RUNE OLAUSSON

Der Traum

 

Tante hatte ganz bestimmte Ansichten über Paris.

Sie fand, daß man durchaus eine Meinung über Paris haben konnte, ohne deshalb an europäischer Politik interessiert zu sein. Sie war der Ansicht, die internationale Politik wäre oft so traurig, daß man entweder fast über ihr einschlief oder aber fast wütend wurde, wenn jemand mit geschulter Kombinationsfähigkeit so einfach mir nichts, dir nichts von kommunalen Straßensteuerproblemen zu Prinzipien der Außenpolitik überging. Als hätte man nicht ohnehin schon Politik genug.

Und Paris als ein Zentrum der europäischen Bestrebungen um Vereinigung aller divergierenden Haltungen zur Welt überhaupt aufzufassen, das, fand Tante, hieße nach vielen Seiten Unrecht tun.

Aber trotz allem: Paris ist eben doch Paris; und die einzige Stadt, von der man das sagen kann.

Tante hatte vielleicht Angst vor Paris. Doch danach hatte sie nie jemand gefragt. Die meisten pfeifen auf Paris, obwohl sie hin und wieder gern mal über Politik sprechen. Aber das tun sie vor allem zu ihrem eigenen Vergnügen.

Viele sind mehrmals in Paris gewesen.

»Paris ist ein Symbol für...«, sagten viele versuchsweise, wenn sie Tante überreden wollten, von Paris zu sprechen.

Aber Tante unterbrach sie immer.

»Symbol? Quatsch!« sagte sie. »In einem Symbol sieht man nur das, was man selbst sehen will. Weiter nichts.«

Das sagte Tante ernst, aber ohne ärgerlich zu werden.

Tante war nur zwanzig Jahre alt, als sie ihr erstes großes Geschäft machte. Das war unmittelbar nach dem Krieg; dann rollte es von selbst. Aber einen Mann bekam sie nie. Sie verlobte sich nicht einmal. Obwohl sie reich war. Und ganz hübsch. Ihr Busen sah schwer aus, wenn auch nicht unnormal üppig, ihre Beine waren kräftig und die Füße groß; aber in Schuhen mit hohen Absätzen hatte sie trotzdem einen anmutigen und leichten Gang. Ihre Zähne wirkten gepflegt, und das Haar sah immer weich und sauber aus.

Tante reiste viel, aber nie nach Paris. Sie behauptete niemals, daß ihr Paris nicht gefiele, aber sie sah manchmal so merkwürdig verärgert aus, wenn jemand das Wort Paris in ihrer Gegenwart erwähnte.

»Sie hat vielleicht jemand in Paris gekannt, der ihr nahestand und der während des Krieges dort umgekommen ist!« sagte man etwa.

Aber niemand wußte Genaues.

Doch als Tante vierzig wurde, reiste sie zur Überraschung aller nach Paris.

Ihre Reise gab natürlich Anlaß zu etlichen Kommentaren in ihrem Bekanntenkreis.

»Dahinter steckt irgendein Mann!« sagte eine Frau.

»Ich glaube, sie ist noch immer Jungfrau!« sagte eine andere.

»Vielleicht versteckt sich dahinter etwas Großes und Geheimes«, sagte ein Einkaufsleiter.

»Da sieht man, was für eine Wirkung das politische Tauwetter auf den einzelnen Menschen hat!« sagte ein Kommunalpolitiker, der zwei Weltkriege erlebt hatte, ohne seine Arbeit zu verlieren.

Tante gab für ihre Reise keine Erklärung.

Sie flog einfach.

Die Luft war warm, als Tante während der letzten Frühlingstage, an denen der Wind nachts lau ist und der Sommer feucht und heiß draußen an den Küsten lauert, in Paris landete.

Tante sprach bereits beim Zoll Französisch.

Und der Hotelportier machte ihr Komplimente wegen ihrer guten Aussprache.

 

»Ich habe nichts Eiliges vor, und außerdem besitze ich einen Spiegel«, sagte Tante zu sich selbst und unterließ es, in einen Nachtklub zu gehen.

