Nachwort

Bestimmt haben Sie inzwischen schon gedacht: Ich habe Othello und den Kaufmann von Venedig doch gelesen, aber ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass da ein Narr einen Drachen gepoppt hätte. Vielleicht sollte ich noch mal einen Blick reinwerfen.

Falls Sie in diese Richtung vorzugehen gedenken (und man könnte seine Zeit durchaus schlechter verbringen), werden sie möglicherweise enttäuscht feststellen, dass Shakespeare diesen Teil ausgelassen hat. Der Schelm von Venedig bedient sich dreier literarischer Werke: Das Fass Amontillado, eine Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe, Der Kaufmann von Venedig und Othello, der Mohr von Venedig. Außerdem stammt ein nicht unerheblicher Teil aus Shakespeares König Lear, der Inspiration für meinen früheren Roman Fool, in dem Pocket, Drool und Jeff ihren ersten Auftritt hatten. Außerdem habe ich Textpassagen aus einem guten Dutzend weiterer Shakespeare-Stücke zitiert oder zusammengefasst. Ich könnte selbst nicht mehr sagen, woher ich sie hatte. Der Versuch, eine Geschichte zu entwickeln, die sich aus derart vielen Quellen speist und gleichzeitig bemüht ist, der Historie gerecht zu werden, kann einige Verwirrung stiften, und so hoffe ich, an dieser Stelle ein paar historische Details, Figuren und Einstellungen klären zu können …