|205|SIEBZEHN

»Es passierte in einer Donnerstagnacht«, sagte Danny. »Ein paar Tage war es ziemlich ruhig gewesen. Vereinzelte Granatenangriffe auf den Stützpunkt, nichts Ernstes, niemand wurde verletzt. Einer der Jungen hatte Geburtstag, und ein Kumpel von ihm hatte in der Küche einen super Schokoladenkuchen gebacken. Mit vollen Bäuchen und guter Dinge rückten wir aus.«

Er machte eine kurze Pause und blickte aufs Meer. Die Wellen waren größer geworden. Ein heißer Wind war aufgekommen, vertrieb den letzten Rest Dunst und erfüllte die Luft mit Salzgeruch. Tom und Danny saßen im Schatten einer windschiefen Palme im Sand; ihre Schuhe trockneten neben ihnen. Danny hatte die nassen Hosen bis zum Knie hochgekrempelt und strich den Sand von den Beinen. Tom wartete darauf, dass er fortfuhr.

Zuerst konnte er Danny nicht recht folgen. Sein Sohn benutzte so viele militärische Ausdrücke, es war manchmal, als spreche er eine Fremdsprache. Er kannte NCOs und RPGs, aber bei IED (improvisierter explosiver Apparat) und NVG (Nachtsichtbrille), QRF (schnelle Eingreiftruppe) und SAW (Squad Automatic Weapon – M249, leichte Maschinengewehre) musste er ihn unterbrechen und fragen. Danny lachte, als Tom fragte, was WTF bedeute (what the fuck), und auch, als er wissen wollte, wie viele von ihnen im Hummer gewesen seien.

»Was ist daran lustig?«

»Das heißt Humvees, Dad. Hummer heißt, jemandem einen blasen.«

|206|Tom beschloss, nicht mehr dazwischenzureden und sich die Geschichte anzuhören.

Der Stützpunkt von Dannys Kompanie war etwa vierzig Meilen nördlich von Bagdad in einer verfallenen Lebensmittelfabrik untergebracht, die in eine Festung umgebaut worden war, verseucht von Ratten und Kakerlaken. Der Gestank war so übel, dass ihre Vorgänger sie wahrscheinlich darum Mordor getauft hatten. Rundherum war Ackerland; Weinberge, Obstplantagen, dazwischen Bewässerungsanlagen und nicht kartographierte Straßen und verstreut kleine Städte und Dörfer.

Wie in den meisten Teilen des Landes hätten die Bewohner sie zunächst als Befreier mit offenen Armen empfangen, sagte Danny. Doch inzwischen drückten sie ihre Gefühle mit nächtlichen Granaten- oder Raketenangriffen aus oder, noch einfallsreicher, mit Straßenminen. Für gewöhnlich verwendeten sie 155 mm große Sprenggranaten, die im Standstreifen oder einer Wasserleitung versteckt waren, manchmal aber auch in einem Hunde- oder Ziegenkadaver, und ferngezündet wurden.

»Die Granate, die uns in jener Nacht erwischt hat, steckte in einem toten Esel«, sagte Danny. »Kannst du dir das vorstellen? Wenn wir unsere Nasen benutzt hätten, hätten wir den Kadaver wahrscheinlich aus hundert Meter Entfernung riechen können.«

Sie waren der QRF, der schnelle Eingreifverband, bestehend aus drei Humvees. Danny saß im dritten. Die im ersten Wagen hätten die Bombe sehen müssen und hätten sie wahrscheinlich auch gesehen, wäre es nicht fast Vollmond gewesen. Der Mond sei spät aufgegangen und riesengroß gewesen, sagte Danny, und habe krasse Schatten geworfen. Und in einem dieser Schatten, unter einem Baum am Rand einer trockenen Obstplantage, habe der Esel gelegen. In der mondbeleuchteten grünen Welt ihrer Nachtsichtbrillen habe er ausgesehen wie ein Erdhügel.

