Gesine weiß nicht mehr weiter

Drei Wochen später veranstaltete die 8c einen Wandertag.

Das war üblich vor den Sommerferien, sehr zum Ärgernis des Klassenlehrers. Herr Geisler fürchtete diesen Tag mehr als eine unverhoffte Inspektion der obersten Schulbehörde. Denn selten verlief dieses Unternehmen ohne Zwischenfälle und Unannehmlichkeiten.

Das fing mit Insektenstichen an. Es setzte sich fort mit verstauchten Knöcheln, mit Magenschmerzen, hervorgerufen durch übermäßigen Eisgenuß, und endete entweder mit einer Eifersuchtstragödie oder einem ausgeprägten Sonnenstich mit Ohnmachtsfolge.

Herr Geisler verlegte den Tag in jedem Jahr auf einen späteren Termin.

Doch länger ließ er sich nun nicht mehr hinausschieben. In zwei Wochen begannen die großen Ferien. Der Direktor hatte Herrn Geisler bereits mehrmals an seine Pflicht gemahnt.

Dienstag morgen zog die Klasse los.

Sie fuhren zunächst mit der Omnibuslinie zur Stadt hinaus, vorbei am Bootshafen und am Stausee, auf dem Rudermannschaften trainierten und schnelle kleine Boote mit Wasserskiern im Schlepp ihre Kurven zogen.

Dann wanderten sie flußaufwärts und rasteten gegen elf Uhr neben dem Campingplatz auf der Insel, die durch einen künstlich angelegten Fahrweg mit dem Festland verbunden war. Sie kauften Proviant im Campingrestaurant und leerten die ersten Cola-Dosen.

Noch ließ sich alles friedlich an.

„Ich finde die Klasse ungeheuer diszipliniert“, sagte der neue junge Referendar, Herr Barth, vorsichtig auf die Befürchtungen des Vorgesetzten anspielend.

„Hoffentlich bleibt sie es“, seufzte Herr Geisler und beobachtete sorgenvoll eine Schülerin, die den Junglehrer über ihr Comic-Heft hinweg anschmachtete.

Im selben Moment erscholl ein durchdringendes Klagegeheul.

Ein Junge hatte seinen Daumen beim Öffnen einer Cola-Dose aufgerissen. Die Verletzung war nicht arg. Doch er konnte kein Blut sehen, vor allem nicht sein eigenes.

Als Studienrätin Klabusch die Wunde mit Antiseptikum abtupfte, wurde er blaß und sank ohnmächtig zusammen.

Herr Barth sprang auf und eilte der Kollegin zu Hilfe.

Doch der Junge hatte sich bereits erholt. Vermutlich deshalb, weil sein Unterbewußtsein ihm signalisierte, daß Mädchen anwesend waren. Ein gewisses Mädchen vor allem, dem er sich sonst gern als Held präsentierte.

Herr Geisler rief die Klasse zusammen und schlug vor, aufzubrechen.

Ihr nächstes Ziel war das Schloß auf dem Hasenberg.

Sie überquerten mit der Fähre den Fluß und stiegen durch die Weinberge hinauf zu den bewaldeten Höhen.

Bevor sie das Schloß betraten, versammelte Herr Geisler die Klasse um sich und machte sie mit der Geschichte des historischen Bauwerkes bekannt.

„Ihr seht hier eines der imposantesten und am besten erhaltenen Beispiele für die hohe Wohnkultur der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Denkmal von hohem kulturellem Wert“, begann er seinen Vortrag.

