VIER

John brach das Schweigen etwa zwei Sekunden, nachdem Trent die Kabine verlassen hatte.

„Zum Teufel damit“, sagte er so stocksauer, wie Rebecca ihn noch nie erlebt hatte. „Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber mir gefällt’s nicht, wenn man so mit mir spielt ich bin nicht als Mister Trents Diener hier, und ich trau ihm nicht. Ich sage, wir bringen ihn dazu, dass er über Umbrella redet und uns erzählt, was er über unser Team in Europa weiß und wenn er uns noch eine einzige nichts sagende Antwort gibt, sollten wir diesen undurchschaubaren Arsch zur Tür raustreten!“

Rebecca wusste, dass er mächtig in Rage war, aber sie konnte es sich einfach nicht verkneifen. „Ja, John, aber wie geht’s dir wirklich?“

Er blickte in ihre Richtung und dann grinste er, und irgendwie löste das die Spannung für sie alle. Es war so, als erinnerten sie sich alle gleichzeitig wieder daran, wie man atmete. Der unerwartete Besuch ihres geheimnisvollen Gönners hatte es vorübergehend fast unmöglich gemacht, sich an irgendetwas zu erinnern.

„Wir kennen also Johns Meinung“, sagte David. „Claire? Ich weiß, du machst dir Sorgen um Chris

Claire nickte langsam. „Ja. Und ich will ihn wiedersehen, so bald wie möglich

„Aber?“, half David ihr auf die Sprünge.

„Aber ich glaube, er sagt die Wahrheit. Dass sie okay sind, meine ich.“

Leon nickte. „Ich auch. John hat recht damit, dass dieser Trent schwer zu fassen ist doch ich denke nicht, dass er gelogen hat. Er hat uns nicht viel verraten, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er uns mit dem, was er gesagt hat, verscheißern wollte.“

„Rebecca?“ David wandte sich ihr zu.

Sie seufzte kopfschüttelnd. „Sorry, John, aber ich stimme zu. Ich denke, er ist glaubwürdig. Er hat uns schon vorher geholfen, auf seine eigene seltsame Weise, und die Tatsache, dass er hier ist, unbewaffnet, sagt auch etwas

„Ja, dass er ein Blödmann ist“, brummelte John düster, und Rebecca schlug ihm leicht auf den Arm. Plötzlich wurde ihr bewusst, ganz intuitiv, warum John sich so sehr weigerte, Trents Wort zu akzeptieren.

Trent ließ sich nicht von ihm einschüchtern.

Sie kannte John gut genug, um zu wissen, dass Trents Gleichmütigkeit ihn innerlich zur Weißglut treiben musste.

Rebecca grinste ihn an, wählte ihre Worte mit Bedacht und sagte in lockerem Ton: „Ich glaube, es passt dir nur nicht, dass er vor deiner großen Schreckgestalt keinen Bammel hat, John. Die meisten Leute würden sich in die Hose machen, wenn du so vor ihnen stündest.“

Das waren die richtigen Worte gewesen. John zog nachdenklich die Stirn in Falten, dann hob er die Schultern. „Na ja, vielleicht. Aber ich trau ihm immer noch nicht.“

„Ich glaube, das sollten wir alle nicht“, meinte David. „Für jemanden, der unsere Hilfe will, behält er furchtbar viel für sich. Die Frage ist: Suchen wir diesen Reston auf, oder bleiben wir bei unserem ursprünglichen Plan?“

Einen Moment lang schwiegen alle, und Rebecca konnte sehen, dass niemand es aussprechen und niemand bestätigen wollte, dass es, wenn Trent die Wahrheit sagte, keinen Grund gab, nach Europa zu gehen. Sie wollte es auch nicht sagen irgendwie kam es ihr wie ein Verrat an Jill, Chris und Barry vor. Als würden sie sagen: „Wir haben was Besseres zu tun, als euch zu retten!“

Aber wenn sie uns nicht brauchen

Rebecca beschloss, dass sie ebenso gut den Anfang machen konnte. „Wenn es mit dieser Einrichtung so wenig Probleme gibt, wie er sagt wann bekämen wir dann je wieder so eine Chance?“

Claire nagte an ihrer Unterlippe, wirkte unglücklich. Hin- und hergerissen. „Wenn wir dieses Codebuch fänden, hätten wir etwas, das wir nach Europa mitnehmen könnten. Etwas, das wirklich entscheidend sein könnte.“

Wenn wir das Buch finden“, warf John ein, aber Rebecca sah ihm an, dass er sich an die Idee zu gewöhnen begann.