»Ich sah gerade nach vorne, als die Bombe hochging. Es gab |207|ein gleißendes Licht, und der erste Humvee sprang in die Luft wie ein Rodeobulle. Die Druckwelle schleuderte mich aus meinem Sitz. Zuerst dachte ich, wir wären auch getroffen worden. Nachdem sich der Qualm verzogen hatte, sahen wir, dass der erste Wagen mit der Schnauze nach unten im Graben auf der anderen Seite der Straße lag. Die Hinterreifen drehten sich in der Luft. Der ganze Unterboden der rechten Seite war weggerissen, das Metall nach hinten gebogen, wie die Blätter einer seltsamen Blume.«

Danny schüttelte den Kopf und schwieg eine Weile.

»Dann war da dieses Nichts. Nur diese unheimliche Stille. Wir alle waren wie gelähmt und hatten nur einen Gedanken: Scheiße, ist das jetzt echt? Lebe ich noch? Und dann, als ob jemand den Abspielknopf gedrückt hätte, kehrten alle wieder ins Leben zurück. Schreie und Flüche, jeder rief jeden beim Namen. Und dann das Gebrabbel über Funk, Fragen, was vorgefallen war, Position angeben, Unterstützung anfordern.«

Danny sah Tom ernst an, als sei ihm wirklich daran gelegen, dass er die Situation begriff.

»Es ist keine Panik, eher eine Art unkontrollierbarer Rausch, verstehst du? Jeder weiß, was zu tun ist. Dafür ist man trainiert. Aber man steht unter Schock und ist vollgepumpt mit Adrenalin. Alles ist noch verschwommen, und du hast das Klingeln im Kopf von der Explosion. Es dauert einen Moment, bis du dich durchgekämpft hast und dich erinnerst. Das ist der gefährliche Moment. Obwohl du immer noch wie benommen bist und eins und eins zusammenzuzählen versuchst, fangen die Drecksäue, die die Bombe gelegt und sich den Spaß angesehen haben, an loszuballern.«

Genau das sei passiert, sagte Danny. Als sie aus den anderen zwei Humvees herauskletterten (klettern sei vielleicht nicht das richtige Wort, sagte Danny, wenn man einhundert Pfund Ausrüstung, Waffen und Körperpanzerung aus Kevlar mit sich herumschleppte), |208|hätten sie das Knattern und die Querschläger des feindlichen Feuers gehört. Dann Granaten.

Glücklicherweise, sagte Danny, wüssten die Aufständischen meistens nicht, wie man mit einem Granatwerfer akkurat ziele. Wie viele Gegner das Feuer auf sie eröffnet hatten, war schwer zu sagen. Sie schienen irgendwo hinter dichtem Schilf zu liegen, das sich am Kanal etwa zweihundert Meter weiter weg quer durch die Plantage zog. Aber nicht lange. Die Kanoniere auf den zwei intakten Humvees schwangen herum und schossen aus ihren 50 Kalibern und alle auf dem Boden aus ihren M16, sie webten einen Teppich aus Unterstützungsfeuer und verzierten die Nacht mit Leuchtspurmunition.

»Binnen Minuten war das Schilfrohr zerschreddert, und die Bäume auf der Plantage waren zerschossen. Alles zerfetzt und zersplittert. Und die Schweinehunde waren entweder tot oder schissen sich in die Hose oder rannten um ihr Leben, denn das Gegenfeuer hörte auf.«

Der Fahrer des bombardierten Humvee war tot und hatte wahrscheinlich nichts mitbekommen. Beide Beine waren weggerissen. Zwei andere Kameraden waren schwer verletzt. Einer war Dannys bester Freund Ricky Peters. Er war aus Pasadena, gerade zwanzig Jahre alt geworden. Er sei der witzigste Mensch, sagte Danny, den alle liebten.

Als Danny endlich auf die andere Seite der Straße robben konnte und hinter dem Wrack des Humvee Deckung suchte, hatte jemand schon eine Infusion angelegt. Ricky driftete in eine Morphinwolke. Ein gezacktes Stahlteil hatte sich in seine Leistengegend gebohrt; seine Beine waren blutig, wie abgeschlachtet.

