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Der Nachmittag brach an, als Barbro und Sofi mit
allem fertig waren. Aus den achtundsechzig Belegen hatten sie zwölf
herausgesucht, die gegen halb vier bezahlt worden waren, drei davon
in bar. Drei weitere waren Männerhaarschnitte. Es blieben sechs
Kundinnen mit Schnitt, Farbe und Kreditkarte. Wenn man
berücksichtigte, dass Saga pünktlich um halb vier im Café
angekommen war und zehn Minuten gewartet hatte, dann blieben drei
Kartenbelege und eine Barzahlung. Barbro wettete einen Hunderter
darauf, dass Klara die Barzahlung war. Sofi hielt dagegen, denn sie
hatte in ihrem Leben die Erfahrung gemacht, dass sie ganz am Ende
immer Glück hatte. Das war ein festes Muster, das sich stets
wiederholte.
Kjell schlug vor, sich aufzuteilen, sobald die
Kreditkartenabrechnungsfirma die Namen der Kartenbesitzer
mitgeteilt hatte, denn auf den Belegen selbst standen nur die
Nummern der Karten. Bis die Namen gefaxt wurden, blieb Zeit für die
Kantine. Bei ihrer Rückkehr wartete die Nachricht schon im
Faxgerät. Sie hatten drei Namen, zwei Privatpersonen und eine
Firmenkarte. Barbro rief Tindra im Salon an und bat sie, ihnen die
Karteikarten dazu herauszusuchen. Sie schickten einen
Streifenwagen, um die Karten abholen zu lassen. Die Streife brachte
zwei Karten. Da es zur Firmenkreditkarte keinen Namen gab, hatte
Tindra auch keine Karte gefunden. Beide Privatkundinnen waren
interessant. Sie waren Anfang zwanzig, gehörten also zur Zielgruppe
des Salons. Unter der gewählten Haarfarbe standen auf beiden Karten
niedrige Ziffern. Das bedeutete, dass die verwendeten Farben dunkel
waren.
»Ich nehme die Muharremi«, sagte Sofi. »In
Midsommarkransen kenne ich mich besser aus.«
Barbro nickte zähneknirschend. Sie musste bis nach
Södertälje fahren. Kjell wollte die Firmenkarte übernehmen, das lag
in der Altstadt.