15
ZUM LETZTEN MAL NACH KESSEL
Han wandte den Blick nicht von Brias gezücktem Blaster. »Süße, was tust du?«
»Ich brauche alles, Han«, sagte sie. »Nicht für mich, für den Widerstand.« Sie winkte den Rebellen zu, die darauf näher kamen, Hans Repulsorheber an sich nahmen und sich daranmachten, Kisten darauf zu packen.
Han sah ungläubig zu, wie die erste Ladung seltener Kostbarkeiten aus der Tür kam. »Bria…«, sagte er heiser. »Das kannst du nicht machen. Das hier geschieht nicht wirklich. Du… du versuchst bloß, mich zu foppen, ja?«
»Es tut mir leid, Han«, entgegnete sie. »Ich muß alles haben. Alles, was meine Leute von dieser verfluchten Welt bergen können. Alle verarbeiteten Gewürze, alle Waffen und den ganzen Schatz. Ich weiß selbst, daß das nicht fair ist, aber ich kann’s nicht ändern.«
»Haben die anderen Rebellen-Commander das veranlaßt, Bria?« wollte Han wissen.
»Nicht, daß ich wüßte«, erwiderte sie. »Aber ich war diejenige, die letzte Nacht die Nachricht erhalten hat, Han. Unser Geheimdienst hat entdeckt, daß das Imperium irgendein großes Projekt gestartet hat. Ein wirklich großes. So groß, daß das Schicksal ganzer Welten davon abhängen könnte. Wir müssen herausfinden, was sie vorhaben, und dafür brauchen wir Credits… eine Menge Credits. Für Bestechungsgelder, Observation, Truppen… was du willst. Ich hoffe bloß, daß unsere Ausbeute hier auf Ylesia dafür ausreicht.«
Han befeuchtete sich die Lippen. »Und ich habe geglaubt, du liebst mich. Du hast gesagt, daß du mich liebst.«
Eine weitere Ladung verschwand durch die Tür. Han sah den Kisten nach und hätte am liebsten laut aufgestöhnt. Chewie stöhnte tatsächlich.
Bria seufzte und schüttelte den Kopf. »Ja, ich liebe dich«, sagte sie leise. »Ich wünsche mir, daß wir für immer zusammenbleiben. Komm mit mir, Han. Du kannst jetzt nicht mehr zurück nach Nar Shaddaa. Komm mit, und wir kämpfen gemeinsam gegen das Imperium. Du, ich und Chewie. Wir wären ein großartiges Team. Wir müssen alle Opfer bringen, und unser Opfer besteht darin, den Schatz aufzugeben. Du denkst doch nicht, daß ich irgend etwas davon für mich behalte, oder?«
Han schüttelte den Kopf. Seine Stimme war voller Bitterkeit. »Nein, das denke ich nicht, Bria. Nicht einen Augenblick.« Er tat einen tiefen, flatternden Atemzug. »Bria… ich habe dich geliebt.«
Ihre Gesichtszüge zuckten gequält, als er die Vergangenheitsform benutzte. »Han, ich liebe dich. Das tue ich wirklich. Aber ich kann nicht sagen, wie sehr ich befürchtet habe, du könntest die Rebellenallianz in Gefahr bringen. Dieser Überfall war ein Test, und wir haben ihn bestanden! Die anderen Widerstandsgruppen werden jetzt erkennen, wozu wir fähig sind. Han… wir haben einen ganzen Planeten eingenommen. Dieser Angriff wird in die Geschichte der Rebellion eingehen. Ich weiß es einfach.«
»Ja, als der Angriff, bei dem Bria Tharen es Leuten, die ihr vertraut haben, mal so richtig gezeigt hat. Einschließlich des Kerls, den sie zu lieben vorgab.«
Tränen traten ihr in die Augen, lösten sich und rannen übers Gesicht. Sie trat zur Seite, als ihre Soldaten die nächsten Kisten voller Kostbarkeiten durch die Tür manövrierten. »Han… bitte, bitte… komm mit mir. Du bist der geborene Anführer. Du hast es nicht nötig, wie ein Krimineller zu leben. In der Rebellenallianz könntest du Führungsoffizier sein… man bezahlt uns sogar dafür! Nicht viel, aber ein bißchen schon, genug, um davon leben zu können. Bitte, Han!«
Han blickte sie kalt an. Sie weinte jetzt so heftig, daß Jace Paol kam und ihr den Blaster aus der Hand nahm. »Wir laden gerade die letzte Fuhre auf, Commander.«
Sie nickte, dann versuchte sie die Beherrschung wiederzuerlangen und wischte sich mit dem Ärmel die Augen. »Bitte, Han, wenn du jetzt zu wütend bist, verstehe ich das. Aber… laß von dir hören. Jabba weiß, wie man Kontakt mit mir aufnehmen kann. Bitte.«
