DIE WEISSE HEXE

Mila hatte versprochen, mich zum Flughafen zu begleiten. Wir luden mein Gepäck in und auf Abiolas aus Deutschland mitgebrachten, alten Mercedes, der schwer in den Achsen hing. Drei Jahre Nigeria, da war eine Menge Kram zusammengekommen!

Zum ersten Mal war ich überpünktlich am Flughafen. Vier Stunden zu früh, aber wenigstens konnte ich so der Zollkontrolle gelassen entgegensehen. Am Schalter legte ich dem Lufthansa-Bodensteward mein Rückflugticket vor. Ich atmete auf. Sunny hatte mich also nicht aufgehalten, mir keine Steine mehr in den Weg gelegt, mir nicht nach dem Leben getrachtet. Milas Orakel hatte unrecht. Ich war dem Leoparden entkommen!

„Darf ich Ihren Reisepaß sehen?“ fragte der Steward.

Ich durchsuchte meine Handtasche. Während ich überall nachsah, merkte ich, wie mir der Schweiß ausbrach. Ich spürte den Kloß im Hals, meine Hände zitterten. Es hatte keinen Sinn weiterzusuchen.

Der Paß war nicht da. Ich sah mich selbst, wie ich das Dokument zusammen mit Victors Wertsachen in seinen Safe gelegt und sorgsam das Zahlenschloß verstellt hatte. Ich mußte zurück in dieses Haus! Was, wenn Sunny dort war? Aber mir blieb keine andere Wahl. Ohne Paß konnte ich nicht ausreisen.

Abiola hatte den Mercedes längst entladen, das Gepäck stapelte sich in der Halle. Mila übernahm das Kommando: „Abiola, du bleibst hier und sorgst dafür, daß das Gepäck eingecheckt wird.

Komm, Ilona, wir fahren zu Victors Haus.“

Es war nur ein Versuch, mehr nicht. In drei Stunden nach Ikoyi und zurück, das war kaum zu schaffen. Normalerweise brauchte ich für eine Strecke anderthalb Stunden, wenn kein Stau dazwischenkam. Ich bin eine defensive Fahrerin, gehe nie ein Risiko ein. Aber dieses eine Mal fuhr ich, als stünde mein Leben auf dem Spiel. Und irgendwie ging es ja auch um mein Leben! Die Sicht war schlecht, ein Sandsturm, der um die Jahreswende gefürchtete Wüstenwind Harmattan, zog auf.

„Der Sand ...“, murmelte Mila. Ich warf ihr einen Seitenblick zu. Was meinte sie? „Der Sturm aus der Sahara, er bringt den Sand. Du hast ihn ausgesucht, sister, damit dein Gegner im Sand liegt ...“

Sie wirkte entrückt. Ich hupte ununterbrochen, überholte links und rechts. Der Verkehr und die schlechten Sichtverhältnisse beanspruchten meine Konzentration auf das Äußerste. Mila begann unterdessen vor sich hin zu murmeln. Ich verstand nichts von ihrem Singsang. Aber ich bekam mit, daß sie in der großen Tasche herumwerkelte, die sie, unter ihrem Wrapper verborgen, stets mit sich trug. Schließlich holte sie eine Glasscherbe und einen spitzen Zahn hervor.

„Spuck darauf, sisterl“ Sie hielt mir beides vor den Mund, und ich spuckte. Mila band Scherbe und Zahn mit einem Lederband zusammen und murmelte weiter vor sich. „Er wird da sein, sister. Er wird da sein. Du mußt jetzt sehr stark sein.“

Eine Stunde, 15 Minuten. Das war Rekord. Abiolas alter Mercedes brauste in den Hof. Nein, er war nicht da! Sunnys BMW stand nicht wie üblich protzig breit im Hof. Ich atmete auf. Mila wartete im Wagen. Ich raste zum Haus, schob den verdutzten Hausboy zur Seite. „Ist Chief Sunny da?“ „Nein, Ma'am.“

Ungehindert erreichte ich den Safe in der Bibliothek. Links, rechts, rechts ... ich drehte wie ein Champion an dem Zahlenrädchen, riß die schwere Tür auf und grapschte mir den bereitliegenden Paß.

