15
Ann, wach auf. Wir müssen los.«
Sie riss die Augen auf. Setzte sich ruckartig auf,
dass ihr schwindlig wurde.
»Hey, hey, ist schon okay. Bloß keine Hektik - die
Jäger sind weg.« Jasha war wieder topfit. Zwar ein bisschen blass
um die Nase, leicht angespannt, aber trotzdem sehr gefasst.
Sie schaute sich benommen um. Draußen strahlte die
Sonne, nach der Helligkeit zu urteilen, war es bestimmt schon
Nachmittag. Sie ruhte auf dem Boden, in einem kuscheligen Nest aus
Sofakissen und bunten Decken. »Was …? Wie …?«
»Du hattest einen Schock. Schlimme Albträume.
Deshalb hab ich dir auf dem Boden ein Bett gemacht und dich
ausschlafen lassen.«
Ann schob sich gedankenvoll die Haare aus dem
Gesicht, derweil versuchte sie angestrengt, ihre Träume zu
rekapitulieren. Sie war durch den Wald gelaufen, schneller und
immer schneller. Sie hatte einen Blick über ihre Schulter geworfen
und Wölfe bemerkt, die sie verfolgten. Mit einem Mal waren überall
Wölfe. Sie war in Panik geraten … Dann war Jasha an ihr
vorbeigehetzt. Er hatte gegrinst und sich ebenfalls in einen Wolf
verwandelt. Schlagartig war ihre Angst verschwunden.
Gleichwohl begriff sie instinktiv, dass es kein
Zurück gab. Flucht und Furcht würden ihr künftiges Leben
bestimmen.
Sie rieb sich die Augen. »Es war schlimm.«
»Es wäre noch viel schlimmer gewesen, wenn du nicht
bei mir geblieben wärst.« Er hielt ihr seine Hand hin.
»Was? Oh.« Er spielte offenbar auf seine Rettung
an. Ann hingegen war mit der Deutung ihres Traums beschäftigt. Sie
brauchte keinen Freud, um ihn zu interpretieren. Ihr war
sonnenklar, was der Traum bedeutete, denn ihr Unterbewusstsein war
alles andere als subtil. »Ja, ja, ich hab ein Herz für verletzte
Tiere.«
Das hatte sie wahrhaftig. Kresley hatte halb
verhungert, verfloht und mit eitrigen Bisswunden übersät vor ihrer
Haustür gesessen. Ann war es unbegreiflich, wie der kleine Kerl das
überlebt hatte. Anders als sie war Kresley jedoch ein Kämpfer, und
halbwegs wieder fit, hatte er sämtliche Hunde in der Nachbarschaft
eingeschüchtert. Selbst der Rottweiler ihres Vermieters zog den
Schwanz ein, wenn ihr Kater vorbeistolzierte.
Sie fasste Jashas Hand und ließ sich von ihm
hochziehen. In seine zärtliche Umarmung.
Er eroberte ihren Mund mit einem langen, sinnlichen
Kuss. Seine Verletzung, ihre Skrupel oder die Möglichkeit lauernder
Gefahren waren mit einem Mal ausgeblendet. Stattdessen
konzentrierte er sich darauf, Anns Ängste zu zerstreuen. Seine
Hände glitten über ihren Rücken, massierten ihre Muskeln,
verkrampft vom Liegen auf dem harten Boden und von ihrem
prophetischen Traum. Seine Lippen öffneten ihre, seine Zunge
drängte tief in ihren Mund. Unversehens stürmten die Eindrücke des
vergangenen Tages auf sie ein. Der Wald, das Unwetter, Jashas
hungriger Sex und ihr rauschhafter Höhepunkt.
Gleichzeitig fühlte sie ein verräterisches Ziehen
im Unterleib, eine Warnung, dass sie zu impulsiv gewesen war und
dafür büßen musste.
»Du bist eine hinreißende Frau«, flüsterte
er.
