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SUCHE

9. Januar 1980

Gestern Abend ist Morag Sheehans Leiche gefunden worden. Unten am Fuß der Klippe hinter dem Hof des alten Towson. Die Flut hätte sie mitgenommen, und wir hätten nichts gemerkt, aber wegen des Mondes war Ebbe. Und so haben die Jungen Billy Martin und Hugh Beecham sie gefunden.

Zuerst dachten sie, sie wäre ein verbrannter, morscher Schiffsmast. Doch das war sie nicht. Sie war nur eine verbrannte Hexe.

Natürlich hat sich Belwicket vor dem Morgengrauen getroffen. Wir hängten von innen Decken über die Fensterläden und versammelten uns um den Küchentisch in unserem Haus. Die Sache ist die, dass Ma und ich Morag letztes Jahr unter einen sehr mächtigen Schutz gestellt hatten, und seither war ihr nichts passiert. Alles war in bester Ordnung gewesen. »Ihr wisst, was das bedeutet«, sagte Paddy McTavish. »Kein Mensch konnte sich ihr nähern, nicht während sie unter diesem magischen Spruch stand und mit all dem Abwehrzauber, den sie selbst angewandt hat.« »Was willst du damit sagen?«, fragte Ma.

»Ich will sagen, dass sie von einer Hexe umgebracht wurde«, antwortete Paddy.

Kaum hatte er es ausgesprochen, schien es plötzlich offensichtlich zu sein. Morag wurde von einer Hexe umgebracht. Von einem von uns? Sicher nicht. Dann ist da jemand in der Nachbarschaft, jemand, von dem wir nichts wissen? Jemand aus einem anderen Hexenzirkel?

Mir wird eiskalt, wenn ich an so viel Böses denke. Beim nächsten Kreis werden wir wahrsagen. Bis dahin habe ich ein wachsames Auge auf alles und jeden.

– Bradhadair

 

Die erste Gelegenheit, Cal von meinen Nachforschungen zu erzählen, ergab sich nach der Schule. Er begleitete mich zu meinem Auto, und wir standen noch ein Weilchen davor und redeten. »Ich habe etwas über Maeve Riordan herausgefunden«, sagte ich ohne lange Einleitung. »Ein bisschen was jedenfalls.«

»Erzähl«, sagte er, doch ich sah, dass er einen Blick auf seine Uhr warf.

»Musst du gehen?«, fragte ich.

»In einer Minute«, sagte er entschuldigend. »Meine Mutter braucht heute Nachmittag meine Hilfe. Ein Mitglied ihres Hexenzirkels ist krank und wir wollen ein Heilritual durchführen.«

»So was kannst du?« Es kam mir vor, als erführe ich jeden Tag von neuen magischen Möglichkeiten.

»Klar«, meinte Cal. »Ich sage nicht, dass wir ihn auf jeden Fall heilen können, aber es wird ihm sehr viel besser gehen, als wenn wir nichts für ihn tun würden. Aber erzähl mir, was du herausgefunden hast. «

»Ich habe im Internet recherchiert«, sagte ich, »und dabei bin ich in viele Sackgassen geraten. Aber dann fand ich ihren Namen auf einer Seite über Ahnenforschung und das führte mich zu einem kleinen Artikel im Meshomah Falls Herald. Und den habe ich dann in der Bibliothek nachgeschlagen.«

»Wo ist Meshomah Falls?«, fragte Cal.

»Nur ein paar Stunden von hier. Jedenfalls stand in dem Artikel, dass eine verkohlte Leiche als die von Maeve Riordan identifiziert worden sei und dass diese Maeve ursprünglich aus Ballynigel, Irland, stammte. Sie war dreiundzwanzig.«

Cal runzelte die Stirn. »Glaubst du, das ist sie?«

Ich nickte. »Das muss sie sein. Ich meine, es gab auch andere Maeve Riordans. Aber die kam ihr am nächsten und der Zeitpunkt stimmt … Als sie starb, war ich ungefähr sieben Monate alt.«

»Wurde in dem Artikel ein Baby erwähnt?«

Ich schüttelte den Kopf.