»Er hatte dieses merkwürdige Lächeln im Gesicht«, sagte Danny leise. »Er wollte etwas sagen, aber ich konnte ihn nicht verstehen. Irgendeinen blöden Witz über seine Eier. Ich konnte ihn nur halten und die Stirn streicheln.«

|209|Danny schluckte und starrte in den Sand. Das ist mein Sohn, dachte Tom, mein Junge. Unvorstellbar, dass er diese Gräuel hatte mitansehen müssen. Tom legte eine Hand auf Dannys Schulter. Danny sammelte sich und sprach weiter.

Innerhalb von Minuten landete der Rettungshubschrauber. Sie streiften alle umher und fanden ein Bein des Fahrers, das andere nicht. Den Hinterbliebenen zuliebe, erklärte Danny, würden die Leichen immer so vollständig wie möglich nach Hause geschickt. Die Sanitäter sollten nur die Verwundeten mitnehmen, nicht die Toten, aber diesmal machten sie es, und als sie fertig waren, hob der Hubschrauber ab und flog über den Mond.

Dannys Einheit gruppierte sich neu. Jetzt sollten sie die Wichser finden, die das getan hatten. Straßenbomben wurden oft per Handy gezündet, aber diese nicht. Einer der Anführer der Eingreiftruppe, ein Sergeant namens Marty Delgado, befahl Danny, mit ihm zu kommen. Sie gingen zusammen im Mondlicht den Drähten nach, die über die Plantage gespannt waren. Ein Apache-Hubschrauber kreuzte vor ihnen, suchte mit dem Schweinwerfer das Schilf und den Kanal ab.

Danny und Delgado mochten sich nicht sonderlich. Oder nicht mehr. Alle Marineinfanteristen seien per Definition hartgesotten, aber Delgado sei nicht zu übertreffen, sagte Danny. Er war Titan-Hardcore und verpasste nie die Gelegenheit, es alle Welt wissen zu lassen.

»Nur Muskeln und Tätowierungen«, sagte Danny. »Betrachtet sich dauernd im Spiegel. Und schleppt die ganze zusätzliche Ausrüstung mit sich herum, sollte er plötzlich auf den Mount Everest steigen oder tiefseetauchen müssen.«

Ein paar Wochen zuvor, fuhr Danny fort, auf dem Stützpunkt, nachdem Delgado sich darüber ausgelassen hatte, was für ein Superheld er im Bankdrücken sei, waren er und Ricky in der Latrine und machten sich über Delgado lustig. Nicht gemein, nur aus Spaß, nur sie beide. Dachten sie zumindest.

|210|Danny ließ sich gerade über die Größe von Delgados Schwanz aus (der, nur fürs Protokoll, ungewöhnlich klein war), als niemand anders als dessen Besitzer um die Ecke bog. Danny hoffte, dass der Typ ihn nicht belauscht hatte. Bald aber war klar, dass er alles mit angehört hatte. Von dem Moment an ließ Delgado ihn nicht mehr in Ruhe, hatte an allem, was Danny tat, etwas auszusetzen. Nannte ihn tollpatschig und machte ihn vor versammelter Mannschaft runter.

Das Schlimmste aber, sagte Danny, in der Nacht der Eselbombe hätte der gemeine Schweinehund allen Grund gehabt. Nachdem sie den Ort gefunden hatten, wo der Attentäter gewartet hatte (die Drähte waren noch an der 12-Volt-Batterie angeschlossen), stolperte Danny und schlitterte auf dem Rücken in den Bewässerungskanal. Der Zement war glatt und glitschig, und er konnte sich nirgendwo festhalten. Er landete bis zur Brust in Brackwasser.