»Findest du? Ich finde, ich seh wie eine Giraffe
aus.« Das hatte sie so oft gehört, dass sie es inzwischen selbst
glaubte.
»Und ich bin ein Wolf. An Halloween geben wir das
perfekte Paar ab. Meine süße Giraffe, hab ich dir eigentlich schon
mal gesagt, wie sehr ich deine endlos langen Beine mag?«
»So wie ein Wolf eine Antilope mag?«, zog sie ihn
auf und glaubte ihm kein Wort. Im Büro schien er gegenüber ihren
weiblichen Reizen nämlich total immun. Er machte diese
Lippenbekenntnisse doch bloß deshalb, weil sie hier allein waren
und er sie brauchte.
Trotzdem waren seine Lippenbekenntnisse
einfach himmlisch, lächelte sie stumm in sich hinein. »Jasha, wieso
müssen wir von hier weg? Wo willst du überhaupt mit mir hin?«
»Wir gehen in den Wald. Damit.« Er schob eine Hand
in seine Jackentasche und zog einen winzigen silbernen Chip heraus.
Er zeigte ihn Ann. »Er wollte mich markieren - als wäre ich einer
von den bedrohten Wölfen. Um herauszufinden, wohin ich mich
zurückziehe und wo ich mich verstecke. Jetzt werde ich den Spieß
umdrehen. Ich werde ihn aufspüren, ihm eine Menge unbequemer Fragen
stellen und ihn fertigmachen.«
»Ihn fertigmachen?«, wiederholte sie
argwöhnisch.
Jashas Augen glitzerten wie Eiskristalle in der
Sonne. »Ja, ich will ihn zur Strecke bringen, bevor er meine
Familie findet. Ihn fertigmachen, bevor er uns fertigmacht.«
»Folglich fungieren wir als lebende Köder?«
»Wir haben die Alternative: Entweder spielen wir
den Lockvogel und wenden das Blatt. Oder wir sind mausetot. Was ist
dir lieber?«
»Klingt beides nicht besonders prickelnd.«
Er wartete.
Sie seufzte. »Okay, häng mich an einen Haken, wirf
mich ins kalte Wasser und nenn mich einen Wurm.«
»Das ist mein Mädchen!« Er drückte sie an
sich.
Entrüstet wehrte sie ihn ab und begann, Kissen und
Decken vom Boden einzusammeln.
Er bückte sich, um ihr zu helfen.
Sie legte hastig eine Hand auf seinen Arm. »Nein,
lass das. Du bist verletzt.«
»War bloß ein Klacks. Schau mal.« Er knöpfte sein
Hemd auf und zeigte ihr seine Schulter.
Sie tastete mit ihren Fingerspitzen behutsam über
die kritisch gerötete Stelle. Es sah zwar schlimm aus, trotzdem
fühlte sie lediglich eine kleine Narbe.
Und das, obwohl sie hundertprozentig wusste, dass
sie ihre Finger tief in die Wunde gesteckt hatte. Sonst hätte sie
die Pfeilspitze niemals herausfischen können. »Ist diese
Unverwundbarkeit auch ein Bestandteil des … äh … öh …?«
»Sprich es ruhig aus. Du meinst den Pakt mit dem
Teufel, hmm?« Er sah Ann fest in die Augen, als wollte er ihre
Reaktion testen. »Ja, meine Verletzungen heilen schnell, und das
ist eine tolle Sache. Einer von vielen Vorzügen aus dieser
unseligen Abmachung.«
»Du hast tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel
geschlossen?« Ihre Stimme überschlug sich fast.
Er dagegen wirkte cool und gefasst. Womöglich fand
er diesen Wahnsinn ganz normal, dachte Ann. Das Blendwerk des
Satans, außersinnliche Phänomene und Grenzerfahrungen, so etwas war
ihr in höchstem Maße suspekt. Und daran gab es nichts zu rütteln,
ganz egal, was passierte.
