6
»Rache!«, kreischte Jenks und erschreckte mich fast zu Tode, als er sich aus den hohen Bäumen fallen ließ.
»Gott, Jenks!«, jaulte ich, und mein Herz raste, als ich anhielt, eine Hand an den Baum neben mir gestützt. »Du hast mich erschreckt. Wo ist Trent?«
Der Pixie schwebte vor mir und verlor roten Staub. Er betrachtete mein mitgenommenes Aussehen und akzeptierte es. Er war klug genug, nicht zu fragen, was passiert war. Ich war hier, der Killer nicht. Das reichte Jenks, und im Moment reichte es auch mir. »In einem Loch im Boden«, sagte er, und ich verspannte mich. »Irgendeine Art von Gartenbunker. Es war seine Idee. Ich habe ihm gesagt, er soll Ivy suchen, aber er wollte nicht auf mich hören. Sie werden ihn finden, Rache! Es ist nicht mein Fehler! Er wollte nicht auf mich hören!«
Ich drehte mich keuchend um und sah den Weg zurück, den ich gekommen war. »Zeig es mir«, sagte ich, und er schoss davon, wobei er genug Staub verlor, dass ich ihm selbst humpelnd folgen konnte. »Wenn dieser Mann sich umbringen lässt, dann werde ich ihn zusammenschlagen!«, murmelte ich und machte mich an den sanften Aufstieg.
Beiläufig bemerkte ich, wie ruhig und entspannend es hier war. Die Rasenflächen waren weitläufig und gut gepflegt. Die Bäume waren riesig und erhoben sich über uns wie eine hohe Decke. Möwen schrien und umflatterten ein weinendes Kind mit einer Schachtel voller Hundekuchen. Atemlos sah ich, wie zwei Anzüge hinter einer Reihe hoher Büsche verschwanden.
Verdammt, ich will das nicht nochmal machen.
Meine Tasche eng an den Körper gepresst, rannte ich ihnen hinterher. Ich konnte Jenks' schwache Spur auf dem feuchten Gehweg ausmachen. Vor mir standen die zwei Männer an einer bunkerartigen Tür, die in einen Erdhügel eingelassen war. In der Ferne erhob sich ein Ende des Gateway Arch. Ohne mich zu bemerken, glitten die Männer hinein — und die Tür fiel zu.
Ich blieb keuchend vor der braun gestrichenen Stahltür stehen und lauschte, während ich darum kämpfte, wieder normal zu atmen. Ich drückte die Klinke nach unten. Verschlossen — und zwar nicht mit einem Zauber, den ich vielleicht brechen könnte, sondern eher mit einem altmodischen Riegel von innen. Zumindest war Jenks mit da drin.
»Verdammt!«, zischte ich, ließ mich zurückfallen und zog mein Handy aus der Tasche. »Geh ran, Ivy«, sagte ich, als ich auf den Knopf drückte und zur selben Zeit an der Tür zerrte.
»Direkt hinter dir«, erklang ihre Stimme, und ich wirbelte herum.
»Wo ...«, setzte ich an, dann verdrängte ich den Gedanken. »Die Tür«, brabbelte ich und ließ das Handy wieder in meine Tasche fallen. »Zwei von ihnen. Da drin mit Trent.«
Ivy bedeutete mir, beiseitezutreten, dann verpasste sie dem Knauf mit einem Schrei einen Seitentritt. Ich hörte Metall brechen und war nicht überrascht, als der Knauf abfiel, als sie daran zog. Die Tür öffnete sich. Gott, ich hatte wirklich gute Freunde.
Schulter an Schulter schauten wir einen langen, nur schwach erleuchteten Korridor entlang. Die Lampen waren fahl, und die Sonne erleuchtete ihn nur ein paar Meter weit. Es war ruhig und eine kühle Brise unterirdischer Luft bewegte meine Haare.
»Wohin?«, fragte Ivy, während ich hineinschlich und die Kälte auf meiner Haut fühlte. Als die Tür sich hinter uns schloss, sahen wir die schwache Spur aus Pixiestaub, und ich deutete darauf.