»Puh. « Er streichelte mir übers Haar. »Ich frage mich, ob wir woanders noch mehr in Erfahrung bringen können. Lass mich darüber nachdenken. Geht’s dir gut? Ich würde ja gern noch bleiben, aber ich muss gehen.«

»Mir geht’s gut«, sagte ich, sah ihm ins Gesicht und freute mich darüber, dass er sich um mich sorgte. Und das lag nicht nur daran, dass ich eine Bluthexe war wie er. Raven und Bree waren nur eifersüchtig – sie wussten ja nicht, wovon sie sprachen.

Wir küssten uns zart, dann ging Cal zu seinem Wagen. Ich sah zu, wie er davonfuhr.

Aus dem Augenwinkel nahm ich eine Bewegung wahr, und als ich rüberschaute, sah ich Tamara und Janice, die gerade in Tamaras Auto einstiegen. Sie grinsten mich an und zogen vielsagend die Augenbrauen hoch. Tamara hielt anerkennend den hochgereckten Daumen in die Luft. Ich grinste zurück, ein bisschen verlegen, aber auch froh. Als sie wegfuhren, ging mir durch den Sinn, dass wir drei bald mal zusammen ins Kino gehen sollten.

»Schwänzt du den Schachklub?«, fragte Robbie in diesem Moment.

Ich sah mich blinzelnd um und entdeckte Robbie, der auf mich zugetrottet kam, Sonnenlicht blitzte auf seiner Brille. Sein struppiges braunes Haar, das letzten Monat noch schrecklich ausgesehen hatte, wirkte jetzt verwegen und trendy.

Ich überlegte einen Augenblick. »Ja«, sagte ich. »Ich weiß nicht … Schach kommt mir gerade irgendwie sinnlos vor.«

»Nicht Schach an sich«, sagte Robbie und seine blaugrauen Augen hinter der hässlichen Brille wurden ernst. »Schach an sich ist immer noch richtig spannend. Es ist schön wie ein Kristall.«

Ich wappnete mich gegen eine von Robbies Lobreden auf Schach. Er ist regelrecht verliebt darin. Aber er sagte nur: »Es ist nur die Sache mit dem Klub, die gerade sinnlos ist. Die Sache mit der Schule.« Er sah mich an. »Nachdem man gesehen hat, wie eine Freundin eine Blume erblühen ließ, kommen einem Schule und Klubs und das ganze Zeug irgendwie … albern vor.«

Ich war stolz und verlegen gleichzeitig. Ich fand die Vorstellung toll, dass ich begabt war, dass mein Erbe sich in meinen Fähigkeiten zeigte. Doch ich war es gewohnt, in der Masse unterzugehen und keine Wellen zu schlagen, war zufrieden gewesen, in Brees Schatten zu stehen. Ich gewöhnte mich nur schwer daran, dass ich plötzlich so viel Aufmerksamkeit erregte.

»Fährst du nach Hause?«, fragte Robbie.

»Ich weiß nicht. Eigentlich habe ich keine Lust«, sagte ich. Bei dem Gedanken, meine Eltern zu sehen, verknotete sich mein Magen. Dann hatte ich eine bessere Idee. »Hey, hättest du Lust, zu Practical Magick zu fahren?« Eine Mischung aus Schuldgefühlen und Freude überkam mich, als ich es vorschlug. Meine Mutter würde es gewiss nicht gutheißen, wenn ich in einen Wicca-Laden ging. Aber – das war nicht mein Problem.