Er fuhr fort: „Der Trierer Erzbischof Arnold von Isenburg — er regierte von 1242 bis 1259 — erbaute es als Zollburg. 1688 wurde die Burg zerstört. 1823 fiel sie durch Schenkung an den preußischen Kronprinzen, den späteren König Friedrich Wilhelm IV. Dieser, ein Romantiker, war von der Lage und dem herrlichen Blick über das Rheintal derart angetan, daß er spontan den Wunsch äußerte, auf dieser Burg zu wohnen. So begann man 1825 zunächst den Zufahrtsweg herzurichten. 1836 setzte dann der entscheidende Wiederaufbau unter der Leitung des Architekten von Lassaulx ein...“

Die Klasse fing an zu gähnen und mit den Füßen zu scharren. Der lange Aufstieg hatte sie ermüdet. Die Sonne brannte auf den ungeschützten Schloßhof. Die Mädchen und Jungen waren hungrig, durstig und erschöpft.

Herrn Geislers Vortrag interessierte sie nicht. Außerdem waren die meisten von ihnen schon mehrmals, vor allem als Kleinkinder mit ihren Eltern, hier oben gewesen.

Natürlich würden sie ein Referat über Entstehung und Geschichte des Schlosses ausarbeiten müssen. Doch das kümmerte sie jetzt noch nicht. Wozu gab es schließlich einen Prospekt mit allen erforderlichen Daten am Kartenschalter zu kaufen?

Herr Geisler spürte die sich ausbreitende Langeweile und Unruhe.

„Na ja“, er lächelte säuerlich. „Hm, der Schloßführer möchte sicher auch noch etwas zu erklären haben. Überlassen wir also ihm die Einzelheiten.“ Er blickte sich nach dem jungen Kollegen Barth um. „Wann beginnt die Führung?“

„Sofort, wenn Sie es wünschen. Die junge Dame wartet schon auf uns.“

Es war eine Studentin, die sie durchs Schloß führte.

Die Klasse drängelte durch die Säle und Kemenaten. Länger verweilten sie nur in der Pergola und in den schattigen Arkaden. Sie bestaunten die Steinputten, das dicke Mauerwerk der Befestigungsanlagen, beugten sich über die schweren Bruchsteine und überlegten, wie sie wohl ohne die heutigen modernen Hilfsmittel den steilen Berg heraufgebracht worden waren.

„Wir machen jetzt Essenspause“, ordnete Herr Geisler an, nachdem sie sich wieder im Vorhof des Schlosses eingefunden hatten. „Sind alle beisammen — oder fehlt jemand?“

Man blickte sich um. Es schien niemand zu fehlen.

„Gut, ihr habt jetzt etwa eine Stunde für euch. Um 16 Uhr möchte ich unten am Bahnhof sein. Unser Zug fährt 16.15 Uhr.“

Die Jungen liefen johlend auseinander.

Die Mädchen schlenderten hinterher.

„Macht keine Dummheiten!“ rief Herr Geisler ihnen nach. „Und seid pünktlich zurück. Wir sammeln uns hier.“

Die Klasse kümmerte sich nicht um seine Ermahnungen. Sie stürmte zum Imbißverkauf an einem Seitenfenster des Schloßrestaurants.

Gruppen bildeten sich.

Die Pärchen sonderten sich ab. Sie wanderten mit ihren Pommes frites, Grillwürstchen und Colas waldeinwärts, um allein zu sein.

Sandra und Joschi lagerten mit ihrer Clique auf dem weichen Moos unter den alten hohen Fichten.

Nachdem sie gegessen hatten, fingen die Jungen ein Würfelspiel an.

Die Mädchen gingen zum Schloß zurück, um sich in der Restauranttoilette die Hände zu waschen und ihr Make-up aufzufrischen.

Sie unterhielten sich gerade mit Frau Klabusch, die sich ebenfalls vor einem Spiegel kämmte, als Doris, Gesines Tischnachbarin in der Schule, die Tür zum Waschraum aufriß. „Hat jemand die Klabusch gesehen?“

Frau Klabusch drehte sich um. „Ich bin hier. Was gibt es?“

„Können Sie bitte mal kommen? Gesine Bollerhey ist es schlecht geworden.“

„Zuviel gegessen, was? Oder eiskaltes Cola runtergestürzt.“ Frau Klabusch steckte ärgerlich ihren Kamm ein und ließ den Verschluß ihrer Tasche zuschnappen.

