DREI

John war auf den Beinen, noch bevor Leon seine Warnung ganz ausgesprochen hatte. Er sprang in den Gang hinaus und trat mit einem einzigen Schritt vor Leon.

„Wer zum Teufel ?“, schnappte John, die Schultern gestrafft und bereit, den dünnen Mann in zwei Hälften zu brechen, falls dieser auch nur verdächtig blinzelte.

Der Fremde hob seine blassen, langfingrigen Hände und wirkte, als könnte er seine Freude kaum zügeln was John nur noch argwöhnischer machte. Er hätte den Kerl locker zu Hackfleisch verarbeiten können, worüber zum Teufel freute dieser sich also dermaßen?

„Und Sie sind John Andrews“, sagte der Mann. Seine Stimme war tief und ruhig und so erfreut wie seine Miene. „Ehemaliger Kommunikationsexperte und Scout für die Exeter-S.T.A.R.S.-Division. Es ist nett, Sie kennenzulernen sagen Sie, wie geht’s Ihren Rippen? Immer noch empfindlich?“

Scheiße, wer ist der Typ? John hatte sich auf der Caliban-Cove-Mission zwei Rippen gebrochen und eine dritte angeknackst, aber er kannte den Fremden nicht woher zum Teufel kannte der Fremde ihn?

„Mein Name ist Trent“, sagte der Mann unumwunden und nickte Leon und John zu. „Ich nehme an, Ihr Mister Trapp kann meine Identität bestätigen ?“

John warf einen raschen Blick nach hinten und sah, dass David und die Mädchen direkt hinter ihnen waren. David nickte kurz mit angespannter Miene.

Trent. Gottverdammt! Der mysteriöse Mr. Trent!

Derselbe Mr. Trent, der Jill Valentine mit Karten und Hinweisen versorgt hatte, kurz bevor die Racccoon-S.T.A.R.S. Umbrellas ursprünglichen T-Virus-Ausbruch in der Spencer-Villa entdeckt hatten. Derselbe Trent, der David in einer regnerischen Augustnacht ein ähnliches Paket übergeben hatte, mit Informationen über Umbrellas Einrichtung in Caliban Cove, wo Steve und Karen ermordet worden waren. Und derselbe Trent, der die ganze Zeit über seine Spielchen mit den S. T. A. R. S.-Angehörigen getrieben hatte mit Menschenleben.

Trent lächelte unverändert und hielt immer noch seine Hände hoch. John bemerkte einen Ring aus schwarzem Stein an einem der schlanken Finger, der einzige Spleen, den Mr. Trent zu pflegen schien. Das Schmuckstück sah schwer und teuer aus.

„Was zum Teufel wollen Sie?“, knurrte John. Geheimnisse und Überraschungen gefielen ihm generell nicht, und der Umstand, dass Trent von seiner gewaltigen Größe völlig unbeeindruckt blieb, behagte ihm auch nicht. Die meisten Leute wichen zurück, wenn er ihnen entgegentrat Trent hingegen wirkte amüsiert.

„Mister Andrews, wenn Sie bitte ?“

John rührte sich nicht, blickte nur in Trents dunkle, kluge Augen. Trent erwiderte den Blick ausdruckslos, und John sah kühle Selbstsicherheit in diesen wachsamen Augen; ein Ausdruck, der fast, aber nicht ganz, gönnerhaft wirkte.

So groß und raubeinig John auch sein mochte, er war kein gewalttätiger Mensch doch dieser selbstsichere, fröhliche Ausdruck weckte in ihm den Wunsch, dass dieser Mr. Trent eine saftige Abreibung verpasst bekäme. Nicht zwangsläufig von ihm, aber von irgendjemandem.

Wie viele Menschen sind gestorben, nur weil er beschloss, das Feuer ein bisschen zu schüren?

„Es ist in Ordnung, John“, sagte David ruhig. „Ich bin sicher, dass Mister Trent nicht hier stehen und sich vorstellen würde, wenn er vorhätte, uns zu schaden.“

David hatte recht, ob es John nun gefiel oder nicht. Er seufzte innerlich und trat beiseite, entschied jedoch, dass die Situation ihm definitiv nicht gefiel unter Berücksichtigung des Wenigen, das er über diesen Mann wusste, gefiel sie ihm ganz und gar nicht.