»Da lang.«
Es roch nach Öl und Feuchtigkeit — nach verschwitzten Männern, alten Maschinen und staubigem Papier, das schon seit zwanzig Jahren nicht mehr an der Sonne war. Diesen Raum bekamen Touristen wohl nicht zu sehen, und ich fragte mich, wo wir waren, als wir dem Flur nach unten folgten. Wir ignorierten Türen und offene Durchgänge, wenn Jenks' Staub uns an ihnen vorbeiführte.
»Wo ist der dritte?«, fragte sie.
»Beim Auto, bewusstlos. Lass sie bloß nicht anfangen zu singen, okay?«, hauchte ich. Sie nickte und glaubte es mir einfach.
Wir müssen jetzt fast unter einem der Pfeiler sein, dachte ich und fragte mich, wie Quen täglich dafür sorgte, dass Trent in Sicherheit war. Wahrscheinlich war es einfacher, Trent in einem Büro zu bewachen, als ihn vor drei Kerlen in einem Cadillac zu beschützen. Aber wenn ich den Mann lebendig fand, würde ich ihm eine Leine kaufen.
Ich hörte ein leises metallisches Knacken und dann Jenks' Aufschrei.
»Scheiße«, fluchte Ivy, sprang an mir vorbei und rannte den Flur entlang.
Keuchend eilte ich hinter ihr her. Trent schrie etwas — es klang wie Latein —, und ich packte einen rostigen Stützpfeiler, weil meine Stiefel auf dem öligen Zement den Halt verloren, und schlitterte um eine staubige Maschine herum in einen dreckigen Lichtfleck.
Ich blinzelte und beobachtete, wie Jenks noch eine Glühbirne zerstörte, um es dunkler zu machen. Zwei Schatten huschten durch die Dunkelheit, und Ivys schlanke Gestalt jagte sie. Die Decke war niedrig und der Raum voller vergessener Maschinen. Trent kniete mit dem Rücken zu mir neben seinem Koffer unter einer Lampe und über ihm erhob sich ein Schutzkreis. Ich atmete auf und zögerte, hin- und hergerissen zwischen meiner Erleichterung und dem Drang, Ivy zu folgen, die den Geräuschen nach zu urteilen gerade Leute gegen Wände warf.
Der Schutzkreis war größer, als ich es bei Trent für möglich gehalten hatte, fast die Größe, die ich erreichte. Ich war froh, dass ich ihm die magnetische Kreide gegeben hatte. Er hatte eine Schärpe über der Schulter liegen und auf seinem Kopf saß eine Stoffkappe, die ich nicht kannte. Ich schnüffelte und fragte mich, ob ich eine erloschene Kerze roch oder nur Schwefel. Trent sah mitgenommen aus, als unsere Blicke sich trafen. Er wirkte mit der Schärpe und der Kappe fast wie ein Gelehrter, aber er schien gesund und munter.
»Rachel! Hilf mir mal!«, rief Ivy. Ich warf Trent einen Blick zu, der sagte, dass er bleiben sollte, wo er war, und rannte los. Das Glühen von Jenks' Staub erhellte eine dunkle Ecke, und ich verzog das Gesicht, als ich ein lautes Scheppern hörte. Dreck, wenn das Ivys Kopf gewesen war ...
Ich rannte in die nächste Lichtpfütze und bemühte mich, den Arm des Mannes zu packen, den sie von sich geworfen hatte. Es war der Kleine, und ich benutzte seinen eigenen Schwung, um ihn gegen einen rostigen Stützpfeiler zu schlagen. Er traf ihn mit einem Knall, und seine Hände bewegten sich nur noch schwach, als er auf den dreckigen Boden sank. Mit einem trockenen Knacksen brach der Pfeiler, gegen den er geknallt war, und fiel auf ihn. Dreck rieselte von der Decke und überzog ihn mit einer Rostschicht. Ich schob einen Fuß unter ihn und drehte ihn auf den Rücken, um sein schmerzverzerrtes Gesicht zu mustern. »Überraschung!«, sagte ich, und er riss die Augen auf.