»Ich lasse von mir hören«, entgegnete Han. »Weißt du noch, was ich in jener Nacht im ›Blaulicht‹ alles zu dir gesagt habe? Tja, alles entsprach der Wahrheit – ich war ein Narr, dir jemals vertraut zu haben.« Er kramte in einer Innentasche herum und entnahm ihr ein kleines Futteral, in dem eine Folie steckte. »Erkennst du das, ja?«
Sie warf einen Blick darauf, kam näher und nickte mit bleichem, aber gefaßtem Gesicht. »Ja…«
»Nun, ich bin ein solcher Narr, daß ich dies hier all die Jahre mit mir herumgetragen habe«, knurrte Han. »Aber von heute an mache ich mich für keine Frau mehr zum Narren, Schwester. Ich lasse keine Frau mehr an mich heran. Nie wieder.« Er zerriß die Folie mit langsamen, bedächtigen Bewegungen in winzige Stücke und ließ sie anschließend durch die Finger rinnen und zu Boden flattern. »Du steigst besser in dein Raumschiff und verschwindest von hier, solange du noch kannst, Bria. Wenn ich dich in diesem Leben noch einmal wiedersehe, schieße ich dich auf der Stelle über den Haufen.«
Sie starrte ihn voller Entsetzen an, bis Jace Paol ihren Arm nahm und sagte: »Commander… wir sind mit dem Verladen fertig.«
»Ich verstehe«, sagte sie mit schwacher, zitternder Stimme. »Han… es tut mir leid. Ich werde dich immer lieben. Immer. Es hat nie jemanden außer dir gegeben, und es wird auch niemals jemanden geben. Es tut mir so leid…«
Paol legte ihr einen Arm um die Schulter und sagte zu Han: »Ich habe Ihnen eine der Kisten und ihren Heber dagelassen, Solo. Ich rate Ihnen, hier keine Zeit zu vergeuden. Die Sprengladungen gehen in dreißig Minuten hoch.«
Paol wich langsam durch die Tür zurück und hielt dabei seinen Blaster auf Han und Chewie gerichtet. Die Rebellen neben dem Landungsboot hielten den Corellianer und den Wookiee derweil in Schach.
Han stand, als das Shuttle der Rebellen startete, schweigend da. Als es nicht mehr zu sehen war, holte er tief und bebend Luft. Das Atmen tat weh. Er nahm noch einen Atemzug, der ebenso schmerzte. Seine Augen brannten, aber er biß sich auf die Lippen, bis der Schmerz es zuließ, daß er die Kontrolle wiederfand. »Chewie«, sagte er, »das war heute ein großer Tag, ist dir das klar?«
Chewie gab ein mitfühlendes, trauriges Geräusch von sich.
»Tja, wir müssen zusehen, daß wir weiterkommen. Ich sag dir was: Behalte die Zeit im Auge und trabe mal durch die Siedlung. Vielleicht haben die ein paar Hülsen Glitzerstim oder so fallenlassen. Ich werde Teroenzas Quartier durchkämmen. Ich schätzte, da hatte er auch irgendwas Wertvolles. Wir treffen uns hier in siebzehn Minuten wieder, Kumpel.«
Chewie heulte Zustimmung und zog los.
Han durchwühlte die Schatzkammer und Teroenzas Apartment, stieß dabei auf ein paar traurige Überreste und einen schluchzenden Ganar Tos. Han faßte den alten Humanoiden kalt ins Auge. »Sie hatten Glück, daß Sie sie nie geheiratet haben«, meinte er. »Hauen Sie ab. Das Gebäude fliegt in fünfzehn Minuten in die Luft.«
Der uralte Zisianer trippelte aus der Tür wie ein Käfer.
Han schnaubte angewidert und stellte alles auf den Kopf. Während er einen Sack voll unbedeutender Sammlerstücke zur ›Falcon‹ trug, sah er sich nach Chewie um. Mach schon, Fellknäuel, dachte er.
Er stieg in sein Schiff, um es für den Start vorzubereiten. Dann hörte er Chewies Brüllen, der forderte, daß Han herauskommen und sehen sollte, was er gefunden hatte. Hans Herz machte einen Satz. Eine Schachtel Glitzerstimhülsen!
Er stürzte aus dem Schiff und blieb im nächsten Moment wie angewurzelt stehen. Da stand Chewbacca mit einer Gruppe abgerissen aussehender Kinder mit großen Augen und hohlen Wangen, die offenbar Angst hatten. Den kleinsten Lausebengel trug er auf den Armen. Die übrigen acht sahen aus, als wären sie zwischen vier und zwölf Jahren alt.
Han starrte sie an. »Was? Wo, zur Hölle, kommen die denn her?«
Chewbacca erklärte, daß er zwischen den verlassenen Gebäuden herumgestöbert hatte, als er im Keller auf der Rückseite der Schlafsäle Schluchzen hörte. Diese Kinder waren anscheinend von Pilgern zur Welt gebracht und von ihren von der Erhöhung abhängigen Eltern im Verlauf des Überfalls vergessen worden.