Als sie das erstemal an solchen Lokalen vorbeikam, die große Fotos nackter Frauen an den Eingangstüren zeigten, ärgerte sie sich darüber. Aber nach einigen Tagen war der Zorn verflogen, und statt dessen schielte sie mit einer gewissen Beschämung nach den entkleideten Fotomodellen.

»Das muß die Luft sein«, sagte sie sich.

Und so ging sie einen ganzen Nachmittag umher und atmete alles ein. Hin und wieder wunderte sie sich, wie sie es wohl machten, wenn sie sich rasierten: Diese Frauen hatten kein einziges Haar an ihrem Geschlecht. Elektrisch? Oder mit dem Rasiermesser? Und wer war auf die Idee gekommen? Ein Mann? Oder eine Frau?

Sie konnte sich keine Antwort ausdenken, deshalb holte sie ein paarmal tief Luft und beschloß, keine Ansichtskarten an die Freunde zu schreiben; denn wer weiß, zu welchen Äußerungen die Luft sie noch verleiten könnte — Äußerungen, die sie später bereuen würde?

 

Eines Tages genehmigte sie sich vor dem Essen einen Drink. Und bestellte Erdbeeren mit Sherry als Nachtisch, obwohl das so teuer war, daß sie es sich zu Hause nicht einmal bei einem Repräsentationsessen erlaubt haben würde.

An dem Abend fühlte sie sich glücklich. Sie lächelte allen zu, die ihr auf dem Weg zum Hotel begegneten. Ein Mann hielt sich dicht neben ihr, sie verlangsamte ihre Schritte und überlegte plötzlich, ob ihr BH richtig und das Haar nett saß, dann bereute sie es auf einmal und lief schneller. Sie rannte, und bei jedem Schritt fühlte sie sich erregter; ihr war, als schwöllen ihre Brüste an, als glitten die Schenkel bei jedem Meter weiter auseinander, und sie fühlte, wie sie zwischen den Beinen feucht wurde.

Als sie beim Portier auf den Schlüssel wartete, kam es ihr vor, als ob er auf ihre Brüste, auf Bauch und Schenkel schaute, und sie fing plötzlich an zu kichern. Der Portier sah sie fragend an, sagte aber nichts. Und sie lief hinauf in ihr Zimmer.

Sie ging hinein, und als sie hinter sich abgeschlossen hatte, trat sie leise auf den Balkon, um nachzusehen, ob der Mann ihr gefolgt wäre. Aber unter ihrem Fenster stand niemand. Und sie fühlte sich beschämt.

Aber dann mußte sie lachen und bestellte beim Portier eine kleine Flasche Champagner, die sie in einem großen Kühler erhielt. Der Etagenkellner ließ den Pfropfen springen und schenkte ein; sie dankte und schloß die Tür hinter ihm ab. Dann zog sie sich aus, setzte sich nackt auf einen Stuhl und trank Champagner.

Der Stuhl war mit Samt bezogen, und als sie sich langsam und gedankenlos zu bewegen begann, fing es an, auf ihrer Haut zu brennen; dann drückte sie sich fest auf den Sitz nieder und wiegte sich mit kurzen Bewegungen hin und her.

»Wenn ich nun rot werde!« sagte sie halblaut und lachte. Sie stellte das Glas hin, daß es gegen den Tisch klirrte, erhob sich und trat vor den Spiegel. Sie stellte sich mit dem Rücken zum Spiegel und versuchte, über die Schulter hinweg zu sehen, ob ihre Haut rot geworden wäre. Aber sie konnte den Kopf nicht so weit drehen, deshalb spreizte sie die Beine und bückte sich. Sie sah zwischen ihren Schenkeln hindurch direkt in den Spiegel; und da waren keine roten Flecke zu sehen.

>Die sitzen vielleicht weiter innen<, dachte sie.

Und dann zog sie die Popobacken mit den Händen auseinander und tastete sich mit den Fingern vor.

>Ich werde mir dort die Haare schneiden, nicht rasieren, sondern schneiden!< dachte sie und zog vorsichtig an den Haaren. Dann schob sie behutsam einen Finger hinein und aufwärts.

Sie fühlte sich schwer im Kopf, und ihre Wangen waren warm, aber sie blieb stehen, fühlte den Finger und sah sich selbst im Spiegel an. Und plötzlich gewahrte sie, wie zwischen den Härchen kleine Tropfen glitzerten, und sie richtete sich jählings auf!