»Runter!«, schrie Jenks. Ich ließ mich fallen und fühlte, wie Metall über meinen Kopf hinwegschoss.
»Hurensohn!«, murmelte ich, als ich mich zur Seite rollte und wieder aufstand, wobei ich eine Maschine von der Größe eines Autos berührte. Das Tödliche-Zauber-Amulett an meiner Tasche klimperte. Vor mir stand der Langhaarige und hielt einen Metallstab von der Länge eines Baseball-Schlägers in den Händen. Verdammt, ist Ivy erledigt?
Ich konnte sie nicht sehen und wich langsam zurück, als er vortrat und seinen dämlichen Metallprügel schwenkte, als wäre er ein Schwert. Meine Hände waren leer. Ich hatte Jacks Splat Gun in meiner Tasche, aber sie war nicht geladen. Ich leckte mir die Lippen und zapfte die Kraftlinie an, auf der St. Louis erbaut war. Wenn er anfing zu singen, würde ich ihn frittieren, egal, ob der Zauber schwarz war oder nicht.
Ich wurde überschwemmt von Energie, die nach totem Fisch und Strom schmeckte, und riss die Augen auf. Es war, als hätte sie jeden Quadratzentimeter meiner Haut gleichzeitig getroffen, und ich saugte beschwingt Luft in meine Lunge. Dreck, ich glaube, wir stehen direkt unter der Kraftlinie.
Der Kerl, den ich gegen den Pfeiler geschlagen hatte, bewegte sich, und sein Kumpel nahm sich einen Moment Zeit, um ihm aufzuhelfen. »Ivy!«, rief ich besorgt, und sie hustete in der Dunkelheit.
»Sie ist okay«, sagte Jenks, der in Kreisen um meinen Kopf schoss.
Die zwei Männer standen vor mir. Dem Kleinen floss Blut aus einer Kopfwunde über die Stirn. Grinsend deutete der Kerl mit dem Pferdeschwanz auf Ivy, und ich zuckte zusammen, als jemand hart an der Kraftlinie zog, die irgendwo über uns summte. Ihre Köpfe schossen überrascht nach oben, und ich warf mich in die Schatten.
»Höher, Jenks!«, schrie ich. Mein Schwermagie-Amulett glühte rot, als ich Ivy fand. Sie war auf den Beinen, aber sie hielt sich den Kopf. Ich hatte noch keinen Schutzkreis errichtet, als mich die Magie traf. Zu spät, dachte ich und klappte schmerzerfüllt zusammen, als eine Energiewelle über mich hinwegschwappte. Es war, als hätten sie einen Weg gefunden, die gesamte Kraftlinie in mich zu leiten und mich zu zwingen, sie zu halten. Ich schrie und versuchte, die Kraftlinie entweder durch mich zu leiten oder zu speichern — alles, um die Energie zu bewältigen, die mich erfüllte.
Keuchend gelang es mir, die Welle zu meistern, und mit einem triumphierenden Schrei drückte ich die gespeicherte Energie wieder aus mir heraus und in sie, bevor ich die Verbindung mit der Kraftlinie völlig trennte, damit sie mir nicht die Synapsen frittierte. Das war keine wilde Magie, damit konnte ich umgehen. Hurensöhne ...
Welcher Dämon hatte ihnen das beigebracht? Und wie viel hatte es sie gekostet?
Ich hob in meiner kauernden Haltung den Kopf und vergaß dabei völlig, dass ich gefallen war. Ivy stand neben mir, und ich spähte durch einen Tränenschleier zu den zwei Elfen, die sich gerade wieder sammelten. Ich hätte mich ja gut gefühlt, wenn ich nicht immer noch Schmerzen gehabt hätte.
»Bist du okay?«, fragte Ivy, und ihr Griff an meinem Arm, mit dem sie mich auf die Beine zog, tat weh. Meine Haut fühlte sich an als hätte jemand Sand durch meine Poren gejagt. Sie ließ mich los, als ich das Gesicht verzog, sah aber selbst nicht viel besser aus als ich mich fühlte. Ihre Wange schwoll an, und Schmutz überzog ihre gesamte rechte Körperseite.
