonst überlebe ich das nicht. Mich stresst allein schon der Gedanke.«
»Wenn du darauf bestehst.« Graham lacht, und ich kann förmlich hören, dass er am liebsten gleich zu mir rüberkommen würde. Ich liebe sein Lachen, vor allem weil es je nach Situation unterschiedlich klingt. Am liebsten mag ich es, wenn ich ihm morgens erzähle, was ich geträumt habe. Er findet meine Träume wahnsinnig komisch, und sein Lachen ist dann immer ein bisschen heiser, weil er noch verschlafen ist.
»Wir sehen uns morgen …«, sagt er leise, und ich höre die Sehnsucht in seiner Stimme.
»Schlaf gut.« Ich lege schnell auf. Abschiede am Telefon sind ein bisschen heikel, weil das »Ich liebe dich« immer noch nicht ausgesprochen wurde und ich jedes Mal Angst habe, er könnte es sagen. Ich will aber nicht, dass er es mir das erste Mal am Telefon sagt, weil ich möchte, dass er mich dabei ansieht.
Die nächsten Stunden verbringe ich mit dem Versuch, mich daran zu erinnern, wie ich mein Leben vor Graham verbracht habe. Ich dusche ohne ihn, schaue ohne ihn fern und scrolle ohne ihn durch mein Handy. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass das zur Abwechslung vielleicht mal ganz nett werden könnte, aber ich finde es hauptsächlich öde.
Merkwürdig. Mit Ethan war ich vier Jahre zusammen und habe wahrscheinlich durchschnittlich nur ein oder zwei Abende pro Woche mit ihm verbracht. Ich fand es damals schön, so viel Zeit für mich zu haben, selbst in der Anfangsphase. Klar war ich gern mit ihm zusammen, aber ich konnte auch sehr gut allein sein.
Bei Graham ist das anders. Ich langweile mich schon nach zwei Stunden zu Tode. Irgendwann schalte ich den Fernseher und die Lampe aus, starre in die Dunkelheit und versuche meinen Kopf ganz leer zu machen, damit ich schnell einschlafen und von ihm träumen kann.
***
Der Wecker klingelt, aber ich kann mich dem grellen Tageslicht noch nicht stellen, deswegen taste ich blind nach einem Kissen und leg es mir übers Gesicht. Normalerweise macht Graham den Wecker aus, wodurch ich ein paar Minuten gewinne, um gemütlich aufzuwachen. Aber heute ist er nicht da, deswegen muss ich vernünftig sein und mich zusammenreißen, sonst endet das Piepsen nie.
Ich rapple mich stöhnend hoch und will gerade nach dem Wecker greifen, als es abrupt still wird. Jetzt öffne ich doch die Augen. Graham dreht sich lächelnd zu mir um. Er liegt mit nacktem Oberkörper neben mir und sieht so aus, als wäre er auch gerade erst aufgewacht.
»Hey.« Er drückt mir einen Kuss auf die Lippen. »Ich hab nicht schlafen können. Irgendwann habe ich dann aufgegeben und beschlossen, zu dir zu kommen.«
Ich lächle, obwohl ich um diese Zeit eigentlich noch gar nicht lächeln kann. »Du hast mich vermisst.«
Graham zieht mich an sich. »Echt komisch«, sagt er. »Früher hatte ich überhaupt kein Problem damit, allein zu sein. Aber seit ich dich habe, fühle ich mich alleine viel zu allein.«
Manchmal sagt er so süße Sachen, dass ich sie am liebsten aufschreiben würde, um sie nie zu vergessen. Aber dann tue ich es doch nicht, weil mein Bedürfnis, ihn sofort in mir zu spüren, noch größer ist als mein Bedürfnis, einen Stift und Papier zu suchen.