»Cool«, meinte Robbie. »Aber wir fahren bei Baskin-Robbins vorbei. Lass dein Auto hier, ich bring dich später hierher zurück.«

»So machen wir’s.« Als ich mit Robbie die Straße hinunter zu seinem Auto ging, erhaschte ich aus dem Augenwinkel einen Blick auf Mary K.s glattes, kastanienbraunes Haar. Ich schaute hinüber und sah Mary K. und Bakker, die an der Mauer des Biologiegebäudes aneinanderklebten. Ich kniff die Augen zusammen. Es war ein äußerst seltsames Gefühl, meine vierzehnjährige Schwester mit jemandem rumknutschen zu sehen.

»Weiter so, Bakker! «, murmelte Robbie, und ich versetzte ihm einen Knuff in den Arm.

Ich konnte den Blick nicht von den beiden wenden, als wir zu Robbies dunkelrotem VW Beetle gingen. Ich sah, dass Mary K. sich lachend aus Bakkers Armen wand. Er folgte ihr und fing sie wieder ein.

»Bakker! «, kreischte Mary K. mit fliegenden Haaren.

»Mary K. ! «, rief ich plötzlich, ohne zu wissen, warum.

Sie schaute auf, immer noch in seinen Armen gefangen. »Hey.«

»Ich mache mit Robbie eine Spritztour«, sagte ich und wies auf Robbie.

Sie nickte und zeigte auf Bakker. »Bakker bringt mich nach Hause. Richtig?«, fragte sie ihn.

Er knutschte ihr den Hals ab. »Was immer du sagst.«

Eine leise Beklemmung beiseiteschiebend, stieg ich in Robbies Auto.

 

Die Fahrt Richtung Norden nach Red Kill dauerte nur eine knappe halbe Stunde. Im Vergleich zu Das Boot kam mir Robbies Auto klein und intim vor. Mir fiel auf, dass Robbie die Augen zusammenkniff und immer mal wieder rieb.

»Das machst du in letzter Zeit oft«, bemerkte ich.

»Meine Augen bringen mich noch um. Ich brauche unbedingt eine neue Brille«, sagte er. »Meine Mutter hat mir für morgen einen Termin gemacht.«

»Gut.«

»Was hat Bree heute Morgen gemeint?«, fragte er. »Von wegen deine Eltern und neuer Lesestoff?«

Ich zog die Nase kraus und seufzte. »Also, Bree ist richtig sauer auf mich«, sagte ich, um mit dem Offensichtlichen anzufangen. »Es geht um Cal … Sie war scharf auf ihn, aber er wollte mich. Ich glaube, jetzt hasst sie mich. Egal … Du weißt doch, dass ich meine Wicca-Bücher zu ihr gebracht hatte?«

Robbie nickte, den Blick auf die Straße geheftet.

»Sie hat sie gestern früh auf unsere Veranda gelegt«, erklärte ich. »Meine Mutter ist durchgedreht. Es gab ein Riesentheater«, fasste ich das Ganze notdürftig zusammen.

»Oh«, meinte Robbie.

»Ja. «

»Ich wusste ja, dass Bree hinter Cal her war«, sagte Robbie. »Aber ich glaube nicht, dass sie ein gutes Paar abgeben würden.«

Ich schenkte ihm ein amüsiertes Lächeln. »Bree würde dafür sorgen, dass jeder mit ihr ein gutes Paar abgeben würde. Egal, lass uns von was anderem reden. Die ganze Sache ist … ziemlich schrecklich. Das einzig Gute ist, dass Cal und ich jetzt zusammen sind, und das ist richtig toll.«

Robbie warf mir einen Blick zu und nickte. »Hmmm«, machte er.

»Hmmm, was?«, fragte ich. »Meinst du, ›hmmm, das ist toll‹? Oder, ›hmm, ich bin mir da nicht so sicher‹?«

»Eher, ›hmmm, es ist kompliziert‹, schätze ich«, erwiderte Robbie. »Du weißt schon, wegen Bree und allem.«

Ich starrte ihn an, doch er hatte den Blick wieder auf die Straße gerichtet, und von der Seite konnte ich seine Miene nicht deuten.

