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Erbarmen mit dem Narren
Kent verbannt,
Cordelia enterbt, der König dabei, Macht und Immobilien zu
verschenken (vor allem meine Bleibe, den White Tower), die beiden
älteren Schwestern durch Kent brüskiert, die Herzöge bereit, mir
die Kehle durchzuschneiden, nun – es war eine echte
Herausforderung, irgendjemandem ein Lächeln abzupressen. Die
königliche Erbfolge schien mir kein passendes Thema, und nach Lears
dramatischem Auftritt fand ich auch Slapstick und Pantomime eher
unangemessen, sodass Drool nur mehr ein Mühlstein am Hals dieser
Komödie war. Ich jonglierte mit Äpfeln und sang ein kleines Lied
über Äffchen, während ich über das Problem nachdachte.
In jüngster Zeit
neigte der König deutlich dem Heidentum zu, während die älteren
Schwestern der Kirche anhingen. Gloucester und Edgar hielten zum
römischen Pantheon, und Cordelia – nun, ihrer Ansicht nach war das
alles sowieso derselbe Scheiß und England sollte seine eigene
Kirche bekommen, in der auch Frauen Priester werden durften.
Kurios. Somit sollte es also die anspruchsvolle Komödie religiöser
Satire sein...
Ich jonglierte mit
meinen Äpfeln am Tisch herum und sagte: »Zwei Päpste poppen ein
Kamel hinter der Moschee, da kommt ein Sarazene um die
Ecke...«
»Es gibt nur einen
wahren Papst!«, rief Cornwall, Riesenkübel übelwollender
Nillenkäse, der er ist.
»Das war ein Scherz,
Wichser!«, sagte ich. »Wenn Ihr vielleicht so freundlich wärt, Eure
dämliche Ungläubigkeit für ein Weilchen
hintanzustellen!«
In gewisser Weise
hatte er recht (wenn auch nicht, was die Sache mit dem Kamel
anging), denn seit einem Jahr gab es nur noch einen Papst, und zwar
in der heiligen Stadt Amsterdam. In den fünfzig Jahren zuvor
allerdings hatte es zwei Päpste gegeben, den Krämerpapst und den
Billigpapst. Als man nach dem Dreizehnten Heiligen Kreuzzug
beschloss, Zwietracht in Zukunft zu vermeiden und die Geburtsstätte
Jesu alle vier Jahre in eine andere Stadt zu verlegen, büßten die
heiligen Schreine ihre geographische Bedeutung ein. Innerhalb der
Kirche entbrannte ein erbitterter Preiskampf, da die Schreine nun
in Konkurrenz zueinander standen und den Pilgern Dispens zu
unterschiedlichem Kurs anboten. Jetzt musste nicht mehr an Ort und
Stelle ein Wunder vollbracht werden. Im Grund konnte man alles zur
heiligen Stätte erklären, was auch oft genug geschah. Lourdes
verkaufte zusammen mit dem Heilwasser nach wie vor
Dispensgutscheine – aber auch der erstbeste Bursche in Puddinghoe
konnte ein paar Stiefmütterchen pflanzen und krähen: »Hier hat er
hingepinkelt, als er noch ein kleiner Junge war – zwei Pennys und
ein Tütchen Welschen Knasters retten dich die halbe Ewigkeit vorm
Fegefeuer, mein Freund!«
Bald ernannte eine
Gilde niedrigpreisiger Schreinhüter ihren eigenen Papst: Grobian,
der Relativ Schamlose, Billigpapst von Prag. Der Preiskrieg war in
vollem Gang. Wenn dir der holländische Papst für einen Schilling
und eine Fährfahrkarte hundert Jahre Fegefeuer ersparte, sicherte
dir der Billigpapst zweihundert Jahre zu und schickte dich mit dem
Oberschenkelknochen eines unbekannteren Heiligen und einem Splitter
des Wahren Kreuzes nach Hause. Der Krämerpapst bot bei der
Kommunion Käse-Schinken-Dip zur Hostie an, woraufhin der
Billigpapst mit Oben-ohne-Nonnen zur Mitternachtsmette
konterte.