Alle Kinder waren menschlich, und Han nahm an, daß es sich um Corellianer handelte. Er stöhnte laut. »Chewie, du solltest etwas Wertvolles finden!«
Chewbacca wies eingeschnappt darauf hin, daß Kinder durchaus wertvoll seien.
»Aber nur, wenn wir diese kleinen Lieblinge als Sklaven verkaufen«, knurrte Han.
Chewie zog die Oberlippe zurück und knurrte seinerseits.
Han hob abwehrend die Hände. »Okay, okay, ich hab’ nur Spaß gemacht. Du weißt, daß ich niemals mit Sklaven handeln würde! Aber was machen wir jetzt mit denen?«
Chewbacca stellte kategorisch fest, daß gegenwärtig nicht der richtige Zeitpunkt sei, um über die angemessene Vorgehensweise zu streiten, da die Gebäude in weniger als fünf Minuten in die Luft fliegen würden.
Han schnitt ein finsteres Gesicht. »Also schön, Kinder, geht an Bord. Los, los… macht schon. Ich schätze, ich kann irgendwo noch ein paar Notrationen auf treiben…«
Zwei Minuten später hob die ›Falcon‹ ab, und Han drehte noch eine Runde über die Kolonie. Unter ihm blühten die Gebäude eins nach dem andern zu gewaltigen Feuerblumen auf. Nach ein paar Stunden würde von alledem nicht mehr übrig sein als verkohlte, zu Schlacke verbrannte Trümmer, die der Urwald zurückerobern würde…
Durga, Lord der Besadii, blickte durch ein Sichtfenster seiner Yacht ungläubig auf das nächtliche Ylesia hinab. Die hell leuchtenden Brände waren aus dem Weltraum deutlich zu erkennen. Die früheren Standorte der Kolonien wurden von ausgedehnten Waldbränden markiert, die von den allgegenwärtigen Winden angefacht wurden.
Durga wußte, daß es Überlebende gab. Die Soldaten der Nova Force, die kapituliert hatten… den alten Ganar Tos. Sie hatten mit Hilfe einer Handvoll tragbarer Kom-Einheiten, die sie bergen konnten, Kontakt zu Durga auf seiner Yacht aufgenommen. Ihre Stimmen waren im selben Augenblick, in dem das Schiff in die Umlaufbahn eintrat, zu hören gewesen und hatten flehentlich darum gebeten, gerettet zu werden. Aber von den Fabriken und Lagerhäusern waren lediglich noch brennende Ruinen übrig.
Verloren… Durga konnte es nicht fassen. Von einem Tag auf den nächsten, binnen Stunden…
Verloren. Alles verloren.
Durga atmete tief durch und dachte über den Anruf nach, den er erst vor wenigen Minuten von Prinz Xizor erhalten hatte. Ein wahrhaft angenehmer, ermutigender Anruf, der Durga daran erinnert hatte, daß er der Schwarzen Sonne noch Credits schuldig war, und das nach dieser Katastrophe. Xizor freute sich bereits darauf, die Zahlungsmodalitäten zu besprechen. Der Führer der Schwarzen Sonne hatte außerdem darauf hingewiesen, daß er den Besadii liebend gern beim Wiederaufbau der ylesianischen Unternehmen helfen würde.
Nein, dachte Durga. Nicht noch einmal…
Zum einen hatten die Rebellen Tausende von Pilgern verschleppt, und Xizors geheime Informationen ließen darauf schließen, daß sie anscheinend ein ›Heilmittel‹ gegen die Abhängigkeit von der Erhöhung gefunden hatten. Und wenn derart viele Pilger die Wahrheit über Ylesia kundtaten, würde es sehr schwer werden, neue Rekruten zu bekommen.
Der von Zier angeworbene T’landa-Til-Priester hatte nur einen einzigen entsetzten Blick auf den Planeten geworfen und sich strikt geweigert, irgendwie in die ganze Sache verwickelt zu werden. Nein, dachte Durga, beim nächsten Mal werde ich etwas anderes versuchen.
Und es würde ohne Frage ein nächstes Mal geben. Er würde einen neuen Weg finden, die Besadii reicher als jemals zuvor zu machen. Und wenn er, Durga, dafür Prinz Xizor dienen mußte, nun, dann würde er eben bis zur Spitze der Schwarzen Sonne aufsteigen. Sein vordringliches Ziel dabei war, ein Vigo zu werden. Und danach… würde er vielleicht Xizor selbst herausfordern. Oder sogar den Imperator. Durga wußte um seine Klugheit, und er stellte sich vor, daß er ebenso dazu fähig war, über den imperialen Raum zu herrschen wie…
Durga blickte auf das einzige Andenken an diesen fürchterlichen Tag hinunter. Ein langes, mit Blut beschmiertes Horn. Wenigstens wurde Aruk gerächt, dachte er. Möge er in Frieden ruhen…
Der Hutt-Lord aktivierte sein Interkom, und sein Pilot antwortete auf der Stelle. »Bereiten Sie die Aufnahme der Söldnertruppen vor«, wies Durga ihn an, »und setzen Sie Kurs auf Nal Hutta. Ich bin hier fertig. Bringen Sie uns nach Hause.«
»Ja, Euer Exzellenz«, gab der Pilot zurück.
