ACHT

(I)

Klopf-klopf-klopf

Charitys linkes Auge öffnete sich, die rechte Seite ihres Gesichtes lag im Kopfkissen begraben. Morgen?, dachte sie. Schon? Sonnenlicht strahlte durch die Scheibe der Balkontür; Vögel waren zu hören, die offenbar irgendein Fest feierten.

Klopf-klopf-klopf

»Charity? Bist du wach?«

»Ja«, murmelte sie groggy. »Komm rein.«

Jerrica kam durch die Verbindungstür herein, ihr blondes Haar war noch vom Schlaf zerzaust. Alles, was sie trug, war eine dünne Decke, die sie sich um den Körper gewickelt hatte. »Ich denke, wir sollten aufstehen und den Tag in Angriff nehmen, wie man so schön sagt!«

»Wer ist man?«, stöhnte Charity. »Ich kann nicht glauben, dass schon Morgen ist. Ich fühle mich, als wäre ich erst vor 15 Minuten ins Bett gegangen. Und ...« Sie verzog das Gesicht und rieb sich mit der Hand die Stirn. »Mann, ich hatte vielleicht einen Albtraum.«

Jerrica lachte. »Keine Sorge; ich wette, es war nicht so ein ekliger Albtraum wie der, den ich hatte. Scheiße, ich habe geträumt, dass ich in der Hölle war.« Sie machte ein angeekeltes Gesicht. »Ich habe geträumt, dass ich von Dämonen vergewaltigt wurde. Es war wirklich widerlich!«

Charity fühlte sich schon etwas besser; ihr eigener bleicher Albtraum hatte ihr zumindest die Dämonen erspart. Die Schändung war nur oberflächlich gewesen.

Jerrica rauchte lässig eine Zigarette. »Ach, und weißt du was? Der Priester ist hier.«

Priester. Ach, ja. Charity erinnerte sich. Tante Annie hat ihn gestern erwähnt, hat was davon gesagt, dass er die Abtei inspizieren wolle.

»Vielleicht kann ich ihn überreden, mich zur Abtei mitzunehmen.«

Charity setzte sich im Bett auf und rieb sich die Augen. »Wann ist er angekommen?«

»Heute Nacht«, antwortete Jerrica. Sie blickte durch die Balkontür in den Garten. »Es war ungefähr eins.«

»Eins! Ich dachte, du wärst direkt ins Bett gegangen, als wir aus der Bar kamen. Was hast du so spät noch gemacht?«

Jerrica drehte sich um, sie kaute auf ihrer Unterlippe. »Na ja, ich ...«

»Was?«

Jerrica stieß einen Seufzer aus. »Ich bin sozusagen über Goop gestolpert. Ich bin nach hinten auf die Veranda gegangen, um ein bisschen Luft zu schnappen, und er hatte irgendwas an den Rasensprengern eingestellt oder so, und, na ja, du weißt schon.« Charity konnte es nicht glauben. »Jerrica, du hast doch nicht ...! Mit Goop?«

Jerrica nickte mit verschämtem Gesicht. »Es war eben eine von diesen Situationen, schätze ich. Er war da, ich war da – eins führte zum anderen.«

»Wo?«

»Im Hinterhof.«

»Du machst Witze!«

Jerrica schüttelte den Kopf und stieß Zigarettenrauch aus.

»Aber Goop ist, na ja ... ein bisschen zurückgeblieben, oder?«

»Nein, er ist vielleicht ein bisschen langsam«, sagte Jerrica. »Aber er ist nicht zurückgeblieben, um Gottes willen. Er ist ein ziemlicher Hinterwäldler, das ist alles. Aber das ist auch nicht das Problem. Offensichtlich hat er sich in mich verknallt.«

»Das ist ein Problem«, stimmte Charity zu. Aber sie konnte es immer noch nicht glauben. Jerrica hatte Sex ... mit Goop? Nun, er war durchaus attraktiv, auf eine bodenständige, schlichte Weise. Aber sie war noch nicht einmal einen Tag hier! »Du verlierst wirklich keine Zeit«, sagte sie, als sie endlich aus dem Bett stieg. Sie erbleichte kurz, als sie sich an ihre schrecklichen Träume erinnerte. Aber dann schoss ihr eine ungewöhnliche Frage in den Kopf. »Kann ich dich etwas ... Persönliches fragen?«

»Klar«, antwortete Jerrica belustigt. »Persönliche Fragen sind die besten.«

Charity senkte die Stimme. »War es ... du weißt schon ... war es ... gut?«

»Ja, das war es tatsächlich«, antwortete Jerrica, ohne eine Sekunde zu zögern. »Es war ziemlich gut. Aber es war nur eine einmalige Sache, weißt du, und wie ich schon sagte, der Kerl hat sich in mich verguckt. Das könnte noch schwierig werden.«

Das konnte Charity nicht bestreiten. »Da hast du recht. Ein Typ wie Goop? Er wird dir wie ein kleiner Pudel überallhin folgen.«

Jerrica machte ein finsteres Gesicht, während sie über ihr Dilemma nachdachte. »Ich muss ihn irgendwie loswerden, ihm auf höfliche Weise die kalte Schulter zeigen. Ich will ja seine Gefühle nicht verletzen, aber, mein Gott ...« Sie machte sich nicht einmal die Mühe, den Satz zu beenden.

Weitere unangebrachte Fragen stürmten auf Charity ein. Sie wusste nicht, warum. Wie lange haben sie es gemacht? Wie oft? Ist sie ... gekommen?

Es brach einfach aus ihr heraus, bevor sie überhaupt nachdenken konnte. »Bist du gekommen?«, fragte sie.