Und genau so ist es auch jetzt. Statt aufzuschreiben, was er gesagt hat, lieben wir uns. Als wir danach keuchend nebeneinanderliegen, dreht er sich zu mir. »Was habe ich verpasst, während du geschlafen hast?«
Ich schüttle den Kopf. »Nein, den Traum kann ich dir nicht erzählen. Der war echt zu verrückt.«
Graham stützt sich auf den Ellbogen, und ich sehe ihm an, dass er nicht lockerlassen wird. »Na gut«, seufze ich und drehe mich auf den Rücken. »Wir waren bei dir zu Hause. Aber deine Wohnung war nicht deine Wohnung, sondern ein winziges Drecksloch in Manhattan. Ich bin vor dir aufgestanden, weil ich nett sein und Frühstück machen wollte. Du hattest eine Schachtel Lucky Charms da, also habe ich beschlossen, dir welche ans Bett zu bringen. Als ich sie in die Schale schütten wollte, sind lauter kleine Comedians mit Mikro in der Hand rausgepurzelt.«
»Moment mal«, unterbricht Graham mich. »Comedians? Du meinst Menschen, die Witze erzählen?«
»Ich hab ja gesagt, dass der Traum verrückt war. Die haben alle durcheinandergeredet und lahme Witze gerissen. Ich war megasauer, weil ich dir doch Frühstück machen wollte, und auf einmal krabbeln Hunderte winzige Typen in deiner Küche rum und erzählen Deine-Mutter-Witze. Als du aufgewacht und in die Küche gekommen bist, war ich vollkommen fertig. Ich bin schluchzend hin und her gerannt und hab versucht, die Witzeerzähler mit einem Einmachglas zu zerdrücken. Du bist ganz ruhig geblieben, hast von hinten die Arme um mich gelegt und gesagt: ›Reg dich nicht auf, Quinn. Wir machen uns einfach Toast zum Frühstück.‹
Graham lacht so sehr, dass er sein Gesicht ins Kopfkissen drücken muss, um sein Lachen zu ersticken. Ich stoße ihn in die Seite. »So, und jetzt versuch mal, das zu analysieren, Klugscheißer.«
Er zieht mich an sich und küsst mich auf die Schläfe. »Ist doch klar. Der Traum bedeutet, dass es besser ist, wenn ich mich in Zukunft ums Frühstück kümmere.«
Sehr gute Analyse.
»Worauf hast du Lust? French Toast? Pancakes?«
Ich richte mich auf und küsse ihn. »Nur auf dich.«
»Wie? Noch mal?«
Ich nicke. »Ich will einen Nachschlag.«
Und den bekomme ich. Danach duschen wir zusammen, trinken zusammen Kaffee und fahren zusammen zur Arbeit. Wir haben es nicht geschafft, auch nur eine einzige Nacht getrennt voneinander zu verbringen, trotzdem glaube ich nicht, dass das bedeutet, dass wir jetzt schon zusammen wohnen. Vielleicht bedeutet es eher, dass wir nicht mehr alleine wohnen … falls es da einen Unterschied gibt. So richtig zusammenzuziehen ist ein großer Schritt. Ich glaube, wir sind beide noch nicht so weit, zugeben zu können, dass wir ihn eigentlich schon fast gegangen sind.
Wobei seine Mutter wahrscheinlich denkt, wir würden längst zusammenwohnen, weil sie glaubt, wir wären schon viel länger ein Paar, als wir es tatsächlich sind. Seit ich das erste Mal mit ihm bei seinen Eltern gewesen bin, verbringen wir mindestens einen Abend pro Woche bei ihnen. Zum Glück erzählt er mittlerweile keine Lügengeschichten mehr, sonst würde ich es echt anstrengend finden, mir all die erfundenen Fakten merken zu müssen.
Ich mag seine Mutter wahnsinnig gern und sein Vater bezeichnet mich jetzt schon als »Schwiegertochter«. Das finde ich okay. Obwohl wir erst drei Monate zusammen sind, bin ich mir jetzt schon sicher, dass er irgendwann mein Mann sein wird. So ist das eben, wenn man seinen zukünftigen Ehemann trifft. Irgendwann heiratet man ihn.
Und davor muss man ihm leider irgendwann seine zukünftige Schwiegermutter vorstellen.
Das ist der Programmpunkt, der heute ansteht. Nicht weil ich möchte, dass die beiden sich kennenlernen, sondern weil es nur gerecht ist, nachdem ich Grahams Mutter jetzt schon so gut kenne.
Zeigst du mir deine, zeig ich dir meine.
***
»Warum bist du denn so nervös?« Graham legt beruhigend die Hand auf mein Knie. Das Knie, mit dem ich hektisch auf und ab wippe, seit wir ins Auto gestiegen sind. »Ich bin derjenige, der deine Mutter kennenlernen muss. Wenn hier einer nervös sein sollte, dann ich.«
Ich drücke seine Hand. »Wenn du sie erst mal erlebt hast, wirst du mich verstehen.«
Graham lacht, hebt meine Hand an die Lippen und küsst sie. »Glaubst du, dass sie mich schrecklich findet?«
Wir sind gerade in die Straße eingebogen, in der ich früher gewohnt habe. Gleich werden die beiden aufeinandertreffen. »Du bist nicht Ethan. Sie findet dich jetzt schon schrecklich.«
»Dann hast du ja noch weniger Grund, nervös zu sein. Wenn sie mich sowieso schon schrecklich findet, kann ich sie ja nicht mehr enttäuschen.«
»Dass sie dich schrecklich findet, ist mir egal. Ich habe Angst, dass du sie schrecklich findest.«
Graham schüttelt lachend den Kopf, als fände er das absurd. »Ich könnte niemals den Menschen schrecklich finden, der dich zur Welt gebracht hat!«
Das sagt er jetzt …
Ich beobachte sein Gesicht, als er in die Einfahrt biegt und den Blick über das riesige Anwesen wandern lässt, in dem ich meine Jugend verbracht habe. Ich spüre, was ihm durch den Kopf geht, und dann höre ich es auch, weil er es im nächsten Moment ausspricht.
