meiden ...

„Na schön, ich geh und seh's mir an", sagte sie, und ohne Leons Erwiderung abzuwarten, drehte sie sich um und lief auf das Tor zu.

„Ada! Ada, warte!"

Sie ignorierte ihn, eilte an den leeren Zellen vorbei und zu-rück in den kühlen Gang, erleichtert, dass der Durchgang immer noch frei war - und sie fühlte sich ein klein wenig ent-nervt ob ihres plötzlichen Widerstrebens, die Situation zu vereinfachen. Die Sache wäre viel leichter gewesen, wenn sie sich der beiden entledigt hätte, eine Entscheidung, die auszuführen sie unter anderen Umständen kaum gezögert hätte.

Aber der Tod stand ihr bis obenhin - Umbrella stand ihr bis obenhin. Es widerte sie an, was diese Leute getan hatten; sie würde den Cop nicht umlegen, wenn es nicht sein musste.

Und wenn es sein musste, wenn es darauf hinauslief, entweder einen Unschuldigen zu opfern oder ihren Auftrag abzuschließen?

Dass sie es fertigbrachte, sich diese Frage überhaupt zu stellen, verriet ihr mehr über ihren Gemütszustand, als sie sich eingestehen wollte. Ada erreichte die Tür zum Zwinger, holte tief Luft, vertrieb alles quälende Gefühl aus ihrem Denken und trat hinein, um auf Leon Kennedy zu warten.

V i e r z e h n

So schön ... Selbst im Tod war Beverly Harris noch von um-werfender Schönheit, doch Irons konnte es nicht riskieren, dass sie aufwachte, so lange er nicht auf sie Acht gab. Vorsichtig verstaute er sie in dem Schrank unter dem Spülbecken und verriegelte ihn. Er schwor sich, dass er sie herausholen würde, sobald er mehr Zeit hatte. Sie würde das erlesenste Tier sein, das ihm je unter die Finger gekommen war, wenn er sie erst einmal ordentlich präpariert und in Pose gebracht hatte, für die Ewigkeit konserviert... ein wahr gewordener Traum.

Falls ich die Zeit habe. Falls mir überhaupt noch Zeit