Durga ließ sich zurücksinken und seufzte. Er nahm Teroenzas Horn, streichelte gedankenverloren darüber und machte Pläne für die Zukunft…
Han Solo und Chewbacca stritten sich immer noch darüber, was sie nun mit den corellianischen Waisen anfangen sollten, als sie sechs Stunden später aus dem Hyperraum traten und das Komsystem piepsend eine eingehende Nachricht ankündigte.
Chewie bestand darauf, daß sie die Kinder nach Corellia bringen mußten, damit sich dort ihre Familien ihrer annehmen konnten. Han protestierte gegen die Vergeudung von Treibstoff und Zeit. »Wir setzen sie auf dem Raumhafen irgendeiner zivilisierten Welt ab, wo sich schon irgendwer um sie kümmern wird«, schimpfte er.
Chewbacca bemerkte, daß er, der er selbst Vater sei, in ihrer Rückführung nach Corellia den einzig gangbaren Weg sähe.
Han starrte den Wookiee an und schaltete das Kom ein, um die ankommende Botschaft entgegenzunehmen. Über der Kontrollkonsole materialisierte das Holobild von Jabba dem Hutt. »Han, mein Junge!«
»Hallo, Jabba«, sagte Han. »Was liegt an?«
Jabba runzelte angesichts der knappen Begrüßung Hans ein wenig die Stirn, doch der Hutt-Lord vergaß sein Mißbehagen sofort wieder. »Han, ich gratuliere Ihnen! Der Überfall war ein voller Erfolg. Ich bin sehr zufrieden!«
»Schön«, entgegnete Han grimmig. »Ist das der Grund für die interstellare Verbindung?«
»Oh… nein, Han«, lachte Jabba. »Ich habe eine Ladung Gewürze, die Sie für mich von Moruth Doole auf Kessel abholen sollen. Bringen Sie die Fracht unverzüglich zu mir nach Tatooine, verstanden? Das Geschäft ist arrangiert, die Gewürze sind bezahlt.«
»Okay, Jabba«, nickte Han. »Mein üblicher Anteil?«
»Sicher, sicher«, dröhnte Jabba. »Und vielleicht einen hübschen Bonus für schnelle Lieferung.«
»Bin schon unterwegs, Jabba.«
»Schön, Han, mein Junge.« Jabba faßte den Corellianer nachdenklich ins Auge. »Und, Han… ruhen Sie sich danach ein wenig aus. Sie sehen ein bißchen angespannt aus, wenn Sie mir die Bemerkung gestatten.«
»Ja, Jabba«, erwiderte Han, »das werde ich.« Er unterbrach die Verbindung und machte ein finsteres Gesicht. »Toll, eine Ladung quengelnder Kinder, und ich muß mit ihnen die Kessel-Route fliegen. Vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken, meine Schmugglerkarriere an den Nagel zu hängen, Chewie.«
Chewbacca fiel dazu lediglich ein, daß sie auf Kessel unbedingt Traladon-Milch und Fladenbrot für Sandwiches an Bord nehmen mußten.
Han stöhnte vernehmlich.
Zwölf Stunden später – die Gewürzfracht war sicher in den Verschlägen unter Deck untergebracht – ließ Han die ›Falcon‹ sanft von Kessel abheben. Er überließ es Chewie, die Kinder mit Nahrung zu versorgen, steuerte den Schlund an und überprüfte den Kurs.
Plötzlich blitzte an der Kontrollkonsole ein Licht auf, und er stellte fest, daß sich ihm imperiale Zollschiffe näherten. »Chewie! Komm hier rauf!« brüllte er und ging mit der Geschwindigkeit hoch.
Sekunden später erschien der Wookiee in der Kanzel.
»Du schnallst die verfluchten Kinder an«, rief Han ihm zu, »dann kommst du wieder hier rauf. Wir haben zwei Imperiale im Genick, das wird ‘ne holprige Reise!«
Chewie heulte.
Han beschleunigte noch stärker als an jenem Tag, an dem er mit Salla um die Wette geflogen war. Als Chewie in den Sitz des Kopiloten glitt, hörte Han hinter sich ein gedämpftes Quieken. Er drehte sich um und sah einen kleinen Schlingel, der mit weit aufgerissenen Augen den Schlund anstarrte. »Was machst du denn hier oben?« bellte Han. Klasse, das ist genau das, was ich jetzt brauche. Ein flennendes Kind!
»Aufpassen!« rief der kleine Junge.
