Max hält den Kopf gesenkt, hat die Augen nach oben gerichtet. Till glaubt, ihm ansehen zu können, dass er sich von dem Schlag nicht mehr erholen wird. „Tust du mir einen Gefallen, Till?“ Max‘ Stimme klingt wieder so, wie sie geklungen hat, als er ein kleiner Junge war. „Nimmst du bitte zurück, was du eben gesagt hast? Kannst du das bitte machen? Sagen, dass es nicht stimmt?“
Aber den Gefallen hat Till seinem Freund nicht getan. Nicht nach all dem, wozu Max sich hat hinreißen lassen. Nicht, nachdem Max gedroht hat, er werde Lisa erzählen, was vor zehn Jahren in den Schächten unter der Stadt zwischen Till und Max‘ Vater passiert ist …
Der kleine Kratzer an Claires Knöchel hat sich entzündet. Frederik kann ihr ansehen, wie sie abdriftet. Aber er will Claire nicht allein ziehen lassen, will nicht ohne sie zurückbleiben. Halten kann es sie nicht. Also muss er mitgehen. Ihr den düsteren, fiebrigen Weg hinab folgen, den sie bereits vorausgegangen ist …
Die Kindheit von Till, Max und Lisa in der Bentheim’schen Villa - die verrückten Nächte mit Max‘ Freunden zehn Jahre später - die Schriften von Xaver Bentheim und was Felix von Quitzow damit vorhat …
Etwas braut sich zusammen in Berlin.
Der Tag ist gekommen, an dem alle Intrigen, Vorbereitungen und Schleichwege, alle Verschwiegenheit und Geheimniskrämerei nichts mehr nutzen. Der Tag, an dem die Wahrheit ans Tageslicht bricht.
Krass, kalt und direkt.
Berlin Gothic 7: Gottmaschine
Der letzte Band der Reihe.