Nichts wie raus. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Eine Minute war vergangen. Ich hastete gerade die Stufen zum Wagen hinunter, als Sunnys BMW einbog. Und mitten in der Einfahrt stehenblieb. Breit und dick. Keine Fluchtmöglichkeit. Sunny wälzte seine Kilos aus dem Wagen.

Ich warf einen hilfesuchenden Blick zu Mila. Sie bedeutete mir, cool zu bleiben.

„Was tun Sie hier, Ilona“, quetschte Sunny wütend hervor, „Sie sind gekommen, um mich zu bestehlen, nicht wahr?“

Ich zog den Paß aus meiner Handtasche und zeigte ihn ihm. „Der Paß, ich brauche ihn.“

„Wofür? Wollen Sie verreisen? Etwa ins Ausland? Sie sind meine Angestellte. Warum fragen Sie nicht, ob Sie ins Ausland dürfen?“

Seine Wut ließ den kleinen dicken Mann schwitzen. Während Sunny mich anschrie, verließ Mila Abiolas Wagen und ging die zwei, drei Meter bis zu Sunnys BMW. Niemand beachtete sie. Sie beugte sich blitzschnell in das geöffnete Fenster des BMW hinein und zog sich rasch wieder zu Abiolas Auto zurück.

Sunny schubste mich ins Haus. „Sie haben Ihre Stellung mißbraucht!“ schrie er los. „Sie haben Projekte abgeschlossen, die ich weiterführen wollte. Sie haben Geld auf Kontos umgebucht, die Akpoviroro nicht kennt. Sie können jetzt nicht verschwinden. Sie bleiben hier!“

Das Zittern, das mich erfaßt hatte, ließ meine Beine schlottern, der Schweiß brach mir aus allen Poren. Das verdammte Orakel! Es hatte doch recht gehabt. Dabei war ich schon am Flughafen gewesen! Meine eigene Schusseligkeit hatte mich zu Sunny geführt, dem ich fast entkommen war. Ich setzte mich auf Victors Lieblingssofa und preßte meine Handtasche als Schutz vor meinen Bauch.

„Chief Sunny“, sagte ich so ruhig wie möglich, um meine Todesangst zu verbergen, „Akpoviroro ist nicht besonders geübt in Buchhaltung und Finanzen. Ich habe kein Geld veruntreut. Ihr Sohn ist nur nicht in der Lage, die Geschäftsbücher und Kontoauszüge richtig zu lesen.“

Diese letzten Worte hatte Akpoviroro leider gehört. Ich hatte nicht einmal gewußt, daß der ungeratene Sohn überhaupt im Haus war.

„Sie ist eine Betrügerin!“ kreischte er.

Durch das dünne Leder meiner Handtasche spürte ich das kleine Säckchen mit Sand, das Mammy Ama mir gegeben hatte. Ich öffnete es in der Tasche, hielt es wie meinen letzten Trumpf in der Hand. Ich saß in der Falle. Mit sachlicher Argumentation konnte ich nichts mehr erreichen. Meine Position war denkbar schlecht. Was konnte ich tun? Sollte ich mich fertigmachen lassen? Sunny den endgültigen Sieg ermöglichen? Ich straffte meine Schultern und ging zum Gegenangriff über. Mit triefend nassen Achselhöhlen.

„Sie lieben die Jagd mit dem Falken, nicht wahr, Chief Sunny? Und einen Falken kann man so abrichten, daß er ein Pferd angreift. Ist das richtig?“ fragte ich ganz ruhig.

