Danach sah Farber Ferri für eine Weile nicht. Er und Liraun sahen sich zusehends gezwungen, mit ihrer eigenen Gesellschaft zufrieden zu sein. Bei dem gegenwärtigen Zustand von Liraun war das für Farber eine einsame Zeit. Er lebte wieder wie ein Junggeselle, aber dieses Mal akzeptierte er es mit Gleichmut, wie er auch versuchte, Lirauns Dumpfheit und den plötzlichen, offensichtlichen Verfall ihrer Gesundheit zu ertragen. Er war immer noch zufrieden, trotz allem. Seine alte Unrast, seine Erdenkrankheit, war verschwunden. Er wollte nirgendwo anders sein, nichts anderes tun – dieses Wissen drang von innen nach außen und verschaffte ihm Frieden. Wenn er in die Zukunft blickte, war er voller Zuversicht. Er hatte nun die Füße auf dem Boden, und er und Liraun hatten sich gut aufeinander zu entwickelt. Die Schwangerschaft hatte dies im Moment alles gestoppt, aber nachdem das Kind da war, würde sich alles wieder normalisieren. Er war kein sonderlich geduldiger Mann, aber er konnte genug Geduld entwickeln, um es bis dahin durchzustehen. Und dann würde alles gut werden. Alles würde schön werden. Und das Kind – er merkte, daß er ihm mit größerer Freude entgegensah, als er bei sich selber vermutet hätte.
Warte, bis das Kind da ist, sagte er zu sich. Warte, bis das Kind geboren ist …