Sie zog ihr Nachthemd an und trocknete die Hände am Taschentuch ab, das immer unter dem Kopfkissen lag.

Dann trank sie den Rest des Champagners und warf die Flasche in den Papierkorb.

Daraufhin stellte sie sich erneut vor den Spiegel und bürstete ihr Haar. Lange blieb sie so mit der Bürste in der Hand stehen und betrachtete sich selbst.

»Nein«, sagte sie plötzlich und ging zum Bett. »Warum habe ich keinen Schlafanzug mitgenommen?«

Dann schlug sie die Decke zurück, aber als sie gerade ins Bett kriechen wollte, riß sie sich heftig das Nachthemd vom Leibe. Und so lag sie nackt im Bett. Ohne sich noch einmal gespiegelt zu haben.

Die Balkontüren standen offen. Der Wind war lau, sie hatte die Hände unter dem Kopf gefaltet und sah an die Decke, bis sie einschlief. Und dann träumte sie.

Es war ihr erster Traum seit vielen Jahren.

Sie träumte, daß sie nackt in Paris in einem Hotelbett läge, daß sie Champagner getrunken und vor einem Spiegel gestanden und sich beinahe selbst befriedigt hätte. Und sie hatte die Türen zum Balkon nicht zugemacht. Als sie gerade im Einschlafen war, die Hände unter dem Kopf, sah sie einen Mann vom Balkon an ihr Bett kommen!

Bevor sie noch schreien konnte, hatte er sich auf den Bettrand gesetzt und seine eine Hand über ihren Mund gelegt.

»Nicht schreien!« sagte er zu ihr auf Französisch. »Sie brauchen keine Angst zu haben!«

Und dann hob er sie hoch und trug sie leicht und vorsichtig auf den Balkon hinaus. Und dort am Geländer des Balkons stand ein Pferd!

Sie hatte keine Angst, aber sie hätte lieber doch wenigstens ein Nachthemd angehabt.

Sie betrachtete den Mann aus den Augenwinkeln und bemerkte, daß er recht gut aussah; freundlich, aber doch männlich.

Er hob sie auf das Pferd, so daß sie rittlings saß, und sie drückte ihre Beine fest in die Seiten des Tiers. Und dann setzte er sich hinter sie.

Mit der einen Hand umfaßte er ihre Brust; sie versuchte auszuweichen, doch er lachte verhalten und ließ seine Hand, wo sie war. Mit der andern Hand nahm er die Zügel auf und schnalzte mit der Zunge, worauf das Pferd einen Schritt vorwärts machte und die Vorderhufe auf das Geländer setzte; dann stieß es sich vorsichtig ab und flog davon. Sie wunderte sich nicht darüber, daß das Pferd Flügel hatte; diese saßen hinten an den Schenkelmuskeln und waren ganz klein.

Sie sah hinunter und erschauerte. Sie flogen hoch über den Häusern, so hoch, daß man sie unten, von den Straßen, bestimmt nicht sehen könnte. Sie wollte schreien, konnte aber nicht. Der Mann hinter ihr liebkoste sacht ihre eine Brust und schmiegte sich gleichzeitig dicht an sie. Einen Augenblick ließ er mit der Hand los, faßte aber gleich darauf wieder um die äußerste Spitze ihrer Brust und kitzelte mit den Nägeln die Brustwarze.

>Das geht wirklich über allen Verstand! Er will mich auf einem fliegenden Pferd verführen!<

Und sie versuchte, sich umzudrehen, um dem Mann ins

Gesicht zu schlagen. Doch er ergriff ihre Hand, führte sie an seine Lippen und küßte sie.

Darauf widmete er sich wieder behutsam der Brustwarze.

»Unverschämter Kerl!« sagte sie laut in ihrer eigenen Sprache.

«Wie bitte?« fragte der Mann auf Französisch.

»Nichts«, antwortete sie nach einer Weile.

»Wunderbar«, sagte der Mann.

»Ich verstehe nicht«, sagte sie.

Der Mann erwiderte nichts, er lachte still und küßte sie flüchtig auf die Schulter.

> Wenn ich bloß nicht ohnmächtig werde!< dachte sie.