»Prima. Wie ist es bei dir?« Ich nahm meine Tasche vom dreckigen Boden und drehte mich zu den zwei Mördern um.
»Ich werde es überleben«, verkündete sie finster. »Was mehr ist, als man von ihnen sagen kann.«
Ja. Ich empfand genauso und unterdrückte ein Stöhnen, als ich zusammen mit Ivy vortrat, bereit, sie fertigzumachen, wenn sie nicht verschwanden. Irgendwie ging ich, wenn ich sie mir so ansah, nicht davon aus. Ich holte Luft, weil ich ihnen ein paar Takte erzählen wollte, dann zögerte ich, als ich ein leichtes Rumpeln hörte und fühlte. Staub rieselte von der Decke, und die zwei Elfen sahen auf. Derjenige, der gegen den Stützpfeiler geknallt war, wirkte vollkommen verängstigt. Er zeigte nach oben, drehte sich um und rannte Richtung Ausgang davon.
»Hey! Kommt zurück!«, schrie ich, als der andere ihm folgte.
Jenks schoss mit verängstigter Miene zu uns. »Raus!«, kreischte er, als das Rumpeln lauter wurde. »Lauft!«
»Was?«, war das Einzige, was ich hervorstoßen konnte, bevor die Erde sich bewegte. Ich verlor das Gleichgewicht und griff nach irgendwas, um nicht zu fallen. Betontrümmer landeten dort, wo die Elfen gestanden hatten. Ivy tänzelte und blieb irgendwie auf den Füßen, während ich mich an einen verrosteten Pfeiler klammerte.
»Er bricht ein!«, schrie Jenks. Er war das Einzige, was sich in der plötzlich staubigen Luft nicht bewegte.
Unsicher packte Ivy meinen Arm, und wir stolperten zur Tür. Der Boden hörte auf, sich zu bewegen, und wir rannten los.
»Erdbeben?«, riet ich, als wir Trent benommen in der Mitte seines gefallenen Schutzkreises fanden. Die Kappe war ihm vom Kopf gerutscht, und er hielt die Kreide in der Hand.
»Wir befinden uns auf einem tausend Jahre alten Sumpf«, sagte Ivy. »Hier gibt es keine Bruchlinien.«
»Lauft!«, schrie Jenks. »Es ist noch nicht vorbei!«
Ich packte Trents Koffer und zusammen rannten wir auf die braune Tür zu. Wir waren drei Schritte weit gekommen, als eine Dreckwelle uns überholte, unsere Lungen füllte und unsere Augen zum Tränen brachte. Die Lichter gingen aus, und die Erde bewegte sich wieder. Keuchend tastete ich mich voran, blinzelte an Trent vorbei und folgte Ivy, die Hindernisse aus unserem Weg räumte.
»Da!«, schrie sie, und ich sah das gedämpfte Licht der Sonne.
Der Boden machte einen Sprung, und etwas krachte so laut, dass ich mich duckte. Mit einer Hand an Trents Arm riss ich ihn nach vorne, als er hustend stehen blieb. Wir ergossen uns in einer Staubwolke aus dem Boden und rannten noch mehrere Meter, bevor wir anhielten, uns umdrehten und die Öffnung anstarrten. Verdammt, vielleicht hätte ich den Kerl nicht gegen den Stützpfeiler werfen sollen.
»Sie entkommen«, sagte ich und zeigte auf die Elfen auf dem Gehweg, bevor ich meine Hände auf die Knie stützte. Als sie uns sahen, drehten sie sich um und rannten weg. Feiglinge.
»Lass sie gehen«, sagte Ivy, und ich drehte mich zu ihr um, während ich versuchte, zu ignorieren, dass Trent sich gerade ins nächste Gebüsch übergab.
