Der Gejagte
Er hatte solche Schmerzen! Das Blut kochte in seinen Adern, während das Gift jeden seiner Nerven zu zerfetzen drohte. Er musste hier weg. Es durfte nicht jetzt geschehen! Schon gar nicht hier! Mit stolpernden Schritten schleppte er sich weiter; bekam keine Luft mehr und fühlte, wie dieses Ding in ihm sich immer mehr an die Oberfläche kämpfte. Es wütete, riss an seinem Gefängnis.
Plötzlich hielt ihn jemand am Arm fest.
„Jetzt bleib endlich stehen! Was ist mit dir? Red doch endlich!“
„Lass mich los!“, knurrte er und riss seinen Arm frei.
Er hatte keine Zeit für so etwas. Er musste weg, doch er spürte, dass es zu spät war. Die Ausweglosigkeit wurde ihm immer klarer. Schweißperlen liefen über sein Gesicht; sein Herz klopfte so schnell, dass es kurz vorm Zerspringen stand. Er fühlte den Schrei, den das Ding in ihm ausstieß… Wie der Schrei seine eigene Kehle hinaufkroch und sich dort entlud. Es war vorbei…