„Sie hat sich gar nichts gekauft. Sie versucht sich zu übergeben, aber es kommt nichts, so leer ist ihr Magen“, verteidigte Doris die Mitschülerin.

Frau Klabusch wandte sich zur Tür. „Wo ist sie?“

Doris lief voraus, um ihr den Weg zu Gesine zu zeigen.

„Bestimmt hat sie einen Sonnenstich weg“, vermutete Ingrid aus Sandras Clique.

„Die hat doch immer einen weg“, witzelte ein anderes Mädchen.

Als sie zu den Jungen zurückgingen, kam Doris erneut angerannt. Atemlos fragte sie: „Wißt ihr, ob‚s im Imbiß Kekse gibt? Oder hat jemand von euch noch welche dabei?“

„Trockene Kekse bei der Hitze! Ich glaube, du spinnst!“ sagte eine Mitschülerin.

„Die Kekse sind für Gesine. Sie hat ihre Geldbörse verloren und konnte sich deshalb nichts kaufen. Die Klabusch meint, sie dürfe jetzt keine fettigen Fritten oder so was essen. Ihr Frühstück war alles, was Gesine heute hatte.“

„Ich habe noch eine halbe Rolle Schokogebäck“, sagte Sandra.

„Bringst du es ihr schon mal rüber? Sie liegt auf der Böschung hinter dem Viadukt. Ich hole was zu trinken.“ Doris lief weiter.

„Also, die ist ja wirklich doof. Sie hätte sich doch was leihen können“, bemerkte Ingrid.

Gesine war leichenblaß. Kalter Schweiß stand auf ihrer Oberlippe. Sie hatte Magenschmerzen, und ihren Kopf schien ein eiserner Ring zusammenzupressen.

Frau Klabusch kniete vor ihr und rieb ihre Stirn mit einem Erfrischungstuch ab.

Sandra gab Frau Klabusch die Schokorolle.

Frau Klabusch nahm einen Keks heraus. „Hier, Gesine, du mußt etwas essen.“

Gesine schüttelte den Kopf.

„Dir ist nur flau. Wenn du etwas gegessen hast, wird dir besser. Wie kann man auch mit leerem Magen einen solchen Aufstieg unternehmen, und das auch noch bei dieser Hitze!“ schimpfte Frau Klabusch. Sie drängte Gesine das Gebäckstück zwischen die Lippen. „Nun sei vernünftig. Iß!“

Gesine nahm Frau Klabusch den Keks ab und fing an zu kauen.

„Na also!“ Frau Klabusch seufzte erleichtert und stand auf.

„Als ich voriges Jahr die Hungerkur machte, bin ich im Kino zusammengeklappt“, sagte eines der Mädchen.

„Und ganz umsonst, was?“ spöttelte eine Mitschülerin mit einem Blick auf ihre pummelige Figur.

Die anderen lachten.

Doris brachte einen Pappbecher voll Limonade.

Doch wieder weigerte Gesine sich zunächst, ihn anzunehmen, obwohl sie halb verdurstet sein mußte. Ihre Lippen waren rissig vor Trockenheit. „Wem... wem muß ich das bezahlen? Wieviel kostet‚s?“ erkundigte sie sich schwach.

„Das ist erledigt“, erwiderte Frau Klabusch. Das Geld für die Limonade stammte von ihr. „Ich verstehe nicht, weshalb du uns nichts von deinem Mißgeschick gesagt hast. Wir hätten dir doch etwas von uns abgegeben.“

Frau Klabusch wußte zwar, daß Gesine wenig Sympathien in der Klasse fand. Doch sie war sicher, daß die Mitschülerinnen ihre Erfrischungen mit Gesine geteilt hätten.

Gesine nahm den Becher und leerte ihn, ohne ihn abzusetzen.

Langsam kehrte Farbe in ihr Gesicht zurück.

„Geht‚s dir jetzt besser?“ fragte Frau Klabusch.