Das Problem spitzte
sich jedoch zu, als der Heilige Matthias dem Krämerpapst erschien
und ihm erklärte, die Gläubigen interessierten sich zunehmend für
die Qualität ihrer religiösen Erfahrung, nicht so sehr für deren
Quantität. Darob inspiriert verlegte der Krämerpapst Weihnachten in
den Juno, weil dann nicht so beschissenes Einkaufswetter war, und
der Billigpapst, der nicht mitbekommen hatte, dass nun andere
Spielregeln galten, reagierte, indem er jedem die Hölle ersparte,
der einem Priester einen runterholte. Ohne Hölle jedoch gab es
keine Angst, und ohne Angst gab es keinen Grund mehr, sich von der
Kirche Erlösung zu versprechen, und – was noch wichtiger war – kein
Mittel für die Kirche mehr, Einfluss zu nehmen. Die Billiggläubigen
wurden in Scharen abtrünnig, wendeten sich entweder dem Krämerzweig
der Kirche oder einer der zahlreichen heidnischen Sekten zu. Wieso
sich nicht besaufen und am Sabbat nackt um einen Pfahl tanzen, wenn
einem nichts Schlimmeres passieren konnte als ein Ausschlag an den
Weichteilen und dass hin und wieder ein Bastard schlüpfte? Papst
Grobian wurde am nächsten Beltane in einem Weidenkäfig in
Menschengestalt verbrannt, und Katzen kackten in seine
Asche.
Also, ja: Mein
Zwei-Päpste-Witz kam zum falschen Zeitpunkt, aber scheiß drauf, es
waren harte Zeiten: »Da sagt der zweite Papst: ›Deine Schwester?
Ich dachte, die ist koscher!‹«
Keiner lachte.
Cordelia verdrehte die Augen und gab so ein seltsames Krächzen von
sich.
Die klägliche Fanfare
quäkte, die großen Türen wurden aufgerissen, und Frankreich und
Burgund kamen in die Halle geschwuchtelt, gefolgt von Edmund, dem
Bastard.
»Schweig, Narr!«,
befahl Lear mit großer Geste. »Heil dir, Burgund! Heil
Frankreich!«
»Heil Edmund, elender
Bastard!«, sagte ich.
Lear ignorierte mich
und winkte Frankreich und Burgund heran. Sie waren beide hübsch
anzusehen, größer als ich, wenn auch nicht richtig groß, und ein
paar Jahre südlich der Dreißig. Burgund hatte dunkles Haar und die
scharfen Züge eines Römers, Frankreich hingegen rotblondes Haar und
einen weicheren Teint. Beide trugen Schwert und Dolch, die sie
zweifellos jedoch nur zur Zierde zückten. Froschfresser,
elende.
»Lord Burgund«, sagte
Lear, »Ihr habt um die Hand unserer jüngsten Tochter angehalten.
Welche Mitgift verlangt Ihr für sie?«
»Nicht weniger als
Eure Hoheit angeboten«, sagte die dunkle Tunte.
»Leider gilt das
Angebot nicht mehr, Burgund. Was wir angeboten, wurde angeboten,
als sie uns lieb und teuer war. Nun hat sie unseren Zorn geweckt
und unsere Liebe hintergangen, und ihre Mitgift besteht nunmehr aus
nichts. Wenn Ihr sie wollt, wie sie ist, nehmt sie mit, aber
Mitgift wird es keine geben.«
Burgund war
sprachlos. Er wich zurück, trat fast Frankreich auf die Füße. »Dann
tut es mir leid, Herr, doch muss ich bei meiner Wahl einer Herzogin
sehr wohl auf Einfluss und Besitz achten.«
»Nichts von beidem
wird sie haben«, sagte Lear.