„Es könnte ein Wendepunkt sein“, sagte David ruhig. „Es würde unsere Chancen von eins zu einer Million auf vielleicht eins zu ein paar Tausend erhöhen.“

„Ich muss zugeben, es wäre nett, die privaten Akten von Umbrella an die Presse zu verteilen“, sagte John. „All ihre beschissenen kleinen Geheimnisse downloaden und an sämtliche Zeitungen im Land rausgeben

Sie nickten alle, und obwohl sie dachte, es würde etwas länger dauern, um an der Vorstellung Gefallen zu finden, wusste Rebecca, dass die Entscheidung bereits getroffen war.

Es sah ganz so aus, als würden sie nach Utah fliegen.

Wenn sie erwartet hatten, Trent würde sich ob dieser Nachricht glücklich zeigen, wurden sie zutiefst enttäuscht. Als David ihn in die Kabine zurückrief und ihm mitteilte, dass sie sich diese neue Testeinrichtung vorknöpfen wollten, nickte Trent lediglich, mit demselben rätselhaften Lächeln auf seinem gefurchten, wettergegerbten Gesicht wie zuvor.

„Hier sind die Koordinaten der Anlage“, sagte er und zog ein Stück Papier aus seiner Tasche. „Außerdem sind mehrere numerische Codes aufgelistet. Einer davon gewährt den Zutritt das Tastenfeld könnte allerdings schwierig zu finden sein. Es tut mir leid, dass ich es nicht weiter eingrenzen konnte.“

Leon sah zu, wie David das Papier entgegennahm und Trent dann wieder hinausging, um dem Piloten Bescheid zu sagen. Und dabei fragte er sich, warum er nicht aufhören konnte, an Ada zu denken. Seit Trents kleiner Rede über White Umbrella wurde Leon von Erinnerungen an Ada Wongs Fähigkeiten und ihre Schönheit und von den Echos ihrer tiefen, sinnlichen Stimme heimgesucht. Es geschah nicht bewusst, jedenfalls anfangs nicht. Es war nur so, dass etwas an diesem Mann ihn an Ada erinnerte; vielleicht sein überragendes Selbstvertrauen oder sein leicht listiges Lächeln

… und am Ende, bevor diese Verrückte sie erschoss, warf ich ihr vor, eine Umbrella-Spionin zu sein und sie sagte, das wäre sie nicht und dass es mich nichts anginge, für wen sie arbeitet

Obwohl er und Claire erst ziemlich spät in den Widerstandskampf gegen Umbrella eingestiegen waren, hatte man sie doch sorgfältig darüber unterrichtet, was die anderen über den mächtigen Gegner wussten und welche Rolle Trent in der Vergangenheit gespielt hatte. Die einzige Konstante war abgesehen davon, dass seine Informationen sehr schwer zu durchschauen waren , dass er alle möglichen Dinge zu wissen schien, die niemand sonst wusste.

Fragen kann ja nicht schaden.

Als Trent zurück in die Kabine kam, sprach Leon ihn an.

„Mister Trent“, begann er vorsichtig und behielt ihn genau im Auge, „in Raccoon City lernte ich einer Frau namens Ada Wong kennen

Trent blickte ihn an, sein Gesicht gab nichts preis. „Ja?“

„Ich habe mich gefragt, ob Sie irgendetwas über sie wissen, für wen sie gearbeitet hat. Sie war hinter einer Probe des G-Virus her

Trent hob die Augenbrauen. „War sie das? Und hat sie eine gefunden?“

Leon studierte Trents dunkle, wieselflinke Augen und fragte sich, warum er das Gefühl hatte, als würde Trent die Antwort bereits kennen. Das konnte er natürlich nicht, denn Ada war getötet worden, unmittelbar bevor das Labor explodierte.

„Ja, das hat sie“, sagte Leon. „Am Ende aber opferte sie sich, sozusagen, anstatt die Wahl zu treffen, ob sie jemanden töten oder die Probe verloren geben sollte.“

„Und waren Sie dieser Jemand?“, fragte Trent ruhig.