Ich werd’ dich im Auge behalten, Freundchen

Trent nickte, als hätte es nie eine Frage gegeben, und ging an John vorbei. Er hatte für jeden ein Lächeln übrig und bedeutete ihnen mit einer Geste, auf einer Seite der Kabine Platz zu nehmen. Er zog seinen Trenchcoat aus und legte ihn beiseite, bewegte sich langsam und mit Bedacht. Offenbar war er sich bewusst, dass jede hastige Bewegung seiner Gesundheit abträglich sein konnte. Unter dem Mantel trug er einen schwarzen Anzug, eine schwarze Krawatte und Schuhe. John kannte sich mit Mode nicht aus, aber die Schuhe waren von Assante. Trent hatte zumindest Geschmack und einen verdammten Haufen Geld, wenn er es sich leisten konnte, ein paar Riesen für Schuhwerk zu verjubeln.

„Das Ganze dürfte ein klein wenig dauern“, sagte er. „Bitte, machen Sie es sich doch bequem.“ Er lächelte und kam auf einer der Sessellehnen gegenüber ihrer Gruppe zum Sitzen. Er bewegte sich mit einer glatten Eleganz, die zur Folge hatte, dass John sich noch unwohler fühlte. Trent hatte etwas von jemandem, der irgendeine Art von speziellem Training durchlaufen hatte Martial Arts vielleicht

Die anderen saßen oder lehnten gegen die Sitze, und ausnahmslos alle musterten den uneingeladenen Gast, wirkten über sein Auftauchen mindestens so unfroh, wie John zumute war. Trent studierte im Gegenzug auch sie.

„Mister Andrews, Mister Kennedy, Mister Trapp und ich haben uns bereits miteinander bekannt gemacht “ Trent sah zwischen Rebecca und Claire hin und her und ließ seinen glitzernden Blick schließlich auf Claire ruhen.

„Claire Redfield, ja?“ Es kam etwas zögerlicher, was nicht überraschend war. Rebecca und Claire hätten Schwestern sein können, beide brünett, beide gleich groß, und altersmäßig lagen sie nur ein paar Monate auseinander.

„Ja“, sagte Claire. „Weiß der Pilot, dass Sie an Bord sind?“

John runzelte die Stirn. Es ärgerte ihn, dass er die Frage nicht selbst gestellt hatte. Das war eine wichtige Frage, und sie war ihm nicht eingefallen. Wenn der Pilot Mr. Trent an Bord gelassen hatte, dann

Trent nickte und fuhr sich mit blasser Hand durchs zerzauste schwarze Haar. „Ja. Mehr noch: Captain Evans ist ein Bekannter von mir. Als mir klar wurde, dass Sie auf Reisen gehen würden, arrangierte ich es, dass er zur rechten Zeit am rechten Ort war. Das war viel einfacher als es vielleicht klingt, wirklich.“

„Warum?“, fragte David, und in seine Stimme mengte sich eine Schärfe, die John bisher nur in Kampfsituationen bei ihm gehört hatte. Der Captain stand kurz davor, ernsthaft in Rage zu geraten. „Warum haben Sie das getan, Mister Trent?“

Trent schien ihn nicht zu hören. „Es ist mir bewusst, dass Sie sich um Ihre Freunde auf dem Kontinent sorgen, aber lassen Sie mich Ihnen versichern, dass sie bei bester Gesundheit sind. Wirklich, für Sie besteht kein Grund zur Sorge

Warum?“ Davids Stimme klang jetzt schneidend.

Trent blickte ihn an, dann seufzte er. „Weil ich nicht möchte, dass Sie nach Europa gehen, und Captain Evans als Ihren Piloten zu engagieren bedeutet, dass Sie es nicht tun werden. Sie können nicht. Eigentlich müssten wir jetzt jeden Moment umkehren.“

Claire starrte ihn an, spürte, wie sich ihr Magen verkrampfte und wie diese Verkrampfung sich in lodernde, hilflose Wut verwandelte.

Chris! Ich werde Chris nicht sehen können

John drückte sich vom Sitz weg, an dem er gelehnt hatte, und packte Trents Arm, ehe Claire auch nur den Mund aufmachen konnte ehe irgendjemand sich wieder so weit gefasst hatte, um etwas auf Trents Eröffnung zu erwidern.