»Hast du keine Angst?« brummte Han und kippte die ›Falcon‹ hart auf die Seite, um einem Schleier aus ionisierten Gasen aus einem der Schwarzen Löcher auszuweichen. Einer der imperialen Raumer schoß auf ihn, der Schuß ging jedoch fehl. Großartig! Mit diesen Kindern an Bord unter Beschuß zu geraten!
»Nein, Sir«, piepste der Kleine. »Das ist doch toll. Können Sie noch schneller fliegen?«
»Schön, daß es dir gefällt«, murmelte Han. »Kleiner, ich werde es auf jeden Fall versuchen…«
Er beschleunigte weiter und schrammte förmlich an der ersten Ansammlung Schwarzer Löcher vorbei. Ihr Tempo verwandelte alles ringsum in Schlieren, fast so, als würden sie den Hyperraum durchqueren. Han war mit der ›Falcon‹ noch nie zuvor so schnell geflogen.
»Huuuh!« schrie er auf, als sie um ein Haar vom Schwerkrafttrichter eines Schwarzen Lochs angezogen worden wären.
»Huuuh!« ahmte ihn das Kind hinter ihm nach.
Han lachte wie ein Irrer, während sie so dahinrasten. »So hast du dir das gedacht, was, Kleiner? Paß nur gut auf, wie ich diese imperialen Schnecken abhänge!«
»Los!« kreischte der Knirps. »Schneller, Captain Solo!«
»Wie heißt du eigentlich, Kleiner?« fragte Han, als sie so dicht um die letzte Krümmung der schrecklichen Schwerkrafttrichter des Schlunds bogen, daß die Triebwerke protestierend aufheulten.
»Kryss P’teska, Sir.«
»Und du fliegst gerne schnell, wie?«
»Ja!«
»Na schön…« Han drang pfeilschnell und in Schlangenlinien in die Grube ein und wich den rasenden Asteroiden nur um Haaresbreite aus. Er stellte fest, daß er die Entfernung zu den Imperialen vergrößerte. Eines der Zollschiffe war kaum mehr zu sehen. Wenn ich jetzt den Abstand nur noch ein wenig vergrößern könnte…
Schweißtropfen sammelten sich auf Hans Stirn und sickerten ihm brennend in die Augen, doch er ließ keinen Augenblick in seinem Tempo nach. Das verbliebene imperiale Raumschiff lag jetzt schon weit zurück. Han tauchte unter Asteroiden hindurch oder flog um sie herum, dann merkte er, daß er sich dem anderen Ende der Grube näherte.
»Klasse«, knurrte er, »jetzt müssen wir bloß noch ganz hier raus und in den Hyperraum springen.«
Da begann Chewie zu jaulen und aufgebracht auf die Konsole zu deuten. Han sah auf die Instrumente und stöhnte laut. »Oh, verdammt. Da draußen am Rand der Grube warten noch drei Imperiale! Was sollten sie auch sonst da machen, als auf uns zu warten! Und eines der Schiffe ist ein richtig großer Brocken!«
Hans Gedanken überschlugen sich. »Chewie, wir werden es nicht schaffen, diese Imperialen abzuhängen«, sagte er dann. »Wir haben unser Pulver verschossen. Den Burschen hinter uns sind wir immerhin los, zumindest für den Augenblick. Ich denke, wir sollten weiterfliegen und die Ladung in der Grube abwerfen, so wie du es damals auf der anderen Kessel-Tour mit Colonel Quirt gemacht hast. Und wenn sie die ›Falcon‹ dann zu ihrer Zufriedenheit durchsucht haben, kommen wir zurück und sammeln die Ladung wieder ein. Was meinst du?«
Chewie war damit vollkommen einverstanden.
»Also schön, du übernimmst. Wir müssen es sehr schnell tun«, erklärte Han. »Hier sind die Koordinaten.«
Chewie brüllte.
Han überließ es dem Wookiee, die Koordinaten anzusteuern, die er ausgewählt hatte, und rannte in den Durchgang, der die verborgenen Stauräume barg. Kryss blieb ihm hart auf den Fersen.
»Kinder, helft mir hier mal«, sagte Han, während er bereits an Kabelrollen zerrte. Mehrere der Kinder hatten sich versammelt, standen einfach da und sahen ihm zu.
»Wie heißt ihr?« wollte Han wissen.
»Cathea, Sir«, antwortete ein kleines Mädchen von vielleicht zwölf oder dreizehn Jahren mit einem langen blonden Zopf. »Ich helfe.«
»Ich heiße Tym«, sagte ein schmächtiger Junge.