Leon war sich bewusst, dass die anderen zusahen, und es überraschte ihn ein wenig, dass ihm das ganz und gar nichts ausmachte. Vor einem Monat noch wäre ihm eine so persönliche Unterhaltung peinlich gewesen.

„Ja“, sagte er, fast trotzig. „Das war ich.“

Trent nickte langsam, lächelte ein wenig. „Dann scheint es mir, dass Sie nicht mehr über sie zu wissen brauchen. Über ihren Charakter oder ihre Motive.“

Leon war nicht sicher, ob Trent der Frage auswich oder ihm ehrlich sagte, was er dachte aber was es auch war, die schlichte Logik seiner Antwort verschaffte Leon ein gutes Gefühl. Obwohl er die Antwort im Grunde schon die ganze Zeit über selbst gekannt hatte. Welche Psychologie er auch anwenden mochte, Trent beherrschte sie meisterhaft.

Er ist ruhig, kultiviert und verdammt unheimlich auf seine eigene, stille Weise Ada hätte Gefallen an ihm gefunden.

„… so gerne ich noch mit Ihnen plaudern würde, ich habe einige Dinge mit unserem Piloten zu besprechen“, sagte Trent. „Wir werden Salt Lake in fünf oder sechs Stunden erreichen.“

Damit nickte er ihnen zu und verschwand wieder hinter dem Vorhang.

„Ist sich wohl zu fein, um beim Fußvolk zu sitzen“, brummte John, der seine ursprüngliche Ablehnung offenbar noch nicht völlig überwunden hatte. Leon schaute die anderen an, sah in nachdenkliche und beunruhigte Mienen, und er bemerkte, dass Claire ein bisschen den Eindruck machte, als wolle sie ihre Meinung ändern.

Leon ging dorthin, wo sie an einem der Sitze lehnte, die Arme fest verschränkt, und berührte ihre Schulter.

„Denkst du an Chris?“, fragte er sanft.

Zu seiner Überraschung schüttelte sie den Kopf und lächelte ihn nervös an. „Nein. Ich habe an die Spencer-Villa gedacht und an den Sturm auf Caliban Cove und daran, was in Raccoon passierte. Ich habe daran gedacht, dass nichts, was mit Umbrella zu tun hat, je einfach ist egal, ob Trent sagt, dass es ganz einfach sein wird oder nicht. Die Dinge werden immer kompliziert, wenn Umbrella darin verwickelt ist. Man sollte eigentlich meinen, dass wir das inzwischen wüssten

Sie verstummte, dann schüttelte sie den Kopf, als versuchte sie, ihn klar zu bekommen. Dann schenkte sie ihm ein weiteres, strahlenderes Lächeln. „Ach, was rede ich da eigentlich? Ich geh mir jetzt ein Sandwich holen. Möchtest du auch was?“

„Nein, danke“, sagte er abwesend. Er dachte noch darüber nach, was sie gesagt hatte, als sie bereits davonging und fragte sich mit einem Mal, ob ihr kleiner Ausflug nach Utah der unwiderruflich letzte Fehler sein würde, den sie je machen konnten.

Steve Lopez, der gute alte Steve sein Gesicht so leer und weiß wie ein Blatt Papier stand inmitten des seltsamen, riesigen Labors, stand da und richtete seine Halbautomatik auf sie und befahl ihnen, ihre Waffen fallen zu lassen

… und der Schmerz und die heiße Wut trafen John wie ein Hurrikan, als ihm klar wurde, was geschehen war: dass Karen tot war, dass man Steve in einen der Zombiesoldaten dieser verrückten Arschlöcher verwandelt hatte

… und John brüllte:,Was habt ihr mit ihm gemacht?‘ Er dachte nichts, wirbelte nur herum, feuerte auf die gesichtslose Drohne hinter ihnen. Die Kugel durchschlug sauber ihre linke Schläfe, und die kalte Luft stank nach Tod, als die Kreatur fiel

… und dann dieser Schmerz! Schmerz, der ihn durchraste, als Steve, Stevie, sein Freund und Kamerad, ihn in den Rücken schoss. John fühlte Blut von seinen Lippen tropfen, fühlte, wie er sich drehte, fühlte mehr Schmerz, als er geglaubt hatte, fühlen zu können. Steve hatte auf ihn geschossen. Der wahnsinnige Doktor hatte ihn mit dem Virus infiziert, und Steve war nicht mehr Steve, und die Welt drehte sich, brüllte