»So sei es denn«,
sagte Burgund. Er nickte, verneigte sich und trat zurück. »Tut mir
leid, Cordelia.«
»Keine Sorge, Herr«,
sagte die Prinzessin. »Wenn Burgunds Herz allein mit Einfluss und
Besitz vermählt wird, dann nie wirklich auch mit mir. Friede sei
mit Euch.«
Ich stieß einen
halben Seufzer der Erleichterung aus. Man mochte uns aus unserem
Heim vertreiben, doch wenn Cordelia mit uns vertrieben wurde
…
»Ich nehme sie!«,
sagte Edgar.
»Das wirst du nicht
tun, du arschnasiger, hundsfotziger Laberhannes!«, könnte ich
versehentlich gerufen haben.
»Das wirst du nicht
tun!«, sagte Gloucester und stieß seinen Sohn auf den Stuhl
zurück.
»Nun, ich würde sie
nehmen«, sagte der Prinz von Frankreich. »Denn sie ist ihre eigene
Mitgift.«
»Ach du dickes
Ei!«
»Pocket, es reicht!«,
sagte der König. »Wache, führt ihn hinaus, bis unserem Willen
entsprochen wurde!«
Zwei Gardisten traten
hinter mich und packten zu. Ich hörte Drool stöhnen und sah ihn
hinter einer Säule kauern. Das war noch nie passiert – nichts
Vergleichbares. Ich war der Narr mit der Lizenz für alles! Ich
allein durfte der Macht die Wahrheit sagen – ich war der dreiste
Oberschelm des Königs von Britannien!
»Ihr wisst ja nicht,
worauf Ihr Euch einlasst! Habt Ihr ihre Füße gesehen? Oder
vielleicht wollt Ihr sie gerade deshalb, und sie soll auf den
Weinbergen Trauben treten! Majestät, die Schwuchtel will sie nur
zur Arbeit zwingen, denkt an meine Worte!«
Doch das Letzte hörte
niemand mehr, denn die Gardisten hatten mich hinausgeschleppt und
hielten mich draußen vor der Halle fest. Ich versuchte, einem von
ihnen meinen Jones über den Schädel zu ziehen, aber er bekam den
Puppenstock zu fassen und klemmte ihn sich hinten in seinen
Gürtel.
»Tut mir leid,
Pocket«, sagte Curan, der Hauptmann der Garde, ein grauer Bär im
Kettenhemd, der mich bei meinem rechten Arm hielt. »Der Befehl war
unmissverständlich, und du warst dabei, dir die Kehle mit deiner
eigenen Zunge durchzuschneiden.«
»Ich doch nicht«,
sagte ich. »Er würde mir nichts tun.«
»Bis heute Abend
hätte ich auch nicht gedacht, dass er seinen besten Freund
verbannen oder seine Lieblingstochter enteignen würde. Einen Narren
aufzuknüpfen, das ist schnell getan, mein Freund.«
»Aye«, sagte ich.
»Ihr habt recht. Dann könnt Ihr mich jetzt loslassen.«
»Erst wenn der König
fertig ist«, sagte der greise Leibgardist.
Die Türen gingen auf,
die Fanfare quäkte kränklich durchs Portal, und heraus kam der
Prinz von Frankreich – an seinem Arm Cordelia, strahlend, aber mit
zusammengebissenen Zähnen. Sie entspannte sich, als sie mich sah,
und die Glut in ihren Augen ließ etwas nach.
»Ihr stehlt Euch also
mit dem Froschprinzen davon?«, sagte ich.
Darüber lachte
Frankreich, dämlicher Froschficker, der er ist. Gibt es etwas
Nervigeres als einen Edelmann, der sich edel verhält?
»Ja, ich gehe,
Pocket, aber es gibt etwas, woran du immer denken musst, was du nie
vergessen darfst...«
»Beides auf
einmal?«
»Halt die
Klappe!«
»Aye,
Mylady.«
»Du sollst immer
daran denken und darfst nie vergessen, dass du zwar der Schwarze
Narr bist, der finstere Narr, der Hofnarr, der Narr, der alles
darf, der Narr des Königs, aber dass du nicht deshalb hergebracht
wurdest! Du kamst hierher, um mir Freude zu bereiten. Mir allein!