Jerrica warf ihr einen amüsierten Blick zu. Sie war offensichtlich nicht der Typ, um sich von so einer Frage beleidigt zu fühlen, aber es war klar, dass sie ein bisschen überrascht war. »Ich habe doch gesagt, dass es gut war. Natürlich bin ich gekommen. Ein paarmal.«

Ein weiterer Stich der Eifersucht. Jerricas Aussehen, ihre Offenheit und überhaupt ihre Persönlichkeit gaben Charity ohnehin schon das Gefühl der Unbeholfenheit. Und jetzt das. Ich hatte noch nie einen Orgasmus in meinem Leben, dachte sie, und Jerrica redet darüber, als ginge es nur um die nächste Zigarette.

»Genug von diesem Sex-mit-Goop-Gequatsche«, verkündete Jerrica. »Wir sollten lieber unsere Ärsche in Gang bringen und nach unten gehen. Deine Tante wird uns noch für einen Haufen Schlafmützen halten. Und ich kann es gar nicht erwarten, den Priester zu treffen!«

(II)

Die Nonne pisste ihm in den Arsch ...

Heilige ... Scheiße, dachte Alexander.

Er schreckte im Bett auf, mit einem schlechten Geschmack im Mund. Vielleicht war es eine Nacht der Träume, eine Versammlung der Albträume, denn Pater Tom Alexander hatte seinen eigenen Albtraum geträumt, aus dem er gerade erwacht war. Abscheulich. Widerlich ...

Er hatte geträumt, er sei am Boden angepflockt gewesen, nackt, auf dem Bauch liegend. Seine Hand- und Fußgelenke rieben sich an Schlingen aus rauem Seil. Wer hatte ihn gefesselt? Und warum? Und ...

Wo bin ich?, mühten sich seine Gedanken ab.

In seinem Traum bewegte sich ein Schatten über den Boden. Er verdrehte den Hals, um über seine Schulter zu blicken, so gut es ging. Schließlich konnte er die Gestalt erkennen, die den Schatten warf.

Eine Nonne.

»Was zum Henker ist das hier?«, fragte Alexander in seinem Traum. »Machen Sie diese Scheißfesseln los, gottverdammt noch mal!«

Ihre Stimme war ein Flüstern, flüchtig wie Parfüm und mit einer Andeutung eines Südstaatenakzentes. »Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen.«

»Tatsächlich?«, konterte der Priester. »Und du sollst keinen gottverdammten Priester nackt auf dem Scheißboden fesseln!«

»Aber es ist nur ein Traum«, gab die Nonne zu bedenken.

»Das ist mir scheißegal«, fuhr Alexander fort zu schimpfen. »Es gefällt mir nicht, also machen Sie mich los! Ich fühle mich wie ein verdammter Idiot, wenn ich nackt und gefesselt vor einer Nonne auf dem Boden liege!«

Aber sie war eine sehr hübsche Nonne, stellte er jetzt fest. Ihre zarten weißen Hände waren vor ihrem Busen gefaltet, als würde sie ein Gebet rezitieren. Sie trug ein traditionelles schwarzes Nonnenhabit, war aber barfuß statt in den erwarteten klobigen schwarzen Schuhen. Ein schlankes hübsches Gesicht wurde von dem offenen Oval ihrer weißen Guimpe eingerahmt. Es war ein ruhiges, aber verführerisches Gesicht. Klare braune Augen strahlten auf ihn herab, voller Aufrichtigkeit und Glauben. In Ehrfurcht vor Gott im Himmel.

Also warum war Alexander gefesselt?

»Wir sind nun geläutert«, sagte sie. »Wir wurden gereinigt. Es fühlt sich so gut an ...« Ihre braunen Augen fokussierten sich. »Wollen Sie nicht auch gereinigt werden?«

»Nein!«, heulte Alexander. »Ich will, Scheiße noch mal, losgebunden werden! Das ist alles, was ich verdammt noch mal will!«

Sie zuckte bei seinen Flüchen nicht mit der Wimper. Stattdessen lächelte sie kaum merklich, das Lächeln einer Nonne, und dann –

»Sie wollen mich wohl verarschen«, murmelte Alexander, der immer noch schmerzhaft verrenkt über seine Schulter blickte.

– zog sie den unteren Teil ihres Gewands hoch. Sie trug nicht die typischen schwarzen Kniestrümpfe, auch keine Unterwäsche. Sein Gesichtsfeld schien sich plötzlich zu verengen. Zwei schöne, schlanke Beine standen gespreizt über ihm, dazwischen ein üppiger Busch schwarzen Schamhaars. Etwas spärlicheres Haar lief an den Innenseiten ihre Schenkel hinab, ein noch spärlicherer Ausläufer zeigte nach oben, in Richtung ihres Nabels.

»Schon mal was von Ladyshave gehört?«, fragte Alexander.

»Die Reinigung ist über uns gekommen, Pater«, verkündete ihre zarte Stimme. »Und sie wird über Sie kommen.«

Indem sie ihr gerafftes Gewand über den Hüften zusammenhielt, trat sie einen Schritt vor, direkt hinter ihn. Sie stellte sich mit einem Fuß zu beiden Seiten seiner Hüften auf, ihr buschiger Schamhügel schwebte direkt über seinen Hinterbacken.

»Ahhhh«, murmelte sie.

Sie begann zu urinieren.

»Was zur HÖLLE!«, schrie Alexander hilflos in seinen Fesseln.

Sie pisste hart. Der Strahl war heiß und schoss direkt in die Spalte zwischen Alexanders verkrampften Arschbacken.

»Aufhören!«, schrie er.

Sie hörte nicht auf. Stattdessen nahm die Kraft des Urinstrahls noch zu. Es brannte, es traf in einem exakten Strahl direkt auf seine Analöffnung und schließlich wurde der Druck des Strahls so stark, dass der Urin tatsächlich in seinen Anus drang. Er fühlte es, er fühlte, wie sich die Pisse dieser merkwürdigen Nonne ihren Weg in seinen Darmkanal bahnte. Und sie pisste und pisste und ...

»Oh Gott, Sie sind wohl ein verdammtes Rennpferd oder was!«, rief er.