Trotzdem nahm sie den Gesprächsfaden interessiert
auf. »Ein Pakt mit dem Teufel. Das klingt so melodramatisch wie in
Goethes Faust.«
»Faust war ein lausiger Versager. Mit ein bisschen
Verhandlungsgeschick hätte er für seine Seele bei Weitem mehr
herauskitzeln können.«
Sie starrte Jasha mit offenem Mund an. »Das musst
du gerade
sagen«, fauchte sie. »Du verwandelst dich in einen Wolf.
Ist dir nichts Cooleres eingefallen?«
Um seine Mundwinkel herum zuckte es. »Was denn zum
Beispiel?«
»Keine Ahnung. Vielleicht der erste Platz bei
Let’s Dance?«
»Meinst du, der Leibhaftige könnte da was
drehen?«
»Muss wohl. Sonst hätten Russell und Teresa die
letzte Staffel bestimmt nicht gewonnen«, muffelte sie.
Er wieherte los, und als Ann ihn bitterböse
anfunkelte, hüstelte er ertappt und setzte eine ernste Miene auf.
»Wenn es nach mir ginge, hätte ich mir gewünscht, dass die
Giants die Saison gewinnen.«
»Na toll. Ich steh mehr auf die Yankees.«
Sie warf die Kissen auf die Couch.
Er trat hinter sie.
»Du … äh … kannst den Pakt nicht rückgängig
machen?«, wollte sie wissen.
»Keine Chance.«
»Hmm. Schätze, der Fürst der Finsternis hat da ein
kleines Wörtchen mitzureden.« Sie spähte unbehaglich zu Jasha.
»Oder?«
»Ich glaube nicht, dass in den vergangenen tausend
Jahren jemand mit ihm gesprochen hat.«
»Tausend Jahre sind eine verdammt lange Zeit.« Sie
wiegte gedankenvoll den Kopf. »Dann hast du den Pakt gar nicht
geschlossen? Deine Vorfahren haben dir das eingebrockt?«
»Korrekt. Einer meiner frühen Ahnen stellte die
Bedingungen, und da gab es Let’s Dance natürlich noch
nicht.«
»Also ist die ganze Familie …«
»Nur die Männer«, erinnerte er sie.
»Mag der Teufel keine Frauen?«, giftete sie.
»Vater behauptet, dass Frauen dazu neigen, Luzifers
Tricks zu durchschauen.«
»Oh.« Das schmeichelte ihr irgendwie. »Musstest du
den Pakt denn unterschreiben oder so?«
»In diesem Fall sind es einzig die Sünden der
Väter.«
»Kannst du nicht unsere Anwälte konsultieren und
den Vertrag für nichtig erklären lassen?«
»Sämtliche Anwälte stecken mit dem Teufel unter
einer Decke, das weißt du doch«, versetzte Jasha
schlagfertig.
Sie grinste. »Also wenn unser Justiziar Bob
Rutherford für den Leibhaftigen arbeitet, sollte der ihm
gelegentlich ein geschmackvolleres Toupet spendieren.« Sie fasste
Jashas Arm. »Aber mal ehrlich, wenn du aus dem Vertrag aussteigen
wolltest, was könnte denn schlimmstenfalls passieren?«
»Ich bezweifle, dass es aus meiner Familie schon
mal jemand ernsthaft in Erwägung gezogen hat, auf das Geschenk zu
verzichten.«
Sie sah Jasha entgeistert an. »Welches
Geschenk?«
»Würdest du es nicht als Geschenk betrachten, wenn
du dich in einen Wolf verwandeln und frei und unbekümmert im Wald
umherstreifen könntest?« Jasha tat einen tiefen Atemzug, als wollte
er den Duft der Freiheit inhalieren. »Oder wenn du die Gestalt
eines Falken annehmen und dich in die Lüfte schwingen könntest?
Durch die Wolken schweben?«
»Kannst du dich auch in einen Falken verwandeln?«
Echt cool. Fliegen zu können war Anns Traum.
