Ich tanze.
Bereue, Ilona, bereue!
Mit vorwurfsvollen Augen blickt mich mein Vater an. Er hat das von der Hitze zusammengeschrumpfte Filzhütchen auf dem Kopf. Er tut mir leid. Er wirkt so hilflos. Janet ruft: Mama, ich hab' Aua, mein Finger! Es ist nicht Janets Finger, der blutet. Es ist mein eigener.
Tanze, Ilona, tanze. Bereue, Ilona, bereue.
Aber Bobby hockt doch immer noch unter dem Busch. Ich muß ihm den Hintern abwischen. Er wird ja ganz dreckig im Matsch. Mein Geld, Ilona, bring mir mein Geld zurück. Denk doch an Mama. Sollen wir denn das Haus verkaufen? Ilona, Mann und Frau gehören zusammen! Du hast die Ahnen erzürnt.
Bereue, Ilona, bereue!
Ich liebe meine Familie! Janet, Bobby! Ich habe Janet auf dem Arm, ich tanze mit ihr um das Feuer. Da ist ja Bobby. Mein Gott, er kann trommeln. Natürlich, ich habe ihm doch in London eine Trommel gekauft. Gott, warum habe ich so wenig Zeit für die Kinder! Nein, es ist nicht Bobby. Er krabbelt ja aufs Feuer zu. Nimm ihn doch mal einer weg da. Mama!!!
Tanze, Ilona! Bereue, Ilona!
Ja! Verdammt! Ja!! Ich bereue!!
Du mußt sagen: Ich bin Teil meiner Familie! Ich verspreche, meiner Familie zu gehören! Versprich es, Ilona.
Ein Strahl Flüssigkeit trifft mich. Noch einer. Das Weiße im Auge des babalawo. Die Federn des Huhns sind rotgetränkt. Überall ist Blut. Ich sinke zu Boden.
Ja! Ich bereue! Ich verspreche, meiner Familie zu gehören. Janet schreit „Mama!“ Bobby hebt den schlaffen Kopf des toten Huhns.
Das Huhn schlägt mit den Flügeln.