Solltest du also eines Tages deinen Titel einbüßen, steckt doch
immer noch ein Narr in dir. Du bist mein, Narr, jetzt und auf
immerdar!«
»Wohlan, Ihr werdet
Euch in Frankreich sicher gut zurechtfinden. Dort hält man
Unhöflichkeit für eine Tugend.«
»Mein!«
»Jetzt und auf
immerdar, Mylady.«
»Du darfst meine Hand
küssen, Narr.«
Der Gardist ließ mich
los, und ich verneigte mich, um ihre Hand zu nehmen, doch sie zog
sie zurück und machte kehrt. Wie ein Fächer breitete sich ihr Kleid
aus, als sie ging. »Verzeih, ich habe dich nur auf den Arm
genommen.«
Ich lächelte den
Boden an. »Biest!«
»Du wirst mir fehlen,
Pocket«, sagte sie über ihre Schulter hinweg und eilte den Korridor
entlang.
»Nehmt mich mit!
Nehmt uns beide mit! Frankreich, Ihr hättet doch sicher Verwendung
für einen talentierten Narren und ein furzendes Trampeltier wie
Drool, oder?«
Der Prinz schüttelte
den Kopf, für meinen Geschmack etwas zu mitleidig. »Du bist Lears
Narr, und bei Lear sollst du verweilen.«
»Das ist nicht das,
was Eure Frau gesagt hat.«
»Sie wird es schon
noch lernen«, sagte der Prinz. Er machte auf dem Absatz kehrt und
folgte Cordelia den Korridor entlang. Ich wollte hinter ihnen her,
doch der Hauptmann riss mich am Arm zurück.
»Lass sie gehen,
Junge!«
Gleich darauf kamen
die Schwestern mit ihren Gatten aus der Halle. Bevor ich etwas
sagen konnte, hielt mir der Hauptmann den Mund zu und hob mich in
die Luft, während ich noch zappelte. Cornwall schien seinen Dolch
zücken zu wollen, doch Regan zerrte ihn mit sich. »Ihr habt gerade
ein Königreich gewonnen, mein Herzog. Ungeziefer zu vernichten ist
etwas für die Dienerschaft. Soll der bittere Narr in seiner eigenen
Galle schmoren!«
Sie verzehrte sich
nach mir. So viel stand fest.
Goneril wollte mir
nicht mal in die Augen sehen, sondern hastete vorüber, und Albany,
ihr Mann, schüttelte nur den Kopf. Hundert brillante Sticheleien
starben den Erstickungstod in des Hauptmanns schwerem Handschuh.
Derart zum Schweigen gebracht, schwenkte ich meinen Hosenbeutel
nach dem Herzog und versuchte, einen Furz hervorzupressen, doch
meine Arschtrompete fand einfach keinen Ton.
Und als hätten mir
die Götter einen gasgetriebenen Avatar geschickt, schritt Drool als
Nächster durch die Tür, aufrechter, als es seine Art war. Dann sah
ich, dass ihm jemand einen Strick um den Hals gelegt und die
Schlinge an einem Speer befestigt hatte, dessen Spitze Drool beinah
in die Kehle stach. Edmund hielt das andere Ende des Speers in der
Hand, als er auf den Korridor hinaustrat, von zwei bewaffneten
Männern flankiert.
»Machst du dir ein
kleines Späßchen mit dem Hauptmann, Pocket?«, sagte Drool. Er
merkte nichts von der Gefahr, die ihm drohte.
Da stellte mich der
Hauptmann auf die Beine und legte mir seine Hand auf die Schulter,
damit ich nicht auf Edmund losging, dessen Vater und Bruder eben
hinter ihm vorbeigingen.