‚John, John, wach auf, du hast

„… einen Albtraum. Hey, Großer

John setzte sich auf, seine Augen waren geweitet und sein Herz wummerte. Er fühlte sich verwirrt und verängstigt. Die kühle Hand auf seinem Arm gehörte Rebecca. Die Berührung war sanft und beruhigend, und ihm wurde bewusst, dass er wach war, dass er geträumt hatte und jetzt wach war.

„Scheiße“, murmelte er, ließ sich in seinen Sitz sacken und schloss die Augen. Sie waren immer noch im Flugzeug. Das sanfte Dröhnen der Maschine und das Zischen komprimierter Luft beseitigten auch den letzten Rest seiner Verwirrung.

„Bist du okay?“, fragte Rebecca. John nickte und machte ein paar tiefe Atemzüge, ehe er die Augen wieder öffnete.

„Hab ich hab ich geschrien oder so?“

Rebecca lächelte ihm zu, musterte ihn genau. „Nein. Ich kam nur zufällig gerade von der Toilette zurück und sah dich zappeln wie einen Hasen. Es sah nicht aus, als hättest du viel Spaß Hoffe, ich habe dich nicht bei irgendwas Vergnüglichem gestört.“

Die letzten Worte waren beinahe eine Frage. John zwang sich zu einem Grinsen und mied das Thema. Stattdessen blickte er hinaus in die vorbeiziehende Dunkelheit. „Drei Tunfischsandwiches vor dem Schlafengehen waren keine gute Idee, schätze ich. Sind wir bald da?“

Rebecca nickte. „Wir beginnen gerade mit dem Landeanflug. Fünfzehn, zwanzig Minuten, meint David.“

Sie musterte ihn immer noch genau; ihre Miene verriet Wärme und Sorge, und John wurde sich bewusst, dass er ein Idiot war. Diesen Scheiß für sich zu behalten garantierte nur, dass man den Verstand verlor.

„Ich war in dem Labor“, sagte er, und Rebecca nickte. Mehr brauchte er nicht zu sagen. Sie war selbst dort gewesen.

„Ich hatte erst vor ein paar Tagen einen Albtraum, gleich, nachdem wir beschlossen hatten, Exeter zu verlassen“, sagte sie leise. „Einen echt furchtbaren. Es war so eine verrückte Mischung aus dem Spencer-Labor und der Bucht.“

John nickte und dachte, was für eine bemerkenswerte junge Frau sie doch war. Auf ihrer ersten S. T. A. R. S.-Mission hatte sie einem Haus voller Umbrella-Monster gegenübergestanden und dennoch hatte sie sich entschieden, mit ihnen zu kommen, um die Bucht zu überprüfen, als sie von David gefragt worden war.

„Du hast’s echt drauf, Becca. Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre, ich glaub, ich wär’ verliebt“, sagte er und freute sich über ihre Reaktion: Sie wurde rot und lächelte dabei. Sie war wahrscheinlich ein gutes Stück schlauer als er, aber sie war auch ein Teenager und wenn er sich recht an seine damalige Zeit erinnerte, dann widerstrebte es Mädchen im Teenageralter, wenn sie zu hören bekamen, wie cool sie waren.

„Halt die Klappe“, sagte sie. Der Klang ihrer Stimme zeigte ihm, dass er sie wahrhaftig gründlich in Verlegenheit gebracht hatte und dass es ihr nichts ausmachte.

Ein Moment behaglichen Schweigens senkte sich zwischen sie, und die letzten Reste des Albtraums schwanden, während der Kabinendruck schwankte, weil das Flugzeug tiefer ging. In ein paar Minuten würden sie in Utah sein. David hatte bereits vorgeschlagen, dass sie ein Hotel aufsuchen und dort zu planen anfangen sollten, und dass sie die Sache morgen Nacht in Angriff nehmen würden.

Rein, das Buch schnappen und dann nichts wie raus. Ganz einfach aber war der Plan für die Bucht nicht ziemlich genau derselbe gewesen?