Es schien stundenlang weiterzugehen, ihr Urin feuerte präzise wie ein Laser, schoss aus dem plüschigen Busch ihres Haares.

»Ah, aufhören!«, stöhnte Alexander. »Sie pissen so viel, dass man damit einen Tankwagen füllen könnte!«

Endlich und Gott sei Dank versiegte der Strahl, erstarb zu einem Tröpfeln, das seine Pobacken kitzelte. Doch er fühlte es immer noch da drinnen, der ganze heiße Urin, wie er gluckerte, wie er seinen Dickdarm bis zur Überdehnung füllte und sich langsam den Weg in seinen Verdauungsapparat bahnte ...

»So«, sagte die Nonne. Sie ließ ihr Gewand fallen. »Fühlt sich das nicht gut an, Pater? Fühlt es sich nicht gut an, endlich gereinigt zu sein?«

Das Bild verfolgte ihn wie ein Schwarm summender Moskitos. Als Alexander aus dem Bett sprang, eilte er wie aus einem Reflex heraus ins Bad, wo er sofort seinen Darm entleerte. Es kam natürlich kein Urin heraus, aber trotzdem hatte er das dringende Bedürfnis, es zu tun. Dann duschte und rasierte er sich, zog seine schwarze Hose und sein schwarzes Hemd an und befestigte seinen Kragen. Doch das Bild wollte ihn nicht verlassen.

Die Nonne, dachte er.

Großer Gott.

»Ich sollte einen Psychologen aufsuchen«, überlegte er, dann hielt er inne. »Moment mal. Ich bin Psychologe!« Aber womit konnte man einen so ekelhaften Traum erklären? Träume wurden schließlich in der Psyche des Träumers geboren. Mit anderen Worten: Das Ganze war ein Teil von ihm ... Oh Gott.

Schließlich raffte er sich auf, ging nach unten und sah sich um. Keine Spur von Annie, der Vermieterin. Aber als er durch die Küche ins Esszimmer ging, sah er zwei attraktive Frauen am Esstisch sitzen und frühstücken. Eine Blonde, eine Brünette. Beide blickten gleichzeitig auf.

»Guten Morgen«, sagte er. »Ich bin Pater Alexander.«

»Hi, Pater«, sagte die Blonde. Die Brünette lächelte knapp und nickte.

»Ich wohne hier für eine Weile.«

»Das wissen wir, Annie hat es uns gesagt«, sagte die Blonde. »Ich bin ...«

»Sagen Sie es nicht.« Alexander hielt seine Hand hoch. »Sie sind Annies Nichte, und Sie ...« Er deutete auf die Brünette. »Sie müssen die Zeitungsreporterin sein.«

»Genau umgekehrt«, erklärte ihm die Blonde lachend. »Ich bin Jerrica, die Reporterin, und das ist Charity, Annies Nichte.«

»Freut mich, Sie kennenzulernen.« Sie gaben sich alle die Hand. Alexander setzte sich.

»Möchten Sie ein paar Strauben, Pater?«, bot Charity an und streckte ihre Hand nach einer Platte mit verschnörkelt aussehenden frittierten Teigstücken aus, neben der eine kleine Schüssel Sirup stand.

»Nein, danke. Die sehen gut aus, aber morgens bin ich nie hungrig.« Dann sah er sich die beiden Frauen näher an. Charity war brav in ein wallendes, geblümtes Sommerkleid gekleidet. Jerrica trug abgeschnittene Jeans und ein weißes Top. Doch beide Gesichter, so hübsch sie waren, sahen irgendwie erschöpft und ausgelaugt aus.

Jerrica, die Blonde, ergriff das Wort. »Ihnen fällt wahrscheinlich auf, wie abgespannt wir beide aussehen, Pater. Das liegt daran, dass wir beide letzte Nacht ziemlich eklige Albträume hatten.«

Alexander spürte, wie sich seine Augenbrauen zusammenzogen. »Na, dann scheinen Albträume hier in der Gegend wohl ansteckend zu sein, denn ich hatte ein Mordsexemplar davon.«

»Aha? Wir erzählen Ihnen unsere, wenn Sie Ihren erzählen.«

Ho!, dachte Alexander. Ich habe geträumt, dass ich einen Pisse-Einlauf von einer Nonne bekomme. Das gehört nicht gerade zu den Dingen, die ich gerne anderen erzählen möchte. »Besser nicht«, sagte er stattdessen. »Einmal habe ich geträumt, dass ich mit dem Papst Volleyball gespielt habe, und er hat mir gezeigt, wo der Hammer hängt. Träume sind manchmal große Lachnummern. Aber glauben Sie mir, dieser hier war einer, den man besser vergessen sollte.«

»Tante Annie sagte, dass Sie hier sind, um die alte Abtei wieder aufzubauen«, sagte Charity.

»Nicht, um sie wieder aufzubauen, sondern, um sie zu restaurieren«, korrigierte sie Alexander.

»Das war früher ein Genesungsheim für Priester, oder?«, forschte Jerrica.

Ziemlich vorlaut, dachte Alexander. »So etwas Ähnliches. Wir wollen jetzt ein Rehabilitationszentrum daraus machen.« Alexander wusste, was geredet wurde. In letzter Zeit bekamen die Katholiken ganz schön einen auf den Deckel. Viele Priester wurden des Kindesmissbrauchs, der Drogenabhängigkeit, der Spielsucht bezichtigt. Die Zeitungen waren heutzutage voll davon, und zweifellos hatte Jerrica, die ja selbst Journalistin war, eine Verbindung hergestellt. Jesus, sie würden wahrscheinlich sogar St. Luke’s in Suitland dichtmachen müssen, so schlimm war das Gerede. Die Einheimischen demonstrierten dagegen, sagten, sie fürchteten um die Sicherheit ihrer Kinder, falls einmal ein kranker Priester ausbrechen sollte.