Damit hatte er nicht gerechnet. Er nahm sogar die Sonnenbrille ab, um mich anzuglotzen. „Wie kommen Sie darauf?“

„Ich kenne den Leoparden. Er jagt klug, aber heimtückisch. Er schleicht sich in der Nacht an sein Opfer heran. Mich aber umgibt keine Nacht, Chief Sunny. Mir werden Sie nichts tun. Sie haben Victor und seinen Vater getötet. Sie haben alles erreicht, was Sie wollten.“

„Wie kommen Sie darauf, daß ich Victor und William getötet habe?

Es war ein Flugzeugabsturz“, blaffte er mich an.

Ich pokerte. Mir schlug das Herz bis zum Hals, als ich sagte: „Nicht nur Sie wissen um die Kräfte Oguns. Sie sollten aufpassen, daß sich seine Kraft nicht gegen Sie richtet.“

Ich hatte mich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Sunny durchmaß das Zimmer mit schnellen, energischen Schritten. Rasch streute ich eine dünne, halbkreisförmige Linie Sand auf den Teppich, direkt vor meine Füße.

Sunny ging festen Schritts auf mich zu. „Du willst mir mit der Macht Oguns drohen! Du wagst es, mich zu verfluchen!?“ fuhr er mich an.

Er war nur noch drei Schritte vor mir, und es schien, als wollte er mir jeden Augenblick an die Gurgel fahren. Ich rutschte auf dem Sofa so weit als möglich zurück.

Da hielt Sunny inne und starrte auf den Boden. „Was ist das? Was hat das zu bedeuten?“

„Es ist ein Schutz. Mein Schutz“, sagte ich ganz ruhig. Und zitterte wie Espenlaub.

„Hexe!“ brüllte er. „Du bist eine weiße Hexe!“

Wütend drehte er sich um und stob aus dem Raum, um nach wenigen Sekunden zurückzukehren. Er schnauzte die beiden Wächter an, die ihn begleiteten. Die Kerle sahen den Sand, schraken zurück.

Sunny brüllte erneut. Vorsichtig umrundeten die muskelbepackten Kerle das Sofa und griffen mich von hinten. Wie eine Puppe hoben sie mich aus dem Sofa heraus. Sie hakten mich rückwärts unter und schleiften mich zur Eingangstür, quer über den Hof, rissen die Türen des immer noch in der Einfahrt stehenden BMWs auf und schmissen mich auf den Rücksitz. Einer der Wächter setzte sich mit dem Gewehr zwischen den Füßen nach vorn, Sunny schwang sich hinters Lenkrad, wendete den Wagen und gab wütend Gas. Und drückte dann so abrupt auf die Bremse, daß ich mit dem Kopf gegen den Vordersitz knallte. „Was ist das?!“

Sunny riß die Fahrertür auf und sprang aus dem BMW, als wäre er von einem Skorpion in den Hintern gestochen worden. Wie ein Irrer tobte er neben dem BMW herum. „Das bringt Unglück! Wie kommt das in meinen Wagen! Wer hat das da reingetan?!“ schrie er wie ein Irrer.

Ich sah zwischen den Sitzen hindurch nach vorn. Das kleine Juju aus dem Zahn des von mir ausgesuchten Krokodilschädels und einem Stück von Sunnys Brille, verklebt mit meiner Spucke und von Mila umwickelt und besprochen - es lag direkt neben dem Hebel der Gangschaltung! Das also hatte Mila gemacht, als sie kurz zu Sunnys BMW geschlichen war. Reiner Wahnsinn, wie das wirkte!

Der Wahnsinn der Schwarzen Magie. Und dennoch nur ein bißchen Glas, ein Zahn, Spucke und Leder. Aber wenn man daran glaubte, dann war es ein böser Fluch. Und Sunny glaubte daran. Natürlich, denn es waren die Waffen, mit denen er selbst kämpfte. Und die er fürchtete, wenn sein Gegner sie einsetzte.