Ich sah aus dem Fenster. Ich wollte über etwas reden, das wir noch nicht richtig geklärt hatten. »Robbie, das mit dem magischen Spruch tut mir wirklich leid. Du weißt schon. Den mit deiner Haut.«

Er schaltete in einen anderen Gang, ohne etwas zu sagen.

»Ich tu’s nie wieder«, versprach ich ihm noch einmal.

»Sag das nicht. Versprich mir nur, dass du es nie wieder tust, ohne mir vorher Bescheid zu sagen«, erwiderte er und lenkte den Beetle in eine winzige Parklücke. Dann wandte er sich mir zu. »Ich war total sauer auf dich, weil du es mir nicht gesagt hast«, meinte er. »Aber, ich meine, Himmel, sieh mich an.« Er wies auf sein neuerdings glattes Gesicht. »Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so aussehen würde. Ich dachte, ich hätte für immer ein Streuselkuchengesicht und für den Rest meines Lebens schreckliche Narben.« Er guckte über das Lenkrad nach draußen. »Jetzt sehe ich in den Spiegel und bin glücklich. Mädchen sehen mich an – Mädchen, die mich bisher ignoriert oder allenfalls mit mitleidigen Blicken bedacht haben.« Er zuckte die Achseln. »Wie sollte ich darüber sauer sein?«

Ich berührte ihn am Arm. »Danke.«

Er grinste mich an und schwang die Tür auf. »Lass uns in Verbindung treten mit unserer inneren Hexe.«

Wie immer war es in Practical Magick düster und in der Luft hing der schwere Duft von Kräutern, Ölen und Räucherwaren. Nach der kühlen Novembersonne draußen war es im Laden warm und einladend. Es gab zwei Abteilungen, eine Hälfte bestand aus deckenhohen Bücherregalen und die andere aus Regalen voller Kerzen, Kräuter, ätherischer Öle, ritueller Gegenstände und magischer Symbole, zeremonieller Dolche, die man Athame nannte, Gewänder, Poster und sogar Wicca-Kühlschrankmagneten.

Ich ließ Robbie bei den Büchern und ging zu der Abteilung mit den Kräutern. Zu lernen, wie man mit ihnen arbeitet, kann mein ganzes Leben und länger dauern, dachte ich. Die Vorstellung war einschüchternd, aber auch aufregend. Für den magischen Spruch, mit dem ich Robbies Akne geheilt hatte, hatte ich Kräuter benutzt, und im Kräutergarten von Killburn Abbey, den ich auf einem Kirchenausflug besucht hatte, war ich ganz hingerissen gewesen.

Ich blätterte gerade in einem Handbuch über magische Pflanzen des Nordostens, da spürte ich ein Kribbeln. Als ich aufblickte, sah ich David, einen der Verkäufer. Ich erstarrte. Er machte mich immer nervös, dabei wusste ich nicht mal genau, warum.

Ich erinnerte mich daran, wie er mich gefragt hatte, welchem Clan ich angehörte, und dass er Alyce, der anderen Verkäuferin, gesagt hatte, ich wäre eine Hexe, die so täte, als wäre sie keine.

Jetzt beobachtete ich misstrauisch, wie er näher kam, sein kurzes graues Haar silbrig im schimmernden Licht einer Kerze.

»Du hast dich verändert«, sagte er leise, seine braunen Augen auf mich gerichtet.

Ich dachte an Samhain, als die Nacht um mich herum explodiert war, und an den Sonntag, als meine Familie explodiert war. Doch ich schwieg.

»Du bist eine Bluthexe«, konstatierte er und nickte, als würde er nur etwas bestätigen, was ich gesagt hatte. »Und jetzt weißt du es.«

Woher weiß er das?, überlegte ich mit einem Anflug von Angst.

»Warst du wirklich überrascht?«, fragte er mich.

Ich sah mich nach Robbie um. Er stand immer noch drüben bei den Büchern.

»Hast du ein Buch der Schatten?«, fragte er.