»Ich wäre der Letzte, der es leugnen würde«, gestand er. »Die katholische Kirche sucht nach abgelegenen Gegenden, in denen sie ihre Rehazentren ansiedeln kann. Priester sind auch nur Menschen: Manchmal werden sie krank. Doch früher war Wroxeter Abbey kein Rehabilitationszentrum, sondern ein Hospiz für sterbende Priester. Das ist lange her, Mitte der 70er. Ein paar Missionsschwestern leiteten das Hospiz. Sie waren gerade aus Afrika zurückgekommen und hatten nichts zu tun, also hat der Papst sie hierher geschickt.« Alexander entdeckte den Schildkrötenpanzer auf dem Tisch und steckte sich eine Zigarette an. »Krebs, Alzheimer oder einfach nur hohes Alter ...«

»AIDS auch, oder?«, forderte Jerrica ihn heraus.

Er ließ sich nicht beirren. »Vielleicht, bevor AIDS offiziell diagnostiziert werden konnte. Manchmal kommen Priester vom Weg ab, die Kirche hat das nie geleugnet. Aber für das Endstadium ihrer Krankheiten brauchten wir einen Ort, wo wir sie unterbringen konnten und der weniger kostete als ein Krankenhaus. Also errichteten wir Hospize und so eins war auch Wroxeter.«

»Aber es wurde geschlossen, nicht wahr?«, fragte Charity.

»Ja. Das Hospiz war nie sehr belegt und der Papst brauchte die Nonnen, um sie wieder nach Afrika zu schicken, zu einer neuen Hungersnot. Also schlossen sie die Abtei.«

All dieses Gerede über Nonnen ...

Nonnen, dachte er, mit einem plötzlichen Geschmack nach saurer Milch im Mund. Der Albtraum ... Alexanders Magen zog sich unwillkürlich zusammen. Dann blickte er auf und sah, wie Charity sich Eistee eingoss; das Geräusch erinnerte ihn noch stärker daran – wie auf ihn uriniert worden war. Was in seiner Psyche konnte einen solchen Traum heraufbeschwören? Hatte er insgeheim Angst davor, Wroxeter wieder herzurichten? Habe ich insgeheim Angst vor Nonnen?, fragte er sich. Doch das konnte es nicht sein; es ergab keinen Sinn.

Wollen Sie nicht auch gereinigt werden?, hatte die Nonne in seinem Albtraum gefragt ...

»Pater?«

Alexander blickte auf. Es war Jerrica, die ihm einen Blick plötzlicher Besorgnis zuwarf.

»Ist alles in Ordnung?«

»Oh, ja, tut mir leid. Meine Gedanken waren für einen Moment woanders. Wie auch immer, das war die Geschichte der Abtei.«

»Aber das ist doch ein ungewöhnlicher Auftrag, den die Kirche Ihnen da erteilt hat, oder?«, fragte Charity. »Was ist denn mit Ihren regulären Aufgaben, Ihrer Gemeinde?«

Die 64.000-Dollar-Frage. »Ich habe keine Gemeinde«, gestand er seine Hauptseelenpein ein. »Ich bin Psychologe der Diözese Richmond.«

»Das klingt ja faszinierend«, rief Jerrica. »Ein priesterlicher Seelenklempner!«

»Ich würde es nicht gerade faszinierend nennen, aber es ist auf jeden Fall besser, als bei Burger King Fritten zu verkaufen.« Mein Gott, sie ist schön, dachte er bei sich. Tatsächlich waren beide Frauen schön, wobei Charity wesentlich dezenter, sittsamer wirkte. Aber an Jerrica war etwas äußerst Vitales, etwas Provokatives. Der verblüffende Kontrast zwischen ihrer sonnengebräunten Haut und ihrem weißblonden Haar, Augen so blau wie Edelsteine, eine schlanke, aber kurvenreiche Figur. Da würde sogar ein Bischof eine Latte bekommen, dachte er. Wie gut, dass ich im Zölibat lebe, sonst würde ich über sie herfallen wie eine ausgehungerte Hyäne. Jesus Christus, 20 Jahre ist es her? Nimm dich in acht, Mädchen! Wenigstens konnte er Witze darüber machen; tatsächlich aber hatte sich das Zölibat als einfacher erwiesen, als er befürchtet hatte. Es war sogar erleichternd. Es wandelte seine menschlichen Begierden in produktivere Energie um. Dank des Zölibats konnte er Frauen offen betrachten – ohne fleischliche Lust – und die Schönheit ihrer Weiblichkeit ohne die Befleckung durch libidinöse Hormone registrieren. Es erquickte ihn, dass er in der Lage war, Frauen anzusehen, ohne etwas von dem zu wollen, was er sah. Außerdem hatte er in jungen Jahren seinen gerechten Anteil abgekommen, sozusagen. Wenn nicht sogar mehr als das.

»Ist Annie hier?«, fragte er. »Ich habe sie nicht gesehen.«

»Jetzt wo Sie es sagen – wir haben sie auch noch nicht gesehen«, sagte Charity. »Ich weiß nicht, wo sie ist.«

Alexander drückte seine Kippe im Schildkrötenpanzer aus. »Heute Nacht sagte sie, dass es hier so etwas wie einen Gehilfen gibt?«

»Goop«, sagte Charity.

»Was?«

»Das ist sein Name«, fügte Jerrica hinzu. »Goop.«

»Goop. Ah, okay. Egal, wo kann ich ihn finden? Annie sagte, dass er mich in die Stadt bringen kann, zum Kramladen. Ich brauche ein paar Sachen.«

Jerricas Augen blitzten auf. »Oh, vergessen Sie Goop. Wir bringen Sie hin, Pater!«

(III)

Dicky hatte, wenn er Tritt Balls Conner ankuckte, immer mehr ’s Gefühl, dass er wie der Sohn vom Teufel aussah. Yes Sir. War ’n schlanker Typ, groß, mit steinharten Muskeln in ’n Armen, die aussahen wie Äpfel unter der Haut. Schwarze Haare hingen bis zu ’n Schultern und er hatte ’n Kinnbart. Und seine Scheiß-John-Deere-Kappe. Aber das war’s gar nich’ so, mehr das Glotzen in seinen Augen. Harte kleine Augen waren das, wie die Mündungslöcher von ’ner Knarre.