„Sagen Sie Ihrem,Bekannten‘, dass er schön brav in die von uns gewünschte Richtung weiterfliegen soll!“, stieß John hervor und sah Trent finster an. Am Zittern von Johns Händen meinte Claire zu erkennen, dass er Trent locker hätte den Arm brechen können und sie stellte fest, dass sie das für gar keine so üble Idee hielt.

Trent trug einen Ausdruck leichten Unbehagens zur Schau, mehr nicht. „Es tut mir leid, Ihre Pläne zu stören“, sagte er, „aber wenn Sie mir zuhören, werden Sie mir, glaube ich, zustimmen, dass es so am Besten ist das heißt, wenn Sie Umbrella wirklich Einhalt gebieten wollen.“

Am Besten? Chris Wir müssen Chris helfen und den anderen, was soll dieser Scheiß?

Claire wartete darauf, dass die anderen übergangslos in Aktion treten, das Cockpit stürmen, Mr. Trent an einen Sessel fesseln und ihn zu einer Erklärung zwingen würden aber sie blieben alle still, sahen einander und auch Trent voller Schrecken und Wut an aber auch mit Interesse, verhaltenem Interesse zwar, aber nichtsdestotrotz Interesse. John lockerte seinen Griff und blickte in Erwartung eines Befehls zu David.

„Ich hoffe, Ihre Geschichte ist gut, Mister Trent“, sagte David kühl. „Ich bin mir im Klaren darüber, dass Sie uns in der Vergangenheit geholfen haben. Aber diese Art von Einmischung ist nicht das, was wir an Hilfe wollen oder brauchen.“

Er nickte John knapp zu, wonach dieser Trent widerwillig losließ und zurücktrat. Aber nicht weit zurück, wie Claire bemerkte.

Wenn Trent überhaupt beunruhigt gewesen war, ließ er es sich durch nichts anmerken. Er nickte David zu und begann mit seiner tiefen, melodischen Stimme zu sprechen.

„Ich gehe davon aus, Sie wissen alle, dass Umbrella, Inc., Einrichtungen in aller Welt unterhält, Fabriken und Anlagen, die Tausende von Menschen beschäftigen und alljährlich Hunderte von Millionen Dollar erwirtschaften. Die meisten davon sind legitime pharmazeutische und Chemieunternehmen und für unser Gespräch ohne Bedeutung, abgesehen davon, dass sie recht profitabel arbeiten. Das Geld, das Umbrellas legale Firmen abwerfen, erlaubt diesem Moloch die Finanzierung weniger bekannter Unternehmungen Unternehmungen, auf die Sie und die Ihren zu treffen kürzlich das Pech hatten.

Diese Unternehmungen fallen in einen Bereich, den man White Umbrella nennt, und die meisten haben mit Biowaffenforschung zu tun. Es gibt nur wenige, die umfassend über White Umbrellas Geschäfte Bescheid wissen, aber diese Wenigen sind außerordentlich mächtig. Mächtig und entschlossen, alle nur möglichen Unerfreulichkeiten zu kreieren. Chemische Waffen, tödliche Seuchen Die T- und G-Virusserien, die in jüngster Zeit so viel Ärger bereitet haben.“

Das ist eine Untertreibung erster Güte, dachte Claire gehässig, war aber dennoch fasziniert, endlich etwas Verbindliches darüber zu erfahren, womit sie es zu tun hatten

„Warum?“, fragte Leon. „Chemische Kriegsführung ist nicht so profitabel. Jeder, der eine Zentrifuge und etwas Gärtnereibedarf hat, kann sich eine Biowaffe bauen.“

Rebecca nickte. „Und die Art von Arbeit, die sie machen, genetische Redistribution mit schnell fusionierenden Virionen das ist wahnsinnig teuer und der Umgang damit so gefährlich wie mit nuklearem Abfall. Schlimmer noch.“

Trent schüttelte den Kopf. „Sie tun es, weil sie es tun können. Weil sie es wollen.“ Er lächelte schwach. „Wenn man reicher und mächtiger ist als sonst jemand auf der Welt, dann fängt man, sich zu langweilen.“

„Wem wird langweilig?“, fragte David.