»Ich versuchte hochzuklettern, aber mit der schweren Ausrüstung war es einfach unmöglich. Ich rutschte immer wieder ab. Ich sah aus wie ein begossener Pudel. Delgado starrte auf mich runter und sagte kein Wort. Schüttelte nur den Kopf, als sei ich ein Volltrottel. Dann nahm er ein Seil aus seinem Rucksack, warf es mir zu und zog mich hoch.«

Danny war wütend auf sich und murmelte, was er dem kleinen hajji-Arsch von Attentäter antun würde, wenn er ihn zwischen die Finger bekäme. Delgado wies ihn zurecht, sich zusammenzureißen.

Es gab einen Pfad durch das Schilfrohr, der zweifellos als Fluchtweg gedient hatte. Sie folgten ihm. Danny tropfte wie ein Sieb und stank höllisch, und bei jedem Schritt schmatzten seine Stiefel. Plötzlich hörten sie über Funk, dass ein Mann in einer Tarnjacke und weißer Hose (klang nach einer sonderbaren Kombination, sagte Danny, so was wie hallo, hier bin ich, hallo, hier nicht) gesichtet worden sei, wie er auf Gebäude eines Bauernhofs |211|zurannte, nur ein paar hundert Meter vor ihnen. Delgado antwortete, sie seien auf dem Weg.

Eine schmale Holzbrücke führte über den Kanal. Sie rannten hinüber, und am Rand des Schilfs erblickten sie den Bauernhof, ein paar marode Hütten und Scheunen, die Dächer aus verrostetem Wellblech, dahinter die weißen Gemäuer eines größeren Hauptgebäudes. Ein Hund stürzte auf sie zu und bellte, Delgado schoss ihm eine Kugel aus seinem M16 in den Kopf.

Sie näherten sich den Gebäuden und waren etwa fünfzig Meter entfernt, als jemand aus einem AK-47 auf sie feuerte. Das Gelände war voller Buschwerk, und es lagen Einzelteile von Ackergerät herum, es gab also genügend Deckung. Sie erwiderten das Feuer und sprinteten in den Schutz der ersten Scheune. Kaum hatten sie diese erreicht, sahen sie den Mann in der Tarnjacke, der ein AK-47 trug, hinter einem Schuppen hervorrennen und um die Ecke des Bauernhauses verschwinden. Es ging blitzschnell. Sie schossen, aber er war weg.

Natürlich, sagte Danny, sei von dem Kerl nichts mehr zu sehen gewesen, als sie um die Ecke bogen. Stattdessen fanden sie eine Gruppe von Frauen, Kindern und ein paar Männern, überwiegend alten, zusammengedrängt in diesem beschissen kleinen kalkgetünchten Hof. Hunde bellten, und Hühner jagten gackernd um ihre Beine. Allesamt verrückt vor Angst.

»Zwei Frauen hielten Säuglinge. Sie schrien und hielten ihre Hände hoch. Durch meine Nachtsichtgläser sahen sie unheimlich aus. Wie eine Bande jaulender Zombies.«

Einen Augenblick später rasten vier andere vom QRF durch den anderen Eingang in den Hof, und plötzlich schwebte der Apache über dem Dach und richtete seinen Scheinwerfer direkt auf sie. Sofort klang das Schreien nicht mehr verzweifelt, sondern hysterisch. Wo zum Teufel der Mann mit dem AK hin war, konnten sie nur raten.

Danny hielt inne. Er hatte die Knie bis ans Kinn gezogen. |212|Einen kurzen Moment lang legte er die Stirn auf die Knie, als sammle er Kraft, um weiterreden zu können. Tom umfasste wieder Dannys Schulter und wartete. Eine junge Frau stand am Wasser und warf für ihren Hund Stöcke ins Meer. Der Wind frischte auf und drehte landeinwärts. Die Wellen wurden größer und wirbelten den Hund herum, aber er kam jedes Mal mit dem Stock zurück.

