Epilog
~ Aydans Erbe ~
Fünf Jahre waren seit dem Kampf in dem Stollen vergangen. Aus Aydan war ein prächtiger junger Mann geworden, der wie sein Vater aussah. Sein Haar war schulterlang, sein Gesicht markant und seine Statur athletisch. Lediglich seine Augen blau, wie das Meer und die seiner Mutter. Es dämmerte und er ging spazieren. Aydan mochte die kühle Abendluft. Es war der erste Vollmond in diesem Kalenderjahr und er schritt durch den frischen Pulverschnee, der unter seinen Sohlen knarzte. Flankiert wurde er von einem verliebten Pärchen. »Komm schon Aydan, wir müssen uns ein wenig beeilen«, wurde er von dem Begleiter angetrieben. Die Dame, die sie begleitete, schmunzelte.
»Hetz ihn doch nicht so«, wandte sie sich an ihren Liebhaber.
Sie beschleunigten ihre Schritte, die der Schnee dämpfte.
Die Gruppe lief eine halbe Stunde durch die Ländereien Avabrucks. Aydans Erbe. Dann erreichten sie schließlich die Lichtung.
»Da wären wir«, sagte Aydan und setzte sich auf einen Schneehügel.
»Komm steh auf mein Junge, ich will nicht, dass du krank wirst«, meinte die Dame.
Er erinnerte sich an seine erste Verwandlung, als wäre sie gestern gewesen.