23. VAKOG: Visuell
Eine langjährige Kollegin, in deren Verantwortung rund zwei Dutzend Einzelhandelsfilialen fielen, pflegte nach stundenlangen Meetings mit Dossiers, Charts und Berichten immer wieder zu sagen: „Ich werde da mal hinfahren und mir ein Bild machen.“ Um danach schnell und mit hoher Treffsicherheit Entscheidungen zu fällen, die zuvor wochenlang in Papierform vor sich hingedümpelt hatten.
Die Kollegin repräsentiert stark im visuellen Bereich. Um visuelle Menschen sprachlich zu erreichen, helfen Formulierungen, die sich auf Visuelles beziehen.
Wie sieht das konkret aus?
Das ist ein herrlicher Anblick, rosarote Brille, schauen, glasklar, kristallklar, ganz klar, ich konnte richtig glänzen, im Angesicht von, ich konnte mein ganzes Können zeigen, der schaut ja finster drein, schauen wir mal, der steht in meinem Schatten, tiefe Einblicke bekommen, sie strahlt wie die Sonne, mir geht ein Licht auf, das scheint mir suspekt, ich werde das Projekt beaufsichtigen, ein sehr schöner Anblick, nach erstem Betrachten, mit einer Sache liebäugeln, ich blicke voll durch, etwas übersehen, dafür blind zu sein, seine Gegner ausspähen, ich habe den Überblick verloren, eine Sache mustern, Augen zu und durch.