Gesine nickte.

Plötzlich fing sie an zu weinen.

Die Mädchen starrten sie betroffen und verlegen an.

„Na, na, na, was soll denn das? Dazu gibt es doch keinen Grund“, sagte Frau Klabusch tröstend. „Es kann jedem einmal passieren, daß er schlapp macht. Dafür brauchst du dich nicht zu schämen.“

Sie scheuchte die Mädchen mit einer Handbewegung fort. „Geht mal wieder zu den anderen.“

Sandra und Doris wollten sich ebenfalls entfernen. Doch Frau Klabusch hielt sie zurück. „Bleibt ihr zwei bei Gesine. Ihr kennt sie ja noch am besten, nicht?“ Sie hatte Gesine früher manchmal auf dem Schulhof in Sandras Gruppe stehen sehen. Und von Doris wußte sie, daß sie ihren Tisch mit Gesine teilte.

„Ich muß mal nach den anderen sehen. Vielleicht braucht noch jemand meine Hilfe. Iß noch etwas, Gesine. Und kommt bald nach. Es wird Zeit für uns, aufzubrechen“, sagte sie und

ging-

„Wein doch nicht. Weshalb weinst du denn so, Gesine?“ fragte Doris.

„Fehlt dir was? Hast du Schmerzen?“ erkundigte sich Sandra.

Gesine schüttelte verzweifelt den Kopf und schluchzte weiter.

Ihr fehlte nichts. Ihr fehlte alles.

Sie hatte ihre Geldbörse nicht verloren. Aber sie durfte sich nichts zu essen oder zu trinken kaufen, weil sie das Verpflegungsgeld, das ihre Oma ihr für unterwegs mitgegeben hatte, Fedor abliefern mußte. Sie hatte ihre Montagsrate wieder nicht beisammen. Und nun fürchtete sie sich.

Sie fürchtete sich ganz entsetzlich vor Fedor und Hortense.

Am vergangenen Montag nachmittag war ein schweres Gewitter über der Stadt niedergegangen. Deshalb hatte ihre Großmutter ihr nicht erlaubt, auszugehen. „Wer wird denn bei diesem Wetter schwimmen? Außerdem bist du erkältet. Du läufst mir heute nachmittag nicht wieder in der Stadt herum“, hatte sie gesagt und vereitelte so Gesines Zahlung an die Fedorbande.

Am nächsten Morgen tauchte Ruth plötzlich neben Gesine auf dem Schulhof auf.

Sie drängte Gesine hinter die Sporthalle. „Du kannst dich auf etwas gefaßt machen, soll ich dir bestellen. Warum bist du gestern nicht gekommen?“

„Meine Oma hat es mir nicht erlaubt, weil es regnete. Ich mußte zu Hause bleiben.“

„Meine Oma hat es mir nicht erlaubt!“ äffte Ruth sie nach und kniff Gesine hart in den Oberarm. „Bist du ein Baby?“ Wieder grub sie ihre Fingernägel in Gesines Arm.

Gesine schrie auf.

„Du wirst noch ganz anders jammern, wenn Hortense dich vornimmt.“

„Ich hab ja das Geld! Ich habe es zu Hause, ehrlich!“ versicherte Gesine voller Angst.

Ruth ließ von ihr ab. „Gut. Morgen bringst du es mit in die Schule. Ich treffe Fedor morgen abend und gebe es ihm.“

Gesine hatte gehorcht. Sie war froh, so glimpflich davonzukommen.

Doch nun war wieder eine Woche fast zu Ende. Am Montag sollte Gesine mit einer neuen Zahlung in der Laube erscheinen. Doch sie hatte den Betrag nicht beisammen. So kurz vor Monatsende besaß ihre Großmutter nicht mehr viel Wirtschaftsgeld. Da wurde nur noch das Nötigste gekauft, und es gab keine Möglichkeit für Gesine, etwas beiseite zu bringen.