»Ich habe eins angefangen«, sagte ich und dachte an das wunderschöne leere Buch mit dem marmorierten Vorsatzpapier, das ich mir vor zwei Wochen gekauft hatte. Ich hatte den magischen Spruch hineingeschrieben, den ich für Robbie gewirkt hatte, und auch meine Erfahrungen an Samhain notiert. Aber warum wollte David das wissen?

»Hast du die Bücher der Schatten deines Clans, deines Hexenzirkels?«, fragte er. »Das deiner Mutter?«

»Nein«, antwortete ich kurz angebunden. »Das ist unmöglich. «

»Oh, das tut mir leid«, meinte er nach einer Pause. Dann klingelte ein Glöckchen, und er ging zu einer anderen Kundin, um ihr bei der Auswahl von Schmuck zu helfen.

Ich schaute den Gang hinunter und sah, dass die andere Verkäuferin, Alyce, ganz am Ende der Regale am Boden hockte und auf einem niedrigen Regal einige Kerzenständer arrangierte. Sie war älter als David, rundlich und mütterlich mit wunderschönem grauen Haar, das sie in einem losen Knoten oben auf dem Kopf trug. Ich hatte sie vom ersten Augenblick an gemocht. Mit meinem Kräuterbuch in der Hand ging ich auf sie zu.

Sie blickte auf und lächelte kurz, als hätte sie auf mich gewartet. »Wie geht es dir, Liebes?« In ihren Worten schwang eine ganze Welt an Bedeutungen mit, und einen Augenblick lang hatte ich das Gefühl, sie wüsste alles, was passiert war, seit sie mir eine Woche vor Samhain geholfen hatte, eine Kerze auszusuchen.

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. »Schrecklich«, platzte ich heraus. »Ich habe gerade herausgefunden, dass ich eine Bluthexe bin. Meine Eltern haben mich mein Leben lang angelogen.«

Alyce nickte wissend. »Dann hatte David recht«, sagte sie, und ihre Worte waren nur für meine Ohren bestimmt. »Ich hatte es mir auch schon gedacht.«

»Woher wussten Sie es?«

»Wir können einander erkennen«, sagte sie sachlich. »Wir sind auch Bluthexen, auch wenn wir nicht wissen, welchem Clan wir entstammen.«

Ich starrte sie an.

»Besonders David hat sehr starke magische Kräfte«, fuhr Alyce fort. Ihre kräftigen Hände rückten Kerzenständer in Form von Sternen, Monden und Pentagrammen zu ordentlichen Reihen zurecht.

»Haben Sie einen Hexenzirkel?«, flüsterte ich.

»Starlocket«, sagte Alyce. »Bei Selene Belltower.«

Cals Mutter.

Am hinteren Ende des Gangs, knapp zehn Meter entfernt, tauchte Robbie auf. Er unterhielt sich mit einer jungen Frau, die lächelnd mit ihm flirtete. Robbie schob seine Brille beiseite, rieb sich die Augen und antwortete ihr. Sie lachte und sie verschwanden zusammen wieder in dem Gang mit den Büchern. Ich hörte ihr Stimmengemurmel. Einen Augenblick hätte ich mich voller Neugier gern darauf konzentriert, ihren Worten zu lauschen, doch dann wurde mir klar, dass ich das nicht tun sollte, auch wenn ich es konnte.

Plötzlich kam mir eine Idee. »Alyce, wissen Sie irgendetwas über Meshomah Falls?«, fragte ich.

Es war, als hätte eine Schlange sie gebissen. Sie zuckte förmlich zurück und ihr rundes Gesicht wurde von Angst überschattet. Stirnrunzelnd stand sie langsam auf, als drückte ein schweres Gewicht sie nieder.

Sie sah mir in die Augen. »Warum fragst du?«

»Ich würde gerne mehr über … über eine Frau namens Maeve Riordan wissen«, sagte ich. »Ich muss unbedingt mehr über sie erfahren.«

Alyce blickte mir eine ganze Weile tief in die Augen.

»Ich kenne den Namen«, sagte sie.