»Langweilig, sag’ ich«, bemerkte Balls, der auf ’m Beifahrersitz vom Camino saß. »Scheiß langweilig is’ es, Dicky.«

»Hab’s gehört.« Der El Camino rumpelte über die Route 154, saugte sich mit seinen 450 Gäulen an der Straße fest. »Was soll’n wir heute machen, Balls? Bis jetz’ ham wir noch keine Fuhre.«

»Stimmt, Dicky. Wir ham keine Fuhre, aber was wir ham, is ’n fetter Haufen Cash in unsern Taschen. Da sollten wir doch irgendwas finden, was wir machen könn’.«

»Klar, bloß was?«

Balls lachte und strich sich über seinen schwarzen Kinnbart. »Mann, ich sag’ dir, was ich am liebsten machen würd’. Am liebsten würd’ ich ’ner Punze das Arschloch vollrammeln, dass ihr meine Wichse aus der Nase fliegt, als hätt’ sie grade gerotzt, Yessir.«

Dicky kuckte finster auf’s Lenkrad und seine Hurst-Schaltung. »Yeah, Balls, aber das können wir jetz’ nich’ machen. Is’ heller Tag, Mann. So früh können wir so ’n Scheiß nich’ machen.«

»Weiß ich, Dicky, Mann, ich mein’ ja bloß.« Balls runzelte die Stirn. »Aber ich hab’ Hunger. Scheiße, Mann, ich hab’ ’n Hunger, dass ich Mutter Tresa ihre Pussy fressen könnt’ und ihr Arschloch gleich dazu, das sag’ ich dir. Sollen wir nich’ an ’ner Fressbude halten und uns ’ne Ladung Hacksteak mit Ei genehmigen?«

»Da mach’ ich mit.«

Dicky Caudill wusste nich’, wer diese Mutter Tresa war, aber ’ne Aufforderung zum Essen konnt’ er sowieso nich’ ablehnen, mit seinen eins dreißig Umfang und seiner mächtigen Wampe und Titten wie ’n Mädchen, nur dass auf seinen Haare drauf waren. Aber als er in die Stadt fuhr, dachte er wieder über Balls nach. Ja, das war ’n echt teuflischer Kerl, war das; hatte Sachen gemacht, auf die der Teufel persönlich bestimmt stolz wär’. Yessir, dachte Dicky, was da neben mir sitzt, is’ wahrscheinlich der Sohn von Luzifer.

Aber das war wenigstens mal ’n ungewöhnlicher Beifahrer ...

Ja, sie hatten schon ganz schön was zusammen angestellt. Üble Sachen waren dabei, aber ’s hatte immer Spaß gemacht, das musste sogar Dicky zugeben. Aber dann musst’ er wieder dran denken, wo er neulich dran gedacht hatte, dass sie vielleicht irgendwann mal an ’n Falschen geraten könnten ...

Dicky zuckte die Schultern und hörte mit ’n Speckerlationen auf. Brachte ja nich’ viel, da jetz’ drüber nachzudenken, oder?

Musik dröhnte aus ’m Radio, gute Stampfmusik. Der Sänger sang: »Ich kauf mir ’ne Wumme, so lang wie mein Bein, und jedem, der blöd kommt, dem knall’ ich eins rein ...«

»Scheiße, Mann«, jaulte Balls. »Das is’ mal ’n Text, was? Das gefällt mir!« Balls Conner lachte laut raus. »Weißte was, Dicky, die Leute, die uns über ’n Weg laufen, leben nie lang genug, um uns blöd zu komm’!«

»So isses, Balls«, gab Dicky ihm recht, und das stimmte ja auch. So wie letztens, als sie in der Bar an der Straße nach Lockwood rauf waren. Sie wollten grade gehen, mussten aber beide noch pissen, und wie Balls fertig war mit Pissen, is’ er von der Kloschüssel weggegangen, und da war so’n dämlicher Redneckblödmann und der sagte: »He, Mann, bist du inner Scheune groß gewor’n? Zieh das Klo ab, wenn du mit Pissen fertich bist. Ich will mir ganz bestimmt nich’ deine Pisse ansehn.«

»He, du musst sie dir nich’ ansehn, Bruder«, rief Balls mit diesem Teufelsblick in ’n Augen. Und wie er das sagte, zog er sein Messer raus und ruckzuck hatt’ er die Klinge am Hals von dem Blödmann und drückte ihn nach vorne, sein Pimmel hing ihm noch aus der Hose. »No Sir, du musst sie dir nich’ ansehn, aber wie wär’s, wenn du sie säufst, hm?«