»Und ich Aeron«, warf ein Kind mit dunklen Haaren ein. »Ich helfe Ihnen auch.«
»Fein«, brummte Han und hob die Deckplatten ab. »Dann helft mir, diese Fässer in die Steuerbordschleuse zu schaffen, dort binden wir sie dann zusammen.«
Binnen zwei Minuten war die Gewürzladung bereit, über Bord befördert zu werden. Han scheuchte die Kinder aus der Luftschleuse und verriegelte sie hinter sich. Er ignorierte die Standardprozedur für den Druckausgleich, zwang die äußeren Schotts dazu, sich weit zu öffnen, indem er die manuelle Überbrückung benutzte, und blies so die Gewürzfässer ins Nichts hinaus.
»Chewie!« brüllte er dann. »Ballast abgeworfen! Trag die Koordinaten ins Logbuch ein!«
Sofern das Glück ihn nicht im Stich ließ, sollte es Han eigentlich gelingen, die Abdrift der Gewürzladung zu verfolgen und sie nach einer kurzen Suche wiederzufinden. Die Fässer bestanden aus einer Legierung, die seine Sensoren, wenn er nur nah genug herankam, ohne weiteres erfassen würden. Das war unter den gegebenen Umständen alles, was er tun konnte.
Han lief zurück in die Kanzel und ging rasch wieder auf Kurs, so daß er annähernd dort aus der Grube auftauchen würde, wo er erwartet wurde. Als er die Anomalie verließ, rasten die imperialen Zollschiffe bereits auf ihn zu. Han sah Chewie an. »Das war knapp.«
Hans Kom-Einheit meldete sich, und er ging auf Empfang.
»Unidentifiziertes Raumschiff, machen Sie sich bereit, wir kommen an Bord,« verkündete eine aggressive Stimme, als Han auch schon spürte, wie die ›Falcon‹ von einem Traktorstrahl erfaßt wurde. »Hier spricht der imperiale leichte Kreuzer ›Assessor‹. Leisten Sie keinen Widerstand, und es wird Ihnen nichts geschehen.«
Han saß in der Kanzel, umringt von Kindern, und sah zu, wie die ›Falcon‹ an das große imperiale Raumschiff herangezogen wurde. »Überlaßt mir das Reden, Kinder«, sagte er.
Die ›Falcon‹ hatte kaum angedockt, als die Imperialen auch schon an der Luftschleuse erschienen und Zutritt begehrten. Han seufzte und erhob sich, um sie einzulassen. Ein Schweif von Kindern hängte sich an ihn und trottete hinter ihm her.
Der imperiale Captain höchstpersönlich begleitete die schwerbewaffnete Entermannschaft. »Captain Tybert Capucot«, stellte sich der kahl werdende Mann mit dem hochnäsigen Auftreten vor und blickte Han an, als wäre dieser ein ganz besonders unappetitlicher Anblick. »Captain Solo, Sie werden verdächtigt, Gewürze von Kessel zu schmuggeln. Ich bin autorisiert, Ihr Schiff zu durchsuchen.«
Han deutete auf das Schiffsinnere. »Durchsuchen Sie«, sagte er. »Ich habe nichts zu verbergen.«
Capucot rümpfte die Nase und schaffte es, Han von oben herab anzuschauen – obwohl der imperiale Offizier ein gutes Stück kleiner war als der Corellianer.
Der Captain rief bellend eine Suchmannschaft ins Schiff. »Durchkämmen Sie jeden Kubikmillimeter«, befahl er. »Ich will diese Gewürze!«
Han zuckte die Achseln und trat beiseite.
Die Imperialen suchten… und suchten… und suchten weiter. Han und Chewie zuckten zusammen, als sie Tumult aus der Schiffslounge und den Frachträumen achtern hörten. »He«, protestierte Han, »ich bin nur ein ehrbarer Kauffahrer! Ein Bürger des Imperiums, Sie können nicht einfach so mein Schiff auf den Kopf stellen!«
»Ehrbarer Kauffahrer«, schnaubte Capucot. »Was haben Sie hier wohl gemacht, wenn Sie keine Gewürze geschmuggelt haben?«
Han dachte rasch nach. »Ich… äh… nun, ich bringe diese Kinder zurück nach Corellia«, sagte er dann. »Schauen Sie, es hat auf einer Sklavenwelt eine große Rettungsoperation gegeben, und… äh… na ja, diese Kleinen hier wurden dort zurückgelassen. Also hab’ ich sie mitgenommen.«
Der Captain starrte Han an. »Nach Corellia geht es da lang«, stellte er fest und deutete nach achtern.