„Das war sie“, schrie Sunny, „die weiße Hexe hat das dahin getan!“

Er marschierte um das Heck des BMWs herum. „Komm da raus, Hexe, mit diesem Auto fährst du nicht!“

Als ich nicht rasch genug aus den Polstern des BMW

herauskrabbelte, packte er mich brutal am Arm und riß mich heraus. Ich war viel zu überrascht, um Widerstand zu leisten, und landete

schmerzhaft mit dem Hintern im Staub der Einfahrt. Als ich mich hochrappelte, sah ich Mila am Steuer von Abiolas Mercedes sitzen.

Gott, ich werde nie vergessen, wie sie grinste! In ihren Zügen lag eine Mischung aus Genugtuung und tiefer Verachtung. Mila hatte mir einen Ball zugeworfen. Jetzt mußte ich nur noch damit spielen ...

„Chief Sunny, Sie werden doch vor einem juju keine Angst haben.

Oder glauben Sie etwa, daß die Kräfte des Wassers Ihrem Ogun etwas antun können? Ein Mann wie Sie, der den Leoparden und den Falken auf seiner Seite hat.“

Sunny brüllte etwas, und ein Pick-up hielt neben mir. Die Wächter packten mich und warfen mich wie ein Bündel Lumpen auf die Ladefläche. Sunny selbst setzte sich hinters Lenkrad, ein Wächter und Akpoviroro kletterten mit Gewehren zu ihm ins Führerhaus.

Sunny bugsierte den Pick-up an seinem juju-verseuchten BMW

vorbei auf die Straße und raste los.

Verzweifelt suchte ich nach einem Halt und lag schließlich bäuchlings auf der Ladefläche. Meine Umhängetasche unter mir, klammerte ich mich an der hinteren Ladekante fest und preßte die Füße gegen das Fahrerhaus. Vorsichtig hob ich den Kopf und stellte fest, daß Mila vergeblich versuchte, mit Abiolas Benz hinterherzukommen. Die Strecke kam mir schon bald vertraut vor.

Ich schätze, ich bin die einzige deutsche Managerin, die je auf diese Weise zum Flughafen von Lagos gebracht worden ist.

Schon auf dem Weg nach Ikoyi hatte Mila bemerkt, daß der Wüstensturm Harmattan den weißen Sand aus der Sahara herantrug. Jetzt wirbelte der warme Wind auch den überall in der Stadt gegenwärtigen roten Sand auf. Ich hatte Sand in den Augen, in der Nase, im Mund, spuckte und bekam kaum noch Luft. Trotz der schlechten Sicht raste Sunny wie ein Verrückter. Pausenlos hupte er. Plötzlich hörte ich einen dumpfen Schlag, als ob ein schwerer Gegenstand den Pick-up vorn getroffen hätte. Der Wagen bremste so hart, daß die Kraft in meinen Beinen nicht ausreichte; wie eine Puppe wurde ich nach vorn gegen das Fahrerhaus geschleudert.

Als ich wieder zu mir kam, lag ich noch immer auf der Ladefläche.

Um mich herum tobte ein Orkan aus Sand, Sturm - und menschlichen Stimmen. Alles schrie durcheinander. Benommen hob ich den Kopf und spähte über die Ladekante. Durch den Nebel aus feinem Sand erkannte ich schemenhaft Menschen, die sich in einer dichten Traube um den Pick-up versammelt hatten. Mittendrin der kleine Sunny mit seinem Leopardenstock, sein Leibwächter und Akpoviroro, die mit ihren Gewehren in der Luft herumfuchtelten.

Irgendein Mann griff Sunny an und schrie mit vor Wut verzerrter Stimme. Plötzlich fiel ein Schuß, dann noch einer. Frauen kreischten hysterisch auf, die Menge stob auseinander. Jetzt sah ich, was geschehen war: Am Boden lagen die Körper zweier Männer. Akpoviroro kniete auf dem Asphalt und schrie immer wieder auf englisch:

„Gott, was habe ich getan! Verzeih mir, Vater, verzeih!“

Seine Stimme klang schrill und verzweifelt. Langsam kamen die Menschen zurück. Ich kletterte ungeschickt vom Pick-up und schob mich durch die Menge.