Und sie schloß die Augen und lehnte sich rückwärts an ihn.

Da führte er seine Hand von ihrer Brust abwärts zu ihrem Bauch hin, und er strich mit dem Zeigefinger in immer größeren Kreisen um den Nabel, bis er ihre Hüften erreichte; dort kitzelte es plötzlich so, daß sie ohne zu überlegen die Beine ausstreckte und das Gleichgewicht verlor! Sie fiel vornüber und dann mit einem Ruck wieder nach hinten — und da fühlte sie seine Hand, die ihren Bauch in festem Griff hatte und von da zu ihrer Spalte hinunterglitt, um dort zu verharren. »Nein«, sagte sie.

»Paß auf, daß du nicht runterfällst«, meinte er.

Dann nahm er seine Hand langsam weg, und sie drückte ihre Beine wieder in die Seiten des Pferdes.

Der Mann liebkoste abwechselnd ihren einen Schenkel und den andern; er wechselte dauernd die Hand wegen der Zügel, und das Pferd ruckte ab und zu. Dann plötzlich zog er die Zügel nach oben, steckte sie unter die linke Achselhöhle und drückte den Arm fest an den Körper. Jetzt hatte er beide Hände frei. Er umfaßte ihren Schenkel von der Seite her und versuchte langsam, seine Hände unter sie zu schieben, aber sie klemmte sich entschieden in den Sattel. Da ließ er seine Hände aufwärts zu ihren Hüften gleiten, und die eine schob sich weiter hinauf zu ihrer Brust, während er mit der anderen ihren Rücken abwärts zu den Popobacken streichelte; mit dem Zeigefinger folgte er der Ritze und versuchte, zwischen sie und den Sattel zu kommen.

Die Hand auf ihrer Brust verhielt sich nicht passiv; er kreiste abwechselnd mit dem Daumen und dem Zeigefinger um ihre Knospen — er tat es schnell und rhythmisch, und sie spürte, wie sie zu wachsen begannen. Dann umfaßte er sie mit den Nägeln und zog sie behutsam nach außen!

Der Zeigefinger zwischen ihren Backen schob sich immer weiter nach unten, und um das zu vermeiden, versuchte sie, sich heftig gegen ihn zu stemmen. Sie klemmte seine Finger fest, und er saß einen Augenblick ganz still. Dann zog er seine Hand zurück und rutschte selbst ein wenig nach hinten. Die andere Hand berührte noch immer ihre Brust; abwechselnd ließ er die Nägel über ihre Brustwarzen und nach unten zum Bauch hin gleiten, wobei er ab und zu die ganze Brust in die Hand nahm und aufwärts schob.

Er hielt noch immer die Zügel unter der Achselhöhle.

Sie merkte, daß er sich hinter ihr anders als bisher bewegte. Und plötzlich begriff sie: Seine Hand, die versucht hatte, sich unter sie zu schieben, berührte nämlich ab und zu ihren Rücken. Dann verhielt er sich einen Augenblick still, worauf er sich vorsichtig, aber entschieden an sie preßte. Und von den Backen am Rückgrat hinauf spürte sie sein nacktes Glied! Es war warm und ganz hart.

Sie wollte weiter nach vorn rücken, weg von ihm und seinem Instrument, doch er umfaßte mit der einen Hand ihre Taille und hielt sie fest.

Sie versuchte, sich zur Seite zu drehen, aber da sah sie in die Tiefe und gewahrte die Erde wie einen Schatten weit unter sich. Einige Sekunden lang war ihr schwindlig, und sie hatte Angst, hinunterzufallen; deshalb holte sie tief Luft und setzte sich wieder gerade hin.