John beschloss, dass er gleich nach der Landung noch ein paar Takte mit Trent reden würde. Er war einverstanden mit der Mission, damit, das Buch zu holen und ein paar Ladungen Sand ins Umbrella-Getriebe zu streuen aber er war noch immer nicht zufrieden mit Trents reichlich selektiver Informationsvergabe. Ja, der Mann half ihnen aber warum benahm er sich dabei so seltsam? Und warum hatte er ihnen nicht verraten, was ihr Team in Europa tat oder wer White Umbrella leitete oder wie er es fertig gebracht hatte, dass sie seinen Piloten anheuerten?

Weil er auf irgend so ’nem Machttrip ist, das ist es. Wahrscheinlich ein Kontrollfreak!

Das schien ihm nicht ganz stimmig, doch John fiel kein besserer Grund ein, weshalb ihr Mr. Trent so ein Möchtegern-Geheimagent-Spion sein sollte. Vielleicht wurde er ja etwas mitteilsamer, wenn man ihm ein bisschen den Arm verdrehte

„John ich weiß, dass du ihn nicht abkannst, aber glaubst du, er hat recht, dass diese Sache ein Kinderspiel ist? Ich meine, was ist, wenn dieser Reston nicht aufgibt? Oder was was, wenn irgendwas anderes passiert ?“

Rebecca versuchte, professionell und abgeklärt zu klingen, unbekümmert, doch der sorgenvolle Ausdruck tief in ihren hellbraunen Augen verriet sie.

Irgendwas anderes. Etwas wie ein Virusausbruch, etwas wie ein verrückter Wissenschaftler, etwas wie Biomonster, die frei kommen Wie genau das eben, was immer im Dunstkreis von Umbrella passiert!

„Wenn’s nach mir geht, ist das Einzige, was schieflaufen wird, dass Reston sich einscheißen und es fürchterlich stinken wird“, sagte er und wurde abermals mit einem Grinsen der jungen Frau belohnt.

„Du bist ein Armleuchter“, sagte sie, und John zuckte die Achseln und dachte, wie einfach es war, das Mädchen zum Lächeln zu bringen und er fragte sich, ob es eine so gute Idee war, ihre Hoffnung zu wecken.

Wenige Augenblicke später setzte das kleine Flugzeug sanft auf und zum ersten Mal benutzte der Pilot die Bordsprechanlage. Er wies sie an, sitzen zu bleiben, bis die Maschine stoppte, und schaltete dann ab, ohne sich mit dem üblichen Scheiß aufzuhalten dass er hoffe, sie hätten den Flug genossen, oder welche Temperatur draußen herrschte. Dafür immerhin war John dankbar. Das kleine Flugzeug rollte über die Piste und kam schließlich sanft zum Stehen. Das Team erhob und streckte sich und zog die Mäntel über.

Sobald er hörte, wie sich der Ausstieg öffnete, trat John an Rebecca vorbei und ging in den vorderen Teil der Kabine, entschlossen, Trent nicht aussteigen zu lassen, bevor sie eine Gelegenheit zum Plauschen bekommen hatten. Er drängte sich durch den Vorhang, und ein kalter Wind blies in den kleinen Durchgang hinter dem Cockpit

… und John stellte fest, dass er zu spät kam. Nur der Pilot, Evans, stand in der Tür zum Cockpit.

Irgendwie hatte Trent es geschafft, sich in den paar Sekunden davonzustehlen, die John brauchte, um die winzige Maschine zu durchqueren. Die Metalltreppe, die man von außen an das Flugzeug herangeschoben hatte, war verlassen und obwohl John zwei Stufen auf einmal nehmend hinunterstürmte und den Boden in weniger als zwei Sekunden erreichte, war außer demjenigen, der die Treppe gebracht hatte, nichts und niemand zu sehen auf dem sich scheinbar endlos hinziehenden Rollfeld.

Als er den Flughafenbediensteten nach Trent fragte, beharrte er darauf, dass er, John, die erste Person sei, die den Flieger verlassen hatte.

„Hurensohn!“, presste John hervor, aber es war ohnehin egal, denn sie waren in Utah. Trent hin, Trent her, sie waren angekommen und da es schon nach Mitternacht war, blieb ihnen weniger als ein Tag, um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten.

Resident Evil - Sammelband 02 - Der Umbrella-Faktor
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