Trent sah ihn einen Augenblick lang an, ignorierte die Frage aber unverhohlen und sprach weiter. „Gegenwärtig konzentriert sich White Umbrella auf,bioorganische Soldaten‘, wenn Sie so wollen individuelle Abarten von existierenden Gattungen, fast ausnahmslos genetisch verändert. Allen wurde irgendeine Virusvariation injiziert, die sie brutal, stark und schmerzunempfindlich machen soll. Die Art und Weise, in der sich diese Viren in Menschen ausbreiten die,Zombie‘-Reaktion, mit der Sie konfrontiert wurden ist lediglich ein unerwarteter Nebeneffekt. Die Viren, die Umbrella erschafft, sind auf nichtmenschliche Verwendung ausgelegt, zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedenfalls.“

Claire war interessiert, aber sie wurde auch ungeduldig. „Und wann kommen wir zu dem Teil, der erklärt, warum Sie hier sind und warum Sie nicht wollen, dass wir nach Europa fliegen?“, fragte sie, ohne sich die Mühe zu machen, die Wut aus ihrem Tonfall zu verbannen.

Trent schaute sie an. Mit einem Mal lag Mitgefühl in seinen dunklen Augen, und ihr wurde klar, dass er wusste, warum sie wütend war; dass er sämtliche Gründe kannte, weshalb sie nach Europa wollte. Sie merkte es daran, wie er sie ansah. Seine Augen sagten ihr, dass er es begriffen hatte und plötzlich fühlte sie sich zutiefst unwohl.

Er weiß alles, nicht wahr? Alles über uns

„Nicht alle Einrichtungen von White Umbrella sind gleich“, fuhr er fort. „Einige befassen sich ausschließlich mit Daten, andere nur mit der chemischen Umsetzung. In einigen werden die Gattungen gezüchtet oder operativ zusammengesetzt und in ein paar wenigen werden diese Probeexemplare getestet. Und das bringt uns dazu, weshalb ich hier bin und es lieber sähe, wenn Sie Ihre Pläne aufschieben würden.

In Utah, direkt nördlich der Salzebenen, steht in diesen Augenblicken eine Umbrella-Testeinrichtung unmittelbar davor, den Betrieb aufzunehmen. Momentan ist sie nur mit einer kleinen Crew aus Technikern und Spezies-Betreuern besetzt. Dem Zeitplan nach soll sie in etwa drei Wochen voll betriebsbereit sein. Der Mann, der die Vorbereitungen überwacht, ist eine der Schlüsselfiguren von White Umbrella. Reston, sein Name. Die Aufgabe sollte eigentlich von einem anderen Kollegen übernommen werden, einem verachtenswerten, kleinen Mann namens Lewis. Aber Mister Lewis hatte einen unglücklichen und nicht gänzlich ungeplanten Unfall und nun hat Reston das Sagen. Und weil er einer der wichtigsten Leute hinter White Umbrella ist, hat er ein kleines schwarzes Buch in seinem Besitz. Es gibt nur drei dieser Bücher, und es wäre nahezu unmöglich, eines der beiden anderen in die Hände zu bekommen

„Und was steht da drin?“, schnappte John. „Kommen Sie auf den Punkt!“

Trent lächelte John an, als hätte dieser höflich gefragt. „Jedes dieser Bücher ist eine Art Generalschlüssel. Sie enthalten die vollständigen Codes zur Programmierung jedes Mainframes in sämtlichen Einrichtungen von White Umbrella. Mit diesem Buch könnte man unter Umständen in jedes Labor und jede Testeinrichtung eindringen und hätte auf alles Zugriff, von persönlichen Daten bis hin zu Finanzunterlagen. Man würde die Codes natürlich ändern, wenn das Buch gestohlen wird aber wenn sie nicht alles verlieren wollen, was sie gespeichert haben, werden sie Monate dafür brauchen.“

Einen Moment lang sprach niemand. Das einzige Geräusch war das stete Brummen des Flugzeugs.

Claire sah die anderen an, sah ihre nachdenklichen Mienen und dass sie Trents indirekt formuliertes Angebot tatsächlich in Erwägung zogen und sie erkannte, wie unwahrscheinlich es gerade geworden war, dass sie doch noch mit dieser Maschine nach Europa fliegen würden.

„Aber was ist mit Chris und mit Jill und mit Barry? Sie sagten, sie seien okay woher wissen Sie das?“, fragte Claire und David registrierte ihre unverhohlene Verzweiflung.