Und da hat der Blödmann die Pisse dann aus ’m Klo gesoffen wie ’n durstiger Köter! Aber Balls hat ihm natürlich trotzdem ’n Hals durchgeschnitten. Und das Klo lief komplett voll mit ’m Blut von dem Kerl. Und dann die Sache da, Scheiße, Mann, vor ’n paar Jahren oder so. Irgendso ’ne weiße Drecksschlampe, die sie auf der Straße aufgegabelt hatten. Trat Balls eins in die Eier, also zog Balls ihr mächtig eins über mit seinem Hickory-Axtstiel. Wo sie wieder aufwachte, waren ihre Beine an ’n Baum gebunden und ihre Arme an die Stoßstange hinten, und Dicky drückte auf die Tube. Riss ihr voll die Arme ab, aber Tritt Balls? Nee, der war damit nich’ zufrieden. »Dicky«, rief er, »Hol die Säge aus ’m Werkzeugkasten«, und dann hat Balls auch noch ihre Beine abgesägt. Dann rammelte er sie da im Dreck und johlte: »Scheiße, Dicky! Ich bin der Erste inner Stadt, der ’ne Alte ohne Arme und Beine vögelt!« Sie schmissen ihre Arme und Beine in ’n Wald, als sie fertig waren. Und dann war da die Sache letzten Frühling, wo sie von der Hauptstraße runterfuhren, weil Balls ’n ordentlichen Whiskeypiss wegstellen musste, und da sah er ’n Jeep, eins von diesen schnieken JAP-4-Modellen, und ’n Stück weiter, da war ’n Zelt und ’n Lager und so. Noch ’n Stück weiter hinterm Hügel war ’n Typ und seine Punze am Kohl’s Point am Angeln, waren sie. Sahen aus wie Stadtleute. Der Typ hatte so ’ne alberne Stadtfrisur ohne Kottletten und hatte Shorts an und ’n T-Shirt mit Knöpfen und, heilige Scheiße, Latschen ohne Socken, was so ziemlich das Bekloppteste war, was Tritt Balls je gesehen hatte. Aber die Fotze hatte nette Titten. Ziemlich dick und ungefähr so groß wie die Honigmelonen in Wally Eberharts Laden, und Balls konnte sehen, dass sie keinen Tittenhalter unter ihrem dämlichen Shephard’s-College-T-Shirt anhatte. »Sieht aus wie ’n paar fröhliche Camper, was, Dicky?« »Mann, ja, Balls«, sagte Dicky. Der Typ wirbelte rum und ließ ’ne richtig gute Zebco Lancer mit Messingringen mitten rein ins Wasser fallen. »He, Leute«, hat er gestottert. »Wir wollen keinen Ärger.« Na ja, Balls war ’n echt großer Kerl, breit und stark, und er konnte ’n ganz schönen Wumms hinter seinen Hickory-Axtstiel setzen. Ka-RACK! machte’s, als das dickere Ende in ’nem großen Bogen auf diesen affigen Stadtyuppiekopf knallte. »Meinste das mit Ärger, Cityboy?«, fragte Balls höflich. Der Typ lag platt auf seinem Arsch und war irgendwie komisch am Zucken, die Hälfte von seiner Yuppiebirne war eingematscht und Cityboys Schnecke war am Schreien wie verrückt, als ihr Stecher da so am Rumzucken war. Tritt Balls grinste wie ’n großer dicker Halloweenkürbis, weil nämlich, wenn so ’ne Fotze schrie, dann machte ihn das heißer wie ’n Holzofen auf voller Power, und wenn Balls ’n Ständer hatte, hatte er echt wilde Ideen. Also holte er sein fettes Messer raus und zeigte’s der Alten und grinste. »Du bückst dich jetz’ da runter, Zuckermaus«, sagte er zu ihr. »Wir wollen sehn, wie du Cityboy ’n richtig fetten Blowjob verpasst.« »Falleratio nennen sie das inner Stadt, glaub’ ich«, bot Dicky was von seiner Bildung an. Diese Collegemaus hatte richtig feines blondes Haar, das über ihren Ohrn sauber abgeschnitten war, und ’n Pony, das irgendwie ganz süß war, auf ’ne bekloppte stadtmäßige Weise, und wenn Balls eins mochte, dann waren das Blondies, und sie konnten auch beide nich’ aufhören, ihre geilen dicken Titten anzuglotzen. »Aber-aber-aber ... er stirbt!«, protestierte sie zwischen ihrem Schluchzen. »Das’s nich’ so wichtig, Lady. Bück dich einfach runter und leg los.« Dicky zog Cityboys Yuppie-Schwuchtel-Shorts runter bis zu ’n Knien und der Typ zuckte immer noch wie wild rum, Blut spritzte aus seiner aufgeknackten Rübe. »Genau, runter da mit dir, weil nämlich, wenn du ihm fein ein’ bläst, dann lassen wir euch vielleicht am Leben«, erklärte Balls und fuchtelte mit seinem großen Messer rum. War schon komisch, zu was man die Leute mit ’m Messer bringen konnte, wenn sie glaubten, dass man sie am Leben ließ. »Und zieh das alberne Tunten-Kommi-College-T-Shirt aus, damit wir deine Titten sehn könn’, wenn du’s machst.« Blondie gehorchte und fing tatsächlich an, Balls’ bekloppten Befehl auszuführen, und lutschte wie verrückt, während Cityboys ganzer Körper immer noch zuckte wie verrückt wegen dem massiven Nervenschaden und ’n innern Blutungen, die er von dem fetten Hickory-Axtstiel gekriegt hatte. Mann, das war vielleicht ’n Anblick, Cityboy am Rumzucken und seine Kommi-College-Fotze mit ihren dicken Titten verpasste seinem schlappen Pimmel ’n satten Blowjob. Balls und Dicky lachten sich kaputt, im Ernst, bis Cityboy fertig war mit Bluten und abkratzte. Irgendwie war’s dann nich’ mehr lustig, als Cityboys Schädeltraumazuckungen aufgehört hatten. Dicky holte seinen Lümmel raus und fing an zu wichsen, wobei er die ganze Zeit ihre Milchtüten anstarrte, und Balls ließ die Hose runter und rammelte sie von hinten im Dreck, bis er dann auf ihren dicken geilen Kommi-College-Girl-Hintern spritzte. Sie schrie mächtig rum, als sie anfingen, sie mit ihren Messern zu bearbeiten. »Ich hab’ gesagt, wir lassen dich vielleicht am Leben«, erklärte Balls ihrem schreienden-blubbernden-zitternden Gesicht, als er lange, hübsche Linien in ihren Bauch schnitt. Dann fing er lachend an, an ihrem Loch rumzuschnippeln und das machte sie so richtig fertig und dann skalpierte er sie. »Ah, was zur Hölle!«, sagte er und lachte so laut, als wollt’ er alle Toten auf ’m Bell-Friedhof aufwecken. Dicky war fertig mit Wichsen und pisste jetz’ ’ne ordentliche Stange in Cityboys tote Fresse und Balls schnitt diese dicken Titten von Collegegirl ab. Er setzte Cityboy ihren Skalp auf und stopfte die dicken abgeschnittenen Titten unter sein albernes tuntiges Christian-Dior-Poloshirt und jaulte: »Stell dir das Gesicht von dem armen Arschloch vor, der die hier findet, Dicky! Weiberhaare und Titten und unten ’n Pimmel!« Yes Sir, an dem Tag war Tritt Balls Conner echt in Form. Bevor sie wieder in ’n Camino stiegen, kackte er noch ’ne saubere fette Bratkartoffeln-mit-Speck-Wurst mitten auf ’n Rest von der Alten und wischte sich natürlich seinen Arsch mit ihrem Kommi-College-Shirt ab. Yes Sir, an dem Tag hatten sie richtig Spaß. Richtig Spaß.