Han hob die Schultern. »Ich mußte einen Zwischenstopp einlegen, um Lebensmittel an Bord zu nehmen. War es nicht so, Kinder?«
»Ja«, lispelte der kleine Tym. »Wir hatten Hunger. Captain Solo hat uns gerettet!«
»Captain Solo hat sein Leben für uns riskiert«, warf Cathea ein und drehte ihren langen Zopf. »Er ist ein Held.«
»Er hat uns in Sicherheit gebracht«, rief Aeron. »Wir wären sonst in die Luft geflogen.«
Klein Kryss kam näher und nahm Hans Hand und blickte zu dem imperialen Captain hoch. »Captain Solo ist der beste Pilot in der ganzen Galaxis. Er kann imperiale Sklavenhalter mit Leichtigkeit abhängen…«
Han schaffte es gerade noch, dem Jungen die Hand auf den Mund zu legen. »He«, kicherte er und grinste unbeholfen. »Kinder. Sie sagen die verrücktesten Sachen. Sind Sie Familienvater, Captain?«
Capucot fand das keineswegs komisch. Schließlich kehrte die Suchmannschaft zurück. Die Leute machten keinen zufriedenen Eindruck. »Sir, wir haben nichts gefunden. Wir haben alles gründlich durchsucht, Captain.«
Tybert Capucots Gesicht lief rot an. Er stand einfach da, suchte nach Worten und traf schließlich Hans Blick. »Na schön«, sagte er. »Unser tapferer Held Solo gibt an, diese Kinder nach Corellia bringen zu wollen. Ein derart nobler Akt erfordert imperialen Geleitschutz. Setzen Sie Kurs auf Corellia, Captain. Wir werden sie dorthin eskortieren.«
Han klappte den Mund auf, schloß ihn jedoch gleich wieder und nickte mühsam. »Klar. Brechen wir auf.«
Es kostete ihn fast einen ganzen Tag, seine Heimatwelt zu erreichen. Han war wütend, weil er seine Gewürzladung nun erst später würde auflesen können. Er wußte, wenn der Ladung irgend etwas zustieß, würde Jabba keine Nachsicht walten lassen. Geschäft war Geschäft, und das Wort Gnade war den Hutts unbekannt…
Als er nach Corellia kam, stellte er bald fest, daß die Imperialen ihre Ankunft angekündigt hatten, so daß sie von den Medien in Empfang genommen wurden. Han und Chewie wurden beglückwünscht und als Helden gefeiert, und nur der Umstand, daß Han den corellianischen Blutstreifen bereits gewonnen hatte, hielt die dankbare Regierung seiner Heimatwelt davon ab, ihm diese Auszeichnung zu verleihen.
Han brannte darauf, in die Grube und zu seiner dort über Bord geworfenen Gewürzladung zurückzukehren. Endlich fand er Gelegenheit, sich von den Kindern zu verabschieden – bei denen es sich zweifellos um tapfere kleine Kerle handelte – und sich als freier Bürger davonzumachen.
Der Corellianer steuerte so schnell wie möglich die Grube und die Koordinaten an, bei denen er die Ladung unbehandelten Glitzerstims ausgesetzt hatte. Die folgenden Stunden brachte er damit zu, die äußeren Randzonen des Asteroidenfelds zu durchkämmen und darüber immer mehr zu verzweifeln.
»Es muß hier irgendwo sein!« rief er Chewie zu.
War es aber nicht.
Han suchte noch zwei Stunden weiter, setzte die zusätzlichen Sensoreinheiten der Lounge ein, um die Reichweite jener im Cockpit zu vergrößern. Da wurde er unversehens von Chewies Gebrüll aus der Pilotenkanzel unterbrochen. »Ich komme!« rief er und rannte los.
Chewie wies auf die Sensoren, die zwei Leuchtpunkte zeigten, die rasch auf sie zukamen. Han überprüfte die Kennung der Raumschiffe, fluchte bitterlich und schlug sich die Hand vor die Stirn. »Na toll! Noch mehr Imperiale! Das hat mir gerade noch gefehlt! Warum immer ich?«
Er ließ sich schwer in den Sitz des Piloten fallen, änderte den Kurs und flog zurück in die Grube.
Chewbacca kollerte fragend, er wollte wissen, wieso sie flohen, wo sie doch gar keine Gewürze an Bord hatten.
»Kapierst du das nicht?« brummte Han, während er volle Fahrt aufnahm, bis die Asteroiden als verschwommene Schemen an ihnen vorbeirasten. »Die müssen die Ladung gefunden haben, die wir abgeworfen haben, und wußten daher, wonach wir suchten! Wie du weißt, hat Capucot uns kein Wort geglaubt… er steckt dahinter! Diese Schnecken wollen uns wegen des Verdachts auf Gewürzschmuggel verhaften und die ›Falcon‹ beschlagnahmen. Das Schiff sehen wir nie wieder!«
Er flog eine scharfe Kehre, um einem Asteroiden von der Größe eines imperialen Sternzerstörers auszuweichen.
»Außerdem«, fügte er hinzu, »will ich nicht, daß sie mein Schiff noch einmal auf den Kopf stellen. Wir haben gerade erst das Durcheinander aufgeräumt, das Capucot und seine Jungs angerichtet haben.«
Han und Chewie lenkten die ›Falcon‹ mit rasender Geschwindigkeit durch die Grube in Richtung Schlund. Bei den Verfolgern handelte es sich um zwei imperiale Zollschiffe, die sich wild entschlossen an sie hängten. Hans Hände huschten wie die eines Besessenen über die Kontrollen, während sie sich mit halsbrecherischen Manövern ihren Weg durch das heimtückische Asteroidenfeld bahnten.
