C. Österreich

Österreich teilt sich grob in eine westliche und eine östliche Klimazone. Burgenland, Wien und Niederösterreich im Osten bekommen den Einfluss feuchter atlantischer Westwinde deutlich weniger zu spüren als Vorarlberg, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Im Westen des Landes regnet es übers Jahr fast doppelt so viel wie im Osten. Steiermark und Kärnten im Südosten hingegen profitieren vor allem im Sommer von trockener, warmer Mittelmeerluft. Die kältesten Temperaturen außerhalb des Gebirges werden gewöhnlich im Osten des Landes gemessen. Doch der Temperaturanstieg um rund eineinhalb Grad im Jahresdurchschnitt seit 1860 lässt Gletscher tauen, zudem wurde die Zahl der Tage mit geschlossener Schneedecke um rund zwei Wochen verringert. Im Rahmen des HISTALP-Projekts haben Forscher um Reinhard Böhm von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien Klimadaten für Österreich neu aufbereitet und 2009 publiziert. Die aktuellen Werte für vier Großstädte repräsentieren grob Landesteile in allen vier Himmelsrichtungen Österreichs:

Innsbruck

Jahr

Winter

Frühling

Sommer

Herbst

Temperatur (Durchschnitt)

9,4

-0,1

9,8

17,9

10

Sonnenscheindauer (in Std.; Summe)

1841

274

505

593

452

Regenmenge (in mm; Summe)

864

133

193

353

452

Wien

Jahr

Winter

Frühling

Sommer

Herbst

Temperatur (Durchschnitt)

10,2

0,9

10,1

19,5

10,4

Sonnenscheindauer (in Std.; Summe)

1818

183

536

717

382

Regenmenge (in mm; Summe)

513

92

130

170

124

Graz

Jahr

Winter

Frühling

Sommer

Herbst

Temperatur (Durchschnitt)

9,5

-2,3

9,8

18,6

9,9

Sonnenscheindauer (in Std.; Summe)

1844

247

515

669

413

Regenmenge (in mm; Summe)

838

93

190

377

188

Linz

Jahr

Winter

Frühling

Sommer

Herbst

Temperatur (Durchschnitt)

9,5

0

9,7

18,4

9,8

Sonnenscheindauer (in Std.; Summe)

1593

152

481

645

314

Regenmenge (in mm; Summe)

708

158

171

238

141