Und jetz’ saßen sie in Chuck’s Diner und ihnen war immer noch langweilig und sie hatten große Teller mit Hacksteak mit Ei vor sich und überlegten, was sie den ganzen Tag machen sollten, weil’s immer noch Morgen war. Chuck’s war Luntvilles Fressbude, gutes Futter für ’n guten Preis, aber jetz’ war’s fast leer, nur ’n alter Arsch, der mit Kaffee und Donuts in der Ecke saß, und diese echt fette Punze mit ihrem strähnigen Haar, mit Latschen, Shorts und ’m T-Shirt groß genug für Dumbo den Elefanten. Sie futterte schon die zweite Portion Hacksteak mit Ei, sie war ’ne Fressmaschine, aber Balls und Dicky kümmerten sich nich’ weiter um sie, weil sie so fett war, ihre Arschbacken hingen auf beiden Seiten über’n Barhocker wie Saatgutbeutel, und sie hatte ’n Arsch wie ’ne Kuh. Nee, Balls ingorierte sie und grübelte vor sich hin. »Scheiße, Mann, keine Shine-Tour, keiner zum Plattmachen, Scheiße. Was soll’n wir bloß heute machen, Dicky?«

»Weiß nich’«, sagte Dicky, ’n Mund noch voll mit Hacksteak mit Ei. Bei Chuck’s Diner machten sie ’n prima Hacksteak mit Ei.

»Ich mein’, ich hass’ es, wenn mir langweilig is’, Dicky. Wir sind gesunde junge Männer und trotzdem ham wir nix zu tun an so ’nem schönen Morgen wie heute.«

Dicky nickte und schaufelte sich noch ’ne Ladung Hackfleisch ins Maul.

Balls beugte sich vor. »Und ich kann dir sagen, Dicky, ich bin so scheiße geil! Ich hab’ ’n Rohr, seit ich aufgestanden bin. Scheiße, Mann. Ich schwör’ dir, ich könnt’ dieses Hacksteak ficken, so geil bin ich.«

Ah, mach das nich’, dachte Dicky Caudill. Bei Tritt Balls Conner konnt’ man nie wissen.

»Verdammt, ich könnt’ sogar die fette Kuh da in der Ecke pimpern.«

Dickys Augen wurden groß. »Die? Du willst mich verarschen, Mann! Die hat ’n Arsch wie ’n Wohnwagen!«

Balls verzog bei dem Gedanken die Nase. »Na und? Weißte was, wir warten, bis sie fertig is’ mit Mampfen, dann bequatschen wir sie, dass sie in ’n ’Mino einsteigt.«

Scheiße, Mann, dachte Dicky. So früh am Morgen könn’ wir so ’ne Scheiße nich’ gebrauchen.

Aber sie warteten trotzdem, weil die Alte bestellte noch ’n Teller Hacksteak mit Ei!

Dauerte ’ne Weile, bis sie’s aufhatte, aber als sie fertig war, hüpfte sie von ihrem Barhocker wie ’ne Palette Backsteine und fing an, nach draußen zu wackeln.

»Hey, schöne Lady!«, rief Balls. »Sieht aus, als wär’n wir auch grade fertig. Könn’ wir dich vielleicht ’n Stück mitnehm’?«

Ihr fettes, blubbriges Gesicht lächelte, als wär’ sie echt geschmeichelt, weil Balls sie »schön« genannt hat, und sie sagte nur: »Na klar, Jungs!«

Das reichte schon. Und keine zehn Minuten später fuhr Dicky seine Karre in ’n kleines Tal direkt am Fluss. Balls hatte die fette Alte schon mit seinem selbst gebauten Wagenheber ausgeknockt und jetz’ schleppten sie sie aus ’m Camino. »Verdammt, Dicky!«, sagte Balls. »Die wiegt mehr wie dein fetter 427er Moterblock!«

»Das’s mal klar«, keuchte Dicky beim Schleppen. Und was sie dann machten, war, dass Dicky sie hinstellte und Balls fesselte sie stehend an ’n Baum. Er pisste mal schnell auf ihre Füße und sagte: »Hol meinen Hickory-Axtstiel, Dicky!«

Dicky machte’s und gab besagten Hickory-Axtstiel an Balls, der kichernd rumstand und wartete, dass die Fette wieder aufwachte. »Verdammt, Dicky! So viel, wie sie bei Chuck’s gefuttert hat, hat sie bestimmt genug inner Wampe, um damit ’n Schweinetrog voll zu machen!«

»Ja, wascheinich, Balls«, stimmte Dicky zögernd zu.

Und als sie wieder voll da war, holte Balls weit mit seinem Axtstiel aus und –

Wopp!

– haute ihr voll auf ’n Bauch. Klang so, als würd’ man ’n Kalb erschlagen, Mann! Einmal machte er’s und noch mal und noch ’n drittes Mal, und beim dritten Mal wurde ihr Gesicht weiß, und so weit sie das mit ihren Fesseln konnte, beugte sie sich vor und kotzte sich die Seele aus ’m Leib, Leute, kotzte wie ’n Wasserfall da mitten im Tal. Die ganzen Fressalien kamen rausgeschossen und flogen mindestens ’n Meter weit aus ihrem Maul in ’n Dreck. Und’s war echt viel Futter!