»Nein, ich bin ein Wolf. Mein Bruder Rurik ist ein
Falke. Mein anderer Bruder, Adrik, ist ein Panter.«
»Oh.« Ihr Verstand arbeitete auf Hochtouren. »Alle
drei sind Raubtiere«, brachte sie es auf den Punkt.
»Und Beutejäger. Ja.« Jasha betrachtete sie aus
gelb glühenden Augen. »Tausend Jahre lang ließ sich unsere Familie
von Warlords, Diktatoren, Königen und Dieben anwerben. Wer
entsprechend Geld hatte und zu zahlen bereit war, für
den arbeiteten sie. Und sie erledigten die Aufgaben, für die sie
bezahlt wurden, bis zum bitteren Ende.«
Sie fühlte sich von ihm beobachtet, als lotete
Jasha aus, wie viel sie psychisch noch verkraften konnte. »Und
welche Aufgaben waren das?«
»Menschen ausspionieren. Sie finden. Entführen.
Foltern … und töten.«
»So was Ähnliches hab ich mir schon gedacht.« Sie
legte die gespreizten Finger an ihre Schläfen. »Du sagtest, einer
von den Typen da draußen sei dein Cousin. Hat er auf dich
gezielt?«
»Ja. Kurz bevor ich von dem Pfeil getroffen wurde,
hab ich die beiden flüchtig wahrgenommen. Und den Schützen spontan
erkannt.« Jasha zuckte mit den Schultern. »Er stinkt nach
Wildurin.«
Sie zog die Nase kraus. »Igitt.«
»Ich wittere so was auf Anhieb. Aber den anderen
Typen hab ich vorher noch nie gesehen.« Jashas ärgerlich
verkniffenen Lippen entwich ein wolfsähnliches Knurren. »Er ist
einer von uns. Das spür ich.«
Ann hatte genug von dem Thema. Sie sammelte die
restlichen Kissen ein, schüttelte sie auf, legte sie auf das Sofa
zurück. Jasha war ihr geräuschlos gefolgt. Als sie sich umdrehte,
stand er dicht vor ihr.
»So zu tun, als wäre gar nichts passiert, ist keine
Lösung«, murmelte er.
»Mir hilft es«, versetzte sie patzig. »Okay. Was
will dein Cousin von dir?«, lenkte sie schließlich ein.
»Vergeltung. Das wollen sie alle. Und sie hören
nicht auf, bis sie sie bekommen.«
»Vergeltung? Wofür?«
Er seufzte. »Das ist eine lange Geschichte.«
»Das sagst du andauernd.«
»Ich wollte sie dir erzählen, aber du bist Hals
über Kopf abgehauen.«
Du lieber Himmel, Jasha war ein wahrer Adonis,
dachte sie. Groß, breitschultrig, muskelbepackt. Sie verdrängte das
bisweilen, aber wenn er so wie jetzt vor ihr stand und zu ihr
hinunterschaute, knisterte es erotisierend zwischen ihnen. Er
begehrte sie erneut, das fühlte sie. »Ich bin nicht
abgehauen.« Das klang verdächtig gelogen. »Ich habe die
kluge Entscheidung getroffen zurückzufahren, weil du mir ganz
offensichtlich nicht vertraust.«
»Du bist mit dem schnellsten Flitzer getürmt, den
ich besitze.« Als sie sich an ihm vorbeidrücken wollte, fasste er
ihren Arm. »Im Übrigen vertraue ich dir. Ist dir eigentlich
inzwischen klar geworden, dass du es gar nicht gemerkt hättest,
wenn sie dich verfolgt hätten?«
»Mag sein.« Sie musterte ihn forschend. »Wieso
erzählst du mir das erst jetzt?«
»Ich wollte nicht, dass du dir Vorwürfe machst, von
wegen du hättest sie zu mir geführt oder so.«
»Oh.« Na toll. Jasha war der große Schnellmerker.
Und sie hatte es wieder mal versemmelt.