„Es würde sehr lange dauern zu erklären, wie ich an meine Informationen gelange“, sagte Trent sanft. „Und wenn ich auch sicher bin, dass Sie das nicht hören wollen, fürchte ich doch, dass Sie mir einfach vertrauen müssen. Ihr Bruder und seine Gefährten befinden sich nicht in unmittelbarer Gefahr. Sie brauchen Ihre Hilfe im Moment nicht aber die Chance, Restons Buch zu bekommen, überhaupt in dieses Labor einzudringen, wird in weniger als einer Woche vorbei sein. Noch gibt es keine speziellen Sicherheitsvorkehrungen, die Hälfte der Systeme läuft nicht einmal und so lange Sie sich von dem Testprogramm fern halten, werden Sie sich auch nicht mit den erschaffenen Kreaturen auseinander setzen müssen.“

David wusste nicht, was er davon halten sollte. Es klang gut, es klang nach genau der Gelegenheit, auf die sie gehofft hatten Aber genau danach hatte auch Caliban Cove geklungen. Und viele andere Dinge seither.

Und was das Vertrauen Mister Trent gegenüber angeht

„Welches Interesse haben Sie an dieser Sache?“, fragte David. „Warum wollen Sie Umbrella schaden?“

Trent zuckte die Achseln. „Nennen Sie es ein Hobby.“

„Ich meine es ernst“, sagte David.

„Ich auch.“ Trent lächelte, und in seinen Augen blitzte immer noch jener bizarr schelmische Humor. David hatte ihn zuvor nur einmal gesehen, hatte nicht mehr als ein Dutzend Worte mit ihm gewechselt, aber Trent wirkte jetzt ebenso merkwürdig beglückt auf ihn wie damals. Was es auch war, das ihn antrieb, es bereitete ihm offenkundig eine Menge Vergnügen.

„Warum geben Sie sich so rätselhaft?“, fragte Rebecca. David nickte und sah, dass die anderen ebenso reagierten. „Das Zeug, das sie Jill und David gegeben haben alles nur Rätsel und Fingerzeige. Warum haben Sie uns nicht einfach gesagt, was wir wissen müssen?“

„Weil Sie es herausfinden mussten“, sagte Trent. „Oder vielmehr, es war nötig, dass Sie es ganz allein herauszufinden schienen. Wie ich schon sagte, es gibt nur sehr wenige Menschen, die wissen, was White Umbrella tut. Wenn es aussieht, als wüssten Sie zu viel, könnte das auf mich zurückfallen.“

„Warum gehen Sie dieses Risiko dann jetzt ein?“, fragte David. „Oder anders gefragt, warum brauchen Sie uns überhaupt? Sie haben offensichtlich eine Verbindung zu White Umbrella warum gehen Sie nicht an die Öffentlichkeit oder sabotieren sie von innen heraus?“

Trent lächelte wieder. „Ich gehe das Risiko ein, weil es an der Zeit ist, ein Risiko einzugehen. Und was den Rest angeht alles, was ich sagen kann, ist, dass ich meine Gründe habe.“

Er redet und redet, und wir wissen trotzdem immer noch nicht, was zum Teufel er eigentlich tut und warum Wie bringt er das nur fertig?

„Warum verraten Sie uns nicht ein paar dieser Gründe, Trent?“ David sah, dass nichts von all dem John wirklich behagte. Er sah ihren blinden Passagier finster an und erweckte dabei den Eindruck, als müsse man es ihm ausreden, den Mann hier und jetzt niederzuschlagen.

Trent antwortete nicht. Stattdessen rutschte er von der Sitzlehne, nahm seinen Mantel auf und wandte sich an David.

„Es ist mir natürlich klar, dass Sie die Sache besprechen wollen, ehe Sie Ihre Entscheidung treffen“, sagte er. „Wenn Sie mich entschuldigen, ich nutze die Gelegenheit, unseren Piloten aufzusuchen. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, Restons Buch zu beschaffen, werde ich Ihnen nicht im Wege stehen. Ich sagte vorhin zwar, dass Sie keine Wahl hätten, aber da zeigte sich nur meine dramatische Seite, nehme ich an es gibt immer eine Wahl.“

Damit drehte Trent sich um, ging in den vorderen Bereich der Kabine und verschwand, ohne einen Blick zurück zu werfen, hinter dem Vorhang.

S. D Perry - Resident Evil - Sammelband 02 - Der Umbrella-Faktor
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