Nach einer Weile merkte sie, wie er seine Muskelkraft im Glied konzentrierte und es ein wenig fallen ließ — um dann wieder gegen ihren Rücken zu klopfen. Und dann beschleunigte er das Tempo allmählich, so daß es war, als ob er mit seinem Glied auf ihrem Rücken den Takt zu einer Melodie schlug, die er still vor sich hin sang. Sie mußte lächeln, aber dann fiel ihr ein, daß er, wenn er merkte, wie sie sich entspannte, sicher versuchen würde, sie zu etwas zu verleiten, zu dem sie wirklich keine Lust hatte. Deshalb schloß sie die Augen und versuchte, sich soweit wie möglich nach vorn zu neigen; sie ließ die Arme über den Hals des Pferdes gleiten und bog den Rücken, um aus der Reichweite seines Ständers zu kommen. Aber dadurch mußte sie gleichzeitig mit den Beinen festeren Halt suchen, und sie merkte: je weiter sie sich nach vorn lehnte, desto weiter rutschten ihre Schenkel nach hinten, und dabei hob sich ihr Hintern von selbst einige Zentimeter. Aber ehe sie sich wieder nach hinten lehnen konnte, ließ er den Griff um ihre Taille los und führte seine Hand genau unter ihre Spalte. Er hielt sie still nach oben gewölbt und wartete darauf, daß die Frau sich bewegen würde.

Sie saß einige Minuten still, dann begann es in ihren Muskeln zu spannen und ihrer Haut zu straffen, und sie konnte nichts anderes tun, als sich langsam nach unten sinken lassen.

Er hielt die Finger leicht gespreizt, als sie sich auf seine Hand setzte.

>Ich muß es eben zulassen!< dachte sie. >Es ist besser, als wenn er plötzlich auf die Idee käme, mich vom Pferd zu werfen.<

Aber er bewegte seine Hand nicht.

Statt dessen begann er zu pfeifen. Und bald erkannte sie die Melodie wieder; es war ein unanständiges Lied, das die Herren in ihrer Heimatstadt bei Festen zu später Stunde sangen.

>Er darf es doch <, dachte sie. >Warum tut er es dann nicht?< Aber er pfiff nur drauflos.

Und berührte ihre Brust.

Die Hand, die von hinten ihre Schamlippen festhielt, war völlig unbeweglich.

Sie merkte, daß er noch immer einen großen und warmen Ständer hatte, nur schmiegte er sich jetzt still an ihren Rücken.

Da begann sie sich vorsichtig zu bewegen, ein paar Zentimeter nach der einen Seite und genausoviel nach der andern. Sie versuchte, sich genau auf seinen Mittelfinger zu setzen, so daß er genau in ihrer Spalte lag. Sie rückte ihren Unterleib einige Male hin und her und merkte, daß der Finger dort lag; dann stemmte sie sich kräftig nach unten, wodurch er ein wenig hineinglitt!

Jetzt hörte er auf zu pfeifen.

An seinem Finger fühlte sie, daß sie feucht wurde; der Finger wurde immer weicher und glitt bei jeder ihrer Bewegungen weiter hinein.

>Warum sagt er nichts?< dachte sie.

In diesem Moment ließ er die Zügel fahren, ließ sie lose vor ihr liegen und nahm die Hand von ihrer Brust.

Sie schrie auf, als das Pferd plötzlich scharf abbog, aber der Mann rief etwas ihr Unverständliches, und das Pferd machte kehrt und flog ruhig geradeaus weiter.

Dann nahm er ihre Hand und zog sie vorsichtig nach hinten; sie wagte es nicht, sich zu sträuben — eine heftige Bewegung würde genügen, und sie stürzte hinab!

Und sie kicherte bei dem Gedanken, was die Leute wohl denken würden, wenn sie sähen, wie da ein nacktes Weib vom Himmel fiel.

Deshalb ließ sie ihm ihre Hand. Er zog sie an sich, und sie merkte, daß er sie an sein großes Glied brachte. Sie versuchte zwar, ihre Hand starr geöffnet zu halten, aber er bog ihre Finger sanft, und schließlich hielt sie ihren Zeigefinger und ihren Daumen dicht unterhalb der Eichel und drückte vorsichtig. Er bewegte sich langsam vor und darauf genauso langsam zurück, jedesmal nur wenige Zentimeter. Sie verstand, was er wollte, hielt aber ihre Hand ganz still.

Da faßte er abermals ihre Finger und löste deren Griff, dann hielt er seine Hand über ihre und preßte sie erneut gegen sein Glied. Sie faßte an derselben Stelle zu wie vorher, und jetzt bewegte er seine Hand langsam nach oben und dann wieder hinunter, so daß sie merkte, wie die Haut unter der Eichel weich an ihren Fingern entlangglitt. Er umschloß ihre Hand, und sie konnte ihren Griff nicht lösen! Er machte dieselbe Bewegung einige Male und hielt dann inne.