»Hier bist du aufgewachsen?«
»Du solltest von dem Haus, in dem meine Mutter wohnt, nicht auf mich schließen.«
Graham parkt und zieht den Zündschlüssel ab. »Es ist nur ein Haus, Quinn. Es definiert dich nicht.« Er setzt sich schräg hin, sodass er mich ansehen kann, und legt eine Hand über meine Rückenlehne. »Und weißt du, was dich auch nicht definiert? Deine Mutter.« Er beugt sich zu mir und küsst mich, dann greift er über mich hinweg und öffnet die Tür. »Na los. Bringen wir es hinter uns.«
Meine Mutter erwartet uns nicht an der Tür, also mache ich mich auf die Suche nach ihr und finde sie schließlich in der Küche. Als sie uns hört, dreht sie sich um. Bevor sie etwas sagt, mustert sie Graham erst mal von oben bis unten. Graham breitet in dem Moment die Arme aus, um sie zu umarmen, in dem sie ihm die Hand zur Begrüßung hinstreckt. Kurz wirkt er verunsichert, fängt sich aber schnell.
Graham hat alles richtig gemacht. Hat sie herzlich begrüßt, die Einrichtung bewundert, beim Essen vor Charme gesprüht, höflich ihre Fragen beantwortet, ein bisschen von seiner Familie erzählt, vor allem aber Interesse an unserer gezeigt, über ihre verkrampft witzigen Bemerkungen gelacht und ihre subtilen Beleidigungen ignoriert. Und obwohl er sich hervorragend schlägt, sehe ich in ihrem Blick nichts als Verachtung. Sie muss ihre Gedanken nicht einmal aussprechen, weil sie ihr klar und deutlich am Gesicht abzulesen sind – trotz Botox.
Sie findet es peinlich, dass er bloß einen Honda Accord fährt.
Sie findet es geschmacklos, dass er zu seiner ersten Begegnung mit ihr in T-Shirt und Jeans aufgetaucht ist.
Sie findet es erbärmlich, dass er nur Steuerberater ist und nicht einer der Millionäre, deren Buchhaltung er macht.
Sie findet es unverzeihlich, dass er Graham ist und nicht Ethan.
»Quinn?«, sagt sie, als sie aufsteht, um die Teller in die Küche zu bringen. »Zeig deinem Bekannten doch das Haus, während ich das Dessert vorbereite.«
Meinem Bekannten.
Sie tut uns nicht einmal den Gefallen, uns mit Worten als Paar anzuerkennen.
Ich bin erleichtert, das Esszimmer verlassen zu können, auch wenn es nur für ein paar Minuten ist. Als meine Mutter mit dem Tablett in die Küche geht, nehme ich Grahams Hand und zeige ihm als Erstes den »Salon«, was eine andere Bezeichnung für »Wohnzimmer, in dem niemand sitzen darf« ist. Ich deute auf die von Bücherregalen gesäumten Wände und flüstere: »Ich hab sie noch nie eins davon lesen sehen. Sie tut nur gern so, als wäre sie gebildet.«
Graham grinst. Vor einer Wand mit gerahmten Fotos bleibt er stehen. Die meisten zeigen unsere Mutter, Ava und mich. Nach ihrer zweiten Heirat hat sie die meisten Bilder unseres Vaters aussortiert. Nur eins hat sie behalten, auf dem Ava auf seinem einen Knie sitzt und ich auf dem anderen. Als würde Graham spüren, welches Bild ich ansehe, nimmt er genau dieses von der Wand.