Sie wagte nicht auszudenken, was mit ihr geschah, wenn sie das Geld wieder nicht pünktlich ablieferte.

Sie blickte ihre beiden Mitschülerinnen an. Und plötzlich brach es aus ihr heraus: „Ich habe Angst!“

„Angst?“ Doris und Sandra starrten sie verständnislos an. „Wovor hast du Angst? Die Klabusch ist in Ordnung. Die trägt es dir nicht nach, daß du zusammengeklappt bist.“ Sie hatten keine Ahnung von Gesines tatsächlicher Situation.

Gesine hörte sie nicht. Sie war so in ihrem Elend gefangen, daß sie nicht mitbekam, was die Mädchen sagten.

„Ich bin ein Pechvogel. Ich wünschte, ich wäre tot“, jammerte sie.

„Hör schon auf, Gesine!“ sagte Sandra ungeduldig.

„War viel Geld in deiner Börse?“ fragte Doris.

„Ihre Großmutter wird ihr deshalb nicht gleich den Kopf abreißen“, meinte Sandra. „Kann jeder mal was verlieren. Außerdem war es ja ihr eigenes Geld.“

„Wo hast du es denn verloren? Kannst du dich nicht daran erinnern, wann du es zuletzt noch hattest?“ fragte Doris.

„Vielleicht liegt die Börse zu Hause in deinem Zimmer und du regst dich ganz umsonst auf“, sagte Sandra.

„Wir könnten eine Sammlung veranstalten“, schlug Doris hilfsbereit vor.

„Nein, ich... Oh, ich weiß nicht, was ich tun soll“, schluchzte Gesine.

„Was du tun sollst? — Du reißt dich jetzt zusammen und gehst mit uns runter. Machst ein Theater wegen einer verlorenen Geldbörse, also weißt du!“ Sandra spürte, wie sie langsam wütend auf Gesine wurde.

„Ja, los! Der Geisler jault bestimmt schon nach uns. Es ist gleich halb vier. Wir müssen zum Bahnhof. Das mit der Sammlung kläre ich mit den anderen“, sagte Doris und reichte Gesine ihre Hand, um sie hochzuziehen.

„Du bist ja wohl ständig in Geldschwierigkeiten, was?“ sagte Sandra hitzig.

Gesine wurde rot. Sie hörte auf zu weinen. Mit Erschrecken wurde ihr bewußt, daß sie sich fast verraten hätte.

Sie stand auf und klopfte die Fichtennadeln von ihrem Hosenboden.

„Ihr braucht für mich nicht zu sammeln. War ja nicht soviel. Ich komme immer über die Runden, bis das Taschengeld von meiner Mutter eintrifft. Meine Oma legt es aus“, sagte sie trotzig.

Sie gingen durch den Viadukt und über die alte Holzbohlenbrücke zum Schloßhof.

Von weitem schon sahen sie Herrn Geisler wild mit den Armen fuchteln. Die Klasse stand zum Abmarsch bereit.

Herr Barth kam ihnen entgegengelaufen. „Wo bleibt ihr denn? Wir versäumen den Zug. Herr Geisler hat ausdrücklich befohlen, pünktlich zu sein. Aber ein paar von euch müssen ja wohl immer Ärger machen.“

„Am liebsten würde ich mir das Leben nehmen“, sagte Gesine, mehr zu sich selbst.

Doris, die neben ihr ging, hörte es. Sie lachte belustigt. „Wegen dem Geld? Oder wegen Geisler? Du hast Probleme! Laß ihn toben. Er beruhigt sich auch wieder. Geisler hat mit uns schon ganz andere Sachen erlebt als einen versäumten Zug, was, Sandra?“ Sie stieß Sandra an.

„Worum geht‚s denn?“ fragte Sandra.

„Gesine will sich das Leben nehmen.“

„Wer‚s sagt, tut‚s nicht“, erwiderte Sandra gleichmütig.

Am nächsten Morgen war Gesine verschwunden.