»Ich schulde ihnen Schmerzen!«, sagte ich und zog meine Tasche auf der Schulter höher. »Verdammt nochmal, Trent!«, schrie ich und zog ihn auf die Füße, obwohl er sich gerade noch den Mund mit der roten Schärpe abwischte, die er sich von der Schulter gezogen hatte. »Ich habe dir gesagt, du sollst Ivy suchen, nicht, dass du dich in einem Loch im Boden verstecken sollst! Ich kann dich nicht am Leben halten, wenn du nicht auf mich hörst!«
»Lass ihn in Ruhe«, sagte Ivy und zog mich von ihm weg. Sie starrte in den Himmel, und ihr Mund stand offen.
Ich blutete. Ich starrte entsetzt meine Hand an und bewegte meine Finger, bis mir klarwurde, dass es nicht mein Blut war, sondern Trents. Sein Oberarm, an dem ich ihn vorwärtsgezogen hatte, war blutüberströmt. Und auch aus seinen Ohren lief Blut, und die Hand, mit der er sich über den Mund wischte, war ebenfalls rot. Das machte mich nur noch wütender. Verdammt, er war verletzt.
»Ich bin für dich verantwortlich!«, schrie ich genervt. »Wenn du jemals wieder so was tust, werde ich dich selbst umbringen. Hast du das verstanden?«
Trent starrte mich böse an und wischte sich noch einmal mit der Schärpe über den Mund, bevor er sie fallen ließ. »Du bist nicht mein Hüter«, sagte er mit blitzenden grünen Augen, die mich an den Elfen erinnerten, der mich fast umgebracht hatte, indem er mich in den Tod sang.
»Im Moment bin ich genau das!«, schrie ich und schob mein Gesicht direkt vor seines. »Komm damit klar!«
»Rache!, würdest du bitte den Mund halten!«, schrie Jenks. »Wir haben ein größeres Problem.«
Plötzlich bemerkte ich, dass Trent bleich geworden war und wie Ivy und Jenks zum Fluss starrte. Ich drehte mich um und fühlte, wie mir das Gesicht entgleiste.
»Oh«, sagte ich. Plötzlich ergaben die näher kommenden Sirenen einen Sinn. Ich glaubte nicht, dass ich mir noch Sorgen darüber machen musste, dass ich Unfallflucht begangen hatte. Die Polizei, sowohl I.S. als auch das FIB, hatten jetzt andere Sorgen.
Der Gateway Arch war verschwunden. Irgendwie. Die zwei Endpfeiler standen zum Teil noch, aber der Rest lag in hausgroßen Trümmern zwischen den gebrochenen Enden.
Mein Magen verkrampfte sich. Ich schaute auf den Bunker und verstand, was passiert war. »Das war nicht mein Fehler«, sagte ich leise, aber meine Stimme zitterte, weil ich es selbst nicht glaubte.
»Vielleicht sollten wir von hier verschwinden«, schlug Jenks vor.
»Gute Idee«, sagte Ivy. »Vergesst den Mietwagen. Sie haben Verfolgungszauber in den Rahmen eingelassen, und jetzt wird sicher niemand mehr nach dir suchen.«
Ich nickte, packte Trents Ärmel und zog ihn hinter mir her. »Sie haben inzwischen wahrscheinlich auch einen Verfolgungszauber am Auto meiner Mom.«
»Ich kann jede Wanze finden«, erklärte Jenks und flog höher, als Trent zu seinem Rollkoffer schlurfte und mir dann folgte. Zusammen traten wir auf den Gehweg und schlossen uns den Verletzten an, nur dass wir gegen den Strom liefen, der aus den umliegenden Stadtvierteln zu Hilfe eilte. Ausnahmsweise bemerkte niemand unsere dreckige Kleidung oder unsere Wunden. Wir waren auf den Beinen, und es gab jede Menge Leute, denen es nicht so gut ging.
Auf keinen Fall hatte das ein einziger fallender Stützpfeiler ausgelöst. Es waren die zwei Elfen gewesen und die Magie, die ich in sie zurückgedrückt hatte. Das war nicht mein Fehler. Und als ich mich an die spielenden Kinder erinnerte, schwor ich mir, dass die Withons dafür zahlen würden. Mit Zins und Zinseszins.