»Du hattest ganz
recht, Pocket«, sagte Edmund und stach Drool ein wenig, um seinen
Worten Nachdruck zu verleihen. »Dich zu töten würde meine leidige
Lage für immer zementieren, doch eine Geisel... kann man immer
brauchen. Ich habe deine Vorstellung dort drinnen so sehr genossen,
dass ich den König dazu bewegen konnte, mir einen eigenen Narren zu
bescheren, und nun sieh sich einer sein Geschenk an! Der Ochse
kommt mit uns nach Gloucester, um sicherzustellen, dass du dein
Versprechen hältst.«
»Ihr braucht den
Speer nicht, Bastard. Er geht mit, wenn ich ihn darum
bitte.«
»Fahren wir in die
Ferien, Pocket?«, fragte Drool, und Blut rann an seinem Hals
herab.
Ich trat nah an den
Riesen heran. »Nein, Kleiner«, sagte ich. »Du gehst mit dem
Bastard. Tu, was er sagt.« Ich drehte mich zum Hauptmann um.
»Reicht mir Euer Messer!«
Der Hauptmann
musterte Edmund und die beiden Bewaffneten, die schon nach ihren
Schwertern griffen. »Ich weiß nicht, Pocket...«
»Gebt mir Euer
gottverfluchtes Messer!« Ich wirbelte herum und riss dem Hauptmann
die Klinge aus dem Gürtel, und bevor die Soldaten ihre Schwerter
zücken konnten, hatte ich den Strick um Drools Hals schon
durchgeschnitten und Edmunds Speer beiseitegestoßen.
»Ihr braucht den
Speer nicht, Bastard.« Ich gab dem Hauptmann sein Messer zurück und
bedeutete Drool, dass er sich bücken sollte, damit wir auf
Augenhöhe kamen. »Ich möchte, dass du mit Edmund gehst und ihm
keine Schwierigkeiten machst. Hast du verstanden?«
»Aye. Du kommst nicht
mit?«
»Ich komme nach. Ich
komme nach. Vorher habe ich noch was im White Tower zu
erledigen.«
»Was zum Poppen?«
Drool nickte so begeistert, dass man sein kleines Hirn im
Kürbiskopf fast klappern hören konnte. »Ich helf dir,
oder?«
»Nein, mein Freund.
Du wirst deine eigene Burg haben. Und du wirst ein rechter Narr
sein, hörst du? Da kann man sich ganz toll verstecken und prima
lauschen. Drool, du begreifst doch, was ich dir sagen will, oder?«
Ich zwinkerte und hoffte entgegen aller Hoffnung, dass der
Schwachkopf mich verstand.
»Gibt es da auch
prima was zu poppen, Pocket?«
»Aye, ich glaube,
darauf kannst du dich verlassen.«
»Geilomat!« Drool
klatschte in die Hände und legte ein kleines Tänzchen hin, wobei er
sang: »Prima was zu poppen, prima was zu poppen...«
Ich sah Edmund an.
»Ihr habt mein Wort, Bastard. Aber ich will Euch noch etwas
versprechen: Sollte dem Mondkalb irgendetwas zustoßen, werde ich
dafür sorgen, dass Euch die Geister bis ins Grab
verfolgen.«
Furcht blitzte kurz
in Edmunds Augen auf, doch er rang sie nieder und setzte sein
großkotziges Grinsen auf. »Sein Leben hängt an deinem Wort,
Männlein.«
Der Bastard wandte
sich ab und stolzierte den Korridor entlang. Drool sah sich um, und
eine mächtige Träne stieg ihm ins Auge, als er merkte, was geschah.
Ich winkte ihm weiterzugehen.
»Ich hätte mir die
beiden anderen vorgeknöpft, wenn du zugestochen hättest«, sagte
Curan. Der andere Gardist nickte zustimmend. »Der Fiesling hat doch
förmlich drum gebettelt.«
»Das sagt ihr mir
jetzt!«, rief ich.
Da kam der nächste
Wachmann aus der Halle gelaufen, und als er sah, dass nur der Narr
bei seinem Hauptmann war, erstattete er Meldung. »Hauptmann, der
Vorkoster des Königs! Er ist tot, Sire.«
Einst hatte ich drei
Freunde.