Sie saß still. Er saß still.

Und dann merkte sie, wie er seinen Kopf über ihr Genick beugte und wie seine Lippen flüchtig über ihren Hals und an den Schultern entlangglitten; sein Mund war warm, und ab und zu streifte er ihre Haut mit der Zunge. Er schob sich schräg nach vorn, ohne den Unterkörper zu bewegen, und küßte sie seitlich auf den Hals. Seine Lippen waren feucht, der Mund offen, und er tastete sich zu ihrem Ohr hinauf. Dann biß er sie in das Ohrläppchen, und es hörte sich plötzlich an, als schwömme sie unter Wasser; es rauschte und wurde naß, sie spürte seine Zunge in ihrem Ohr, und er atmete so heftig, daß es in ihrem ganzen Kopf kitzelte.

Da bewegte sie ihre Hand; sie schob sie weit nach unten bis zur Wurzel seines Stammes und dann zur Spitze hinauf und wieder hinunter. Jedesmal, wenn sie ihre Hand nach oben führte, bog sie den kleinen Finger einwärts und ließ seinen Nagel vorsichtig die ganze Unterseite entlanglaufen.

Gleichzeitig bewegte er seinen Mittelfinger unter ihr; er führte ihn in Kreisen, die sie allmählich öffneten. Die anderen Finger schloß er um ihre Spalte. Zuerst kitzelte sie das nur so, wie es manchmal unter den Füßen juckt, doch dann verflüchtigte sich dieses Gefühl plötzlich, und statt dessen war es, als erröte sie die Schenkel hinauf bis zu den

Schamlippen. Ihr wurde heiß, und es war, als würde sich alles in ihr bewegen.

Sie merkte, daß er etwas flüsterte, aber sie verspürte keine Lust hinzuhören.

Ihre Hüften wiegten sich mit seinen Fingern im Takt.

Jetzt entfernte er vorsichtig die Hand, welche ihre führte, und sie zögerte einen Augenblick, hielt aber dann sein Glied weiter umschlossen.

Er faßte um ihren Bauch herum und weiter nach unten, zupfte behutsam an den Härchen und liebkoste sie.

Er sagte wieder etwas. Aber sie verstand es nicht.

Sie wußte nicht, ob sie nicken oder den Kopf schütteln sollte, deshalb tat sie keines von beiden. Dafür drückte sie sein Glied etwas fester.

Da beugte er sich weit vor und biß sie in die Achselhöhle. Sie hob ihren Arm, und er steckte den Kopf darunter. Dann schmiegte er seine Wange an ihre Brust. Jetzt hob er den Nacken ein wenig, so daß er die Brust mit dem Mund erreichte.

Er saugte ihre Brustwarze weit in seinen Mund hinein, und er bewegte seine Zunge nach hinten, so daß ihre Brust an seinen Gaumen gepreßt wurde.

Mit den Zähnen berührte er die Unterseite ihrer Brust.

Sie schob ihre Hand heftig auf und ab — und manchmal hielt sie inne und griff mit allen Fingern um seine Eichel. Sie ließ die Nägel in kleinen, schnellen Kreisen um seinen Schaft spielen.

>Mein Gott, was passiert, wenn ein Flugzeug kommt?< dachte sie.

Sie lachte laut.

Er tat so, als höre er nichts.

Es war ein wenig unbequem, so dazusitzen und rückwärts zu liebkosen, es schmerzte etwas in ihren Ellbogen, wenn sie seinen Schwanz umfaßte. Aber sie wagte nicht loszulassen.

Und er verstand sich auf Zärtlichkeit.

>Ihm tun die Arme sicher auch weh<, dachte sie.

Jetzt nahm er seinen Kopf zurück und küßte sie im Nacken.

Und dann sagte er wieder etwas. Aber da hatte sie die Augen geschlossen und bewegte sich schnell, um mit seinen beiden Händen Schritt zu halten.

>Werden wir jemals landen?< dachte sie. >Oder muß ich bis in alle Ewigkeit hier sitzen und an ihm herumarbeiten? Seine Hände dringen von oben und von unten in mich ein — wie lange soll das noch so weitergehen? <

Da zog er plötzlich beide Hände von ihr zurück!