Er schob ihr seine Hand ins Kreuz und geleitete sie
zur Treppe. »Komm, wir müssen uns beeilen.«
»Beeilen? Wieso?« Wollte sie es überhaupt so genau
wissen?
»Mein Cousin hat in der Garage bei sämtlichen Autos
die Reifen aufgeschlitzt. Er hat meine Telefonleitung
durchgeschnitten. Und wenn ich mit dem Handy telefoniere, bekommt
er garantiert heraus, wen ich anrufe und wo die betreffenden
Personen zu lokalisieren sind.« Jasha grinste, entblößte scharfe
weiße Zähne und zeigte tödlichen Charme. »Folglich werden wir beide
meinen Cousin ein bisschen ins Schwitzen bringen. Indem wir eine
kleine Treibjagd veranstalten.«
Wenn Jasha so aussah wie jetzt, hatte sie keinen
Zweifel daran, wen - oder was - sie vor sich hatte. Während sie die
Stufen hochkletterten, gab sie zu bedenken: »Er wird uns
jagen.«
»Korrekt. Er wird uns mithilfe eines ausgetüftelten
Kontrollsystems überwachen, in der Hoffnung, meine Familie zu
finden und sie zu eliminieren.«
Jetzt kapierte sie gar nichts mehr. »Eliminieren?«,
stammelte sie ungläubig. »Du meinst - sie töten? Deine ganze
Familie? Das ist nicht dein … glaubst du wirklich … das ist ja fast
wie in Kaltblütig, oder?«
»Er hat mit einem Pfeil auf mich gezielt. Sieht mir
schwerlich danach aus, als könnte er mich besonders gut leiden.«
Jasha schob sie in sein Schlafzimmer und von dort weiter ins
Bad.
»Aber eine ganze Familie umzubringen, bloß weil
…«
Er drehte die Armatur über dem Waschbecken auf und
hielt ihre verletzte Hand unter den Wasserstrahl. »Morden können
sie am besten, und meine Familie wäre nicht die erste, die sie
komplett auslöschen. Sie schrecken nicht mal vor kleinen Kindern
und Babys zurück.«
Das Wasser färbte sich rot. Sie verkrampfte sich.
Gleich würde es bestimmt fürchterlich wehtun.
Sie fühlte jedoch nur ein leichtes Ziehen in der
Hand. »Na, fabelhaft. Das sind ja schöne Aussichten.«
»Wir werden es überleben. Denk dran, ich bin einer
von ihnen.« Er drehte ihre Handfläche nach außen, hielt sie
ins Licht.
Ein roter Streifen zog sich quer über die
Innenfläche ihrer Hand. Der Einschnitt war tiefer, als sie gedacht
hatte, und an einer Seite geschwollen. Sie bemerkte die verblassten
Narben auf ihren Fingern und die Handlinien, die teilweise nur noch
schwach ausgebildet waren - trotzdem schien
die Wunde lächerlich klein, verglichen mit ihrem Schmerz, als die
Pfeilkante ihre Hand geritzt hatte. »Also das versteh ich nicht.
Ich hab mich vorhin ganz ordentlich geschnitten. Es tat wahnsinnig
weh.« Sie beobachtete, wie er ihre Haut abtastete.
»Unser Blut hat sich vorhin vermischt. Das lässt es
schneller abheilen.«
Weil er einer von ihnen war.
Sie konnte sich einbilden, er wäre ein
freundlicher, zahmer Wolf. Sie konnte es noch so toll finden, dass
er um seine Eltern und Geschwister besorgt war und sich ein Bein
ausriss, um ihnen zu helfen.
Die Wahrheit konnte sie jedoch nicht
verleugnen.
Wenn Jasha wollte, verwandelte er sich in einen
Wolf. Er war ein Raubtier, ein Killer. Er war der Nachkomme von
Mördern,Vergewaltigern und Attentätern.
Sie zog das Böse an. Und geriet dauernd an die
falschen Menschen.
Sie konnte es drehen und wenden, wie sie wollte:
Jasha war einer von ihnen.