Als Danny fortfuhr, war seine Stimme leiser. Tom musste sich zu ihm beugen, um ihn zu verstehen. Er sagte, es sei vielleicht für Tom schwer zu verstehen, wie überdreht sie alle gewesen waren in jener Nacht. Er sagte, er könne das Bild seines blutüberströmten Freundes einfach nicht vergessen. Von Ricky, der lächelnd vor ihm lag und versuchte, üble Witze darüber zu reißen, dass ihm die Eier weggeblasen worden waren. Danny war voller Hass und Angst, und allein Gott wusste, was er noch gefühlt hatte. Sein Kopf wollte explodieren.

Dann befahl Delgado ihm und einem jungen Soldaten namens Eldon Harker, die Leute zu bewachen. Er und die drei anderen Marineinfanteristen würden das Haus durchsuchen. Danny widersprach, denn er hatte den Mann gesehen, der auf sie geschossen hatte, und es schien ihm nur logisch zu sein, dass er mitsuchte. Aber Delgado sagte, er solle das Maul halten und tun, was ihm befohlen worden sei. Harker stammte aus Cleveland, es war sein erster Einsatz. Danny kannte ihn kaum. Der arme Kerl machte sich fast in die Hose.

Delgado führte die anderen in das Haus und ließ die beiden im Hof zurück. Einen Augenblick später drehte der Apache ab und flog davon. Danny machte den Fehler, hochzuschauen, und wurde von dem Scheinwerferlicht geblendet. Plötzlich Schreie aus dem Bauernhaus, splitterndes Glas und dann Gewehrsalven.

Als er wieder zu der erbärmlichen Schar Gefangener blickte, immer noch halb blind von dem grellen Licht, bewegte sich jemand |213|hinter einer der Frauen mit einem Baby. Es war ein Mann, nur ein wenig jünger als die anderen, und Danny war sich sicher – fast sicher –, dass der vorher dort nicht gewesen war.

»Er trug ein weißes Hemd und eine weiße Hose und sah mir direkt in die Augen. Ich dachte: Heilige Scheiße, das ist er, das ist der Typ, den wir verfolgt haben. Der kleine Wichser hatte bloß die Tarnjacke ausgezogen und sich unter die Gruppe gemischt, um unschuldig zu wirken. Dann fing Harker an zu brüllen, und ich dachte, er denkt dasselbe wie ich.«

Alles habe nicht länger als ein paar Sekunden gedauert, sagte Danny. Ein in die Länge gezogener Moment. Man konnte dem Mann ansehen, dass er wusste, er war überführt. Er zitterte, bewegte sich rasch hin und her, als wolle er wegrennen. Dann, auf einmal, bückte er sich. Harker brüllte erneut, und eine der Frauen kreischte, und Danny hörte – ganz deutlich – ein Klicken. Offenbar eine Waffe, die gezogen wurde. Dann sah er sie.

»Da war es, das Funkeln eines Laufs in Hüfthöhe der Frau. Der kleine Arsch hatte das AK aufgehoben und wollte losballern.«

Danny schrie, und beide, er und Harker, eröffneten das Feuer mit ihren M16.

Sieben Tote. Ein alter Mann, drei Frauen, ein fünfjähriges Mädchen und ein Säugling, ein Junge. Und der Mann, der nach seiner Waffe gegriffen hatte. Allein, es war keine Waffe. Nur eine Krücke aus Metall. Der Mann war Invalide, hatte nur ein Bein.

Das kleine Mädchen und der Junge lagen nebeneinander, ihre Körper waren blutüberströmt und von Kugeln durchsiebt, nur die Gesichter waren unversehrt. Die Augen des Mädchens standen offen. Dieses Bild hatte sich in Dannys Hirn eingebrannt.

|214|»Ich sehe ihr Gesicht jede Nacht«, flüsterte er. »Immer wenn ich die Augen schließe, ist sie da und starrt mich an.«

Tom zog seinen Sohn an sich.

Erst nach einer Ewigkeit sprachen sie wieder. Sie lauschten dem Rauschen der Wellen und beobachteten, wie die Sonne im Ozean versank.

»Sie werden mich aufhängen, Dad. Sie werden mich hängen und im Wind baumeln lassen.«