»Ihr seht euch jetzt viel ähnlicher als damals.«
Ich nicke. »Wenn wir zusammen unterwegs sind, werden wir immer gefragt, ob wir Zwillinge sind. Dabei finden wir selbst gar nicht, dass wir uns so wahnsinnig ähnlich sehen.«
»Wie alt warst du, als dein Vater gestorben ist?«
»Vierzehn.«
»Fast noch ein Kind«, sagt er. »Hattet ihr ein enges Verhältnis?«
Ich betrachte das Bild noch einmal. »Ja und nein. Er war wenig zu Hause, weil er so viel gearbeitet hat. Wir haben ihn immer nur an ein paar Abenden in der Woche gesehen, aber er hat das meiste aus der wenigen Zeit rausgeholt.« Obwohl mich die Erinnerung traurig macht, lächle ich. »Ich stelle mir gern vor, dass wir uns jetzt näher wären, wenn er noch leben würde. Er war schon älter, als er Vater geworden ist, wahrscheinlich konnte er mit kleinen Mädchen nicht so viel anfangen. Aber ich denke, als Erwachsene hätten wir uns gut verstanden.«
Graham hängt das Bild wieder an die Wand. Er sieht sich die anderen Fotos genau an und streicht über mein Kindergesicht, als könnte er dadurch mehr über mich erfahren. Anschließend will ich ihm den Wintergarten zeigen, aber als wir in der Eingangshalle an der Treppe vorbeikommen, hält er mich zurück. »Zuerst will ich dein Zimmer sehen.«
Seiner Stimme ist deutlich anzuhören, woran er denkt, und die Vorstellung, dass wir hier das wiederholen könnten, was wir bei seinen Eltern getan haben, erregt mich. Ich greife nach seiner Hand und ziehe ihn mit mir die Treppe hinauf. Es ist sicher ein Jahr oder sogar noch länger her, dass ich das letzte Mal oben war. Ich bin gespannt, was er zu meinem alten Zimmer sagt. Nachdem ich seins gesehen hatte, hatte ich das Gefühl, viel über ihn erfahren zu haben.
Ich öffne die Tür und lasse ihm den Vortritt, aber als ich das Licht einschalte, steigt eine Welle der Enttäuschung in mir empor. Aus dem, was wir uns vorgestellt hatten, wird wohl nichts.
Meine Mutter hat alle Möbel in eine Ecke geschoben, um Platz für leere Schuhkartons zu schaffen, die an zwei Wänden vom Boden bis zur Decke gestapelt sind. Meine sämtlichen Bilder, Poster und sonstigen Andenken hat sie in Kisten gepackt.
»Sieht aus, als hätte sie Platz für ihre Sachen gebraucht«, sage ich leise.
Graham streicht mir tröstend über den Rücken. »Die arme Frau lebt in so einem winzigen Häuschen«, sagt er. »Ist doch klar, dass sie allen Raum nutzen muss.«
Ich lache, obwohl mir zum Weinen zumute ist. Er zieht mich an sich und umarmt mich fest, während ich die Augen schließe. Es ärgert mich, dass ich mich so gefreut habe, ihm mein altes Zimmer zu zeigen, und es macht mich traurig zu wissen, dass meine Mutter mich niemals so lieben wird, wie Grahams Mutter ihren Sohn liebt. Es gibt zwei Gästezimmer in diesem Haus, die kaum genutzt werden, und trotzdem hat sie entschieden, ausgerechnet mein Zimmer zur Abstellkammer umzufunktionieren. Ich schäme mich vor Graham.
Ich straffe die Schultern und hoffe, dass er mir nicht anmerkt, wie nahe mir das geht. Aber natürlich merkt er es doch.
»Hey.« Er streicht mir die Haare aus dem Gesicht. »Alles okay?«
»Ja. Es ist nur … Ich weiß auch nicht. Als ich deine Eltern und deine Schwestern kennengelernt habe, war das wie ein zusätzliches Geschenk für mich. Ich weiß, wie meine Mutter ist, aber irgendwie hatte ich gehofft, dass … es vielleicht heute trotzdem schön wird und ich dir damit auch ein Geschenk machen kann.« Ich lache verlegen. »Wunschdenken.«
Er soll nicht sehen, wie enttäuscht ich bin, deshalb wende ich mich ab und gehe zum Fenster. Graham stellt sich hinter mich und umfasst meine Taille.
»Die meisten Menschen sind Produkte ihrer Umgebung, Quinn. Ich komme aus einer glücklichen Familie und habe Eltern, die eine gesunde und stabile Beziehung führen. Wenn man so aufwächst, ist davon auszugehen, dass man als Erwachsener ziemlich normal wird.« Er dreht mich sanft zu sich, legt mir die Hände auf die Schultern und sieht mich ernst an. »Heute habe ich erlebt, wie du aufgewachsen bist. Und jetzt bewundere ich dich noch mehr als vorher. Es ist eine echte Leistung, dass du bist, wie du bist. Dass du es geschafft hast, ganz aus dir selbst heraus zu einer emotional so klugen, großzügigen, tollen Frau zu werden.«
Die wenigsten Menschen sind in der Lage, den exakten Zeitpunkt zu benennen, an dem sie angefangen haben, einen anderen Menschen zu lieben.
Ich schon.
Es ist gerade eben passiert.
Vielleicht ist es Zufall – vielleicht spürt Graham es auch – , jedenfalls presst er genau in diesem Moment seine Lippen auf meine Stirn und sagt: »Ich liebe dich, Quinn.«
Ich schlinge die Arme um ihn und bin unendlich dankbar, ihn zu haben. Jeden kleinsten Teil von ihm. »Und ich liebe dich.«