Einer der beiden Toten war Sunny. Eine Gewehrkugel hatte ihn am Hinterkopf getroffen, sein Blut bildete in dem roten Sand, der auf der Straße lag, eine dunkle Lache.

„Du hast gut gewählt, sister. Eine Gewehrkugel wird ihn treffen.

Sein Blut wird den Boden rot färben.“ Ich hatte das Gefühl, Mila stünde hinter mir. Aber da waren nur Fremde, die sich mit Tüchern vor den Gesichtern gegen den Sand schützten.

Akpoviroro hob den Kopf. Sein Gesicht vonTränen, Staub, Dreck und rasender Wut zur Maske eines Irren verzerrt, drehte sich in meine Richtung. „Sie ist eine Hexe! Sie hat das getan. Sie hat mich dazu gebracht, meinen Vater zu erschießen!“

Dann stand er auf, lud das Gewehr, hob es und legte an. „Stirb, weiße Hexe!“

Ganz ruhig sagte ich: „Die Kugel, die du abfeuerst, wird dich selbst töten, Sohn deines Vaters.“ Es war, als hätte eine andere Person aus mir gesprochen.

Akpoviroro ließ sein Gewehr sinken. Ich öffnete die Beifahrertür des Pick-up. „Befiehl deinem Bodyguard, mich zum Flughafen zu bringen.“ -.

Akpoviroro gab seinem verdutzten Leibwächter ein stummes Handzeichen, und der Mann schwang sich folgsam hinters Lenkrad.

Als der Wagen anfuhr, traten die Menschen schweigend zur Seite.

Im Rückspiegel sah ich Akpoviroro, der mir nachstarrte. Dann schloß sich die Menge wieder um ihn.

Nach kurzer Fahrt erreichte der Wagen tatsächlich den Airport. Der Leibwächter sprang gehetzt aus dem Wagen und riß meine Tür auf:

„Verpiß dich, weiße Hexe. Und komm nie zurück! Oder du wirst zu spüren bekommen, was Nigeria für dich bedeutet!“ brüllte er.

Ich hatte nur noch zwanzig Minuten bis zum Abflug. Barfuß und verdreckt, rannte ich in die Halle, schon beinahe ohne Hoffnung, daß ich noch rechtzeitig kommen würde. Zum letzten Mal war das Glück in Nigeria auf meiner Seite: Der Harmattan hatte alle Flugpläne über den Haufen geworfen. Nichts ging mehr. Hunderte Reisende, die sich alle auf weiße Weihnachten in Europa freuten, standen vor den Schaltern Schlange. Irgendwo in dem Gewühl fand ich Abiola, der ganz vorn am Counter lehnte.

Er mußte zweimal hinsehen, bis er mich in der

heruntergekommenen, mit Sand bedeckten Bettlerin erkannte. Ich legte meinen Paß vor, der mich beinahe das Leben gekostet hätte.

Eine energische Stimme ließ mich aufhorchen. „Geh mal weg,

sister, ich muß da vorn zu einer Freundin.“

Mila! Wo kam die her? Sie war wie ich voller Sand. Als sie vor mir stand, sah sie mich von oben bis unten an. „Hey, du siehst verdammt noch mal aus wie eine Hexe, die den Teufel besiegt hat,

sister!“

Aus der Tiefe ihres mächtigen Leibes stieg ein dröhnendes Gelächter auf, das sie schüttelte. Die Umstehenden wichen zurück, in ihren Gesichtern stand sprachloses Entsetzen. Aus Milas weiten Gewändern war eine Patronenhülse gefallen. Langsam kullerte sie vor meine Füße und hinterließ dabei eine dünne rote Spur aus Blut.