Chewie jaulte angesichts der Risiken, die sein Partner einging, vor Entsetzen laut auf. »Klappe, Pelzgesicht!« gellte Han. »Ich muß mich konzentrieren!«
Chewies Heulen sank zu einem verhaltenen Wimmern herab… es mochte sich um Stoßgebete handeln. Han war viel zu beschäftigt, um darauf zu achten.
Sie näherten sich dem anderen Ende der Grube und setzten direkten Kurs auf den Schlund. »Chewie, ich werde wohl die Rumpfpanzerung am Bauch der ›Falcon‹ abrasieren und alle Hoffnung darauf setzen müssen, daß diese Imperialen sich nicht mit Schwarzen Löchern einlassen wollen«, sagte Han schnell. »Diese Burschen geben nicht auf!«
Chewbacca jaulte verzweifelt.
»Ich kann nichts daran ändern! Die ›Falcon‹ kriegen die jedenfalls nicht.«
Die beiden imperialen Schiffe klebten an dem Raumer des Schmugglers, als wären sie durch Traktorstrahlen mit ihm verbunden. Han und Chewie arbeiteten wie rasend an der Kontrollkonsole der ›Falcon‹, paßten ihre Flugbahn an, die Geschwindigkeit, die Richtung und die Schutzschilde…
In seiner Verzweiflung lenkte Han das Schiff näher an die Ballung Schwarzer Löcher heran, als irgend jemand, der noch genug Verstand besaß, es jemals getan hatte. Nur das halsbrecherische Tempo des Schiffs konnte sie vielleicht retten.
Die ›Millennium Falcon‹ schrammte so hart an den Schwarzen Löchern des Schlunds vorbei, daß nur die furchterregende Geschwindigkeit das Schiff davor bewahrte, in deren unmittelbaren Einflußbereich zu geraten und hineingezogen zu werden. Die wachsamen Augen der Akkretionsscheiben schienen sich zu weiten oder zu verkleinern, je nachdem ob die ›Falcon‹ steil auf sie zuhielt oder sich von ihnen entfernte und um die gefährlichen Schwerkrafttrichter sauste. Die imperialen Raumschiffe rasten mit Höchstgeschwindigkeit hinter Han her.
Han führte eine geradezu unmögliche Drehung aus und flog mit dem Bauch nach oben im Sturzflug auf den Rand des Schlunds zu. Er studierte die Instrumente und sah, daß eines der imperialen Verfolgerschiffe, das kleinere, es nicht geschafft hatte, sein Manöver zu kopieren – der Raumer verschwand mit einem winzigen unwürdigen Aufflackern in der tödlichen Umarmung der Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs.
»Ja!« rief Han grimmig. »Ihr erwischt mich nicht! Nicht heute! Niemals!« Das verbliebene imperiale Schiff fiel jetzt zurück… und die ›Falcon‹ hatte den Schlund fast hinter sich gelassen.
»Ja, Chewie, wir haben es geschafft!«
Chewie brüllte begeistert.
Han steuerte die ›Falcon‹ an Kessel vorbei, und plötzlich waren sie von den Schwerkrafttrichtern befreit. Er beugte sich rasch über den Navcomputer und rief im nächsten Moment: »Kurs eingegeben! Gib Stoff, Chewie!«
Kurz darauf befanden sie sich in der Sicherheit des Hyperraums, und Han ließ sich in den Sitz sinken. »Das war viel zu dicht dran«, brummte er heiser.
Chewie war ganz seiner Meinung.
Während er noch im Sessel zusammensackte, bemerkte Han etwas. »He, Chewie, sieh mal!« Er deutete auf die Instrumente. »Wir haben den Rekord gebrochen.«
Chewie kommentierte bitter, daß sie ihren Geschwindigkeitsrekord auf Kosten seiner Nerven aufgestellt hatten. Han kniff die Augen zusammen. »Mann, das ist doch irre«, meinte er. »Angeblich haben wir sogar die Distanz verkürzt und nicht nur die Reisezeit. Auf weniger als zwölf Parsec!«
Chewie grollte skeptisch, klopfte mit haarigen Knöcheln auf den Entfernungsmesser und meinte, daß Hans ungestüme Flugkünste einen Kurzschluß verursacht haben müßten, der das Instrument abgeschaltet hatte.
Han widersprach, aber als Chewbacca ihn unbeherrscht anfuhr, gab er auf. »Okay, okay, ich bin zu müde zum Streiten«, sagte er und warf abwehrend die Hände in die Luft. Aber ich habe es unter zwölf Parsec geschafft, dachte er stur.
Doch jetzt hatte er dringendere Probleme, als sich über Geschwindigkeiten und Streckenrekorde den Kopf zu zerbrechen. Was, um alles im Universum, sollte er Jabba erzählen?