Sie stieß einen Schrei aus, aber er klopfte ihr auf die Schultern und drückte ihren Körper nach vorn.

Sie glitt an den Hals des Pferdes und merkte, wie er mit beiden Händen um ihren Bauch faßte und sie hochhob.

>Nein!< dachte sie. >Ich werde verrückt! Ich kann es nicht tun, er darf es nicht!<

Sie hörte, wie er pfiff. Dieselbe Melodie wie vorher.

Und dann spürte sie etwas Rundes und Warmes zwischen ihren Backen. Ihr ganzer Körper zuckte zusammen, als seien ihre sämtlichen Muskeln in einem Augenblick nervös geworden.

>Er tut es!< dachte sie.

Er hielt ihren Bauch jetzt nur noch mit einer Hand fest. Die andere lag wieder um seinen Schaft, den er an ihren Schamlippen entlangwetzte.

>Das kann nicht wahr sein!< dachte sie und beruhigte sich vollkommen. Und als sie sich entspannte, merkte sie, wie feucht sie war und daß er seine Spitze genau dort hatte.

>Wenn er ihn reinschiebt, falle ich vom Pferd!< dachte sie.

Er bewegte sich langsam und vorsichtig hinter ihr, er zog sie ruhig zu sich herunter, und sie merkte, wie mühelos sein Glied in ihr verschwand.

Als sie dachte, er sei fast ganz drin, hob er die Hand wieder an ihren Bauch und zwang sie, sich aufzurichten, so daß sie beinahe wieder von seinem Knüppel herunterrutschte.

Und jetzt drückte sie sich von selbst fest auf ihn.

»Ja, aber vorsichtig, es ist mehr als zwanzig Jahre her!« rief sie.

Und dann stieg sie abermals in die Höhe.

Jetzt glitt sie geschmeidig auf und ab; so weit hinauf, daß sie nur noch den äußersten Rand seines Gliedes fühlte, und dann so weit hinunter, wie sie überhaupt bloß konnte.

»Zwanzig Jahre!« flüsterte sie vor sich hin.

Und dann kam es ihr. Sie sank auf ihn herab und hatte nicht mehr die Kraft, sich zu rühren. Er warf seine Hüften ein paarmal hin und her, und dann fühlte sie, wie es aus ihm in sie hineinspritzte. Sie hatte Lust, sich umzudrehen und ihn zu küssen, aber als sie es versuchte, stöhnte er, faßte sie bei den Schultern und hielt sie fest.

Er wand sich rückwärts aus ihr heraus, und sie hob den einen Schenkel — dann war er nicht mehr in ihr.

Und jetzt wurde ihr angst!

>Das kann nicht wahr sein!< dachte sie. »Ich hatte mir doch selbst gelobt, es nie wieder zu tun!<

Er tastete mit seinen Händen über ihre Brüste, und es kitzelte noch immer in ihren Knospen, wenn seine Finger sie berührten.

>Habe ich es gern?< dachte sie.

Jetzt schnalzte der Mann dem Pferd zu, es verlangsamte seine Flügelschläge und begann in Kreisen zu fliegen.

>Wo werde ich jetzt wohl landen?< dachte sie. >Das war vielleicht nur der Anfang, was wird er mit mir machen?<

Sie schaute hinab; überall Wasser, aber als das Pferd einen engeren Kreis zog, erblickte sie eine Insel.

Es sauste ein wenig in ihren Ohren, als das Pferd sich sinken ließ.

Jetzt sah sie die Insel deutlicher. Sie schien verlassen zu sein.

>Es wohnt niemand auf der Insel<, dachte sie. >Und hier komme ich nackt auf einem Pferd daher zusammen mit einem Mann, der mich während des Reitens geritten hat und mir jetzt die Brüste streichelt.<

Das Pferd bewegte leicht die Beine und flog niedrig über die Insel.

>Ich werde mit diesem Mann auf dieser verlassenen Insel sein<, dachte sie. >Und ich bin nackt, und er wird sich bestimmt nicht mit dem begnügen, was er bis jetzt erreicht hat.<

Der Mann schob sich an ihren Rücken heran, und sie merkte, daß sein Glied feucht und halb steif war.

