49. Wahlfreiheit
„Eigentlich würde ich ja lieber als Tauchlehrer arbeiten, die Kontakte auf den Malediven hätte ich sogar“, meint Thomas und fügt bedauernd hinzu: „Aber da fehlen mir ca. 20.000 Euro.“ „Wieso“, sagt ein Freund, „du hast doch den Oldtimer. Der gehört dir doch, oder? Verkauf ihn einfach!“ „Das kann ich doch nicht machen“ entsetzt sich Thomas. „Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut,“ zitiert der Freund daraufhin Karl Valentin.
In Coachings fällt immer wieder auf, wie viel Menschen wollen – und wie wenig sie in die Tat umsetzten. Die Begründung dafür lautet meist: Aber das kann ich doch nicht tun! Ich kann doch nicht einfach: jemanden ansprechen, einen Kochkurs belegen, mich für eine andere Stelle bewerben, barfuß ins Theater gehen, mein Wohnzimmer grün streichen, einen Kunden erneut anrufen, dem Chef widersprechen, nicht ans Telefon gehen. Oder doch? Die Arbeit an selbst auferlegten oder überlieferten Verboten und Blockaden ist ein Kernstück des NLP.
Achtung: Die Vorstellung von Wahlfreiheit ist für Menschen im ersten Schritt oft bedrohlich!