Nachwort
Die historischen Figuren in diesem Roman sind belegt. Es gibt zwei kleine historische Ungenauigkeiten, die ich mir als Erzählerin erlaubt habe, denn Filippo Baldinucci wäre zum Zeitpunkt der Manuskriptverschickung Galileos erst 17 Jahre alt gewesen. Auch Bonaventura habe ich zum Schutze der Nachfahren einen anderen Nachnamen gegeben.
Die Geschichte eines möglichen Schmuggels könnte sich durchaus so abgespielt haben, es ist bewiesen, dass Galileo Manuskripte in der Zeit seiner Verbannung an der Inquisition vorbeischleusen konnte. Er wurde tatsächlich zweimal von Justus Sustermans in Arcetri gemalt. Und wahrscheinlich liegen noch einige seiner Handschriften unentdeckt in den geheimen Archiven und Bibliotheken der Welt.
Auch das Gemälde samt Vignette auf der Rückseite existiert. Ob es ein echter Justus Sustermans ist oder nicht, konnte ich in der Zwischenzeit noch nicht eruieren, da mir, als ich bei den Recherchen auf Galileo gestoßen bin, die Idee zu diesem Buch kam, und das Schreiben seither meine gesamte Zeit beansprucht.
Wer ganz genau wissen will, was an den historischen Details stimmt, kann es auf meiner Website www.elisfischer. com nachlesen. Viele Zusatzinformationen, die in diesem Buch keinen Platz fanden, da es zu detailliert um Kunstgeschichte ging und vielleicht für den Großteil der Leser nicht von Interesse gewesen wären, findet man dort. Den Director’s Cut sozusagen.
Über neue Hinweise zu dem Gemälde wäre ich sehr dankbar und vielleicht können Sie und ich ja gemeinsam die Schatzsuche beenden und herausbekommen, ob Justus Sustermans das Bild wirklich gemalt hat und wer darauf gezeigt wird.