»Alles in Ordnung?« sagte der Mann hinter ihr plötzlich.

Sie nickte.

Das Pferd glitt über den Strand, setzte mit den Hufen auf und trabte noch einige Meter, bevor es stehenblieb. Der Mann sprang ab und reichte ihr die Hände. Sie glitt ihm entgegen.

Sie versuchte, ihren Körper mit den Händen zu verdecken, aber sie war gezwungen, den einen Arm um seinen Hals zu legen, um nicht hinzufallen.

Sie dachte an ihre Nacktheit.

Und an das, was sie in der Luft gemacht hatten.

Es beschämte sie etwas und machte sie ein wenig zornig. Doch der Mann lächelte nur.

Er stellte sie vorsichtig auf die Erde. Sie merkte, daß der Sand weich und etwas feucht war.

>Wie schön, daß mich nicht friert<, dachte sie und vergaß, sich hinter ihren Händen zu verstecken.

Der Mann betrachtete sie schweigend.

>Er soll sich nur ja nichts einbilden<, dachte Sie. >Ein Abenteuer ist ein Abenteuer, und damit basta. Eine Frau muß sich schließlich auch gelegentlich mal amüsieren dürfen, ohne daß es gleich alles mögliche nach sich zieht!<

Sie sah den Mann an.

Er schwieg.

>Ich muß etwas sagen<, dachte sie.

Sie zögerte.

>Was wird er hier mit mir anstellen? Was sollte man sich jetzt schon wünschen? <

Sie kicherte.

Verstummte aber jäh.

>Der Hintern!< dachte sie. >Oh, womöglich will er es dort probieren? So richtig von hinten!<

Und sie machte den Mund ein paarmal auf, um etwas zu sagen, bereute es aber.

Zum erstenmal in ihrem Leben vermochte sie sich nicht zu entscheiden!

>Der Mund? Der Mund!< dachte sie und entsann sich auf etwas, das sie einmal gelesen hatte.

Sie sah den Mann an. Er sah sie lange an, dann gab er dem Pferd einen Klaps auf das Hinterteil, und es trottete davon.

>Jetzt hat er wenigstens das Pferd aus dem Weg geschafft!< dachte sie.

Und lachte.

Da lächelte ihr der Mann zu. Aber da wurde sie wieder ernst.

>Ich muß irgend etwas sagen! Ich muß zeigen, daß ich keine Angst habe! Aber was soll ich sagen?< dachte sie. >Es darf nichts sein, was er mißverstehen könnte. Mein Gott, wie viele Stellen gibt es eigentlich, wo man es machen kann? Von vorn und von hinten und in den Mund. In die Ohren? Nein, da geht es jedenfalls nicht. Aber vielleicht zwischen die Brüste? <

Sie sah den Mann an. Er lächelte und faßte sich plötzlich an die Schenkel. Dann führte er die Hände zum Glied.

>Jetzt<, dachte sie. >Was will er wohl? In die Achselhöhle? Zwischen meine Füße? In die Kniekehle? Nein, es ist ja völlig verrückt, so etwas zu denken!<

Er rieb ein paarmal mit beiden Händen über die Spitze des Organs, dann stellte er sich breitbeinig hin und sah sie an.

>Entweder entscheide ich mich jetzt, oder es wird zu spät sein!< dachte sie. >Ich muß etwas sagen!<

Sie räusperte sich.

»Nun?« sagte sie laut und schwieg dann jäh.

Der Mann schaute hinauf in den Himmel.

>Ich muß mich entschließen!< dachte sie und schloß die Augen. >Ich muß etwas sagen, das er nicht falsch verstehen kann! Ich muß mich entscheiden! Schnell entscheiden!<

Da fiel ihr ein, was sie sagen wollte.

>Ich bin ja schließlich eine Frau!< dachte sie. Dabei lächelte sie. Und sah dem Mann unmittelbar in die Augen.

»Was haben Sie mit mir vor?« fragte sie mit lauter Stimme, ohne ihren Blick abzuwenden.

Der Mann sah sie lange an. Er war ernst.

Und er betrachtete ihren ganzen Körper.

»Das müssen Sie selbst entscheiden. Es ist ja ein Traum!« antwortete er und verneigte sich tief.