»Scheiße, Dicky! Haste gesehn, was die alles ausgekotzt hat!«

»Yeah, Balls, hab’ ich«, sagte Dicky unruhig.

»Scheiße! Kuck dir das ganze Hacksteak mit Ei an, das aus ihr’m Mund geflogen is’! Ich kann’s nich’ glauben! Die hat genug gefressen für zehn Leute!«

»Das hat sie, Balls«, antwortete Dicky.

Balls haute sie noch mal in ’n Magen und das trieb das Letzte aus ihr raus. Ihre Kotze, oh Mann, diesmal flog sie glatt eineinhalb Meter weit, bis sie mit ’m feuchten Platsch im Dreck landete.

»Das is ’n verdammter Elefant, is’ das! Hat genug Platz in ihrem Bauch für ’ne ganze Wagenladung von Clyde Nales Moonshine. Das is’ ’n scheißfetter Vulkan, is’ das! Aber ...« Balls kicherte dämonisch. »Tut mir echt leid, dass ich ihr das ganze schöne teure Futter rausgeholt hab’. Vielleicht sollte sie’s lieber alles wieder aufmampfen, hm?«

Und Balls schnitt sie mit seinem Messer los und drückte ihr Gesicht mitten in diesen fetten Haufen Kotze rein, so wie bei der Alten, die ihre eigene Scheiße gefressen hatte, und drückte ihr die Messerspitze ans Auge. »Fress die ganze Kotze auf, Süße, fress es auf und schluck’s runter. Geht doch nix über Hacksteak mit Ei. Schmeckt beim zweiten Mal bestimmt noch besser!«

Sie fraß’s auf, würgte dabei wie verrückt, und das war ’n großer Haufen Hacksteak mit Ei. »Siehste, was wir gemacht ham, du Mastschwein?«, sagte Balls. »Wir ham dich dazu gebracht, die gleiche Mahlzeit zweimal zu fressen!«

Als die fette Alte fertig damit war, ihre Kotze zu fressen, holte Balls seinen Lümmel raus. Hielt ihn direkt vor ihr Gesicht und sagte: »Lutsch ihn, Süße. Lutsch ihn kräftig!«

Sie hatte noch ’n bisschen Feuer in sich, das musste Dicky ihr lassen. Und das, nachdem sie ’n ganzen Berg ausgekotzt hatte und fünf oder sechs Mal Balls’ Axtstiel in ’n Magen gekriegt hatte. Und dann auch noch ihre eigene Kotze fressen musste. Das war mal ’ne zähe Alte, dass die danach noch sagen konnte: »Wenn du mir diesen dreckigen Scheißpimmel in ’n Mund steckst, dann schwör’ ich dir, beiß ich ihn ab!«

War bestimmt ’ne Emanze. Aber Balls mochte’s nich’, wenn so ’ne fette Fotze so schlimme Sachen zu ihm sagte, no Sir! Kein Stück! »Dicky!«, jaulte er. »Hol’ die Zange aus ’m Werkzeugkasten!«

Murrend machte Dicky das.

Und dann riss Balls ihr alle Zähne mit der Zange raus, riss er.

»Da, du fette Kuh!«, grinste Balls. »Jetz’ kannste keinen mehr beißen!«

Er drehte sie im Dreck um und rammte seinen Prügel in ihr Kackloch, rammelte sie hart, bis er ’ne Ladung direkt in sie rein rotzte. Und dann drehte er sie wieder um und rieb seine Nudel, die nach Scheiße stank, in ihrem Gesicht ab.

Und dann fing er an zu schnippeln.

Yes Sir. Tritt Balls holte sein Messer raus und fing wie wild an, an dieser fetten Alten rumzuschnippeln. Sie schrie wie verrückt, als Balls ihr die Haut von ’n Fingern schnippelte, als wären’s Karotten! Dann schälte er ihr die Haut von ’n Armen, und die kam runter wie Stücke von alter Tapete. Und dann zog er ihr die Haut von Rücken und Beinen ab und das waren noch größere Stücke und die ganze Zeit schrie die Alte wie ’ne Katze, die in ’n Mähdrescher geraten is’, als die ganze fette weiße Haut auf ’n Boden fiel, und sie war nur noch ’n Haufen blutiger roter Scheiße. Zum Schluss schnitt er ihr noch die Haut von ’n Zehen und Füßen. »Scheiße, Dicky«, kommentierte er. »Sieh dir diese Füße an, Mann! Die hat doch mindestens Größe 47, hat die! Das sind die größten Füße, die ich je an ’ner Fotze gesehn hab!« Irgendwann kratzte sie dann ab, als er noch mehr an ihr rumschnippelte. Schnitt ihr die fetten, blassen Nippel ab, dann noch die Schwabbeltitten, die so groß waren wie Babyköpfe, und hielt sie in ’n Händen und drückte’s Blut aus ihnen raus, als wären das große, warme, wabblige Schwämme. Riss ihr noch die Augen aus ’m Kopf, einfach nur so, und zerquetschte sie mit ’n Händen wie große weiße Beeren.

»Jetz’ komm schon, Mann«, quengelte Dicky. Inzwischen war ihm sogar ’n bisschen schlecht geworden. »Die is’ tot, Balls. Lass uns abhaun.«

»Abhaun? Scheiße, Mann!«, antwortete Balls. »Mein Prügel is’ schon wieder hart und ich will verdammt sein, wenn ich das vergeude! Da sitzt noch ’ne fette Ladung drin und die will ich loswerden!«

Und Tritt Balls fing an, mit dieser fetten, augenlosen und gründlich zerschnippelten Leiche zu vögeln, rammelte hart in ihre tote Pussy und dann zog er ihn raus und spritzte mitten in ihr aufgerissenes Maul, tot wie sie war.

Balls war eben nich’ besonders wählerisch dabei, wem er’s besorgte.